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Struktur des Lokal-TV-Marktes in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich

Title: Struktur des Lokal-TV-Marktes in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich

Seminar Paper , 2003 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Julia Völker (Author), Claudia Barthle (Author)

Communications - Media Economics, Media Management
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Schlagworte wie „Globalisierung“ und damit einhergehende „weltweite wirtschaftliche Verflechtungen“, „Internet“, „Europäisierung“, „Medienmultis“, „Global Governance“, „Mobilität“ etc. kennzeichnen die heutige Zeit. Hat lokales Fernsehen da überhaupt noch einen Platz? Auf der anderen Seite heißt es: „Die kommunikationswissenschaftliche Forschung weiß seit langem, dass es die lokalen Ereignisse sind, die die Menschen am meisten interessieren“ (Wolf-Dieter Ring 1 , zitiert nach Scheidt 2003:16). Untersuchungen ergeben, dass lokales Fernsehen bei den Zuschauern beliebt ist. „Lokale Nachrichten haben Konjunktur“ (LfK 2003: 22). Wie hat sich Lokalfernsehen überhaupt entwickelt und wie sieht heute das Angebot beziehungsweise die Struktur des Lokalfernsehmarktes in Deutschland aus? Wo liegen Probleme? Und inwiefern ist die deutsche Struktur mit der in der Schweiz oder in Österreich vergleichbar? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit. [...]

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Ausgangssituation

1.2 Vorgehensweise

2 Entwicklung des Lokalfernsehens in Deutschland

3 Begriffliche Abgrenzung

3.1 Öffentlich-rechtliche Programme

3.2 Private Programme

3.2.1 Fensterprogramme

3.2.2 Ballungsraumfernsehen

3.2.3 Lokale Privatprogramme über Kabelverbreitung

3.3 Bürgermedien

4 Deutschland

4.1 Situation der lokalen Sender

4.2 Brandenburg

4.2.1 Rahmenbedingungen

4.2.2 Struktur

4.2.3 Verbünde

4.3 Bayern

4.3.1 Rahmenbedingungen

4.3.2 Struktur

4.3.3 Verbünde

4.4 Zusammenfassung

5 Schweiz

5.1 Rechtliche Grundlagen

5.2 Struktur

5.3 Verbünde

6 Österreich

6.1 Rechtliche Grundlagen

6.2 Struktur

6.3 Verbünde

7 Vergleich

8 USA als Vorbild?

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Struktur und die wirtschaftliche Situation des Lokalfernsehens in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich lokales Fernsehen angesichts von Globalisierung und wirtschaftlichen Herausforderungen behaupten kann und welche Rolle Kooperationen sowie staatliche Unterstützungsmodelle für ein langfristiges Bestehen spielen.

  • Analyse der historischen Entwicklung des Lokalfernsehens im dualen Rundfunksystem.
  • Untersuchung der nationalen Rahmenbedingungen und Finanzierungsmodelle in Deutschland, der Schweiz und Österreich.
  • Darstellung unterschiedlicher Organisations- und Kooperationsformen von lokalen Fernsehsendern.
  • Vergleich der Marktsituationen und Identifikation der jeweiligen Erfolgsfaktoren für lokale Programmangebote.
  • Diskussion von Herausforderungen wie Rentabilität, Reichweite und Konkurrenz durch ausländische Sender.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Fensterprogramme

Unter einem Fensterprogramm versteht man ein „zeitlich begrenztes Radio- oder Fernsehprogramm für einen kleineren Teil eines Sendegebietes, für dessen Ausstrahlung die Senderkette des jeweiligen Gesamtprogramms auseinandergeschaltet wird“ (Mediendaten Südwest 2001).

Ab einem gewissen Marktanteil müssen nationale Sender einen Anteil der Sendezeit an unabhängige Dritte bereitstellen, wozu auch Regional- und Lokalfenster zählen. Dies wurde grundsätzlich bereits im ersten Rundfunkstaatsvertrag 1987 festgelegt. Im novellierten Rundfunkstaatsvertrag von 1991 wurde dann präziser festgehalten, dass und wie von privaten Sendern, die ihr Programm über terrestrische Frequenzen verbreiten, Sendeplatz für regionale oder lokale Berichterstattung bereitgestellt werden muss (vgl. Wöste 1994: 595). Die Fensterprogramme auf Sat.1 und RTL entstanden also aufgrund medienpolitischer Vorgaben.

Wegen der geringen Rentabilität dieser Fensterprogramme entbrannten Dauerkonflikte mit den betroffenen Medienanstalten. Nach der DLM-Konferenz 1994 wurden daher im Wesentlichen folgende Regelungen verabschiedet: Der Umfang soll einheitlich 30 Minuten während der Vorabendsendezeit umfassen; für Sat.1 von 17.30 – 18.00 Uhr und für RTL von 18.00 – 18.30 Uhr. An Feiertagen dürfen die Fenster entfallen (vgl. ebd.: 595f.).

Es lässt sich allerdings feststellen, dass die Fenster eher Boulevardcharakter mit lokalem Bezug haben, als dass sie tatsächlich rein lokale Berichterstattung senden. Dies ist besonders bei RTL der Fall. Bei den Sat.1-Fenstern nehmen die sachliche und tagesaktuelle Berichterstattung sowie die Politikberichterstattung ein größeres Gewicht ein. Des Weiteren wurde festgestellt, dass die Fenster je Veranstalter relativ einheitlich aufgebaut sind (vgl. Volpers/Salwiczek/Schnier 2000: 274f.). Wenig überraschend ist, dass die Programmfenster in Großstädten wegen des relativ homogenen Lebensraums erfolgreicher sind als die in Flächenstaaten ausgestrahlten Programmfenster (vgl. Sturm/Zirbik 1998: 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Lokalfernsehens in Zeiten der Globalisierung und definiert den Aufbau sowie die methodische Vorgehensweise der Untersuchung.

2 Entwicklung des Lokalfernsehens in Deutschland: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg zum dualen Rundfunksystem nach und beschreibt die Länderspezifika der Senderverteilung in Deutschland.

3 Begriffliche Abgrenzung: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen öffentlich-rechtlichen Programmen, privaten Programmen wie Fenster- und Ballungsraumfernsehen sowie den Bürgermedien.

4 Deutschland: Die aktuelle Situation der Lokalsender wird analysiert, wobei Brandenburg und Bayern als kontrastierende Beispiele für unterschiedliche Förderstrukturen dienen.

5 Schweiz: Hier wird das schweizerische System mit seiner Besonderheit der vier Sprachregionen und dem spezifischen Finanzierungsmodell für kleine lokale Sender dargelegt.

6 Österreich: Das Kapitel beschreibt den jungen Lokal-TV-Markt in Österreich, seine späte gesetzliche Regelung und den aktuellen Aufbauprozess ohne direkte staatliche Förderung.

7 Vergleich: Eine vergleichende Analyse der drei Länder verdeutlicht, dass die Finanzierung das zentrale und gemeinsame Problem für lokale Fernsehsender darstellt.

8 USA als Vorbild?: Der Abschnitt prüft, ob das amerikanische Modell der lokalen Senderstrukturen als Vorbild für den europäischen Markt dienen kann.

9 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Lokalfernsehen durch Kooperationen und gezielte Finanzierungsmodelle zukunftsfähig bleiben kann.

Schlüsselwörter

Lokalfernsehen, duales Rundfunksystem, Programmfenster, Ballungsraumfernsehen, Landesmedienanstalten, Rundfunkstaatsvertrag, Medienregulierung, Werbeverbünde, Reichweite, Finanzierung, Lokale Berichterstattung, Bürgermedien, Medienpolitik, Digitalisierung, Regionalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die Struktur und wirtschaftliche Lage von Lokalfernsehsendern im deutschsprachigen Raum unter Berücksichtigung verschiedener nationaler Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Differenzierung verschiedener Programmformen, die Rolle der Landesmedienanstalten, die Bedeutung von Kooperationen sowie der Vergleich zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweise und Überlebensfähigkeit des Lokalfernsehens zu evaluieren und aufzuzeigen, wie unterschiedliche politische und wirtschaftliche Ansätze die lokale Medienlandschaft prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Berichten zur Situation des Lokalfernsehens in den drei untersuchten Staaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einordnung, die spezifische Analyse Deutschlands mit Fokus auf Brandenburg und Bayern, eine Darstellung der Schweizer und österreichischen Systeme sowie einen abschließenden Ländervergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lokalfernsehen, duales Rundfunksystem, Programmfinanzierung, regionale Identität und Kooperationsformen.

Warum unterscheidet sich die Situation in Brandenburg so stark von Bayern?

In Bayern existiert durch den „Kabelgroschen“ eine gezielte staatliche Förderung und eine koordinierte Struktur, während in Brandenburg eine solche Steuerung fehlt, was zu einer hohen Fluktuation und stärkeren Unabhängigkeit der Einzelbetriebe führt.

Welche Rolle spielt die Schweiz im Vergleich zu den anderen Ländern?

Die Schweiz nimmt eine Sonderrolle durch ihre vier Sprachregionen ein und stützt kleine lokale Sender gezielt über Anteile aus Empfangsgebühren, um den Wettbewerbsdruck aus dem Ausland abzufedern.

Warum ist das amerikanische Modell für Deutschland nur bedingt geeignet?

Die USA basieren auf einer historisch gewachsenen, primär lokalen Gründungsstruktur und anderen medienrechtlichen Rahmenbedingungen, während das deutsche System föderal und durch eine starke öffentlich-rechtliche Konkurrenz geprägt ist.

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Details

Title
Struktur des Lokal-TV-Marktes in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich
College
University of Hohenheim  (Institut für Sozialwissenschaften, Fachgebiet Kommunikationswissenschaftlen)
Course
Seminar Lokalfernsehen
Grade
1,0
Authors
Julia Völker (Author), Claudia Barthle (Author)
Publication Year
2003
Pages
36
Catalog Number
V70340
ISBN (eBook)
9783638626378
Language
German
Tags
Struktur Lokal-TV-Marktes Deutschland Schweiz Seminar Lokalfernsehen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Völker (Author), Claudia Barthle (Author), 2003, Struktur des Lokal-TV-Marktes in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70340
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