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Separate Gewinnbesteuerung und einheitliche Konzernbesteuerung in oligopolistischen Märkten

Title: Separate Gewinnbesteuerung und einheitliche Konzernbesteuerung in oligopolistischen Märkten

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Baris Özkan (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung haben Unternehmen, fremde Staaten nicht nur als neue Märkte, sondern auch als Standort für eigene Produktionsstätte entdeckt. Besonders in den vergangenen Jahrzehnten, nahm der Anteil ausländischer Direktinvestitionen stark zu.¹ Diese Tochtergesellschaften bilden, zusammen mit dem Hauptsitz der Konzerne, multinationale Unternehmen (MNU), die weltweit Umsätze erzielen. Infolgedessen hängen Gesamtgewinne u.a. nicht mehr nur von Steuersätzen im Inland ab, sondern auch von dem im Ausland, in denen Zweigstellen existieren. Diese Situation, machten und machen sich diese multinationalen Konzerne zunutze, Gewinne zwischen den Tochtergesellschaften in so genannte Steueroasen zu verschieben um somit ihren Gesamterfolg (nach Steuern) zu maximieren. Die Staaten wiederum, konkurrieren um dieses „Kapital“ um damit die nationalen Steuereinnahmen zu steigern. Regierungen nutzen ihre Steuerautonomie, um durch Steuervergünstigungen solche Steueroasen zu schaffen und Gewinnkapital anzulocken.²
In folge dieses Steuerwettbewerbs und dem damit drohenden
„race to the bottom³“ Effekts, diskutierten Ökonomen über eine Möglichkeit, die separate Gewinnbesteuerung (Separate Accounting) durch ein effizienteres Steuersystem zu ersetzten. Die daraus entstandene Idee der einheitlichen Konzernbesteuerung (Formula Apportionment) sollte als alternative die individuelle Besteuerung ablösen. Als Steuerbemessungsgrundlage gilt im FA System nicht mehr der erzielte Gewinn in dem jeweiligen Staat (wie es beim SA System üblich ist), sondern der Erfolg des Konzerns im Ganzen. Der Teil des Gewinns, der nach dem jeweiligen Steuersatz des Landes besteuert werden soll, wird über eine Formel ermittelt und hängt nun ab vom Grad der wirtschaftlichen Aktivität des MNU´s und deren Auswirkungen in den beiden Steuersystemen. Ziel dieses Steuersystems ist in erster Linie die Unterbindung der Steuerflucht. In der folgende Arbeit werden wir uns mit den Auswirkungen der Steuersysteme auf Unternehmensstrategie auseinandersetzen und mit Hilfe des Modells von NIELSEN, RAIMONDOS-MØLLER und SCHJELDERUP zuerst prüfen, ob sich mit dem Formulla Apportionment System eine Verrechnungspreis Manipulation verhindern lässt. Im zweiten Teil werden wir den Zusammenhang zwischen Besteuerungspolitik und ökonomischer Integration analysieren und die daraus resultierenden Folgen auf die nationale Wohlfahrt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Modell von Nielson, Raimondos-Møller, Schjelderup

2.1 Steuerspareffekt vs. Strategischer Effekt

2.2 Auswirkung des Steuersystem im Monopol

2.3 SA vs. FA im Oligopol

2.4 Zusammenfassung

3. Das Modell von Kind, Midelfart, Schjelderup

3.1 Das Modell in drei Stufen im Oligopol

3.1.1 Stufe 3: Optimale Menge

3.1.2 Stufe 2: Verrechnungspreise

3.1.3 Stufe 1: Optimale Steuersätze

3.2 Der Einfluss der ökonomischen Integration auf Verrechnungspreis, Steuersystem und Wohlfahrt

3.3 Zusammenfassung

4. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von zwei verschiedenen Besteuerungssystemen – der separaten Gewinnbesteuerung (Separate Accounting) und der einheitlichen Konzernbesteuerung (Formula Apportionment) – auf die Strategie multinationaler Unternehmen. Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das System der einheitlichen Konzernbesteuerung geeignet ist, Manipulationsmöglichkeiten bei Verrechnungspreisen in oligopolistischen Märkten zu unterbinden und wie sich die ökonomische Integration auf die Steuerpolitik auswirkt.

  • Vergleich der separaten Gewinnbesteuerung mit der einheitlichen Konzernbesteuerung.
  • Analyse der Anreize zur Verrechnungspreis-Manipulation in Monopolen und Oligopolen.
  • Untersuchung des Zielkonflikts zwischen Steuerersparnis und strategischer Marktbeeinflussung.
  • Einfluss der ökonomischen Integration auf Handelskosten und Steuerwettbewerb.
  • Ableitung wohlfahrtsökonomischer Empfehlungen für die Wahl des Steuersystems.

Auszug aus dem Buch

2. Modell von Nielsen, Raimondos-Møller, Schjelderup

Das Separate Accounting System ist die allgemeine Besteuerungsmethode die in nahezu allen Staaten der OECD herrscht. Die Körperschaftssteuer bezieht sich dabei nur auf die Umsätze der Konzerne innerhalb der eigenen Rechtssprechung und unabhängig der Umsätze von Tochtergesellschaften im Ausland. Dies bietet den MNU in betriebsinternen Märkten Gewinne per Leistungsaustausch (z. B. Zwischenprodukte) in Niedrigsteuerländer zu verschieben um so denn Nettoerfolg zu maximieren.

Diese innerbetrieblichen Handel bewegen sich jedoch oftmals auf einer juristischen Grauzone, wenn Verrechnungspreise über/unter kalkuliert werden, um so unbemerkt Kosten (der TG im Hochsteuerland) auf einer, und Erfolg (TG im Niedrigsteuerland) auf anderer Seite zu erhöhen (VP fungiert in diesem Zusammenhang ähnlich einer Exportsubvention). Steuerbehörden wiederum versuchen eventuellen Missbrauch der Transferpreise entgegenzuwirken, indem sie die Transferpreise mit Vergleichspreisen gegenüberstellen. Jedoch macht es der erschwerte Zugang zu internen Märkten und schwierige Nachvollziehbarkeit der VP´e, den Behörden nahezu unmöglich, eine Steuerflucht eindeutig nachzuweisen. Im ersten Arbeitsabschnitt wollen wir mit Hilfe des Modells von NIELSEN, RAIMONDOS-MØLLER, SCHJELDERUP Prüfen, ob eine einheitliche Konzernbesteuerung, dass Problem der Verrechnungspreis Manipulation verhindern kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der globalen Gewinnverschiebung und Vorstellung der beiden Steuersysteme.

2. Das Modell von Nielson, Raimondos-Møller, Schjelderup: Analyse des Einflusses von Steuersystemen auf Verrechnungspreise unter monopolistischen und oligopolistischen Bedingungen.

3. Das Modell von Kind, Midelfart, Schjelderup: Untersuchung der ökonomischen Integration in einem mehrstufigen Modell zur Bestimmung optimaler Steuersätze und Wohlfahrtseffekte.

4. Abschlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit der Konzernbesteuerung vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Verflechtung.

Schlüsselwörter

Separate Accounting, Formula Apportionment, multinationale Unternehmen, Verrechnungspreise, Transferpreis-Manipulation, Steuerflucht, Steuerwettbewerb, ökonomische Integration, oligopolistische Märkte, Gewinnverschiebung, Körperschaftssteuer, Wohlfahrtstheorie, Handelsstrategie, Grenzkosten, Steuersysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Vergleich zwischen der traditionellen separaten Gewinnbesteuerung und der einheitlichen Konzernbesteuerung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei der Vermeidung von Gewinnverschiebungen multinationaler Konzerne.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Steuerpolitik für multinationale Unternehmen, die strategische Manipulation von Verrechnungspreisen sowie der Einfluss der ökonomischen Integration auf den Steuerwettbewerb.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob die einheitliche Konzernbesteuerung das Problem der Verrechnungspreis-Manipulation in einem strategischen Unternehmensumfeld lösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden mikroökonomische Modelle (Modell von Nielsen et al. sowie Modell von Kind et al.) zur mathematischen Herleitung von Gewinnfunktionen und optimalen Steuersätzen unter verschiedenen Marktformen angewendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Anreize zur Kapitalverschiebung in Monopolen und Oligopolen sowie die Interaktion zwischen Handelskosten und Steuersätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Separate Accounting, Formula Apportionment, Verrechnungspreise, Gewinnverschiebung und ökonomische Integration.

Wie unterscheidet sich die VP-Manipulation im Monopol von der im Oligopol?

Im Monopol dient die Verrechnungspreispolitik primär der reinen Gewinnverschiebung, während sie im Oligopol zusätzlich als strategisches Instrument zur Marktanteilsgewinnung gegenüber Konkurrenten fungiert.

Welche Rolle spielen die Handelskosten bei der Wahl des Steuersystems?

Die Arbeit schlussfolgert, dass bei hohen Handelskosten die separate Gewinnbesteuerung vorzuziehen ist, während bei niedrigen Handelskosten das System der einheitlichen Konzernbesteuerung vorteilhafter sein kann.

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Details

Title
Separate Gewinnbesteuerung und einheitliche Konzernbesteuerung in oligopolistischen Märkten
College
LMU Munich
Course
Schwerpunktseminar: Besteuerung multinationaler Unternehmen
Grade
1,7
Author
Baris Özkan (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V70367
ISBN (eBook)
9783638615693
Language
German
Tags
Separate Gewinnbesteuerung Konzernbesteuerung Märkten Schwerpunktseminar Besteuerung Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Baris Özkan (Author), 2006, Separate Gewinnbesteuerung und einheitliche Konzernbesteuerung in oligopolistischen Märkten , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70367
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