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Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten

Setting Schule

Title: Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten

Submitted Assignment , 2020 , 9 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Julia Held (Author)

Health Sciences - Health education
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Folgend wird für das Setting Grundschule und für die dazugehörige Zielgruppe die gesundheitsbezogene Datenlage anhand der aktuell verfügbaren Literatur analysiert.
Zu den zentralen Gesundheitsproblemen von Grundschulkindern gehören Übergewicht/Adipositas, Fehlernährung, Bewegungsmangel durch häufiges Sitzen, Unfälle, psychosoziale Auffälligkeiten sowie Defizite in der motorischen Entwicklung. „Übergewicht kann bereits bei Kindern zu Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes führen“ (RKI & BzgA, 2008).

In Deutschland sind 15,4% Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig, bei 5,9% kann bereits von Adipositas gesprochen werden. Dabei zeigt sich ein Anstieg der Übergewichts- und Adipositasprävalenz im Grundschulalter. Bei Mädchen im Alter von 3 bis 6 Jahren liegt die Übergewichtsprävalenz bei 10,8% und steigt im Alter von 7 bis 10 Jahren auf 14,9%. Die Adipositasprävalenz liegt im Alter von 3 bis 6 Jahren bei 3,2% welche im Alter von 7-10 Jahren auf 6,8% steigt. Bei Jungen im Alter von 3 bis 6 Jahren liegt die Übergewichtsprävalenz bei 7,3% und im Alter von 7 bis 10 Jahren bei 16,1%. Die Adipositasprävalenz bei Jungen steigt von 1% auf 6,8% (Schienkiewitz, Brettschneider, Damerow & Schaffrath 2018).

Eine regelmäßige sportliche Aktivität ist „nicht nur eine notwendige Voraussetzung für die organische und motorische Entwicklung, sie spielt auch bei der Bewältigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben und der Ausbildung sozialer Kompetenzen eine Rolle“ (Opper, Worth, Wagner & Bös, 2007). Die Befragungsergebnisse der Bundesweiten KiGGS Welle 1 ergaben, dass 27,5% der Befragten Kindern und Jugendlichen die WHO-Empfehlung von täglich mindestens 60 Min. körperliche Aktivität erreichten (Manz, Schlack, Poethko-Müller, Mensink, Finger & Lampert, 2014). Die Ergebnisse zeigen, dass „etwa jedes vierte Kind im Alter von 3 bis 10 Jahren nicht regelmäßig und jedes zehnte Kind nie sportlich aktiv ist“ (RKI & BZgA, 2008).

Weitere Ergebnisse der KiGGS Welle 1 zeigen, dass die sportliche Aktivität im Kindes- und Jugendalter zwischen den sozioökonomischen Statusgruppen variieren. Von dem Befragten gaben insgesamt 87,1% mit hohem Sozialstatus an, Sport zu treiben und 66,4% mit niedrigem Sozialstatus. Daraus lässt sich ableiten, dass je niedriger der Sozialstatus, desto seltener waren Kinder und Jugendliche sportlich aktiv.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION

1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage

1.2 Ableitung von Handlungsansätzen

2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM GEWÄHLTEN SETTING

3 RECHERCHE MODELLPROJEKT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Ausgangssituation von Grundschulkindern, um auf dieser Basis ein gezieltes Gesundheitsförderungsprojekt zu entwickeln. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch verhaltens- und verhältnisorientierte Maßnahmen die körperliche Aktivität im Schulalltag gesteigert und motorische sowie gesundheitliche Defizite adressiert werden können.

  • Analyse gesundheitsbezogener Daten und Risikofaktoren bei Grundschulkindern
  • Ableitung von Handlungsansätzen für die Felder Ernährung und Bewegung
  • Konzeption eines Projekts zur Förderung gesundheitswirksamer Aktivität
  • Evaluation eines bestehenden Modellprojekts im Setting Schule

Auszug aus dem Buch

1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage

Folgend wird für das Setting Grundschule und für die dazugehörige Zielgruppe die gesundheitsbezogene Datenlage anhand der aktuell verfügbaren Literatur analysiert. Zu den zentralen Gesundheitsproblemen von Grundschulkindern gehören Übergewicht/Adipositas, Fehlernährung, Bewegungsmangel durch häufiges Sitzen, Unfälle, psychosoziale Auffälligkeiten sowie Defizite in der motorischen Entwicklung. „Übergewicht kann bereits bei Kindern zu Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes führen“ (RKI & BzgA, 2008, S. 41).

In Deutschland sind 15,4% Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig, bei 5,9% kann bereits von Adipositas gesprochen werden. Dabei zeigt sich ein Anstieg der Übergewichts- und Adipositasprävalenz im Grundschulalter. Bei Mädchen im Alter von 3 bis 6 Jahren liegt die Übergewichtsprävalenz bei 10,8% und steigt im Alter von 7 bis 10 Jahren auf 14,9%. Die Adipositasprävalenz liegt im Alter von 3 bis 6 Jahren bei 3,2% welche im Alter von 7-10 Jahren auf 6,8% steigt. Bei Jungen im Alter von 3 bis 6 Jahren liegt die Übergewichtsprävalenz bei 7,3% und im Alter von 7 bis 10 Jahren bei 16,1%. Die Adipositasprävalenz bei Jungen steigt von 1% auf 6,8% (Schienkiewitz, Brettschneider, Damerow & Schaffrath 2018, S.18).

Zusammenfassung der Kapitel

1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel wertet aktuelle Daten zu den Gesundheitsproblemen von Grundschulkindern aus und leitet daraus konkrete Handlungsbedarfe ab.

2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM GEWÄHLTEN SETTING: Hier wird ein konkretes Konzept zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Schulalltag mittels Verhaltens- und Verhältnisprävention definiert.

3 RECHERCHE MODELLPROJEKT: Dieses Kapitel stellt das Praxisprojekt „Schulkids in Bewegung“ vor, analysiert dessen Ziele und Methoden und bewertet die erzielten Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Gesundheitsförderung, Grundschule, Bewegungsförderung, Adipositasprävention, Motorik, Schulalltag, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Kindergesundheit, körperliche Aktivität, Schulkids in Bewegung, Gesundheitsmanagement, Ernährung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung im Setting Grundschule, insbesondere mit dem Fokus auf Bewegungsmangel und Übergewicht bei Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung sowie die Förderung der psychischen Gesundheit bei Kindern im Grundschulalter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsansätzen und die Darstellung eines Projektkonzepts, um die motorische Entwicklung und das Gesundheitswissen von Grundschülern zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien (wie KiGGS) sowie der methodischen Aufarbeitung eines Praxis-Modellprojekts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle gesundheitliche Datenlage, entwickelt ein Präventionskonzept und untersucht das Praxisbeispiel „Schulkids in Bewegung“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitsförderung, Bewegungsförderung, Setting Grundschule und Prävention geprägt.

Warum wird das Setting Grundschule als Schlüsselsetting bezeichnet?

Die Grundschule bietet durch die Schulpflicht eine nahezu vollständige Erreichbarkeit aller Kinder und ermöglicht die Verknüpfung von pädagogischen Programmen mit verhältnisorientierten Maßnahmen.

Welche Erkenntnisse lieferte das Modellprojekt „Schulkids in Bewegung“?

Es zeigte sich, dass eine Kombination aus regelmäßigem Bewegungsangebot in der Schule und der Anbindung an Sportvereine die motorischen Fähigkeiten der Kinder signifikant verbessert.

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Details

Title
Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten
Subtitle
Setting Schule
College
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Grade
1,1
Author
Julia Held (Author)
Publication Year
2020
Pages
9
Catalog Number
V703991
ISBN (eBook)
9783346199287
Language
German
Tags
gesundheitsförderung lebenswelten prävention schule setting
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Held (Author), 2020, Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/703991
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