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Beobachtung der Vergangenheit. Eine Untersuchung der Rückversetzung in der Zeit im Film "Inception"

Titel: Beobachtung der Vergangenheit. Eine Untersuchung der Rückversetzung in der Zeit im Film "Inception"

Hausarbeit , 2015 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jennifer Münster (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Rückversetzung in die Vergangenheit in "Inception". Ziel ist es zu zeigen, mit welchen Mitteln Zeitlichkeit und vergangenes vermittelt werden.

Um einen Überblick über den Film zu bekommen, werden zunächst Inhalt und Erzählstruktur angerissen. Bezeichnend dafür ist Inceptions Zuordnung zu den Mind-Game Filmen, deren Charakteristika an Inception erörtert werden. Im zweiten Teil der Hausarbeit werden die Rekursionsphänomene der Erzählung näher untersucht. Dafür wird Inception zunächst auf sein Potenzial als Zeitreisefilm hin aufgearbeitet und dabei mit anderen Zeitreisefilmen verglichen. Anschließend werden die filmischen Mittel der Vergangenheitsdarstellung in Inception untersucht. Den verschiedenen Bildrealitäten von Traum und Realität, sowie der Überlagerung von Gegenwart und Vergangenheit wird dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Dadurch wird deutlich, wie Inception einen Gegenwartsbezug in Vergangenheit und Erinnerungen erzeugt. Eine abschließende Analyse von Zeit und Gedächtnis auf Selbstreflexivität soll zeigen, wie Inception auf sich selbst als Filmmedium verweist. Dabei wird auch auf die Beziehung von Film und Rezipient eingegangen.

Die Untersuchung von Inception als Zeitreisefilm und der damit verbundenen Darstellungsweise der Vergangenheit zeigt, dass Inception mithilfe der Überlagerung von Wahrnehmung und Erinnerung die Gegenwärtigkeit der Vergangenheit verhandelt. Zeitreisemotive wie das Alternative Universum lassen Dominick Cobb tatsächlich wie in eine Zeit zurückversetzt erscheinen, in der er noch mit seiner Frau zusammen war. Durch Anwendung einer mehrdimensionalen Zeitstruktur verhandelt Inception, insbesondere zeitliche Relativität. Der Film spielt dabei ein andauerndes Spiel mit dem Zuschauer, das ihn auf sein eigenes Bewusstsein und seine Wahrnehmung aufmerksam macht. Das Verhältnis von Filmmedium und Rezipienten wird dadurch aufgezeigt, sodass sich der Film schließlich
selbst als konstruierte Welt ausstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführende Informationen zu Inception

2.1. Inhaltsangabe

2.2. Inception als Mind-Game Film

3. Inception als Zeitreisefilm

4. Die Darstellung der Vergangenheit in Inception

5. Zeitdarstellung als selbstreflexives Mittel in Inception

6. Fazit

7. Bibliografie

7.1. Filmverzeichnis:

7.2 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rückversetzung in die Vergangenheit im Film "Inception" und analysiert, mit welchen filmischen Mitteln Zeitlichkeit und vergangene Ereignisse vermittelt werden. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie der Film durch die Überlagerung von Traum, Realität und Erinnerung ein komplexes Geflecht von Zeitsebenen erzeugt und sich dabei selbst als konstruiertes Medium reflektiert.

  • Analyse von Inception als Mind-Game Film und dessen Erzählstrukturen
  • Untersuchung des Potenzials von Inception als Zeitreisefilm
  • Darstellung der Vergangenheit durch verschiedene Bildrealitäten
  • Die Rolle der Zeitdarstellung als selbstreflexives Mittel im Film
  • Beziehung zwischen Film, Erinnerung und Rezipienten

Auszug aus dem Buch

4. Die Darstellung der Vergangenheit in Inception

Die Träume, die sich mit der Vergangenheit der Träumenden verbinden, besitzen in Inception mit der fiktionalen realen Welt die gleiche Bildrealität. Mal Cobb macht den Zuschauer auf diesen Zustand aufmerksam: »Nicht das Gefühl verfolgt zu werden, Don?«47, fragt sie und spricht die Verfolgungsjagd in Mombasa an.48 Da im Traum der Träumer immer wieder vom Unterbewusstsein der in den Traum versetzten Person attackiert wird, erinnert gerade diese Verfolgungsjagd sehr stark an einen Traum, obwohl sie – laut Erzählung – eigentlich Realität sein müsste (wenn man voraussetzt, dass Cobb nicht den ganzen Film über in einem Traum gefangen ist). Indem Sequenzübergänge so gestaltet werden, dass der Wechsel der Realitätsebene nicht markiert wird, kann sich der Zuschauer nicht immer sicher sein, ob sich die Figuren in einem Traum oder der Realität befinden.

Das Einschlafen der Figuren wird teilweise vertuscht: Als Arthur noch die Traum-Sharing Geräte aufbaut, ertönt zugleich Cobbs Stimme, die zu Ariadne spricht.49 Dann werden Cobb und Ariadne in einem Pariser Café gezeigt, doch erst als die Welt um sie herum nacheinander zu explodieren beginnt, wird der Traum als Traum markiert. Die Überblendung der Sequenzen mit einer Stimme aus dem Off wird in Inception immer wieder verwendet, so auch zu Beginn des Films, als Saito und Cobb einander im Limbus begegnen.50 Plötzlich spricht Cobb von dem widerstandsfähigsten Parasiten, während er noch mit dem alten Saito im Limbus am Tisch sitzt. Dann blickt der junge Saito aus einem ›längst vergangen Traum‹ in die Kamera. Eine solche tonale Markierung stellt den Traum nicht als Traum aus, wie es beispielsweise optische Effekte der plötzlichen Unschärfe oder des Verschwimmens tun würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Vergangenheitsdarstellung in Inception ein und stellt die methodische Herangehensweise sowie die Zielsetzung der Untersuchung vor.

2. Einführende Informationen zu Inception: Dieses Kapitel bietet eine inhaltliche Zusammenfassung des Films und ordnet ihn in den Kontext des Mind-Game Films ein.

3. Inception als Zeitreisefilm: Hier wird das Potenzial von Inception als Zeitreisefilm analysiert und die relative Zeitwahrnehmung innerhalb der Traumebenen diskutiert.

4. Die Darstellung der Vergangenheit in Inception: Dieses Kapitel untersucht die filmischen Mittel, mit denen Vergangenheit durch Erinnerung, Montage und Tonalität in der Traumwelt sichtbar gemacht wird.

5. Zeitdarstellung als selbstreflexives Mittel in Inception: Es wird analysiert, wie der Film durch Manipulation von Zeitabläufen und Wiederholungen seine eigene Medialität und Konstruiertheit offenlegt.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Film Vergangenheit durch die Überlagerung von Wahrnehmung und Erinnerung als eine konstruierte Gegenwart verhandelt.

7. Bibliografie: Enthält das Film- und Literaturverzeichnis.

Schlüsselwörter

Inception, Christopher Nolan, Filmtheorie, Zeitreisefilm, Mind-Game Film, Vergangenheit, Erinnerung, Gedächtnis, Traumwelt, Zeitlichkeit, Filmmedium, Selbstreflexivität, Narration, Bildrealität, Rezipient

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie der Film Inception die Vergangenheit sowie das Konzept der Zeitlichkeit durch filmische Mittel innerhalb von Traumwelten erfahrbar macht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Narratologie komplexer Filme, die filmische Umsetzung von Zeitreisemotiven und die psychoanalytische Bedeutung von Erinnerung im Kino.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Frage ist, mit welchen spezifischen Mitteln Inception Zeitlichkeit und Vergangenes vermittelt und wie der Film dabei seine eigene Konstruiertheit als Medium reflektiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die unter anderem filmtheoretische Konzepte (wie das "Kristallbild" nach Deleuze) heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung als Mind-Game Film, die Diskussion als Zeitreisefilm, die visuelle und tonale Darstellung von Erinnerung sowie die filmische Selbstreflexivität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inception, Mind-Game Film, Zeitreisefilm, Erinnerung, Zeitlichkeit und Selbstreflexivität.

Warum wird Inception mit Zeitreisefilmen wie "Back to the Future" verglichen?

Der Vergleich dient dazu, die Besonderheit der "psychischen Zeitreise" in Inception hervorzuheben, bei der die Vergangenheit in der Gedankenwelt statt in einer physikalischen Zeitlinie verändert oder neu erlebt wird.

Welche Rolle spielt der "Limbus" für das Zeitverständnis?

Der Limbus verdeutlicht die extreme Diskrepanz zwischen realer Zeit und erlebter Traumzeit, da hier Jahre in wenigen Sekunden der Außenwelt vergehen können.

Inwiefern ist der Zuschauer in die Analyse einbezogen?

Der Film reflektiert durch Techniken wie die Spiegelung der Zuschauerschaft in der Figur der Ariadne die aktive Rolle des Rezipienten bei der Sinnstiftung des komplexen Filminhalts.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beobachtung der Vergangenheit. Eine Untersuchung der Rückversetzung in der Zeit im Film "Inception"
Hochschule
Universität Konstanz  (Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Audiovisionen der Zeitreise
Note
1,0
Autor
Jennifer Münster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V704077
ISBN (eBook)
9783346211477
ISBN (Buch)
9783346211484
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inception Christopher Nolan Zeitreise time travel time Kristallbild Deleuze Vergangenheit Zukunft Gegenwart Filmanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Münster (Autor:in), 2015, Beobachtung der Vergangenheit. Eine Untersuchung der Rückversetzung in der Zeit im Film "Inception", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/704077
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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