Welche Kommunikationsinstrumente nutzen junge Start-up-Unternehmen, um auf sich aufmerksam zu machen? Auf welche Probleme und Hindernisse stoßen die Gründer beim Einsatz der Kommunikationsinstrumente? Existieren in diesem Zusammenhang vielleicht sogar Vorteile gegenüber etablierten Unternehmen?
Im Anschluss an die Einleitung wird der Begriff Start-up-Unternehmen näher erläutert und die wesentlichen Charakteristika eines solchen Unternehmenstypus herausgestellt. Ein Schwerpunkt soll vor allem in der Gegenüberstellung zu etablierten Unternehmen liegen. Ferner wird auf die Vor- und Nachteile von Kommunikationsinstrumenten - differenziert nach klassischen und neueren Maßnahmen – eingegangen und ihre Bedeutung für Start-up-Unternehmen näher betrachtet. Schließlich wird das Vier-Phasen-Modell der Marketingentwicklung vorgestellt, das den Einsatz von Kommunikationsinstrumenten abhängig von der Unternehmensgröße und vom Absatzvolumen im Zeitverlauf abbildet. Das Fazit greift alle wesentlichen Gesichtspunkte der Arbeit noch einmal auf und fasst sie präzise zusammen, sodass die oben gestellten Fragen beantwortet werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Motivation
2. Unternehmenstypus Start-Up
2.1 Charakteristika von Start-Up-Unternehmen
2.2 Chancen und Herausforderungen gegenüber etablierten Unternehmen
3. Zum Einsatz von Kommunikationsinstrumenten
3.1 Klassische Kommunikationsinstrumente und ihre Vor- und Nachteile
3.2 Neuere Kommunikationsinstrumente und ihre Vor- und Nachteile
3.3 Abschließender Vergleich von klassischen mit neueren Kommunikationsinstrumenten
4. Vorgehensweise des Einsatzes von Kommunikationsinstrumenten
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche Kommunikationsinstrumente von jungen Start-Up-Unternehmen genutzt werden, um ihre Sichtbarkeit am Markt zu erhöhen, und mit welchen spezifischen Herausforderungen sie dabei im Vergleich zu etablierten Unternehmen konfrontiert sind.
- Charakterisierung des Unternehmenstypus Start-Up und dessen Abgrenzung zu etablierten Unternehmen.
- Analyse der Vor- und Nachteile klassischer Kommunikationsinstrumente im Kontext begrenzter Budgets.
- Untersuchung neuerer digitaler und innovativer Kommunikationsmethoden wie Social Media und Guerrilla-Marketing.
- Modellhafte Darstellung der Marketingentwicklung von Start-Up-Unternehmen über verschiedene Wachstumsphasen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Klassische Kommunikationsinstrumente und ihre Vor- und Nachteile
Das Spektrum der klassischen Kommunikationsinstrumente umfasst neben den wohl bekanntesten Werkzeugen wie Fernsehspots, Hörfunkwerbung und Printanzeigen unter anderem auch das Direct Mailing und die Präsenz auf Messen. All diese Kommunikationsinstrumente bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit sich und sind deswegen nur auf unterschiedliche Weise für Start-Up-Unternehmen geeignet. Es muss hinzugefügt werden, dass selbstverständlich weitaus mehr klassische Kommunikationsinstrumente existieren, die in der Praxis Verwendung finden. Die Anzahl wird hier jedoch auf einige ausgewählte Medien beschränkt.
Besonders Fernsehwerbespots sind für viele Unternehmen sehr interessant. Zwar ist die durchschnittliche Fernsehnutzung in 2014 im Vergleich zum Vorjahr minimal gesunken, beträgt aber bei Personen ab 14 Jahren dennoch vier Stunden pro Tag und erzielt damit die größte tägliche Reichweite verglichen mit Hörfunk und Internet (Darstellung 5).
Allerdings ist dies keine Garantie dafür, dass die gewünschte Klientel trotz zahlreicher Zielgruppen- und Themenkanäle wirklich erreicht wird. Die Studie „Cine-Monitor 2012“ zeigt, dass lediglich 15,8 % (als Basis dient hier ein Stichprobenumfang von 1000 Personen) der Zuschauer, die in den Sendepausen auch Werbespots mitansehen, eine oder mehrere Marken oder Produkte benennen konnten; 33,1 % erinnerten sich an gar keinen Werbefilm. Zudem werden die wahrgenommenen Werbungen von 56,4 % als langweilig und von 78,3% gar als störend empfunden. Besser fällt da die Erinnerungsleistung und die Einstellung zu Werbefilmen der Zuschauer aus, die sich Spots im Kino ansahen. 95,9 % von 960 befragten Personen erinnerten sich an mindestens einen Werbefilm, wobei ca. 50,5 % diese Art von Spots als unterhaltsam charakterisierten. Die Kosten stellen neben der Reichweite einen weiteren relevanten Faktor dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Motivation: Diese Einleitung führt in die Problematik der Globalisierung ein und begründet die Relevanz der Untersuchung von Marketingstrategien für junge, innovative Unternehmen.
2. Unternehmenstypus Start-Up: Hier werden die definitorischen Merkmale von Start-Ups sowie deren spezifische Chancen und Hürden im Vergleich zu etablierten Marktteilnehmern herausgearbeitet.
3. Zum Einsatz von Kommunikationsinstrumenten: Dieses Kapitel vergleicht klassische und neue Kommunikationsmedien hinsichtlich ihrer Eignung, Kostenstruktur und Reichweite für Gründer.
4. Vorgehensweise des Einsatzes von Kommunikationsinstrumenten: Anhand eines Vier-Phasen-Modells wird aufgezeigt, wie sich Marketingaktivitäten abhängig von Unternehmensgröße und Ressourcen im Zeitverlauf professionalisieren.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit ressourcenschonender, interaktiver Marketingstrategien in der Gründungsphase.
Schlüsselwörter
Start-Up, Marketing, Kommunikation, Entrepreneurship, Ressourcenknappheit, Klassische Werbung, Online-Kommunikation, Social Media, Guerrilla-Marketing, Markenbekanntheit, Kundenbindung, Virales Marketing, Marketingphasen, Unternehmenswachstum, Empfehlungsmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Auswahl und dem Einsatz von Kommunikationsinstrumenten in jungen Start-Up-Unternehmen angesichts begrenzter Ressourcen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Charakterisierung von Start-Ups, den Vergleich zwischen klassischen Medien und neuen digitalen Kanälen sowie die strategische Marketingentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, welche Instrumente Start-Ups nutzen, um Aufmerksamkeit zu generieren und wie sie ihre Marketingaktivitäten im Laufe ihrer Entwicklung professionalisieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien, um ein theoretisches Modell der Marketingentwicklung zu stützen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Start-Ups, eine detaillierte Gegenüberstellung von Werbeinstrumenten und die Analyse der Marketingphasen nach Carson.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Entrepreneurship, Ressourcenknappheit, Online-Marketing und phasenbasierte Marketingentwicklung definiert.
Warum sind klassische Medien oft problematisch für Start-Ups?
Da klassische Medien meist sehr kostenintensiv sind und hohe Streuverluste aufweisen, sind sie für Start-Ups mit geringem Budget oft nicht wirtschaftlich effizient einsetzbar.
Welche Rolle spielt das "Electronic Word-of-Mouth"?
Es dient als effektives und kostengünstiges Marketinginstrument, das auf Vertrauen und persönlichen Empfehlungen im sozialen Web basiert.
- Quote paper
- Regina Stuckert (Author), 2015, Welche Kommunikationsinstrumente nutzen junge Start-up-Unternehmen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/704336