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Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?

Title: Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren  Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?

Term Paper , 2006 , 12 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Ziel der Hausarbeit soll es sein, zu erörtern, inwieweit bestimmte Mechanismen der gesetzlichen Krankenversicherung (im Folgenden: GKV) in Deutschland dafür verantwortlich sind, dass sich bei den Menschen ein Selbstverständnis für das Gut Gesundheit entwickelt. Mit Selbstverständnis ist gemeint, gewisse Dinge vorauszusetzen oder als gegeben zu nehmen, ohne den eigentlichen Wert zu erkennen. Auf vorsätzlichen Missbrauch soll nicht eingegangen werden. In anbetracht der aktuellen Diskussionen um die PISA Studie und des vorbildlich abschneidenden Schulsystems Finnlands, soll diese Hausarbeit immer wieder Verweise und Vergleiche mit dem finnischen Gesundheitssystem anstellen. Interessant ist immerhin die Tatsache, dass die öffentlichen Gesamtausgaben für Gesundheit in Deutschland rund 8,7%, in Finnland aber nur rund 5,7% des Bruttoinlandprodukts betragen. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist jedoch nahezu gleich. Werden also in Deutschland Leistungen über das medizinisch Notwenige hinaus beansprucht?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einführung
  • Untersuchung der Fragestellung
    • Ausgangsthese
  • Gründe für ein Selbstverständnis
    • Moral Harzard
    • Entmündigung des Bürgers
    • Tolerierung von gesundheitsschädlichem Verhalten
    • Informationsasymmetrien
    • Unsolidarische Regelungen
  • Gründe gegen ein Selbstverständnis
    • Systemimmanente Faktoren
    • Alkohol- und Tabaksteuer
    • Einkommensverteilung eines Landes
    • Körperkult
    • Art der Lebensführung
  • Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit bestimmte Mechanismen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland dazu beitragen, dass sich bei den Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit entwickelt. Die Arbeit analysiert, ob der umfassende Versicherungsschutz in Deutschland dazu führt, dass Individuen ihre eigene Gesundheit vernachlässigen, da die Krankenkasse für die Versorgung aufkommt.

  • Moral Hazard und die Auswirkungen auf das Gesundheitsverhalten
  • Die Rolle des Wohlfahrtsstaates und die Entmündigung des Bürgers
  • Tolerierung gesundheitsschädigenden Verhaltens und die Folgen für die Solidargemeinschaft
  • Informationsasymmetrien im Gesundheitswesen und deren Einfluss auf das Kostenbewusstsein
  • Die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem finnischen Gesundheitssystem im Kontext der Lebenserwartung und den Gesundheitsausgaben

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung

Die Hausarbeit untersucht, ob die GKV in Deutschland dazu beiträgt, dass sich bei den Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit entwickelt. Sie analysiert, ob der umfassende Versicherungsschutz dazu führt, dass Individuen ihre eigene Gesundheit vernachlässigen, da die Krankenkasse für die Versorgung aufkommt. Dabei werden die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland im Vergleich zu Finnland betrachtet, um die Frage zu klären, ob in Deutschland Leistungen über das medizinisch Notwendige hinaus beansprucht werden.

Untersuchung der Fragestellung

Die Ausgangsthese der Arbeit lautet, dass der umfassende Versicherungsschutz in Deutschland dazu animiert, die eigene Gesundheit zu vernachlässigen, da die Krankenkasse für die Versorgung aufkommt. Die Arbeit untersucht, inwieweit sich diese Vermutung bestätigen lässt.

Gründe für ein Selbstverständnis

Dieser Abschnitt behandelt verschiedene Argumente, die für ein Selbstverständnis für Gesundheit sprechen. Zunächst wird das Moral-Hazard-Phänomen erläutert, welches beschreibt, dass Versicherte durch den Versicherungsschutz dazu angeregt werden, risikoreicheres Verhalten zu zeigen. Weiterhin wird die Entmündigung des Bürgers durch den Wohlfahrtsstaat diskutiert, die dazu führen kann, dass Individuen ihre Selbstverantwortung für ihre Gesundheit verringern. Des Weiteren wird die Tolerierung von gesundheitsschädigendem Verhalten thematisiert, welches durch den umfassenden Versicherungsschutz begünstigt werden könnte. Schließlich werden Informationsasymmetrien zwischen Patienten, Ärzten und Krankenkassen als weitere Ursache für ein mangelndes Selbstverständnis für Gesundheit betrachtet.

Gründe gegen ein Selbstverständnis

Dieser Abschnitt beleuchtet verschiedene Argumente, die gegen ein Selbstverständnis für Gesundheit sprechen. Er geht auf systemimmanente Faktoren ein, wie die Einkommensverteilung eines Landes und die Rolle des Körperkults in der Gesellschaft. Weiterhin wird die Art der Lebensführung als ein Faktor betrachtet, der das Gesundheitsverhalten beeinflusst. Dieser Abschnitt untersucht also die Einflussfaktoren auf das Gesundheitsverhalten, die nicht direkt mit der GKV zusammenhängen.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Krankenversicherung, Selbstverständnis, Gesundheit, Moral Hazard, Wohlfahrtsstaat, Entmündigung, gesundheitsschädigendes Verhalten, Informationsasymmetrien, Kostenbewusstsein, Sachleistungsprinzip, Kostenerstattungsprinzip, Lebenserwartung, Gesundheitsausgaben, Deutschland, Finnland.

Häufig gestellte Fragen

Fördert die gesetzliche Krankenversicherung ein mangelndes Gesundheitsbewusstsein?

Die Arbeit untersucht die These, ob der umfassende Schutz der GKV zu einem "Selbstverständnis für Gesundheit" führt, bei dem der eigentliche Wert der Gesundheit verkannt wird, weil die Kosten für die Behandlung kollektiv getragen werden.

Was bedeutet „Moral Hazard“ im Gesundheitswesen?

Moral Hazard beschreibt das Phänomen, dass Versicherte durch den Versicherungsschutz dazu neigen, risikoreicheres Verhalten zu zeigen oder medizinische Leistungen über das notwendige Maß hinaus in Anspruch zu nehmen, da sie die Kosten nicht direkt tragen.

Wie unterscheidet sich das deutsche vom finnischen Gesundheitssystem?

Während Deutschland ca. 8,7 % des BIP für Gesundheit ausgibt, sind es in Finnland nur ca. 5,7 %. Trotz der geringeren Ausgaben ist die Lebenserwartung in Finnland nahezu gleich, was Fragen zur Effizienz und Leistungsbeanspruchung in Deutschland aufwirft.

Führt der Wohlfahrtsstaat zur „Entmündigung“ des Bürgers?

Kritiker argumentieren, dass die Übernahme der Verantwortung für die Gesundheit durch den Staat die Eigenverantwortung des Individuums schwächt und dazu führt, dass gesundheitsschädliches Verhalten eher toleriert wird.

Welche Rolle spielen Informationsasymmetrien bei den Gesundheitskosten?

Da Patienten oft über weniger medizinisches Wissen verfügen als Ärzte, verlassen sie sich auf deren Empfehlungen. Dies kann dazu führen, dass Leistungen in Anspruch genommen werden, ohne dass ein Bewusstsein für deren tatsächliche Kosten entsteht.

Welche Faktoren sprechen gegen ein rein systembedingtes Gesundheitsverhalten?

Neben der Versicherung beeinflussen auch die Einkommensverteilung, gesellschaftliche Trends wie Körperkult, die individuelle Lebensführung sowie Steuern auf Tabak und Alkohol das Gesundheitsverhalten maßgeblich.

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Details

Title
Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?
College
University of Hamburg
Course
Interdisziplinärer Grundkurs
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V70435
ISBN (eBook)
9783638615976
Language
German
Tags
Entwickelt Krankenversicherung Versicherten Selbstverständnis Gesundheit Interdisziplinärer Grundkurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Entwickelt die gesetzliche Krankenversicherung bei ihren Versicherten ein Selbstverständnis für Gesundheit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70435
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