Ich werde mich in meiner Exegese mit der Perikope „Jesu Versuchung“ (Mt 4,1-11) beschäftigen. Es gibt verschiedene Gründe, aus denen ich diese Geschichte ausgewählt habe. Zunächst fand ich sie beim ersten Lesen einfach interessant und mir sind spontan mehrere Fragen dazu eingefallen. Die erste Frage, die mir in den Kopf gekommen ist, ist folgende: Will der Teufel einen Beweis dafür, dass Jesus Gottes Sohn ist oder will er ihn von Gott abbringen? Außerdem frage ich mich, ob es Jesus nicht reizt, dem Teufel zu zeigen, was er kann, was ja ein sehr menschliches Gefühl wäre. Daraus ergeben sich noch mehr Fragen, wie zum Beispiel, ob und wie wir selbst in Versuchung geführt werden und ob wir in solchen Situationen genauso standhaft sein können, wie Jesus es ist.
Gerade auf dem Hintergrund der letzten Fragen glaube ich, dass sich der Text auch gut dazu eignen würde, ihn mit Schülern zu besprechen, mit ihnen beispielsweise zu diskutieren, was sie als Versuchung bezeichnen und was nicht, oder ob sie „Versuchung“ überhaupt immer in Verbindung mit Gott sehen. Weiterführend könnte man auch darüber nachdenken, wie man selbst im Alltag an seinem Glauben festhalten kann, wenn man von anderen provoziert wird. Aufgrund all dieser Überlegungen denke ich, dass es sehr interessant sein wird, sich mit dem Text zu beschäftigen und hoffe, dass ich danach einige meiner Fragen beantworten kann.
Gliederung
1.0 Einleitung
2.0 Übersetzungsvergleich
2.1 Kurze Interpretation der Unterschiede
3.0 Literarkritik
3.1 Kontextkritik
3.2 Kohärenzkritik
4.0 Überlieferungskritik
5.0 Quellenkritik
5.1 Synoptischer Vergleich
6.0 Redaktionskritik
7.0 Formkritik
8.0 Gattungskritik
8.1 „Sitz im Leben“
9.0 Traditionskritik
10.0 Bestimmung des historischen Ortes
11.0 Klärung von Einzelaspekten
11.1 Begriffe
11.2 Sachfragen
12.0 Einzelexegese – Vers für Vers
13.0 Deutende Zusammenfassung der Ergebnisse der Exegese
14.0 Auslegung der Perikope mit Hilfe einer Kinderbibel
14.1 Art der Kinderbibel
14.2 Kontext
14.3 Ergänzungen
14.4 Intention der Geschichte
14.5 Illustrationen
15.0 Vergleich der beiden Auslegungsmethoden
16.0 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope „Jesu Versuchung“ (Mt 4,1-11) sowohl durch eine historisch-kritische Exegese als auch durch eine vergleichende Analyse mit einer Kinderbibel zu erschließen, um den theologischen Gehalt sowie die pädagogische Eignung des Textes für den Religionsunterricht zu beleuchten.
- Historisch-kritische Analyse der Versuchungsgeschichte Jesu nach Matthäus
- Vergleichende Untersuchung verschiedener Bibelübersetzungen
- Analyse der Intention und Darstellung in einer Kinderbibel
- Untersuchung des Motivs der Versuchung und des Gehorsams gegenüber Gott
- Pädagogische Reflexion über den Einsatz der Erzählung im Unterricht
Auszug aus dem Buch
1.0 Einleitung
Ich werde mich in meiner Exegese mit der Perikope „Jesu Versuchung“ (Mt 4,1-11) beschäftigen. Es gibt verschiedene Gründe, aus denen ich diese Geschichte ausgewählt habe. Zunächst fand ich sie beim ersten Lesen einfach interessant und mir sind spontan mehrere Fragen dazu eingefallen. Die erste Frage, die mir in den Kopf gekommen ist, ist folgende: Will der Teufel einen Beweis dafür, dass Jesus Gottes Sohn ist oder will er ihn von Gott abbringen? Außerdem frage ich mich, ob es Jesus nicht reizt, dem Teufel zu zeigen, was er kann, was ja ein sehr menschliches Gefühl wäre. Daraus ergeben sich noch mehr Fragen, wie zum Beispiel, ob und wie wir selbst in Versuchung geführt werden und ob wir in solchen Situationen genauso standhaft sein können, wie Jesus es ist.
Gerade auf dem Hintergrund der letzten Fragen glaube ich, dass sich der Text auch gut dazu eignen würde, ihn mit Schülern zu besprechen, mit ihnen beispielsweise zu diskutieren, was sie als Versuchung bezeichnen und was nicht, oder ob sie „Versuchung“ überhaupt immer in Verbindung mit Gott sehen. Weiterführend könnte man auch darüber nachdenken, wie man selbst im Alltag an seinem Glauben festhalten kann, wenn man von anderen provoziert wird. Aufgrund all dieser Überlegungen denke ich, dass es sehr interessant sein wird, sich mit dem Text zu beschäftigen und hoffe, dass ich danach einige meiner Fragen beantworten kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung: Die Verfasserin erläutert ihre Motivation zur Wahl des Themas und stellt erste Fragen bezüglich der Versuchung Jesu und deren Relevanz für den heutigen Alltag.
2.0 Übersetzungsvergleich: Es werden verschiedene Bibelübersetzungen gegenübergestellt, um inhaltliche Unterschiede und deren Relevanz für das Verständnis zu prüfen.
3.0 Literarkritik: Dieser Abschnitt untersucht den kontextuellen Zusammenhang zur Taufperikope sowie die formale Geschlossenheit des Textes.
4.0 Überlieferungskritik: Die Diskussion der exegetischen Kommentare zeigt einen Konsens, dass die Geschichte durch die Urgemeinde überliefert wurde.
5.0 Quellenkritik: Es wird der Rückgriff auf das Markusevangelium und die Logienquelle Q als Basis für die Versuchungsgeschichte analysiert.
6.0 Redaktionskritik: Hier werden die redaktionellen Eingriffe des Evangelisten Matthäus in den überlieferten Stoff untersucht.
7.0 Formkritik: Der Text wird als dreigliedrige Erzählung strukturiert und hinsichtlich seiner Symmetrie und Steigerung analysiert.
8.0 Gattungskritik: Die Perikope wird als „legendarisches Streitgespräch“ oder Mythos von der Überwindung Satans klassifiziert.
9.0 Traditionskritik: Es werden die Motive des Fastens, der Versuchung und des Engeldienstes im Vergleich zum Alten Testament besprochen.
10.0 Bestimmung des historischen Ortes: Eine zeitliche und geografische Verortung der Entstehung des Matthäusevangeliums wird vorgenommen.
11.0 Klärung von Einzelaspekten: Begriffe wie Fasten und Dienen werden definiert und Sachfragen zur Topografie (Wüste, Tempel) diskutiert.
12.0 Einzelexegese – Vers für Vers: Der Text wird fortlaufend analysiert, wobei besonders die Reaktionen Jesu auf die drei Versuchungen im Fokus stehen.
13.0 Deutende Zusammenfassung der Ergebnisse der Exegese: Die verschiedenen exegetischen Ansätze werden zusammengeführt, wobei der Konsens beim Gehorsam Jesu gegenüber Gott liegt.
14.0 Auslegung der Perikope mit Hilfe einer Kinderbibel: Es wird analysiert, wie eine spezifische Kinderbibel die Geschichte durch Sprache, Kontext, Ergänzungen und Illustrationen für junge Leser aufbereitet.
15.0 Vergleich der beiden Auslegungsmethoden: Die methodischen Unterschiede der wissenschaftlichen Exegese und der kindgerechten Auslegung werden kontrastiert.
16.0 Schluss: Die Verfasserin reflektiert den Erkenntnisgewinn der Arbeit und die Eignung des Textes für den Religionsunterricht.
Schlüsselwörter
Jesu Versuchung, Matthäusevangelium, Historisch-kritische Exegese, Kinderbibel, Gottessohnschaft, Satan, Gehorsam, Fasten, Religionsunterricht, Exegese, Literarkritik, Redaktionskritik, Formkritik, Traditionskritik, Perikope
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die exegetische Analyse der Perikope „Jesu Versuchung“ (Mt 4,1-11) und vergleicht diese mit der Aufbereitung des Stoffes in einer Kinderbibel.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentral sind die kritische Analyse des Bibeltextes, das Verständnis von Jesu Gottessohnschaft und Versuchbarkeit, sowie die pädagogische Umsetzung für Kinder.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, den theologischen Gehalt der Versuchungsgeschichte durch verschiedene Methoden zu erschließen und zu bewerten, inwieweit diese für Schüler bzw. Kinder zugänglich gemacht werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Methode der Exegese (Literatur-, Überlieferungs-, Quellen-, Redaktions-, Form- und Gattungskritik) sowie eine vergleichende Analyse medienpädagogischer Übertragung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgen die detaillierte wissenschaftliche Exegese der einzelnen Verse, die Diskussion exegetischer Kommentare und die anschließende Analyse der Darstellung in der „Großen Kinderbibel“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben der „Versuchung Jesu“ sind dies Begriffe wie „Gottessohnschaft“, „Exegese“, „Matthäusevangelium“, „Satan“ und „didaktische Reduktion“.
Wie unterscheidet sich die Exegese in der Kinderbibel von der wissenschaftlichen?
Während die wissenschaftliche Exegese den Text historisch und theologisch in seinem Kontext untersucht, konzentriert sich die Kinderbibel auf die Verständlichkeit, den emotionalen Bezug für Kinder und nutzt Vereinfachungen sowie Illustrationen zur Vermittlung.
Welches Fazit zieht die Verfasserin zur Versuchungsgeschichte?
Die Verfasserin kommt zu dem Schluss, dass der Kern der Geschichte im vollkommenen Vertrauen Jesu auf Gott und seinem Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes liegt, was für sie einen wertvollen Ansatz für den Religionsunterricht darstellt.
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- Maike Schilling (Author), 2006, Die Versuchung Jesu - Historisch-kritische Exegese zu Matthäus 4,1-11, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70463