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Bildung und Erziehung als Abbild der Gesellschaft

Title: Bildung und Erziehung als Abbild der Gesellschaft

Term Paper , 2019 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Natascha Reichstein (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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In dieser Arbeit soll dargestellt werden, wie sich der komplexe Begriff der Bildung einordnen lässt und seine Wichtigkeit für die persönliche Entwicklung eines Menschen erarbeitet werden. Weiterhin soll anhand von historischen Beispielen deutlich werden, dass Bildung und Erziehung immer als Abbild der Gesellschaft fungieren und sich gemeinsam mit dieser wandeln und verändern. Des Weiteren wird untersucht, welchen Stellenwert Bildung in der heutigen Zeit genießt und wie eng sie mit dem Konzept des Kapitalismus zusammenhängt. Zudem wird erläutert, wie sich Bildung und Erziehung gegenseitig bedingen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition von Bildung

1.2 Bildung als persönliche Ressource

2. Die Geschichte der Bildung: Erziehungsskonzepte und Kritiken

2.1 Schwarze Pädagogik

2.2 Antiautoritäre Erziehung

3. Bildung und Erziehung heute

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis von Bildung und Erziehung als Spiegelbild gesellschaftlicher Prozesse. Dabei wird analysiert, wie sich Bildungsbegriffe historisch gewandelt haben und inwiefern Bildung in der modernen kapitalistischen Gesellschaft heute eher als Produktionsfaktor denn als Mittel zur individuellen Selbstentfaltung fungiert.

  • Historischer Wandel von Erziehungskonzepten (Schwarze Pädagogik vs. Antiautoritäre Erziehung)
  • Die Rolle von Bildung als gesellschaftliches Abbild
  • Einfluss des Kapitalismus auf Bildungssysteme und Marktverwertung
  • Kritische Analyse von Bildungsungerechtigkeit und Selektionsmechanismen
  • Pädagogische Verantwortung in der Arbeit mit Menschen

Auszug aus dem Buch

2.1 Schwarze Pädagogik

Im Laufe des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Institutionalisierung von Bildungseinrichtungen. Zuvor war Bildung etwas, dass insbesondere den adeligen Schichten vorbehalten war. Durch den Massenzugang an Bildung kam es zwangsläufig zu institutionellen Zwängen, Lehrermangel und materieller Not. Besonders ausschlaggebend für die Richtung, die in dieser Zeit eingeschlagen wurde, war jedoch das damalige Idealbild von Kindern und Jugendlichen. Demnach wollte man diese zu Gehorsam und Unterordnung erziehen. Dieser autoritäre Erziehungsstil fand nicht nur in den Institutionen, sondern häufig auch im Elternhaus statt. Die jungen Menschen sollten nicht denken lernen, sondern blind Befehlen höherer Autorität folgen. Mit dieser Art von „Bildung“ sollten die Schüler*innen darauf vorbereitet werden später als Soldaten oder in der Industrie ihre Pflicht gewissenhaft und ohne Fragen zu stellen, zu erfüllen.

Für das Bürgertum war Bildung insofern wichtig, als dass sie eine Legitimation herstellte sich vom damals sinkenden Adelsstand und den unteren Gesellschaftsschichten abzugrenzen z.B. durch einen durch „Fließ und harte Arbeit“ erworbenen Doktortitel. Bildung ermöglichte dem Bürgertum dadurch den gesellschaftlichen Aufstieg. Frauen, sowie Menschen aus der Arbeiterschicht wurden von diesen Bildungsmöglichkeiten ausgeschlossen. Für das nun erstarkte Bürgertum waren Werte wie Pünktlichkeit, Fließ, Ordnung, Pflichterfüllung sowie Gehorsamkeit gegenüber Vorgesetzten zentral. Triebhafte Gedanken wie beispielsweise der Wunsch zur sofortigen Bedürfnisbefriedigung sollte ausgemerzt werden, da dieser „Mangel an Selbstbeherrschung“ den unteren Arbeiterklassen zugeschrieben wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung ein und erläutert die Relevanz des Bildungsbegriffs sowie dessen historische und gesellschaftliche Wandlungsfähigkeit.

2. Die Geschichte der Bildung: Erziehungsskonzepte und Kritiken: Dieses Kapitel vergleicht zwei gegensätzliche Erziehungsstile, die Schwarze Pädagogik und die Antiautoritäre Erziehung, um historische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Persönlichkeitsbildung aufzuzeigen.

3. Bildung und Erziehung heute: Hier wird der aktuelle Stand des Bildungssystems in Deutschland analysiert, wobei besonders die kapitalistischen Verwertungsinteressen und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche im Vordergrund stehen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildung ein gesellschaftliches Konstrukt ist, das Machtverhältnisse widerspiegelt, und plädiert für eine kritische Reflexion pädagogischen Handelns.

Schlüsselwörter

Bildung, Erziehung, Schwarze Pädagogik, Antiautoritäre Erziehung, Kapitalismus, Gesellschaft, Selbstwirksamkeit, Bildungsungerechtigkeit, Sozialisation, Bildungssystem, Erziehungsstile, Freiheit, Fremdbestimmung, Machtverhältnisse, Individualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem wechselseitigen Verhältnis von Bildung, Erziehung und gesellschaftlichen Strukturen, insbesondere unter dem Aspekt, wie Bildung als Spiegelbild der Gesellschaft fungiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der historische Wandel von Erziehungsidealen, die Kritik an autoritären versus antiautoritären Erziehungsmethoden sowie die heutige Instrumentalisierung von Bildung durch kapitalistische Verwertungslogiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Stellenwert von Bildung in der heutigen Zeit kritisch zu hinterfragen und aufzuzeigen, wie Erziehung zur Einordnung in gesellschaftliche Interessen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin wählt eine literaturgestützte Analyse historischer Erziehungskonzepte sowie eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit aktuellen Bildungstheorien.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Institutionalisierung von Bildung, den Vergleich zwischen Schwarzer Pädagogik und der Summerhill-Schule sowie die Reduzierung von Bildung auf Humankapital im modernen Wirtschaftssystem.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsbegriff, gesellschaftliches Abbild, Konformität, Selbstwirksamkeit und Kapitalismuskritik geprägt.

Inwiefern beeinflusste die Schwarze Pädagogik den Erfolg des Nationalsozialismus laut der Autorin?

Die Arbeit argumentiert, dass die Schwarze Pädagogik durch die Unterdrückung kindlicher Bedürfnisse und die Erziehung zu blindem Gehorsam eine Basis schuf, die Ideale wie den Antisemitismus in der Bevölkerung leichter verankerbar machte.

Welche Problematik sieht die Autorin bei der heutigen partizipativ-autoritativen Erziehung?

Die Autorin stellt fest, dass dieser Erziehungsstil zwar ideal, aber in der praktischen Umsetzung für viele Eltern schwierig ist, was den Bedarf an Erziehungsratgebern und Elterntrainings erklärt.

Was kritisiert die Autorin an der aktuellen Schulpraxis?

Sie kritisiert, dass Schule primär auf die Konkurrenzfähigkeit im späteren Arbeitsleben vorbereitet und durch Noten eine vermeintliche Bildungsgerechtigkeit suggeriert, die tatsächlich soziale Ungleichheiten verschleiert.

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Details

Title
Bildung und Erziehung als Abbild der Gesellschaft
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Erziehungswissenschaften
Grade
2,0
Author
Natascha Reichstein (Author)
Publication Year
2019
Pages
12
Catalog Number
V704646
ISBN (eBook)
9783346184207
ISBN (Book)
9783346184214
Language
German
Tags
Erziehungskonzepte Schwarze Pädagogik Antiautoritäre Erziehung Bildung Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Reichstein (Author), 2019, Bildung und Erziehung als Abbild der Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/704646
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