Tim auf dem Weihnachtsmarkt


Unterrichtsentwurf, 2007

11 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Tim auf dem Weihnachtsmarkt

Förderung der pragmatisch-kommunikativen Kompetenz durch Anbahnung, Vertiefung und Festigung von Kommunikationsregeln zum Gesprächsanlass „Einkaufen“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Thema der Unterrichtsstunde:

Wir kaufen auf dem Weihnachtsmarkt ein!

Die Schülerinnen und Schüler üben mit einem Partner im Rollenspiel die Anwendung der erarbeiteten Kommunikationsregeln zum Gesprächsanlass „Einkaufen“.

Anwenden der Kommunikationsregeln in einem Simulationsspiel als geplante Sprachhandlungssituation; Vertiefung und Festigung der Anwendung einzelner Gesprächsregeln

Aufbau der Unterrichtsreihe*:

Im Laufe der Unterrichtsreihe werden die verschiedenen Weihnachtsmarkstände eingeführt und die einzelnen Produkte und Produktnamen mit den Kindern erarbeitet (semantisch-lexikalische Kompetenz).

1. „Tim hat den Weihnachtsmarkt gesehen !“

Die Schülerinnen und Schüler lernen die neue Puppe Tim kennen und hören ihren Bericht vom ersten Besuch auf einem Weihnachtsmarkt. Sie erzählen von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Weihnachtsmarkt, zählen mögliche Verkaufsstände auf und gestalten ein Bild zu diesen Verkaufsständen.
Einstieg ins Thema; erstes freies Erzählen zum Thema; Kennen lernen der Rahmen-Figur;
Präsentation im Plenum

2. „Tim möchte alleine auf dem Weihnachtsmarkt ein Geschenk für seine Mutter einkaufen – Aber wie macht man das eigentlich?“

Die Schülerinnen und Schüler erleben ein fehlgeschlagenes Einkaufsrollenspiel (Tim und L.), erarbeiten anhand dessen die Kommunikationsregeln zum Thema Einkaufen und lernen die entsprechenden Symbolschilder kennen.

Erarbeitung der Kommunikationsregeln zum Gesprächsanlass; Anbahnung von Anwendung und Evaluation der Regeln anhand des Beispiels (Fremdreflexion)

3. „Da stimmt doch was nicht, hat Tim wirklich alle Regeln beim Einkaufen beachtet?“

Die Schülerinnen und Schüler helfen dem verzweifelten Tim, der seine ersten Einkaufsversuche auf dem Weihnachtsmarkt auf Tonband aufgenommen hat und immer noch kein Geschenk hat. Sie schätzen die Einkaufsrollenspiele im Hinblick auf die Einhaltung der Kommunikationsregeln ein, nennen alternative Lösungen und spielen diese Tim vor.

Überprüfung fremdgeführter Einkaufsgespräche auf ihre Verwendbarkeit; Vertiefung der erarbeiteten Kommunikationsregeln; Präsentation im Rollenspiel; Selbst- und Fremdreflexion

4. „Wir gehen zum „ (…) Stand“ und kaufen ein.“

Die Schülerinnen und Schüler führen in einer Vierergruppe (ein Tandem beobachtet jeweils) ein Einkaufsrollenspiel unter Beachtung der Kommunikationsregeln durch und reflektieren dieses anschließend.

Überprüfung selbst- und fremdgeführter Einkaufsgespräche auf ihre Verwendbarkeit; Vertiefung und Festigung der erarbeiteten Kommunikationsregeln; Selbst- und Fremdreflexion

5. „Wir kaufen auf dem Weihnachtsmarkt ein !“

Die Schülerinnen und Schüler üben mit einem Partner im Rollenspiel die Anwendung der erarbeiteten Kommunikationsregeln zum Gesprächsanlass „Einkaufen“.

Anwenden der Kommunikationsregeln in einem Simulationsspiel als geplante Sprachhandlungssituation, Vertiefung und Festigung der Anwendung einzelner Kommunikationsregeln; Selbstreflexion

6. „Nun kaufen wir auf dem stufeneigenen Weihnachtsmarkt ein !“

Die Schülerinnen und Schüler führen auf dem Weihnachtsmarkt ihrer Stufe im Rahmen der Weihnachtsfeier im Musikraum Einkaufsgespräche und wenden die erlernten Kommunikationsregeln beim Einkauf an.

Transfer der gelernten Kommunikationsregeln in eine halbwegs reale Situation; Erfahren von deren Sinnhaftigkeit und Nützlichkeit für die Kinder

Förderziel der Unterrichtsstunde:

Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre pragmatisch-kommunikative Kompetenz im Bereich der Anwendung von zuvor erarbeiteten Kommunikationsregeln vertiefen und festigen, indem sie diese – abwechselnd als Käufer oder Verkäufer - im spielerisch-handelnden Umgang des Einkaufsspiels anwenden, mit den entsprechenden Handlungen koppeln und deren Anwendung reflektieren.

Individualziele:

Y., N. und G. sollen aufgrund ihrer kognitiven u. semantisch-lexikalischen Fähigkeiten (Verdacht auf den Förderschwerpunkt Lernen) ihre pragmatisch-kommunikative Kompetenz im Bereich der Anwendung von zuvor erarbeiteten Kommunikationsregeln im Rahmen des Einkaufsspiels erinnern und anwenden.

Zielorientierte Handlungsschritte:

Die Schülerinnen und Schüler sollen das Stundenziel erreichen, indem sie

- sich im Stuhlkreis an die erarbeiteten Kommunikationsregeln zum Gesprächsanlass ‚Einkaufen’ erinnern und diese ggf. wiederholen .

- sich im Rahmen des Stationsverfahrens, der Weihnachtsmarktstände, orientieren.

- die Rollenspiele zum Gesprächsanlass ‚Einkaufen’ durchführen und dabei

- die erarbeiteten Kommunikationsregeln beachten:
- zuhören und dabei leise sein
- nur einer spricht
- nicht durcheinander sprechen – warten, bis man an der Reihe ist
- sich angucken
- freundlich sein.

- die eigene Einhaltung der Kommunikationsregeln reflektieren.

- den inhaltlichen Ablauf des Einkaufsgesprächs beachten und dabei folgende kommunikative
Teilkompetenzen üben:
- sich begrüßen
- eine Frage stellen
- sagen, was man kaufen möchte (anhand des Einkaufszettels)
- bezahlen
- sich verabschieden
- sich an verschiedenen Ständen auf verschiedene Partner einlassen.
- sich auf verschiedene Rollen einlassen (als Käufer oder Verkäufer).

Differenzierungsangebote / Erläuterungen:

- Zusammenstellung der Tandems leistungsheterogen bezüglich der Kommunikationsregeln u. pragmatisch-kommunikativer Teilkompetenzen (Ablauf), s. Übersicht im Anhang
- Zuordnung der Stände nach semantisch-lexikalischer Kompetenz bezüglich der zu kaufenden Gegenstände (s. Übersicht im Anhang)
- Individuelle Einkaufszettel konzipiert nach semantisch-lexikalischer Kompetenz, Merk- u. Orientierungsfähigkeit (versch. Anzahl von Ständen; einige Sch. sollen an bestimmten Ständen zwei Dinge auswählen u. kaufen), s. Übersicht im Anhang
- Regelplakate mit erarbeiteten Kommunikationsregeln und dem inhaltlichen Ablauf von Einkaufsgesprächen in Symbol- u. Buchstabenform gut sichtbar im Klassenraum aufgehängt
- Zu kaufende Fotos auf Rückseite mit Begriff (Wort) beschriftet (einzelne Sch. beginnen bereits etwas zu lesen)

Literatur

BAHR, R.; WEIDNER, I.: darstellende Spielformen in der pädagogischen Sprachtherapie. Die Sprachheilarbeit 36, 2, 1991, S. 61 - 69.

BAUER, R.: Lernen an Stationen in der Grundschule. Ein Weg zum kindgerechten Lernen. Berlin (Cornelsen Scriptor) 1997.

BRINGS, E.: Förderung der Kommunikation. In: Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Hrsg.): Lernwege entdecken. Soest 1996.

Heuer, Gerd-Ulrich: Beurteilen – Beraten – Fördern. Materialien zur Diagnose, Therapie und Bericht-/ Gutachtenerstellung bei Lern-, Sprach- und Verhaltensauffälligkeiten in Vor-, Grund- und Sonderschule. Dortmund (modernes lernen) 1997.

HILGERS, B.; MEETH, W.; SCHÜTTAUF, S.: Pragmatisch-kommunikative Sprachebene. Förderung der kommunikativen Kompetenz. Unveröffentlichtes Script des Fachrichtungsseminars Sondererziehung und Rehabilitation der Sprachbehinderten. Studienseminar Dortmund 1999.

KLIPPERT, H.: Kommunikationstraining. Übungsbausteine für den Unterricht. Weinheim 2000.

KULTUSMINISTERIUM DES LANDES NRW (Hrsg.): Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Sprache. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 26.06.1998.

MOTSCH, H-J: Sprach- oder Kommunikationstherapie? Kommunikationstheoretische Grundlagen eines geänderten Selbstverständnisses. In: GROHNFELD, M. (Hg): Grundlagen der Sprachtherapie. Band 1. Köln (Edition Marhold) 1989.

MROSS, H.: Arbeitspapiere für Seminarveranstaltungen der Fachrichtung Sprachheilpädagogik für die Bereiche Semantik / Morphologie und Syntax / Kommunikation. IPTS 22. Kiel 1997.

Ministerium für Schule, Jugend und kinder des Landes NRW (Hrsg.): Grundschule - Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung, Sachunterricht 2003.

POTTHOFF, U.: Gespräche mit Kindern. Frankfurt / Main (Cornelsen) 1995.

SACHS, Ingrid: Weihnachten in der 1. und 2. Klasse. Materialien für den Unterricht von Hase und Igel, Ismaning 2004.

Anlagen

Übersicht über die Verkaufsstände und Produkte

Übersicht über die Zuordnung von Schülerinnen und Schülern zu den Ständen

Einkaufszettel exemplarisch

Rückseite Einkaufszettel (zum Anbringen der Klammern in der Reflexion)

Kommunikationsregeln – nur Schrift (in groß als Regelschilder in der Klasse aufgehängt mit den Bildern der Rückseite Einkaufszettel)

Regeln Ablauf Einkaufsgespräch (groß in der Klasse aufhängen, klein mit dem AB einüben)

[...]


* Die einzelnen Unterrichtseinheiten können mehr als eine Unterrichtsstunde umfassen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Tim auf dem Weihnachtsmarkt
Veranstaltung
Revision
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2007
Seiten
11
Katalognummer
V70533
ISBN (eBook)
9783638629034
Dateigröße
2981 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Einkaufsspiel-Förderung der pragmatisch-kommunikativen Sprachebene
Schlagworte
Weihnachtsmarkt, Revision
Arbeit zitieren
Kerstin Holländer (Autor), 2007, Tim auf dem Weihnachtsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70533

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