Diese Arbeit besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird versucht einen Überblick über die Möglichkeiten zu geben, die sich momentan im Hinblick auf die selbstständige Berufstätigkeit im sozialen Sektor ergeben. Dabei werden die aktuellen Veränderungsprozesse des Sozialsystems und der freien Wohlfahrtspflege thesenartig skizziert, um daran anschließend Chancen und Hindernisse sowie Vor- und Nachteile dieser Entwicklung, sowohl für den potenziellen Existenzgründer als auch für den Markt bzw. den Kunden, aufzeigen zu können. Bei der im zweiten Teil der Arbeit vorgestellten fiktiven Existenzgründung, handelt es sich um die Gründung einer medienpädagogischen Einrichtung mit dem Namen Media Aktiv. Der Media Aktiv Gründer nutzt sein Sozialarbeiterisches Fachwissen um, fernab von staatlichen Zuwendungen und Leistungsentgelten, individuell gestaltete Weiterbildungsseminare, Kompetenztrainings und vor allem Medienkompetenztrainings. auf einem freien Markt, für die Mitarbeiter von Großunternehmen anzubieten. An diesem für Sozialpädagogen bisher eher untypischen Handlungsfeld, wird beispielhaft aufgezeigt, welche Schritte bei einer Existenzgründung zu beachten sind und jede Phase von der Idee bis zur Umsetzung von Media Aktiv anhand eines Businessplans dokumentiert. Die dabei beschriebenen Konzeptüberlegungen dienen lediglich als Orientierung und sind nicht eins zu eins Übertragbar auf andere Felder der Sozialen Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Eingrenzung des Themas und Einordnung in die aktuelle Diskussion
1.1 Persönlicher Anlass
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Methoden und Techniken der Themenbearbeitung
1.4 Begriffsverwendung
1.5 Dank
2. Kapiteleinführung
2.1 Selbstständigkeit im deutschen Sozialstaat
2.1.1 Einblicke in die Trägerlandschaft
2.1.1.1 Öffentliche Träger
2.1.1.2 Freigemeinnützige Träger
2.1.1.3 Privatgewerbliche Träger
2.1.1.4 Relevanz für Existenzgründer
2.1.2 Prinzipien des Sozialstaates
2.1.2.1 Subsidiaritätsprinzip
2.1.2.2 Gemeinnützigkeitsprinzip
2.1.3 Besonderheiten des Sozialmarktes
2.1.4 Monopolartige Sonderstellung der Spitzenverbände
2.2 Veränderung der Strukturen
2.2.1 Gleichstellung durch die „neue Subsidiarität“
2.2.2 Europäisierung
2.2.3 Finanzknappheit der Haushalte
2.2.4 Ökonomisierung
2.2.4.1 Neue Steuerungsmodelle
2.2.4.2 Outsourcing
2.2.4.3 Privatisierung
2.2.5 Kritik am Umbau und den neuen Modellen
2.2.6 Fazit aus den Veränderungsprozessen
2.3 Zugewinne durch die Selbstständigkeit
2.3.1 Die Flucht in die Selbstständigkeit
2.3.2 Anerkennung, Autonomie und Selbstbewusstsein
2.4 Zukunftsperspektive für Existenzgründungen im sozialen Sektor
2.4.1 Marktchancen
2.4.2 Hindernisse und Gefahren
2.5 Erschließung neuer Kundengruppen
2.6 Erfolgsversprechende Berufszweige für Gründungswillige Sozialpädagogen
2.6.1 Demographischer Wandel
2.6.1.1 Altersanstieg
2.6.2 Veränderte Familienstrukturen
2.6.3 Migration
2.6.4 Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarkt
2.6.5 Psychische Gesundheit
2.6.6 Individualisierung
2.6.7 Physische Gesundheit
2.6.8 Sozialer Umbau
2.6.9 Wirtschaftliche Interessen
2.7 Resümee
3.1 Der Businessplan
3.1.1 Zweck des Businessplans
3.1.1.1 Der Businessplan als Mittel zur Geldbeschaffung
3.1.1.2 Der Businessplan als Strategische Vorbereitung
3.1.2 Inhalt des Businessplans
3.2 Cover Sheet
3.2.1 Das Deckblatt von Media Aktiv©
3.3 Zusammenfassung (Executive Summary)
3.3.1 Die Zusammenfassung von Media Aktiv©
3.4 Inhaltsübersicht
3.4.1 Das Inhaltsverzeichnis von Media Aktiv©
3.5 Unternehmen und Unternehmer
3.5.1 Der Unternehmer
3.5.1.1 Fachkompetenzen
3.5.1.2 Persönlichkeit
3.5.1.3 Das Unternehmerteam
3.5.1.4 Der Geschäftsführer von Media Aktiv©
3.5.2 Das Unternehmen
3.5.2.1 Organisationsform
3.5.2.2 Rechtsform
3.5.2.3 Media Aktiv© Theo Tüchtig
3.6 Die Dienstleistung
3.6.1 Das Angebot von Media Aktiv©
3.7 Marktforschung
3.7.1 Informationsbeschaffung
3.7.1.1 Sekundärforschung
3.7.1.2 Primärforschung
3.7.1.3 Die Datengewinnung von Media Aktiv©
3.7.2 Vorgehensweise
3.7.3 Der Gesamtmarkt von Media Aktiv©
3.7.4 Marksegmentierung des Gesamtmarktes von Media Aktiv©
3.7.4.1 Die Hauptzielgruppe bzw. -marktsegment von Media Aktiv©
3.7.4.2 Alternative Marktsegmente und Kundengruppen von Media Aktiv©
3.7.5 Die Standortanalyse von Media Aktiv©
3.7.5.1 Ingolstadt als Standort um Großbetriebe in ganz Bayern zu erreichen
3.7.5.2 Ingolstadt als Standort um die potenziellen Kunden vor Ort zu erreichen
3.7.6 Konkurrenzanalyse von Media Aktiv©
3.7.6.1 Konkurrenten auf dem betrieblich motivierten Weiterbildungsmarkt
3.7.6.1.1 Wettbewerbsnachteile von Media Aktiv©
3.7.6.1.2 Wettbewerbsvorteile von Media Aktiv©
3.7.6.2 Konkurrenten in den Alternativen Marktsegmenten
3.7.6.2.1 Hauptkonkurrenten in den Alternativen Marktsegmenten
3.7.6.2.1.1 Wettbewerbsnachteile von Media Aktiv©
3.7.6.2.1.2 Wettbewerbsvorteile von Media Aktiv©
3.7.6.3 Das Alleinstellungsmerkmal „USP“ von Media Aktiv©
3.7.7 Zukunftsperspektive von Media Aktiv©
3.8 Strategisches Marketing
3.8.1 Wettbewerbsstrategie
3.8.1.1 Die Abhebungs- bzw. Differenzierungsstrategie
3.8.1.2 Die Strategie der Kostenführerschaft
3.8.1.3 Die Nischen-Strategie
3.8.1.4 Die Wettbewerbsstrategie von Media Aktiv©
3.8.2 Marketing Mix
3.8.2.1 Produktpolitik
3.8.2.1.1 Die Produktpolitik von Media Aktiv©
3.8.2.1.2 Dienstleistungs-Portfolio
3.8.2.1.3 Die Portfoliostrategie von Media Aktiv©
3.8.2.2 Preispolitik
3.8.2.2.1 Die Preispolitik von Media Aktiv©
3.8.2.2.2 Zeitliche Preisdifferenzierungen
3.8.2.2.3 Die zeitliche Preisdifferenzierung von Media Aktiv©
3.8.2.2.4 Kundenbezogene Preisdifferenzierungen und Konditionen
3.8.2.2.5 Die Kundenbezogene Preisdifferenzierung von Media Aktiv©
3.8.2.3 Distributionspolitik
3.8.2.3.1 Die Distributionspolitik von Media Aktiv©
3.8.2.4 Kommunikationspolitik
3.8.2.4.1 Werbung
3.8.2.4.1.1 Die Werbestrategie von Media Aktiv©
3.8.2.4.2 Sales Promotion (Verkaufförderung)
3.8.2.4.2.1 Verkaufsfördernde Maßnahmen von Media Aktiv©
3.8.2.4.3 Public Relation
3.8.2.4.3.1 Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen von Media Aktiv©
3.8.2.4.4 Personal Selling
3.8.2.4.4.1 Maßnahmen zur Kundenakquise von Media Aktiv©
3.8.2.4.5 Name, Logo und Slogan
3.8.2.4.5.1 Name, Logo und Slogan von Media Aktiv©
3.9 Finanzierung und Planung
3.9.1 Liquiditätsplan
3.9.1.1 Die Liquiditätsplanung von Media Aktiv©
3.9.2 Gewinn und Verlustrechnung
3.9.2.1 Die Gewinn und Verlustrechnung von Media Aktiv©
3.9.3 Bilanz und Kennzahlenanalyse
3.9.3.1 Die Bilanz
3.9.3.2 Die Kennzahlenanalyse
3.10 Controlling
3.10.1 Steuerungsmaßnahmen von Media Aktiv©
4. Schlusswort
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, inwiefern die Selbstständigkeit eine attraktive und gangbare Option für Sozialpädagogen darstellt, indem aktuelle sozialpolitische Herausforderungen mit einem konkreten unternehmerischen Leitfaden verknüpft werden.
- Strukturwandel im deutschen Sozialstaat und Auswirkungen auf Trägerstrukturen.
- Chancen und Risiken einer Existenzgründung im sozialen Sektor.
- Methoden und Strategien der Businessplan-Erstellung.
- Marktforschung und Wettbewerbsstrategien für soziale Dienstleister.
- Konkrete Umsetzungsbeispiele am fiktiven Unternehmen "Media Aktiv©".
Auszug aus dem Buch
1. Eingrenzung des Themas und Einordnung in die aktuelle Diskussion
Die vorliegende Diplomarbeit besteht aus zwei Hauptteilen. Im ersten Hauptteil wird versucht einen Überblick über die Möglichkeiten zu geben, die sich momentan im Hinblick auf die selbstständige Berufstätigkeit im sozialen Sektor ergeben. Dabei werden die aktuellen Veränderungsprozesse des Sozialsystems und der freien Wohlfahrtspflege thesenartig skizziert, um daran anschließend Chancen und Hindernisse sowie Vor- und Nachteile dieser Entwicklung, sowohl für den potenziellen Existenzgründer als auch für den Markt bzw. den Kunden, aufzeigen zu können.
Verursacht durch die aktuell immer knapper werdenden Sozialstaatskassen, stellt sich die Frage, wie das Sozialstaatsversprechen weiter aufrecht gehalten werden kann. Klar ist, dass sich etwas ändern muss. Diese Änderung ist nicht nur notwendig sondern auch begrüßenswert und vielleicht die einzige Chance unseres wirtschaftlich nicht mehr tragbaren und viel kritisierten Sozialsystems. Aus dieser momentanen Zwangssituation heraus, ergeben sich Möglichkeiten neue innovative Wege zu gehen und längst notwendige Reformen umzusetzen. In dieser Umbruchsituation und durch die ins wanken geratenen Strukturen unseres verstaubten Sozialapparates ergeben sich auch neue Potenziale für Sozialpädagogen. Nämlich die Verwirklichung ihrer eigenen Ideen in selbstständiger Berufsausübung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Eingrenzung des Themas und Einordnung in die aktuelle Diskussion: Dieses Kapitel führt in die Thematik der selbstständigen Berufsausübung für Sozialpädagogen ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Kapiteleinführung: Hier werden die strukturellen Rahmenbedingungen und die Situation des Sozialstaates Deutschland in Bezug auf Existenzgründungen analysiert.
3.1 Der Businessplan: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung und den Zweck eines Businessplans als strategisches Instrument für Gründer im sozialen Bereich.
3.2 Cover Sheet: Es wird definiert, welche formalen Angaben auf ein professionelles Deckblatt eines Businessplans gehören.
3.3 Zusammenfassung (Executive Summary): Dieses Kapitel verdeutlicht die Relevanz einer prägnanten Executive Summary für den ersten Eindruck bei potenziellen Geldgebern.
3.4 Inhaltsübersicht: Die notwendige Strukturierung eines Businessplans anhand einer beispielhaften Gliederung wird hier aufgezeigt.
3.5 Unternehmen und Unternehmer: Es werden die Anforderungen an den Unternehmer, seine Kompetenzen sowie die Wahl der geeigneten Organisations- und Rechtsform beschrieben.
3.6 Die Dienstleistung: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Beschreibung des Leistungsangebots und dessen Nutzenargumentation für potenzielle Kunden.
3.7 Marktforschung: Hier werden Methoden der Datenbeschaffung, Marktsegmentierung und Konkurrenzanalyse im sozialen Sektor behandelt.
3.8 Strategisches Marketing: Es erfolgt die Erläuterung der Wettbewerbsstrategien und des Marketing-Mix zur erfolgreichen Marktpositionierung.
3.9 Finanzierung und Planung: Dieses Kapitel deckt die essenziellen Bereiche Liquiditätsplanung, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanzierung ab.
3.10 Controlling: Abschließend wird die Notwendigkeit von Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen zur Sicherung des unternehmerischen Erfolgs dargelegt.
Schlüsselwörter
Sozialpädagogik, Selbstständigkeit, Existenzgründung, Businessplan, Sozialmarkt, Medienkompetenz, Marktchancen, Ökonomisierung, Marketing, Finanzplanung, Dienstleistung, Sozialmanagement, Wettbewerbsstrategie, Controlling, Professionalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen einer selbstständigen Berufsausübung für Sozialpädagogen im Kontext des sich wandelnden deutschen Sozialstaats.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den strukturellen Rahmenbedingungen im Sozialwesen, den Chancen für Existenzgründer sowie der praktischen Anwendung betriebswirtschaftlicher Werkzeuge im sozialen Sektor.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Sozialpädagogen aufzuzeigen, wie sie ihre Fähigkeiten nutzen können, um die aktuelle Umbruchsituation im Sozialwesen als Chance für eine eigenständige Berufsausübung wahrzunehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Fachliteratur, einer Sekundärforschung sowie Experteninterviews, um die Praxistauglichkeit des Konzepts zu untermauern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er analysiert theoretische Veränderungsprozesse im Sozialsystem und bietet einen praktischen Businessplan für eine medienpädagogische Einrichtung als Leitfaden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Sozialpädagogik, Existenzgründung, Businessplan, Sozialmarkt und Medienkompetenz.
Warum ist das "Cover Sheet" eines Businessplans so wichtig?
Das Deckblatt bildet den ersten Kontaktpunkt mit externen Entscheidungsträgern und muss deshalb professionell gestaltet sein, um einen seriösen ersten Eindruck zu vermitteln.
Wie trägt "Media Aktiv©" zur Praxisanleitung bei?
Das fiktive Unternehmen dient als Fallbeispiel, an dem jede Phase einer Gründung – von der Idee über die Marktanalyse bis hin zur Finanzplanung – beispielhaft durchgespielt wird.
- Quote paper
- Dipl. Sozialpädagoge Sascha Jochum (Author), 2006, Der Weg in die Selbstständigkeit. Eine attraktive Option für Sozialpädagogen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70688