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Psychomotorische Förderung bei einer sensorischen Integrationsstörung

Title: Psychomotorische Förderung bei einer sensorischen Integrationsstörung

Seminar Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag., MA Angelika Kopetzky (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Ich hatte das Glück im Zuge meines Praktikums der Motopädagogikausbildung den 4-jährigen Jungen Jonas (Name geändert) kennen zu lernen und seinen Verlauf in der psychomotorischen Förderung zu beobachten. Bei ihm wurde eine sensorische Integrationsstörung (SI-Störung) festgestellt und eine psychomotorische Förderung empfohlen. Ich möchte in dieser Arbeit die Möglichkeiten der Psychomotorik für die Problematik einer SI-Störung aufzeigen und versuchen die Zusammenhänge aufzuzeigen.

Es soll nach einer kurzen Erläuterung der Begriffe Psychomotorik und der SI-Störung auf den Zusammenhang von Bewegung und Lernen eingegangen werden, der eine wesentliche Grundlage der Bedeutung von psychomotorischem Lernen für die Entwicklung des Kindes darstellt.
Weiters soll geklärt werden, warum es so wichtig ist, Bewegung, zu der körperliche, geistige, seelische und soziale Bewegung zählen, einen eigenen Raum zu bieten und was Psychomotorik hier leisten kann. Es ist für das Verständnis des Zugangs der psychomotorischen Förderung zum Menschen wesentlich das Menschenbild und die ökologisch-systemische Perspektive zu skizzieren, die die Basis einer Förderarbeit darstellen.

Um die Arbeit innerhalb der Psychomotorik besser zu verstehen, wird auf die Erfahrungsfelder der Psychomotorik, die menschlichen Sinne und ihre Bedeutungen für die kindliche Entwicklung und der Ansatz in der psychomotorischen Förderung eingegangen. Psychomotorische Förderung bleibt nicht nur auf den Kindesbereich beschränkt, es ist in jedem Alter anwendbar und als geeignete Möglichkeit zu sehen. In der Arbeit wird aber bewusst auf das Kindesalter vor dem 6.Lj. eingegangen. um die Thematik und Fragestellung einzugrenzen.

Zum Abschluss wird das Fallbeispiel von Jonas kurz erläutet und die Entwicklung des Kindes aufgezeigt, indem die Situation vor der Förderung und nach der Förderung analysiert werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. DEFINITIONEN

1.1 PSYCHOMOTORIK

1.2 DIE SENSORISCHE INTEGRATIONSSTÖRUNG

1.3 BEWEGUNG ALS LERNRAUM

1.4 DIE VERÄNDERTE LEBENSWELT DER KINDER

2. DER PHILOSOPHISCHE ZUGANG IN DER PSYCHOMOTORISCHEN FÖRDERUNG

2.1 DAS HOLISTISCHE MENSCHENBILD

2.2 DIE ÖKOLOGISCH-SYSTEMISCHE PERSPEKTIVE

3. DAS WIRKUNGSFELD DER PSYCHOMOTORISCHEN FÖRDERUNG

3.1 KÖRPER-, MATERIAL- UND SOZIALERFAHRUNG

3.2 DIE SINNLICHE WAHRNEHMUNG

4. SYCHOMOTORISCHE FÖRDERUNG BEI EINER SENSORISCHEN INTEGRATIONSSTÖRUNG – DAS FALLBEISPIEL JONAS

4.1 ANAMNESE/SITUATION VOR DER PSYCHOMOTORISCHEN FÖRDERUNG

4.2 DIE PSYCHOMOTORISCHE FÖRDERUNG BEI JONAS/ZIELE UND DIE SITUATION WÄHREND UND NACH DER FÖRDERUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht die Möglichkeiten der psychomotorischen Förderung bei Kindern mit einer diagnostizierten sensorischen Integrationsstörung (SI-Störung). Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird analysiert, wie durch Bewegung und gezielte Wahrnehmungserfahrungen die Persönlichkeitsentwicklung, die Selbstständigkeit sowie die Handlungskompetenzen des Kindes gestärkt werden können.

  • Grundlagen der Psychomotorik und der sensorischen Integration
  • Bedeutung von Bewegung als Lernraum für die kindliche Entwicklung
  • Holistisches Menschenbild und ökologisch-systemische Perspektive in der Förderarbeit
  • Erfahrungsfelder der Psychomotorik: Körper-, Material- und Sozialerfahrung
  • Praktische Anwendung und Dokumentation der Förderung am Fallbeispiel Jonas

Auszug aus dem Buch

4.2 Die psychomotorische Förderung bei Jonas/Ziele und die Situation während und nach der Förderung

Ziele der psychomotorischen Förderung bei Jonas waren: ihn zu motivieren länger bei einer Sache bleiben zu können, d.h. im weiteren Verlauf seine Aufmerksamkeitsspanne zu steigern und seine Frustrationsgrenze zu erhöhen. Seine Feinmotorik und seine taktile Wahrnehmung zu sensibilisieren, seine Ängste vor Höhen und Wackeligem zu überwinden und seine sprachliche Entwicklung zu fördern. Es sollten ihm graphomotorische Reize geliefert werden. Es sollten ihm Möglichkeiten angeboten werden anders auf Überforderung zu reagieren als mit Rückzug (Verstecken etc.) und ihm somit soziale Kontakte ermöglicht werden.

In der psychomotorischen Förderung sprach er zuerst sehr auf das Pedalo an. Das Versteckspiel wurde eingesetzt, um seinem Drang nach Rückzug spielerisch entgegen zu kommen. Jonas sollte lernen Hilfe annehmen zu können. Er war zu Anfang ängstlich, er ging weder auf das Trampolin, noch auf das Rollbrett, er mied schiefe Ebenen und Höhen. Er sprach auf kein Übergangsobjekt (Kasperl, Stofftier…) an und suchte den direkten Dialog zum Psychomotoriker.

Die Bereiche in denen mit ihm in der Förderung gearbeitet wurde waren vielfältig. Der Psychomotoriker hatte den Eindruck, dass sich Jonas genau die Reize und Herausforderungen suchte, die er benötigte. Während der psychomotorischen Förderung wurden von Jonas zuvor abgelehnte Reize und Materialien angenommen. Ich möchte nur ein paar Beispiele anführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DEFINITIONEN: Klärung der Grundbegriffe Psychomotorik und sensorische Integrationsstörung sowie deren Bedeutung für das Lernen und die Lebenswelt moderner Kinder.

2. DER PHILOSOPHISCHE ZUGANG IN DER PSYCHOMOTORISCHEN FÖRDERUNG: Darstellung des holistischen Menschenbildes als bio-psycho-geistig-soziale Einheit und der ökologisch-systemischen Perspektive als Basis der Förderarbeit.

3. DAS WIRKUNGSFELD DER PSYCHOMOTORISCHEN FÖRDERUNG: Analyse der zentralen Erfahrungsdimensionen (Körper-, Material-, Sozialerfahrung) und der Bedeutung der sinnlichen Wahrnehmung für die kindliche Entwicklung.

4. SYCHOMOTORISCHE FÖRDERUNG BEI EINER SENSORISCHEN INTEGRATIONSSTÖRUNG – DAS FALLBEISPIEL JONAS: Praktische Dokumentation der Anamnese, der Förderziele und der positiven Entwicklung eines vierjährigen Jungen im Verlauf der psychomotorischen Einzelförderung.

Schlüsselwörter

Psychomotorik, Sensorische Integrationsstörung, SI-Störung, Bewegung, Wahrnehmung, Kindesentwicklung, Ganzheitlichkeit, Körpererfahrung, Materialerfahrung, Sozialerfahrung, Lernraum, Handlungskompetenz, Förderung, Fallbeispiel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz psychomotorischer Fördermaßnahmen bei Kindern, die eine sensorische Integrationsstörung aufweisen, und zeigt auf, wie durch Bewegung Entwicklungsprozesse unterstützt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionen von Psychomotorik und SI-Störung, das holistische Menschenbild, die Bedeutung von Bewegung für das Lernen sowie die drei Erfahrungsbereiche der Psychomotorik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen einer sensorischen Integrationsstörung und den Möglichkeiten der Psychomotorik aufzuzeigen und den positiven Einfluss einer Förderung anhand eines Fallbeispiels zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Seminararbeit, die auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der qualitativen Beobachtung und Analyse eines spezifischen Fallbeispiels basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die philosophische Begründung der Arbeitsweise sowie die detaillierte Beschreibung des Fallbeispiels Jonas, inklusive Anamnese und Förderverlauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Psychomotorik, Sensorische Integrationsstörung, Bewegung als Lernraum, Ganzheitlichkeit und Sozialkompetenz.

Wie wurde das Kind Jonas in der Förderung unterstützt?

Jonas wurde durch gezielte Reizangebote auf Pedalos, Kletterwänden, Trampolinen und durch taktile sowie graphomotorische Aktivitäten unterstützt, um seine Ängste zu überwinden und seine Frustrationstoleranz zu erhöhen.

Warum spielt die Mutter bei der Förderung eine Rolle?

Die Mutter spielte eine zentrale Rolle, da sie lernte, klare Grenzen zu setzen und das Kind bei der Bewältigung seiner Alltagssituationen zu unterstützen, was maßgeblich zum Erfolg der Förderung beitrug.

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Details

Title
Psychomotorische Förderung bei einer sensorischen Integrationsstörung
College
University of Sports Vienna
Grade
1
Author
Mag., MA Angelika Kopetzky (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V70802
ISBN (eBook)
9783638626026
ISBN (Book)
9783638674652
Language
German
Tags
Psychomotorische Förderung Integrationsstörung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag., MA Angelika Kopetzky (Author), 2005, Psychomotorische Förderung bei einer sensorischen Integrationsstörung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70802
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