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Das deutsche Kinderhörspiel in der Unterhaltungsindustrie

Title: Das deutsche Kinderhörspiel in der Unterhaltungsindustrie

Term Paper , 2003 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nicole Fleischmann (Author), Franziska Lehnert (Author)

Communications - Broadcast and entertainment
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Das Massenmedium Fernsehen ist mittlerweile zu einem selbstverständlichen Bestandteil im Alltag westlicher Kulturen geworden. War ein Fernsehgerät im eigenen Haushalt in den sechziger Jahren noch Luxus, so verfolgt uns die Bilderflut heute ins Kaufhaus, in den Schnellimbiss, zum Zahnarzt und auch im Flughafengebäude muss man nicht auf die „Tagesschau“ oder ähnliche Information- und Unterhaltungssendungen verzichten. Für uns Rezipienten ist diese audiovisuelle Darstellung durchaus angenehm, da der Mensch scheinbar von Natur aus Dingen eher Glauben schenkt, wenn er sie nicht nur hören, sondern vor allem auch sehen kann. Des Weiteren ist es für uns bequemer, Ereignisse anhand von Bildern präsentiert zu bekommen, da diese Form der Information keine großen Anforderungen an die Vorstellungskraft des Menschen stellt. Oder wer kann schon einen Film verfolgen ohne dabei auf das Bild zu achten? Zwar wird das Fernsehprogramm zwischenzeitlich teilweise schon so gestaltet, dass es dem Rezipienten auch ohne ständigen Blickkontakt möglich ist es zu verfolgen, dennoch ist dies eher die Ausnahme als die Regel und die Dominanz der Visualität somit ungebrochen. Die Auditivität als eigenständiges Gebilde gerät zunehmend in den Hintergrund. Möglicherweise ist dies ein Grund, weshalb das Hörspiel als rein auditives Konstrukt seine ursprünglich hohe Bedeutung mehr und mehr zu verlieren scheint und nur noch für eine begrenzte Anzahl „echter“ Liebhaber interessant ist. Anlass genug der Geschichte und aktuellen Relevanz des Hörspiels auf den Grund zu gehen. Da es auch heute noch vor allem Kinder sind, die Hörspiele rezipieren, wollen wir uns speziell damit beschäftigen: Welche Rolle spielt das Hörspiel in der Entwicklung des Kindes? Welche Besonderheiten weist das Kind als Rezipient auf? Was ist das Charakteristische am Kinderhörspiel? Diese und andere Gesichtspunkte seien hier unter dem Thema „Das deutsche Kinderhörspiel in der Unterhaltungsindustrie“ näher beleuchtet. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung*

2. Die Geschichte des Kinderhörspiels**

2.1. Das Kinderhörspiel im Rundfunk

2.1.1. Von den Anfängen bis zum Dritten Reich

2.1.2. Von der Nachkriegszeit bis heute

2.2. Das Kinderhörspiel in der Unterhaltungsindustrie

2.2.1. Der Markt

2.2.2. Besonderheiten gegenüber dem Rundfunkhörspiel

3. Das Kind als aktiver Rezipient***

4. Eigenschaften des Kinderhörspiels***

4.1. Länge

4.2. Musik

4.3. Töne/ Geräusche

4.4. Sprecher

4.5. Technik

5. Das Kinderhörspiel und seine verschiedenen Zielgruppen***

5.1. Das Hörspiel im Kindergarten ( 3 – 6 jährige Kinder)

5.2. Das Hörspiel in der Grundschule ( 7 – 10 jährige Kinder)

5.3. Das Hörspiel in der Sekundarstufe (13 – 16 jährige)

6. Zwei Hörspiele aus unterschiedlichen Epochen im Vergleich**

6.1. Hänsel und Gretel

6.1.1. Allgemeine Informationen

6.2. Bibi Blocksberg

6.2.1 Allgemeine Informationen

6.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Übersicht*

7. Abschluss und Ausblick*

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das deutsche Kinderhörspiel im Kontext der modernen Unterhaltungsindustrie. Ziel ist es, die historische Entwicklung des Hörspiels, seine medienpädagogische Relevanz sowie die spezifischen Anforderungen an Kinder als aktive Rezipienten zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Entwicklung des Kinderhörspiels von den Anfängen im Rundfunk bis zur kommerziellen Vermarktung.
  • Analyse des Kindes als besonderer, aktiver Rezipient in unterschiedlichen Entwicklungsstufen.
  • Untersuchung der formalen und inhaltlichen Eigenschaften, die ein zeitgemäßes Kinderhörspiel ausmachen.
  • Vergleichende Fallstudie zwischen einem traditionellen Märchenhörspiel und einer modernen Hörspielreihe.
  • Kritische Reflexion über Qualität, pädagogischen Nutzen und Vermarktungsstrategien in der heutigen Unterhaltungsbranche.

Auszug aus dem Buch

6. Zwei Hörspiele aus unterschiedlichen Epochen im Vergleich

,,Das Anhören eines Märchens und das Aufnehmen seiner Bilder kann mit dem Ausstreuen von Samen verglichen werden, von dem nun ein Teil im Gemüt des Kindes Wurzeln schlägt. Einige Samenkörner fallen unmittelbar in sein Bewusstsein, andere setzen unbewusste Vorgänge frei. Weitere müssen lange Zeit ruhen, bis das kindliche Gemüt soweit ist, dass sie keimen können, viel bleiben ganz ohne Wirkung. Die Samenkörner aber die auf fruchtbaren Boden fallen, wachsen zu schönen Blumen und kräftigen Bäumen – sie bestärken wichtige Gefühle, vermitteln Einsichten, nähren Hoffnungen und bewältigen Ängste -, und damit bereichern sie das Leben des Kindes in der jeweiligen Zeit und für immer." 18

Auch ein Hörspiel ist ein Märchen, egal ob es nun den Inhalt eines traditionellen oder eines modernen Märchens umsetzt. Auch Hörspielreihen, in denen stets die gleichen Figuren spielen und in den einzelnen Folgen unterschiedliche Abenteuer erleben, fungieren als Märchen und das Kind soll als Zuhörer unterhalten, belehrt und zugleich etwas nachdenklich gestimmt werden.

Ziel der meisten Kinderhörspiele ist es auch, das Kind an Themen des alltäglichen Lebens heranzuführen und es dafür zu sensibilisieren. Zwar geschieht das, wie beispielsweise in Märchen, nicht immer auf eine realitätsnahe Art und Weise, doch ist der Grundtenor stets der gleiche: Wir zeigen dir, welche Gefahren im Leben auf dich warten und was dir dabei alles passieren kann, wenn du dich falsch verhältst oder falsch handelst. Typischerweise enden Kinderhörspiele immer positiv, sodass das Kind sieht, dass sich die Probleme, die sich im Verlauf der Geschichte aufbauen und auch im wahren Leben existieren, durch richtiges Verhalten und weitere positive Eigenschaften wie beispielsweise Ausdauer und Engagement lösen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung*: Diese Einleitung stellt das Medium Hörspiel in den Kontext der heutigen, bildorientierten Unterhaltungsmedien und definiert die Forschungsfragen zur Bedeutung des Hörspiels für die kindliche Entwicklung.

2. Die Geschichte des Kinderhörspiels**: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung, beginnend bei den frühen Rundfunksendungen der 1920er Jahre bis hin zur Kommerzialisierung durch den Tonträgermarkt ab den 1960er Jahren.

3. Das Kind als aktiver Rezipient***: Hier wird der theoretische Rahmen zur kindlichen Medienrezeption dargelegt und aufgezeigt, dass Kinder Medien aktiv vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen und kognitiven Fähigkeiten verarbeiten.

4. Eigenschaften des Kinderhörspiels***: Dieses Kapitel analysiert die konstitutiven Elemente eines Kinderhörspiels wie Länge, musikalische Gestaltung, Geräuscheinsatz, Sprecherwahl und technische Produktionsmittel.

5. Das Kinderhörspiel und seine verschiedenen Zielgruppen***: Diese Untersuchung differenziert nach Altersstufen und analysiert, wie Hörspiele den spezifischen kognitiven Entwicklungsphasen von Kindergarten-, Grundschul- und Sekundarschulkindern gerecht werden.

6. Zwei Hörspiele aus unterschiedlichen Epochen im Vergleich**: Ein praktischer Vergleich zwischen einer 1973 produzierten Fassung von „Hänsel und Gretel“ und der modernen Hörspielfolge „Der Superhexspruch“ von „Bibi Blocksberg“ zur Verdeutlichung theoretischer Überlegungen.

7. Abschluss und Ausblick*: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die pädagogische Wertigkeit kommerzieller Kinderhörspiele trotz der Herausforderungen durch andere moderne Medien.

Schlüsselwörter

Kinderhörspiel, Rundfunk, Unterhaltungsindustrie, Medienrezeption, Kindheit, Audiomedien, Hörspielproduktion, Pädagogik, Märchen, Bibi Blocksberg, Hänsel und Gretel, Kassettenmarkt, Medienpädagogik, Entwicklung, Rezipientenforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das deutsche Kinderhörspiel und dessen Rolle innerhalb der Unterhaltungsindustrie, wobei sowohl historische als auch medienpädagogische Aspekte beleuchtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Geschichte des Kinderhörspiels, die kindliche Medienrezeption, die spezifischen Gestaltungselemente des Mediums (wie Musik und Geräusche) sowie der Einfluss von kommerziellen Vermarktungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu verstehen, welche Rolle das Hörspiel in der kindlichen Entwicklung spielt, welche Besonderheiten Kinder als Rezipienten aufweisen und was ein Hörspiel charakterisiert, das in der Unterhaltungsindustrie erfolgreich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Aufarbeitung der Mediengeschichte und Rezipientenforschung mit einer vergleichenden, praktischen Analyse zweier ausgewählter Hörspielbeispiele aus unterschiedlichen Epochen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine medienpädagogische Einordnung der kindlichen Rezeption, die Untersuchung spezifischer Hörspieleigenschaften und eine detaillierte Fallstudie zum Vergleich von „Hänsel und Gretel“ und „Bibi Blocksberg“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kinderhörspiel, Medienpädagogik, Unterhaltungsindustrie, Rezipientenforschung, Audio-Produktion und pädagogischer Wert definiert.

Warum wird im Rahmen der Analyse ein Vergleich zwischen „Hänsel und Gretel“ und „Bibi Blocksberg“ gezogen?

Dieser Vergleich dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse an praktischen Beispielen zu verdeutlichen. Er zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einem traditionellen Märchen aus den 1970er Jahren und einer modernen, kommerziellen Hörspielreihe auf.

Welche Schlussfolgerung ziehen die Autoren bezüglich des pädagogischen Wertes von Kinderhörspielen?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Großteil der Kinderhörspiele auf dem Markt, trotz eines zunehmenden Fokus auf Vermarktung und Absatz, pädagogisch wertvoller und lehrreicher ist als viele aktuelle Fernsehsendungen oder Videospiele.

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Details

Title
Das deutsche Kinderhörspiel in der Unterhaltungsindustrie
College
http://www.uni-jena.de/  (Bereich Medienwissenschaft, Geschichte und Ästhetik der Medien)
Grade
2,0
Authors
Nicole Fleischmann (Author), Franziska Lehnert (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V70812
ISBN (eBook)
9783638629126
Language
German
Tags
Kinderhörspiel Unterhaltungsindustire
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Fleischmann (Author), Franziska Lehnert (Author), 2003, Das deutsche Kinderhörspiel in der Unterhaltungsindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70812
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