Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Wirtschaftspolitik

Umweltzertifikate in den USA: Konkrete Konzepte und erste Erfahrungen

Titel: Umweltzertifikate in den USA: Konkrete Konzepte und erste Erfahrungen

Seminararbeit , 2002 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nicole Wolf (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Über unsere Umwelt wird schon lange gesprochen, dennoch ist für die Menschen nicht eindeutig zu erkennen, was und wie viel zum Schutz der Umwelt getan wird. Die Entwicklung seit Beginn der Industrialisierung im 19.Jahrhundert bis heute, zeigt dass in Zukunft mit einer wachsenden Bedrohung gerechnet werden muss. Das Umweltproblem hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem globalen Problem gewandelt.
Einen Versuch, die Emissionen der Industrie zu reduzieren und damit die Luftqualität zu verbessern, starteten die Amerikaner mit diversen Projekten bereits in den 70iger Jahren.
Wie und mit welchen Strategien dies gelungen ist, bzw. immer noch gelingt, möchte ich im Rahmen dieser Hausarbeit, die Programme der US-Umweltpolitik näher erläutern und deren Erfahrungen verdeutlichen.
Trotz des Erfolges der meisten Programme, wundern sich andere Industrienationen über den angekündigten Ausstieg der Amerikaner aus dem Kyoto-Abkommen, welches eine Reduktion von CO2 vorsieht.

Leseprobe


Inhaltsübersicht

1. Einführung in das Thema

2. Was sind Umweltzertifikate?

3. Verfahren der Vergabe von Umweltzertifikaten

3.1 Versteigerung

3.2 Grandfathering

4. Erste Beispiele praktischer Umweltpolitik in den USA

4.1 Clean Air Act

4.1.1 Erfolge und Probleme der US-Luftreinhaltepolitik

4.2 Kontrollierter Emissionshandel (The Emission Trading Program)

4.2.1 Die Glocken-Politik (Bubble-Policy)

4.2.2 Netting-Politik

4.2.3 Die Ausgleichs-Politik (Offset-Policy)

4.2.4 Banking

4.3 Weitere Erfahrungen des Emission Trading Program

4.4 Bleihandel (Lead in Gasoline)

5. Zertifikatmärkte der „Zweiten Generation“

5.1 Acid Rain Programm

5.2 RECLAIM Programm

6. Erfahrungen, Erfolge und Probleme des ARP und RECLAIM

6.1 Erfahrungen und Erfolge

6.1.1 Schadstoffreduktionen

6.1.2 Kosteneinsparungen

6.1.3 Preisentwicklungen

6.1.4 Erstvergabeverfahren

6.1.5 Weitere Erfahrungen und Erfolge

6.2 Probleme

6.2.1 Handelsvolumen

6.2.2 Phaseneinteilung im ARP

6.2.3 Weitere Probleme

7. Akzeptanz von Umweltzertifikaten in den USA

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung und Effektivität von Umweltzertifikate-Programmen in den USA. Ziel ist es, die Entwicklung von frühen Strategien wie dem Clean Air Act hin zu modernen Systemen wie dem Acid Rain und RECLAIM Programm zu analysieren, ihre Erfolge bei der Schadstoffreduktion zu bewerten und die ökonomischen sowie regulatorischen Herausforderungen aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der US-Umweltpolitik
  • Mechanismen des Zertifikathandels (Versteigerung, Grandfathering)
  • Analyse der Programme "Clean Air Act", "Acid Rain" und "RECLAIM"
  • Messung von ökologischem Erfolg und Kosteneinsparungen
  • Diskussion von Problematiken wie Handelsvolumen und Überwachungsaufwand

Auszug aus dem Buch

2. Was sind Umweltzertifikate?

“Ein Umweltzertifikat ist eine Genehmigung für eine bestimmte Umweltbelastung.“ Bei den Umweltlizenzen betrachtet sich der Staat als Eigentümer der Umweltgüter, wie z.B. Luft, und legt eine Höchstgrenze fest, inwieweit die Emittenten, z.B. Unternehmen, dieses Umweltgut in Anspruch nehmen dürfen. Der Staat schafft sog. „Verschmutzungsrechte“, diese können kostenlos oder kostenpflichtig von den Emittenten erworben werden. Über die Möglichkeiten des Erwerbs von Umweltzertifikaten soll im folgenden noch näher eingegangen werden.

In Form von Umweltlizenzen erhalten die Emittenten ein Recht, das Umweltgut in Höhe ihrer Lizenz zu nutzen, d.h. die Umwelt zu belasten. Die Verschmutzungsrechte können zwischen den verschiedenen Emittenten auch gehandelt werden. Nimmt ein Unternehmen die Verschmutzungsrechte nicht in vollem Umfang wahr, so kann es die Ungenutzten an andere Emittenten verkaufen. Auf diese Weise entsteht ein Markt für Umweltzertifikate mit Angebot und Nachfrage. Dadurch wird sich ein Gleichgewichtspreis bei einer bestimmten Menge an Zertifikaten einstellen.

Sind bei einem Emittenten die Kosten zur Vermeidung von Schadstoffen niedriger, als der am Markt zu erzielende Preis, so wird das Land Aktivitäten zur Vermeidung von Emissionen betreiben und überschüssige Zertifikate an andere Unternehmen verkaufen. Langfristig wird bei Vermeidung von Schadstoffen das Angebot an Zertifikaten steigen und der Preis so lange sinken, bis sich die Mehrkosten für Vermeidungsaktivitäten dem Zertifikatpreis am Markt gleichen. Folglich kommt es tatsächlich zu einer Reduktion von Schadstoffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema: Umreißt die Dringlichkeit globaler Umweltprobleme und stellt die US-Umweltpolitik seit den 70er Jahren als Untersuchungsgegenstand vor.

2. Was sind Umweltzertifikate?: Definiert den Begriff des Umweltzertifikats als staatlich vergebenes Verschmutzungsrecht und erklärt das ökonomische Prinzip von Angebot und Nachfrage bei dessen Handel.

3. Verfahren der Vergabe von Umweltzertifikaten: Erläutert die theoretischen Vergabemethoden der Versteigerung und des Grandfatherings im Kontext ihrer praktischen Relevanz.

4. Erste Beispiele praktischer Umweltpolitik in den USA: Analysiert den Clean Air Act und das Emission Trading Program als Vorläufer moderner Zertifikatsmodelle.

5. Zertifikatmärkte der „Zweiten Generation“: Stellt mit dem Acid Rain Programm und dem RECLAIM Programm die ersten konsequenten Zertifikatslösungen der US-Umweltpolitik vor.

6. Erfahrungen, Erfolge und Probleme des ARP und RECLAIM: Diskutiert die ökologischen Reduktionserfolge, Kosteneinsparungen und auftretende Schwierigkeiten wie Transaktionskosten und Überwachungsaufwand.

7. Akzeptanz von Umweltzertifikaten in den USA: Fazit zur Planungssicherheit und allgemeinen Akzeptanz des Instruments sowie Ausblick auf die Übertragbarkeit auf andere Nationen.

Schlüsselwörter

Umweltzertifikate, Emissionshandel, Clean Air Act, Acid Rain Programm, RECLAIM, Schadstoffreduktion, Grandfathering, Umweltpolitik, Luftqualität, Emittenten, Emissionsrechte, Zertifikatmarkt, Kosteneinsparung, Umweltschutz, USA.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Implementierung von handelbaren Umweltzertifikaten in den Vereinigten Staaten von Amerika als Instrument der Umweltpolitik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören der Emissionshandel, die verschiedenen Vergabearten von Umweltlizenzen, die Analyse spezifischer US-Programme sowie eine Bewertung der ökologischen und ökonomischen Auswirkungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verdeutlichen, wie die Programme der US-Umweltpolitik funktionieren, welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden und wie diese zur Schadstoffreduktion beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von umweltpolitischen Programmen unter Einbeziehung ökonomischer Fachliteratur und offizieller Daten zur Luftreinhaltepolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der rechtlichen Grundlagen, die Analyse historischer Beispiele (Clean Air Act) sowie die tiefgehende Betrachtung der neueren Programme (Acid Rain, RECLAIM) inklusive deren Erfolgsfaktoren und Problematiken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Umweltzertifikate, Emissionshandel, Grandfathering, Kosteneinsparungen, Luftqualitätsstandards und die spezifischen US-Programme ARP und RECLAIM.

Wie funktioniert das in den USA verwendete „modifizierte Grandfathering“?

Beim modifizierten Grandfathering erhalten Unternehmen Zertifikate basierend auf historischen Emissions- oder Verbrauchswerten, wobei diese Zuteilungen jedoch im Zeitverlauf systematisch abgewertet werden, um Anreize zur Emissionsminderung zu schaffen.

Warum ist der Überwachungsaufwand bei diesen Systemen so hoch?

Die Systeme erfordern eine kontinuierliche und präzise Erfassung der tatsächlichen Emissionen direkt an den Quellen, was durch komplexe Messsysteme wie das „Continuous Emissions Monitoring“ (CEM) erfolgt und hohe Kosten verursacht.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Umweltzertifikate in den USA: Konkrete Konzepte und erste Erfahrungen
Hochschule
Hochschule Pforzheim  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Wirtschaftspolitisches Seminar
Note
1,7
Autor
Nicole Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
23
Katalognummer
V7087
ISBN (eBook)
9783638144513
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltzertifikate Konkrete Konzepte Erfahrungen Wirtschaftspolitisches Seminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Wolf (Autor:in), 2002, Umweltzertifikate in den USA: Konkrete Konzepte und erste Erfahrungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7087
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum