Der Begriff Highlands ist geographisch nicht genau bestimmt. In der britischen Landeskunde versteht man darunter den gebirgigen Norden Schottlands, nördlich und westlich der Linie Firth of Clyde–Crieff–Blairgowrie – und entlang des Gebirgsrandes der Grampian Mountains bis Inverness. Das Gebiet der High-lands lässt sich entlang der Bruchlinie des Kaledonischen Gra-bens (von Fort William bis Inverness) in die nordwestlichen Highlands und die Grampian Mountains unterteilen. Seit der 1996 durchgeführten administrativen Gliederung Schottlands besteht die Region Highlands, die den nordwestlichen Teil des schottischen Festlandes sowie die Insel Skye umfasst. Die 1991 gegründete „Highlands and Islands Enterprise“ (HIE), der die Aufgabe der regionalen Wirtschaftsförderung und Umweltverbesserung zukommt, ist neben der Region Highlands auch für die Inselgebiete der Orkneys, der Shetlands, der äußeren und inneren Hebriden sowie für die Region Argyll and Bute zuständig.
Diese Planungsregion der HIE umfasst zwar 43,7 % der Fläche Schottlands, weist mit 366.000 Einwohnern jedoch nur einen Anteil von 7,14 % an der schottischen Bevölkerung auf, was einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 8 Einwohnern pro km² entspricht. Dass die Highlands, insbesondere der Westen und Norden, als ein von Bevölkerungsabwanderung bedrohter und durch Strukturverkümmerung gekennzeichneter Peripherraum gelten, liegt u. a. an der naturräumlichen Ausstattung, einer mangelnden wirtschaftsräumlichen Erschließung, einer in den vergangenen Jahrhunderten verfehlten Wirtschaftsentwicklung und der wirtschaftlichen Abhängigkeit von anderen Räumen Großbritanniens. Wirtschaftsräumliche Probleme ergeben sich in den Highlands v. a. aus dem schlecht ausgebauten Verkehrsnetz und der unausgeglichenen Verteilung städtischer Zentren.
Inhaltsverzeichnis
- Schottlands peripherer Nordwesten
- Kulturlandschaftsveränderung
- Naturraum Highlands
- Tourismus in den Highlands
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Highlands als peripherem Nordwesten Schottlands, beleuchtet deren natürliche Ressourcen, den Wandel der Kulturlandschaft und die Entwicklung des Tourismus in der Region.
- Geographische und administrative Definition der Highlands
- Sozioökonomische Entwicklung und Strukturprobleme der Region
- Die Auswirkungen der Highland Clearances auf die Kulturlandschaft und die Bevölkerung
- Die Rolle von regionaler Wirtschaftsförderung und EU-Strukturfonds in der Entwicklung der Highlands
- Das Potenzial des Tourismus als alternative Wirtschaftsbranche
Zusammenfassung der Kapitel
Schottlands peripherer Nordwesten
Der Text beschreibt die Highlands als geografisch und administrativ definierte Region im Norden Schottlands. Er beleuchtet die wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen, die sich aus der peripheren Lage und mangelnder Erschließung ergeben.
Kulturlandschaftsveränderung
Das Kapitel untersucht die Veränderung der Kulturlandschaft der Highlands durch die Highland Clearances, die zur Vertreibung der Bauern und einem Wandel von der Landwirtschaft zur Schafzucht führte. Es beleuchtet die Folgen dieser Entwicklung für die Sozialstruktur und das Entwicklungspotenzial der Region.
Naturraum Highlands
Dieses Kapitel betrachtet die natürlichen Ressourcen der Highlands und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Region. Es beschreibt den Einfluss der natürlichen Gegebenheiten auf die Wirtschaftsstruktur und die Lebensbedingungen der Bevölkerung.
Tourismus in den Highlands
Der Fokus liegt auf der Entwicklung des Tourismus in den Highlands und seinem Potenzial als alternative Wirtschaftsbranche. Der Text untersucht die Chancen und Herausforderungen, die der Tourismus für die Region mit sich bringt.
Schlüsselwörter
Highlands, Schottland, Kulturlandschaftsveränderung, Highland Clearances, Tourismus, Wirtschaftsentwicklung, Peripherie, Regionalpolitik, EU-Strukturfonds, Naturraum, Entwicklungspotenzial.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die geographischen Grenzen der schottischen Highlands?
Die Highlands umfassen den gebirgigen Norden Schottlands, westlich der Linie Firth of Clyde–Blairgowrie und unterteilen sich entlang des Kaledonischen Grabens in die nordwestlichen Highlands und die Grampian Mountains.
Warum gelten die Highlands als strukturschwacher Peripherraum?
Gründe sind die geringe Bevölkerungsdichte (8 Einw./km²), ein schlecht ausgebautes Verkehrsnetz, historische Fehlentwicklungen wie die Highland Clearances und die wirtschaftliche Abhängigkeit von städtischen Zentren.
Was waren die "Highland Clearances"?
Dabei handelte es sich um die gewaltsame Vertreibung der bäuerlichen Bevölkerung im 18. und 19. Jahrhundert, um Platz für die großflächige Schafzucht zu schaffen, was die Kulturlandschaft nachhaltig veränderte.
Welches touristische Potenzial bieten die Highlands?
Die Region zieht Besucher durch ihre unberührte Natur und kulturelle Geschichte an. Tourismus wird als entscheidende alternative Wirtschaftsbranche gesehen, um der Abwanderung entgegenzuwirken.
Was ist die Aufgabe der "Highlands and Islands Enterprise" (HIE)?
Die HIE ist für die regionale Wirtschaftsförderung und Umweltverbesserung zuständig und verwaltet unter anderem EU-Strukturfonds zur Stärkung der peripheren Gebiete.
- Arbeit zitieren
- Steffen Kruppa (Autor:in), 2004, Die Highlands - unberührter Naturraum und/oder touristisches Potential, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70900