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Die neue Frau - zwischen Beruf und Familie - in Frauenzeitschriften und Brigitte

Title: Die neue Frau - zwischen Beruf und Familie - in Frauenzeitschriften und Brigitte

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kaili Bah (Author)

Communications - Print Media, Press
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Das jeweils vorherrschende Frauenbild verändert sich ständig. In den fünfziger Jahren hatte die Frau ausschließlich Hausfrau und Mutter zu sein, hatte 24 Stunden lang für das Wohl und Wehe der Kinder da zu sein. Die sich aufopfernde Mutter und brave Ehefrau war das Leitbild. Ob aus Lust oder als Mitverdienerin für den kleinen Luxus, berufstätige Frauen zahlten immer mit einem schlechten Gewissen. Berufstätige Frauen- obwohl es Millionen gab- waren gesellschaftlich weniger geachtet, und Männer, deren Frau zu Hause blieb, pflegten stolz zu sagen: „Meine Frau hat es nicht nötig, zu arbeiten.“ Lebensmittekrisen wurden schweigsam erduldet und mit Medikamenten behandelt. Darüber zu sprechen war ein Tabu.
Heute wollen Frauen in erster Linie leben- lange und gut. Sie bekennen sich dazu, dass es Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, dass Männer und Frauen unterschiedlich denken und fühlen, und stehen zu ihrer Weiblichkeit, zu ihren weiblichen Gefühlen. Weder wollen Frauen in Kindergeschrei und Küche ersticken, noch wollen sie das private Glück der Karriere opfern. Wo liegt die Balance zwischen Beruf, Haushalt, Kinderzimmer und meinen Interessen, fragt sich die Frau von heute.
Der Wunsch, weder auf ein Leben gemeinsam mit Kinder noch auf berufliche Emanzipation zu verzichten, bedingt die Doppelorientierung vieler Mütter von heute. In das starre Gefüge der Erwerbswelt lässt sich ein Leben mit Kind jedoch schwer einpassen, ebenso wie die Anforderungen im familiären Bereich- wollen sie die Eltern selbst erfüllen- ein starkes berufliches Engagement ausschließen. Der Wechsel zwischen Beruf und Familie ist darüber hinaus auch auf eineremotionalen Ebene aufgrund der unterschiedlichen Erwartungen an die Person häufig schwierig. Der Frauenmagazin „Brigitte“ bildet aber im Gegensatz dazu überwiegend Frauen ab, denen es gelingt, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Beruf und Familie herzustellen. „Brigitte“ stellt häufig beruflich stark motivierte Mütter vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauenzeitschriften

2.1 Die Frauenzeitschrift und das Freundinnen- Image

2.2 Funktionen von Frauenzeitschriften

3. Die Frauenzeitschrift „Brigitte“

3.1 Geschichte– in Kürze

3.2 Leserschaft

4. Berufstätigkeit in „Brigitte“

5. Die „neue“ Frau in Frauenzeitschriften und „Brigitte“

6. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

7. Die Rolle der Familie

8. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das moderne Frauenbild in Frauenzeitschriften, mit einem spezifischen Fokus auf die Zeitschrift „Brigitte“. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie diese Medien den Spagat zwischen beruflichem Erfolg und familiären Anforderungen darstellen und welches Leitbild der „neuen“ Frau sie ihren Leserinnen vermitteln.

  • Wandel des Frauenbildes über mehrere Jahrzehnte
  • Das „Freundinnen-Image“ als zentrales Kommunikationsmittel von Frauenzeitschriften
  • Die Darstellung von Berufstätigkeit und Karriere in der Zeitschrift „Brigitte“
  • Der gesellschaftliche Diskurs zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Die Bedeutung der Familie und der Mutterrolle als primäres Lebensziel

Auszug aus dem Buch

3) Die Frauenzeitschrift „Brigitte“

„Brigitte“ ist die älteste der Frauenzeitschriften in der Bundesrepublik. Sie erscheint 14-tägig. „Brigitte“ gehört zu den klassischen Frauenzeitschriften. Die Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt Universität Hamburg im Jahre 1988 zeigen: „ ‚Brigitte’ kann für den Bereich klassischer Frauenzeitschrift als Prototyp aufgefasst werden, da sie bei der Zuordnung der redaktionellen Seiten zu den Frauenzeitschriften die meisten fehlerhaften Zuordnungen enthält.“

Der Prototypenansatz geht davon aus, dass sich die Mitglieder einer Kategorie auf einem Kontinuum der Kategorienmitgliedschaft anordnen lassen. Die Mitglieder einer solchen Kategorie sind dann in unterschiedlichem Maße typisch oder repräsentativ für diese Kategorie. Objekte mit hoher Prototypikalität werden schneller und übereinstimmender einer bestimmten Kategorie zugeordnet.

Im Mittelpunkt der „Brigitte“ steht der Unterhaltungsaspekt. Der Unterhaltungsanspruch äußert sich darin, dass nach der Darstellung der Zeitschrift alles im Leben einer Frau Spaß macht: Kindererziehung wird zum fröhlichen Spiel mit der Kindern, Aussehen ist eine lustvolle Beschäftigung mit sich selbst, Beziehungsarbeit wird zum liebevollen Sport, der Beruf ist ein interessanter Job- tatsächliche Probleme werden selten thematisiert, eine ernsthafte Reflexion findet fast nie statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den historischen Wandel des Frauenbildes von den 1950er Jahren bis zur heutigen Zeit und die damit einhergehende Herausforderung der Doppelorientierung.

2. Frauenzeitschriften: Definiert den Begriff der Frauenzeitschrift als Massenmedium und erläutert deren Funktion als Sektororgan mit einem spezifischen „Freundinnen-Image“.

3. Die Frauenzeitschrift „Brigitte“: Analysiert die historische Entwicklung und den Leserkreis der Zeitschrift „Brigitte“ als Prototyp einer klassischen Frauenzeitschrift.

4. Berufstätigkeit in „Brigitte“: Untersucht, wie Berufstätigkeit in der „Brigitte“ primär als unterhaltende Selbstverwirklichung und weniger als ökonomische Notwendigkeit dargestellt wird.

5. Die „neue“ Frau in Frauenzeitschriften und „Brigitte“: Beleuchtet das Idealbild der modernen Frau, das erfolgreich im Beruf und zugleich eine perfekte Familienmanagerin sein soll.

6. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Erörtert die gesellschaftlichen und individuellen Konflikte bei der gleichzeitigen Ausübung von Mutterrolle und Erwerbstätigkeit.

7. Die Rolle der Familie: Zeigt auf, dass trotz Emanzipationsansprüchen die Familienatmosphäre und die Mutterrolle in den Medien weiterhin einen dominierenden Stellenwert einnehmen.

8. Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse zusammen, wonach traditionelle Rollenmuster trotz eines modernen Anstrichs in der Zeitschrift erhalten bleiben.

Schlüsselwörter

Frauenzeitschrift, Brigitte, Frauenbild, Berufstätigkeit, Familie, Vereinbarkeit, Doppelorientierung, Emanzipation, Mutterrolle, Unterhaltungsaspekt, Rollenmuster, Identifikation, Lebensstil, Frauenbewegung, Medienanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Repräsentation von Frauenbildern in Frauenzeitschriften, speziell im Kontext der Zeitschrift „Brigitte“ und deren Umgang mit dem Thema Rollenverständnis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Darstellungen von Berufstätigkeit, Familie, das Image der „neuen“ Frau sowie die Vereinbarkeit dieser Lebensbereiche in der Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, wie Frauenzeitschriften den Wandel weiblicher Lebensentwürfe aufgreifen und ob sie dabei tatsächlich emanzipatorische Wege fördern oder tradierte Rollenmuster stützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse und stützt sich auf theoretische Ansätze der Frauenforschung sowie vorhandene Forschungsergebnisse zum Medieneinfluss.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert das „Freundinnen-Image“, die redaktionelle Aufbereitung von Berufstätigkeit und das Ideal der modernen, berufstätigen Mutter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Frauenzeitschrift, Vereinbarkeit, Rollenmuster, Emanzipation und das spezifische Image der „Brigitte“-Leserin.

Welches „Freundinnen-Image“ vermittelt die Brigitte?

Die Zeitschrift suggeriert eine persönliche und vertraute Ebene, indem sie sich als beratende Freundin inszeniert, die Verständnis für die Sorgen und Alltäglichkeiten ihrer Leserinnen aufbringt.

Wie wird das Idealbild der Frau in der Brigitte beschrieben?

Das Ideal ist eine „Märchenfrau“, die erfolgreich im Beruf ist, emanzipiert wirkt, aber dennoch die perfekte Hausfrau, Mutter und Partnerin bleibt.

Wird berufliche Karriere in der Brigitte als erstrebenswert dargestellt?

Berufstätigkeit wird meist als Option zur Selbstverwirklichung und als „Spaß“ dargestellt; tatsächliche berufliche Probleme oder Karriereambitionen treten hinter das Ideal der familiären Harmonie zurück.

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Details

Title
Die neue Frau - zwischen Beruf und Familie - in Frauenzeitschriften und Brigitte
College
Ruhr-University of Bochum  (Medienwissenschaft)
Course
Frauenzeitschriften im Spiegel nationaler und internationaler Forschung
Grade
1,7
Author
Kaili Bah (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V70944
ISBN (eBook)
9783638629218
ISBN (Book)
9783638769280
Language
German
Tags
Frau Beruf Familie Frauenzeitschriften Brigitte Frauenzeitschriften Spiegel Forschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kaili Bah (Author), 2006, Die neue Frau - zwischen Beruf und Familie - in Frauenzeitschriften und Brigitte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70944
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