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Kaiser Heinrich VII. und sein Tod in der Toskana. Rekonstruktionsversuch des Pisaner Grabmals

Title: Kaiser Heinrich VII. und sein Tod in der Toskana. Rekonstruktionsversuch des Pisaner Grabmals

Research Paper (postgraduate) , 2007 , 34 Pages

Autor:in: Marco Innocenti (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Das politische Projekt Kaiser Heinrichs VII. von Luxemburg scheiterte plötzlich im August 1313 in der Toskana. Um seinen Tod und seine Bestattung haben sich Geschichte und Legende oft verschlungen. Die Prüfung der zeitgenössischen Quellen und der neueren Literatur, die Entdeckung neuer Urkunden und die sorgfältige Rekonstruktion der Itinerare des abenteuerlichen Leichenzugs sowie der Pisaner Irrfahrt des kaiserlichen Grabmals von Tino di Camaino bis 1494 ermöglichen nun Festpunkte endlich zu fixieren. Dieser Aufsatz gilt daher gleichzeitig als geschichtlich gegründete Forschung und als Wegweiser zu den zahlreichen Spuren und Denkmälern des Epos Heinrichs VII., die die Toskana sorgsam noch bewahrt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Die erste Bestattung in Buonconvento und der Leichenzug bis Pisa

Die Pisaner Trauerfeier nach dem „Lamento“

Die Beisetzung im Dom zu Pisa

Die Entstehungszeit des Grabmals

Die Grabinschriften

Karl VIII. 1494 in Pisa und die verkannten französisch-luxemburgischen Beziehungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der historischen Rekonstruktion der Irrfahrt des Leichenzugs von Kaiser Heinrich VII. nach dessen Tod 1313 sowie der komplexen Entstehungs- und Versetzungsgeschichte seines berühmten Grabmals in Pisa über mehrere Jahrhunderte hinweg.

  • Stationen des kaiserlichen Leichenzugs von Buonconvento bis zur finalen Beisetzung in Pisa.
  • Analyse zeitgenössischer Quellen und künstlerischer Grabmal-Rekonstruktionen.
  • Diskussion um die Identität und künstlerische Rolle des Bildhauers Tino di Camaino.
  • Untersuchung der politischen Hintergründe der Grabversetzung im 15. Jahrhundert.
  • Kritische Beleuchtung der Mythenbildung um den Tod des Kaisers und sein Grabmonument.

Auszug aus dem Buch

Die erste Bestattung in Buonconvento und der Leichenzug bis Pisa

Erstaunlicherweise sind zwei bemerkenswerte Überlieferungen, die eine über die wahrscheinliche Bestattung der Weichteile Heinrichs in Buonconvento bei Siena und die andere über die Trauerzugankunft in Pisa, fast völlig unbeachtet. Schon ein sienesischer Chronist des 14. Jahrhunderts, Agnolo di Tura del Grasso, überlieferte, daß das Eingeweide Heinrichs in der Kirche San Pietro zu Buonconvento begraben wurde. Die Handschrift “Memorie della parrocchia di Buonconvento” berichtet über eine Nachricht, die in der Historiographie Heinrichs VII. gar nicht oder erst flüchtig betrachtet worden ist. “Man vermerkt, wie der neue Plattenfußboden der Pfarrkirche [San Pietro] im Jahre 1839 gemacht wurde, eine schlecht verrichtete Arbeit zum Schaden der Kirche, weil die Grundmauern des Gebäudes bei den Grabentleerungen zermürbt wurden, und alle Grabplatten wurden noch beseitigt. Man erzählt ferner, daß der Gedenkstein der Eingeweidebestattung Kaiser Heinrichs, gestorben in Buonconvento, beseitigt worden sei. Man behauptete, es hätte sich im rechten Kirchenschiff an der Seite beim Hochaltar befunden.

Zusammenfassung der Kapitel

Die erste Bestattung in Buonconvento und der Leichenzug bis Pisa: Dieses Kapitel rekonstruiert die unmittelbaren Ereignisse nach dem Ableben Heinrichs VII. und die Route seines Leichenzugs von Buonconvento nach Pisa.

Die Pisaner Trauerfeier nach dem „Lamento“: Die Untersuchung befasst sich mit der literarischen Aufarbeitung des Trauerzuges in der Innenstadt von Pisa durch das zeitgenössische „Lamento“.

Die Beisetzung im Dom zu Pisa: Hier werden die Abläufe der feierlichen Bestattung im September 1313 und die widersprüchlichen historischen Überlieferungen zur ersten Ruhestätte des Kaisers beleuchtet.

Die Entstehungszeit des Grabmals: Das Kapitel widmet sich der vertraglichen und künstlerischen Entstehung des Grabmals unter der Leitung von Tino di Camaino um das Jahr 1315.

Die Grabinschriften: Es werden die Inschriften auf den Schriftrollen der Engel sowie deren historische Authentizität und ihre Bedeutung für die Grabmalrekonstruktion analysiert.

Karl VIII. 1494 in Pisa und die verkannten französisch-luxemburgischen Beziehungen: Abschließend wird der Einfluss des Aufenthalts von Karl VIII. auf die Versetzung des Grabmals und die dynastischen Verflechtungen zwischen Luxemburg und Frankreich erörtert.

Schlüsselwörter

Heinrich VII., Pisa, Buonconvento, Tino di Camaino, Grabmal, Leichenzug, Luxemburg, Mittelalter, Kunstgeschichte, Dom zu Pisa, Karl VIII., Bestattung, Geschichtsforschung, Sarkophag, Codex Balduini

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vollständigen Darstellung der Irrfahrt des kaiserlichen Leichenzugs von Kaiser Heinrich VII. sowie der späteren Entstehungs- und Versetzungsgeschichte seines Grabmals in Pisa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die historiographische Analyse der Bestattung, die künstlerische Rekonstruktion des Grabmonuments und die Klärung der politischen Umstände der Grabversetzung im späten 15. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Licht in die über Jahrhunderte fragmentierten Informationen zum Verbleib der sterblichen Überreste des Kaisers zu bringen und Mythen von historischen Fakten zu trennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Auswertung zeitgenössischer Chroniken, Archivunterlagen, Inschriftenanalysen und kunsthistorische Rekonstruktionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Chronologie der Ereignisse von 1313 bis 1494, inklusive der Details zur Grabmalgestaltung und der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Haus Luxemburg und Frankreich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Heinrich VII., Pisa, Buonconvento, Tino di Camaino, Grabmal und die historische Rekonstruktion von Bestattungsriten im 14. Jahrhundert.

Welche Rolle spielt Tino di Camaino in der Arbeit?

Tino di Camaino wird als Baumeister des kaiserlichen Grabmals identifiziert; der Autor untersucht seine Rolle bei der künstlerischen Gestaltung und den zeitlichen Ablauf des Auftrags.

Wie erklärt der Autor die Grabversetzung 1494?

Die Versetzung wird als notwendige Anpassung an räumliche Änderungen im Dominnenraum unter dem Domoperaleiter Antonio di Jacopo delle Mura gedeutet, wobei politische Motive in Bezug auf Karl VIII. kritisch hinterfragt werden.

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Details

Title
Kaiser Heinrich VII. und sein Tod in der Toskana. Rekonstruktionsversuch des Pisaner Grabmals
Author
Marco Innocenti (Author)
Publication Year
2007
Pages
34
Catalog Number
V70985
ISBN (eBook)
9783638626903
ISBN (Book)
9783638680769
Language
German
Tags
Kaiser Heinrich Toskana Rekonstruktionsversuch Pisaner Grabmals
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Innocenti (Author), 2007, Kaiser Heinrich VII. und sein Tod in der Toskana. Rekonstruktionsversuch des Pisaner Grabmals, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70985
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