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Waschti, Ester und Seresch - Das Bild der Frau Im Buch ester anhand Est 1

Titre: Waschti, Ester und Seresch - Das Bild der Frau Im Buch ester anhand Est 1

Dossier / Travail , 2005 , 24 Pages , Note: bestanden

Autor:in: Birte Garbers (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Das Buch Ester – Schon seit längerem fasziniert mich dieses Buch auf mir noch unverständliche Weise. Der erste Kontakt mit dem Bibeltext war im Zusammenhang mit der Ausarbeitung einer Gruppenarbeit für eine Jugendfreizeit. Es sollte um Helden und Heldinnen aus der Bibel gehen und mir wurde Ester zugeteilt. Für mich war diese Frau von Anfang an eine Identifikationsperson. Es hat mich fasziniert wie Ester als eine Person, die eigentlich als Waise und Jüdin zur unteren Schicht gehörte, die höchste Stellung im Reich neben dem König einnahm und ihre Gaben klug einsetzte, um ihre Ziele zu erreichen. Für mich war deshalb schon von vornherein klar, dass ich dieses Buch als Grundlage meiner theologischen Hausarbeit nehmen wollte. Nach einer weiteren Recherche wurde mein Blick auf das erste Kapitel des Buches gelenkt, das scheinbar fast ohne Zusammenhang mit dem Rest des Buches steht, jedoch viel über das damalige Bild der Frau aussagt und, wie später ausführlicher beschrieben, einen weiteren Schwerpunkt des Buches aufzeigt. Daher habe ich mich dafür entschieden, mich in meiner Hausarbeit mit dem übermittelten Bild der Frau im Buch Ester als Ganzes mit besonderem Blick auf das erste Kapitel zu beschäftigen.
Zunächst werde ich das Buch Ester einführen und einen kurzen Überblick über die wissenschaftlichen Stimmen zur Bedeutung des ersten Kapitels geben. Des Weiteren ist der inhaltliche und formale Aufbau zu analysieren, die Textgattung zu bestimmen und die vorliegende Textgrundlage in den geschichtlichen Kontext einzuordnen. Ebenso werde ich auf den möglichen Entstehungszeitpunkt eingehen. Daraufhin folgt eine Betrachtung des Bildes der Frau in Kapitel 1, welches dann auf die Darstellung der drei weiblichen Charaktere im Buch Ester – Waschti, Ester und Seresch – hinführt. In einer abschließenden Zusammenfassung werde ich die Ergebnisse meiner vorangegangenen Ausführungen noch einmal reflektieren, die Zusätze zum Buch Ester in den Blick nehmen, daraus resultierende Veränderungen im Bild der Frau aufzeigen und eine eigene Stellungnahme abgeben.
Im Anhang findet sich der zugrunde liegende Bibeltext in der Übersetzung nach Luther. [...]

Extrait


Gliederung

1 Einleitung

2 Das Buch Ester – Eine Einführung

3 Est 1 – Eine Vertiefung

3.1 Textanalyse

3.2 Textgattung

3.3 Einordnung in den Kontext

3.4 Entstehungszeitpunkt

3.5 Bild der Frau

4 Die weiblichen Charaktere

4.1 Waschti

4.2 Ester

4.3 Seresch

5 Das übermittelte Bild der Frau – Eine Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bild der Frau im biblischen Buch Ester, wobei ein besonderer Fokus auf dem ersten Kapitel liegt. Ziel ist es, die Darstellung weiblicher Charaktere zu analysieren und zu prüfen, inwieweit das Buch eine fortschrittliche oder traditionelle Rollenverteilung zeichnet.

  • Analyse der Rolle und Funktion von Kapitel 1 im Gesamtkontext des Buches.
  • Untersuchung der weiblichen Haupt- und Nebencharaktere: Waschti, Ester und Seresch.
  • Reflektion des Themenkomplexes "Gehorsam und Ungehorsam".
  • Einordnung der historischen und literarischen Rahmenbedingungen (Diasporanovelle).
  • Kontrastierung der Rolle der Frau mit den späteren Zusätzen zum Buch Ester.

Auszug aus dem Buch

3.5 Bild der Frau

Auch wenn eine Frau in diesem Textausschnitt eigentlich nur eine Nebenrolle spielt, wird hier einiges über das Bild der Frau deutlich. Zunächst vor allem durch formale Dinge. Die Königin Waschti tritt das erste Mal in Est 1,9 auf. Wie schon beschrieben, folgt ihre Erwähnung auf eine detaillierte Beschreibung der beiden Feste des Königs. Rein formell reiht sich dieser Satz in die Aufzählung der V. 5–8 ein. Er beginnt mit einem „und“ und ist kurzgefasst. Ganz neutral wird hier mitgeteilt, dass auch die Königin ein Fest feiert. Gleichfalls reiht sie sich durch das „auch“ in die Reihe der Festmähler des Königs ein. Ihr Fest hat also keine bestimmte Bedeutung. Das nächste, das man von ihr erfährt, ist, dass sie besonders schön ist, hervorgehoben durch die Doppelung in V. 11. Sie soll vor den König treten und so seine Feste krönen. In V. 12 folgt dann die Reaktion auf diesen Befehl. Sie will nicht kommen. Auch hier ist der Satz ganz neutral und kurz gehalten. Es werden keine Gründe genannt und keine Emotionen der Königin beschrieben. Einige ExegetInnen lesen aus dem Befehl des Königs, dass Waschti nur mit der königlichen Krone bekleidet, also sonst nackt vor alle Gäste treten soll (vgl. Jaros, 1996, S. 92). Meiner Meinung nach ist dies aber nicht aus dem vorliegendem Vers ersichtlich, dort wird nur erwähnt, dass die Königin die königliche Krone tragen soll, nicht aber, dass sie ausschließlich die königliche Krone tragen soll. Damit schließe ich mich Meinhold (1983, S. 27) und Gerlemann (1982, S. 63) an. Trotzdem ist erkennbar, dass eine Befolgung des Befehls für Waschti eine Demütigung gewesen wäre, da sie sich zur Schau stellen sollte. Außerdem muss noch beachtet werden, dass die Königin zur gleichen Zeit auch ein Fest veranstaltete. Für den König ist allerdings die Nichtbefolgung eine Blamage vor dem ganzen Volk.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Verfasserin erläutert ihre persönliche Motivation zur Wahl des Themas und skizziert den methodischen Aufbau der Hausarbeit.

2 Das Buch Ester – Eine Einführung: Es wird ein inhaltlicher Überblick über das Buch gegeben und die wissenschaftliche Problematik bezüglich des Fehlens religiöser Bezüge im Text diskutiert.

3 Est 1 – Eine Vertiefung: In diesem Kapitel wird das erste Kapitel des Buches philologisch analysiert, in seinen historischen Kontext eingebettet und als dramatische Einleitung sowie Systemdarstellung gewürdigt.

4 Die weiblichen Charaktere: Eine detaillierte Untersuchung der Charaktere Waschti, Ester und Seresch hinsichtlich ihrer Handlungsweisen, Stärken und ihrer Rolle als Frauen im Machtgefüge.

5 Das übermittelte Bild der Frau – Eine Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei Aspekte wie Gehorsam, Schönheit, Bildung und die Abwesenheit der Mutterrolle als zentrale Merkmale des Frauenbildes herausgearbeitet werden.

Schlüsselwörter

Buch Ester, Frauenbild, Waschti, Ester, Seresch, Gehorsam, Ungehorsam, Diaspora, Alten Testament, Feministische Bibelauslegung, Ahasveros, Macht, Schönheit, Historizität, Novelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse des Frauenbildes im biblischen Buch Ester, unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse im ersten Kapitel.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Rollenbilder der weiblichen Charaktere, die Dynamik von Gehorsam und Ungehorsam sowie die Einordnung des Buches als Diasporanovelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, herauszufinden, ob das Buch Ester ein fortschrittliches oder traditionelles Frauenbild vermittelt und wie sich die Hauptfiguren innerhalb ihres gesellschaftlichen Systems positionieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textanalytische Methode, kombiniert mit der Sichtung wissenschaftlicher Sekundärliteratur und feministischer Exegese, um die Textaussagen zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von Est 1, die Charakterisierung der Frauenfiguren sowie eine Zusammenfassung der resultierenden Aspekte des Frauenbildes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ester, Waschti, Gehorsam, Diaspora, Machtverhältnisse und biblische Exegese.

Welche Rolle spielt Waschti in der Argumentation der Autorin?

Waschti wird als konträres Modell zu Ester betrachtet; ihr Ungehorsam gegenüber dem König wird als ein Akt des Widerstands gewertet, der das patriarchalische System herausfordert.

Warum wird Ester als "gebildet" bezeichnet?

Die Verfasserin begründet dies mit der Information aus Est 9,29, dass Ester schreiben konnte, was für eine Frau der damaligen Zeit eine bemerkenswerte Qualifikation darstellt.

Wie unterscheidet sich die Ester im Haupttext von der Ester in den späteren Zusätzen?

Die Autorin stellt fest, dass Ester im eigentlichen Text als selbstbewusste, handelnde Person dargestellt wird, während sie in den Zusätzen als schwächer und abhängiger von göttlichem Eingreifen gezeichnet wird.

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Résumé des informations

Titre
Waschti, Ester und Seresch - Das Bild der Frau Im Buch ester anhand Est 1
Université
University of Applied Sciences Hanover
Note
bestanden
Auteur
Birte Garbers (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
24
N° de catalogue
V70989
ISBN (ebook)
9783638626934
ISBN (Livre)
9783656483441
Langue
allemand
mots-clé
Waschti Ester Seresch Bild Frau Buch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Birte Garbers (Auteur), 2005, Waschti, Ester und Seresch - Das Bild der Frau Im Buch ester anhand Est 1, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70989
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Extrait de  24  pages
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