Die Gemeinde Gröbern liegt nordöstlich von Bitterfeld im gleichnamigen Landkreis an der Bundesstrasse 100 zwischen Leipzig und Dessau. Im dort betriebenen Braunkohletagebau entdeckte ein Baggerführer im Juni 1987 in warmzeitlichen Seeablagerungen das Skelett eines Waldelefanten. Der Fund wurde sofort an das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle/Saale gemeldet und konnte somit in einer mehrwöchigen Kampagne durch T. Weber und T. Litt vollständig ergraben, dokumentiert und komplett geborgen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Gröbern (Fund eines Waldelefanten)
- Die Fundumstände
- Das Skelett des Waldelefanten
- Das lithische Inventar
- Die Interpretation des Fundes
- Die Todesursache des Elefanten
- Mögliche Szenarien
- Der Vergleich mit Lehringen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Aufsatz analysiert den Fund eines Waldelefanten-Skeletts in Gröbern, Deutschland, und versucht, die Todesursache des Tieres sowie die Rolle des paläolithischen Menschen in diesem Kontext zu rekonstruieren.
- Die Fundumstände und die Bedeutung des Skeletts für die Rekonstruktion der Eemwarmzeit
- Die Analyse des lithischen Inventars und der Bedeutung von Gebrauchsspuren
- Die mögliche Todesursache des Waldelefanten - natürlicher Tod vs. Jagd
- Die Interpretation des Fundes im Kontext des paläolithischen Lebens
- Der Vergleich mit anderen Fundstätten, insbesondere Lehringen
Zusammenfassung der Kapitel
Gröbern (Fund eines Waldelefanten)
Der Aufsatz beschreibt den Fund des Waldelefanten-Skeletts in Gröbern im Jahr 1987. Er erläutert die geografische Lage des Fundorts, die Fundumstände, die Art der Sedimentation und die Einordnung in die Eemwarmzeit. Außerdem werden die gefundenen Artefakte, einschließlich der Steinwerkzeuge und Knochensplitter, detailliert beschrieben und mit anderen Fundstätten verglichen.
Die Interpretation des Fundes
Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Analyse der Lage des Skeletts und der gefundenen Artefakte, um die möglichen Szenarien des Todes des Waldelefanten zu rekonstruieren. Es werden die Hypothesen von natürlichem Tod und menschlicher Jagd diskutiert und mit vergleichenden Funden aus Lehringen in Beziehung gesetzt.
Schlüsselwörter
Waldelefant, Eemwarmzeit, lithisches Inventar, paläolithischer Mensch, Jagd, natürliche Todesursache, Gröbern, Lehringen, Fundstätte, Artefakte, Gebrauchsspuren, Knochenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Wann und wo wurde der Waldelefant von Gröbern entdeckt?
Das Skelett wurde im Juni 1987 in einem Braunkohletagebau in Gröbern, nordöstlich von Bitterfeld, gefunden.
In welche geologische Epoche wird der Fund eingeordnet?
Der Fund stammt aus der Eemwarmzeit, einer Warmphase zwischen zwei Eiszeiten.
Wurde der Elefant von Menschen gejagt?
Die Todesursache ist umstritten. Die Arbeit diskutiert Szenarien zwischen einem natürlichen Tod und einer gezielten Jagd durch paläolithische Menschen.
Welche Artefakte wurden am Fundort entdeckt?
Es wurde ein lithisches Inventar (Steinwerkzeuge) gefunden, das Gebrauchsspuren aufweist und auf eine Bearbeitung des Tieres hindeutet.
Warum wird der Fund oft mit Lehringen verglichen?
Lehringen ist eine weitere bedeutende Fundstelle eines Waldelefanten mit einer Lanze, was als direkter Beleg für die Jagd im Paläolithikum gilt.
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- Marco Chiriaco (Author), 2005, Die Entdeckung eines Waldelefantenskeletts in Gröbern im Jahr 1987, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71000