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Die Entdeckung eines Waldelefantenskeletts in Gröbern im Jahr 1987

Title: Die Entdeckung eines Waldelefantenskeletts in Gröbern im Jahr 1987

Essay , 2005 , 5 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marco Chiriaco (Author)

Archaeology
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Summary Excerpt Details

Die Gemeinde Gröbern liegt nordöstlich von Bitterfeld im gleichnamigen Landkreis an der Bundesstrasse 100 zwischen Leipzig und Dessau. Im dort betriebenen Braunkohletagebau entdeckte ein Baggerführer im Juni 1987 in warmzeitlichen Seeablagerungen das Skelett eines Waldelefanten. Der Fund wurde sofort an das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle/Saale gemeldet und konnte somit in einer mehrwöchigen Kampagne durch T. Weber und T. Litt vollständig ergraben, dokumentiert und komplett geborgen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fundsituation und geologischer Kontext

3. Artefaktanalyse und Vergleichsbefunde

4. Interpretation des Befundes

5. Diskussion der Todesursache

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den paläolithischen Fund eines Waldelefanten bei Gröbern, um durch die Analyse der Skelettlage und assoziierter Steinartefakte zu klären, ob es sich um eine gezielte Jagd oder die Nutzung eines Kadavers handelt.

  • Geologische Einordnung in die Eemwarmzeit
  • Analyse lithischer Inventare und Vergleich mit Lehringen
  • Rekonstruktion der Fundsituation im ehemaligen Gewässer
  • Diskussion anthropogener Einflüsse auf den Kadaver

Auszug aus dem Buch

Die Gemeinde Gröbern liegt nordöstlich von Bitterfeld im gleichnamigen Landkreis an der Bundesstrasse 100 zwischen Leipzig und Dessau.

Im dort betriebenen Braunkohletagebau entdeckte ein Baggerführer im Juni 1987 in warmzeitlichen Seeablagerungen das Skelett eines Waldelefanten. Der Fund wurde sofort an das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle/Saale gemeldet und konnte somit in einer mehrwöchigen Kampagne durch T. Weber und T. Litt vollständig ergraben, dokumentiert und komplett geborgen werden.

Das Skelett befand sich rund sechs Meter unterhalb der Erdoberfläche in einem glazieren Becken. Biostratigraphisch korreliert der Befund sehr gut mit anderen europäischen jungquatären Sedimentfolgen. Somit lässt sich die Zugehörigkeit der Sedimente in die Zeit der Eemwarmzeit einordnen, somit auf einen Zeitpunkt um etwa 120.000 Jahre v.u.Z..

Bei der Bearbeitung des Fundes wurden zwischen den Knochen einige unbearbeitete Holzreste und vier Knochensplitter geborgen. Ebenso befand sich in der unmittelbaren Nähe des linken Stoßzahnes ein angespitztes Fragment einer Cervidentibia – der einzige im Grabungsbereich geborgene Knochen, der nicht von dem Waldelefanten stammt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung benennt das Thema der Arbeit und den Fundort Gröbern als wissenschaftlich relevanten Ort paläolithischer Entdeckungen.

2. Fundsituation und geologischer Kontext: Hier werden die Entdeckung des Skeletts im Braunkohletagebau und die zeitliche Einordnung in die Eemwarmzeit detailliert beschrieben.

3. Artefaktanalyse und Vergleichsbefunde: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung der gefundenen Feuersteinabschläge und zieht Vergleiche zu anderen Fundplätzen wie Lehringen.

4. Interpretation des Befundes: Hier wird die Streuung der Knochen sowie die Ufervegetation analysiert, um die Lebensumstände des Tieres kurz vor seinem Tod zu rekonstruieren.

5. Diskussion der Todesursache: Abschließend wird die zentrale Forschungsfrage erörtert, ob der Elefant eines natürlichen Todes starb oder durch menschliche Jagd erlegt wurde.

Schlüsselwörter

Paläolithikum, Gröbern, Waldelefant, Eemwarmzeit, Braunkohletagebau, Steinartefakte, Feuersteinabschläge, Lehringen, Jagdbefund, Nekrophagie, Skelett, Archäologie, Gebrauchsspuren, Anthropogen, Pleistozän

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Interpretation des paläolithischen Fundes eines Waldelefanten, der 1987 in der Gemeinde Gröbern entdeckt wurde.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die geologische Einordnung des Fundes, die Analyse assoziierter Steinartefakte sowie die Rekonstruktion der Interaktion zwischen dem damaligen Menschen und dem Tier.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit versucht zu klären, ob der Waldelefant von Gröbern das Ziel einer bewussten Jagdhandlung durch Menschen war oder ob die angetroffenen Menschen lediglich einen natürlich verendeten Kadaver nutzten (Nekrophagie).

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die biostratigraphische Datierung, die archäologische Funddokumentation sowie den vergleichenden Analysestil mit anderen Fundplätzen des Mittelpaläolithikums.

Was genau wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Beschreibung der Fundumstände, die Untersuchung lithischer Artefakte und die aus der Skelettlage abgeleitete Rekonstruktion der Todesursache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Paläolithikum, Waldelefant, Eemwarmzeit, Jagdbefund und lithische Artefakte.

Warum spielt der Fundort Lehringen eine so wichtige Rolle für diese Arbeit?

Lehringen dient als Referenzpunkt, da dort durch den Nachweis einer Jagdwaffe eine klare Jagd belegt werden konnte, was für die Interpretation des Gröberner Befundes als Vergleichsmodell dient.

Welche Bedeutung haben die gefundenen Feuersteinabschläge?

Sie belegen die Anwesenheit von Menschen am Fundort und geben durch ihre Bearbeitung und den Vergleich mit anderen Funden Hinweise auf die Art der Zerlegung oder Bearbeitung des Kadavers.

Was lässt sich aus den pflanzlichen Resten am Fundort schließen?

Die Reste weisen darauf hin, dass das Tier an einer Stelle mit einer Wassertiefe von etwa einem Meter verendete, was für die spätere Interpretation der Fundsituation entscheidend ist.

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Details

Title
Die Entdeckung eines Waldelefantenskeletts in Gröbern im Jahr 1987
College
Martin Luther University
Course
Einführung in das Paläolithikum
Grade
2,0
Author
Marco Chiriaco (Author)
Publication Year
2005
Pages
5
Catalog Number
V71000
ISBN (eBook)
9783638627016
ISBN (Book)
9783668159914
Language
German
Tags
Gröbern Waldelefanten) Einführung Paläolithikum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Chiriaco (Author), 2005, Die Entdeckung eines Waldelefantenskeletts in Gröbern im Jahr 1987, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71000
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