Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Psychology

Geschwisterbeziehungen

Title: Geschwisterbeziehungen

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Ina Jungandreas (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Beziehungen zwischen Geschwistern beeinflussen erheblich den eigenen Lebensweg und die Entwicklung der Persönlichkeit. Da eine Geschwisterbeziehung die zeitlich ausgedehnteste Beziehung im Leben eines Menschen ist1, ist sie so bedeutungsvoll. Sie gehört wie die Eltern-Kind-Beziehung zu den so genannten Primärbeziehungen2. Diese bestehen von Anfang an. Man kann sich die Eltern genauso wenig wie die Geschwister aussuchen. Selbst wenn kein Kontakt mehr besteht, dauern die Primärbeziehungen fort und werden erst dann beendet, wenn ein Teilnehmer stirbt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Bedeutung der Geschwisterbeziehungen

2. Die Entwicklung von Geschwisterbeziehungen

2.1. Die Geburt des zweiten Kindes

2.2. Die frühe Kindheit und das Drei-Phasen-Modell

2.3. Die mittlere Kindheit

2.4. Das Jugendalter

2.5. Das Erwachsenenalter

3. Geschwisterkonstellationen und ihre Bedeutung

3.1. Die Position in der Geschwisterreihe

3.2. Der Altersunterschied

3.3. Die Geschlechterzusammensetzung

4. Die positive Gestaltung der Geschwisterbeziehung

5. Fallbeispiel und Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und analysiert, wie verschiedene Faktoren wie Altersabstand, Geschlechterzusammensetzung und Familienposition die Qualität dieser lebenslangen Bindung prägen.

  • Bedeutung der Geschwisterbeziehung als Primärbeziehung
  • Veränderung der Geschwisterinteraktion über die Lebensspanne
  • Einfluss von Geschwisterkonstellationen auf die Charakterbildung
  • Auswirkungen der Geschlechterzusammensetzung auf das Verhalten
  • Möglichkeiten zur positiven Gestaltung von Geschwisterbeziehungen

Auszug aus dem Buch

2.3. Die mittlere Kindheit

Die mittlere Kindheit erstreckt sich über den Zeitraum von 7 bis 12 Jahren. Dabei übernehmen die Älteren meist eine Vorbildfunktion. Die Jüngeren Kinder schauen eher bewundernd zu älteren Schwestern als zu Brüdern auf. Konflikte entstehen häufiger bei gleichgeschlechtlichen Geschwisterpaaren. Furmann und Buhrmester konnten 1985 vier Dimensionen bei Geschwisterbeziehungen herausarbeiten. Bedeutend sind „Nähe/Wärme, Status/Macht, Konflikt und Rivalität“. Geschwister verhalten sich fürsorglicher und hilfsbereiter, wenn sie gleichgeschlechtlich sind. Dies wird noch durch einen geringen Altersabstand verstärkt. So helfen die Älteren bei den Hausaufgaben oder nehmen in großen Geschwisterreihen Betreuungsaufgaben wahr. Die männlichen Erstgeborenen bekommen weniger solcher Aufgaben zugeteilt. Geschwister verwenden im Vergleich zu den Eltern mehr handgreifliche Strafen und weniger strafende Worte. Ältere Kinder versuchen nicht selten, ihre Macht auszuspielen.

Männliche Personen verhalten sich eher relativ dominant und rechthaberisch. Die wenigen Studien, die über diese Zeitspanne ausgeführt wurden, sind im Hinblick auf Rivalität widersprüchlich. Vermehrte Konflikte können nicht einheitlich nachgewiesen werden. Andere Untersuchungen, wie von der Psychologin F. Schachter, gehen von einem De Identifikationsprozess aus. Dieser sei wiederum von kurzweilig vermehrten Konflikten bestimmt. In Zeiten der Abgrenzung und Suche nach eigenen Wegen könne es zu häufigeren Reibereien kommen. Sie bezwecken aber den Ausbau eigener Interessen und Vorlieben, so dass die Konflikte im Laufe der Zeit abnehmen müssten. Natürlich spielen auch andere Faktoren, wie das Verhalten der Eltern, eine wichtige Rolle während dieser Jahre. Wenn sie die Leistungen der Kinder ständig vergleichen, entstehen immer neue Konfliktherde. Meistens werden die Eltern in ihrer Vermittlerrolle immer entbehrlicher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bedeutung der Geschwisterbeziehungen: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Geschwister als prägende Primärbeziehung, die ein Leben lang besteht und maßgeblich zur Entwicklung sozialer und kognitiver Fähigkeiten beiträgt.

2. Die Entwicklung von Geschwisterbeziehungen: Dieses Kapitel zeichnet den Verlauf von der Geburt des zweiten Kindes bis hin zum Erwachsenenalter nach und zeigt den Wandel von Rivalität zu größerer Unabhängigkeit und Stabilität auf.

3. Geschwisterkonstellationen und ihre Bedeutung: Hier werden die prägenden Faktoren der Geburtsreihenfolge, des Altersabstands und der Geschlechterzusammensetzung untersucht und ihre Auswirkung auf die Persönlichkeitsstruktur analysiert.

4. Die positive Gestaltung der Geschwisterbeziehung: Es wird erörtert, wie Eltern durch angemessenes Verhalten und die Förderung individueller Entwicklungsschritte eine positive und unterstützende Geschwisterbindung aktiv unterstützen können.

5. Fallbeispiel und Zusammenfassung: Anhand des Geschwisterpaares K und I werden theoretische Annahmen mit der Realität abgeglichen und die wesentlichen Erkenntnisse über die Dynamik von Geschwisterbeziehungen zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Geschwisterbeziehungen, Primärbeziehung, Entwicklungspsychologie, Geschwisterkonstellation, Rivalität, Identitätsbildung, Familienumgebung, Geschlechterrollen, Vorbildfunktion, Kindheit, Jugendalter, Erwachsenenalter, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Deidentifikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert die psychologische Bedeutung von Geschwisterbeziehungen als lebenslange Bindungen und deren Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Geschwisterdynamik über verschiedene Lebensphasen hinweg sowie den Auswirkungen spezifischer Konstellationen wie Altersunterschied oder Geschlecht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Komplexität der Geschwisterinteraktion aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie diese Beziehungen sowohl positive als auch herausfordernde Aspekte für das Individuum bereithalten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener psychologischer Studien und Konzepte, ergänzt durch ein illustratives Fallbeispiel zur Überprüfung der Thesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Entwicklungsstufen von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter sowie die Analyse der verschiedenen Konstellationsfaktoren und deren Einflüsse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Geschwisterbeziehungen, Rivalität, Sozialisation, Vorbildfunktion, Deidentifikation und die verschiedenen Altersstufen innerhalb der Familie.

Welche Rolle spielt die Geburtsreihenfolge für die Charakterentwicklung?

Laut Arbeit beeinflusst die Position (Erstgeborene vs. Letztgeborene) die Rollenverteilung in der Familie, wobei Erstgeborene oft als machtorientierter und Letztgeborene als stärker nach außen orientiert wahrgenommen werden.

Wie verändert sich das Verhältnis der Geschwister im Erwachsenenalter?

Das Verhältnis wird meist lockerer und freundschaftlicher; die Geschwister wenden sich verstärkt eigenen Familien zu, behalten aber bei kritischen Lebensereignissen oft eine unterstützende Rolle bei.

Welche Erkenntnis liefert das Fallbeispiel über die Theorie?

Das Beispiel zeigt, dass theoretische Tendenzen wie etwa eine höhere Extrovertiertheit der Jüngeren nicht immer zutreffen, was die Komplexität und Individualität von Geschwisterbeziehungen unterstreicht.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Geschwisterbeziehungen
College
University of Paderborn
Grade
2
Author
Ina Jungandreas (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V71005
ISBN (eBook)
9783638627061
Language
German
Tags
Geschwisterbeziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Jungandreas (Author), 2006, Geschwisterbeziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71005
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint