Bildungspolitik und Entwicklung des Bildungswesens der DDR seit 1945


Referat (Ausarbeitung), 2007

57 Seiten, Note: gut (2,0)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung – Auffassung des Bildungsbegriffs

II. Grundzüge und Ziele der Bildungspolitik in der DDR nach eigenem Selbstverständnis
II. 1. Entwicklung des Bildungswesen nach 1945
II. 1. 1. Grundzüge der Entwicklung
II. 1. 2. Grundriss des Bildungssystems
II. 2. Rechtliche Grundlagen
II. 3. Bildungsziele
II. 4. Grundsätze des Bildungswesens
II. 5. Das Bildungssystem im Zusammenspiel mit der Gesellschaft
II. 5. 1. Bildung, Wirtschaft und Beschäftigung
II. 5. 1. 1. Bedarfslenkung
II. 5. 2. Bildung und Sozialstruktur
II. 5. 3 Begabtenförderung in der DDR

III. Die Bestandteile des Bildungswesens der DDR
III. 1. Die Vorschulerziehung
III. 1. 1. Funktion
III. 1. 2. Curriculum
III.1.3. Finanzierung und Versorgungsgrad
III. 2. Die Allgemeinbildende polytechnische Oberschule
III. 2. 1. Funktion
III. 2. 2. Zulassung und Abschluss
III. 2. 3. Polytechnischer Unterricht: Funktion und Inhalt
III. 2. 4. Besondere Lernangebote
III. 3. Die erweiterte allgemeinbildende polytechnische Oberschule
III. 3. 1. Zulassung
III. 3. 2. Funktion und Lehrplan
III. 3. 3. Besondere Lernangebote
III. 3. 4. Abschluss
III. 4. Studium und Berufsausbildung
III. 4. 1. Universitäten, Hoch- und Fachschulen
III. 4. 2. Berufsausbildung
III. 5. Erwachsenenbildung

IV. Politischer Übergang in die BRD und das Bildungssystem
III. 1. Ergebnisse der PISA-Studie

V. Literatur

I. Einleitung – Auffassung des Bildungsbegriffs

Als Bildungspolitik ist generell das Gebiet gesellschaftlicher Handlungen und politischer Entscheidungen zu verstehen, welche dann eine Ordnung und Struktu­rierung der Institutionen vornehmen. Bildungspolitik ist gerade deswegen so wichtig für ein politisches System, da sie es ist, die die Erziehung und Bildung und somit auch die Orientierung einer Gesellschaft vornimmt. Deswegen kann man von Bildungspolitik sagen, dass sie einerseits den Traditionen verhaftet sein muss, aber andererseits auch in die Zukunft gerichtet ist; das richtige Verhältnis ist hierbei wichtig und oftmals auch Inhalt politischer Kontroversen.[1]

Bei einer Betrachtung des Bildungssystems der DDR im Vergleich zur BRD tre­ten unterschiedliche Merkmale im Bereich der politischen und wirtschaftlichen Ordnung mit auf den Plan. Unterschiedlich sind aber im Besonderen auch die pä­dagogischen Ziele.[2]

II. Grundzüge und Ziele der Bildungspolitik in der DDR nach eigenem Selbstverständnis

Die Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR schreibt in „Das Bil­dungswesen der Deutschen Demokratischen Republik“,

„In prinzipieller Übereinstimmung mit den Eltern und allen an der Erziehung beteiligten Kräften der Gesellschaft sind den Einrichtungen des Bildungswe­sens hohe humanistische Ziele gestellt. Alle Bürger wissen und verspüren: Was in den Bildungseinrichtungen gelehrt und der Jugend anerzogen wird, ist gut, ››denn es ist eine Erziehung in der Achtung vor den Menschen, ihrer Ar­beit, der Achtung anderer Völker, es ist eine Erziehung, die die Kinder lehrt, für den Frieden, für das Glück des Menschen mit Wort und Tat einzutre­ten‹‹.“[3]

Somit ist das Ziel aller Bildungseinrichtungen der DDR

„eine hohe Bildung des ganzen Volkes, die Bildung und Erziehung allseitig und harmonisch entwickelter sozialistischer Persönlichkeiten, die bewußt das gesellschaftliche Leben gestalten, die Natur verändern und ein erfülltes, glückliches, menschenwürdiges Leben führen.“[4]

Laut dem Programm der SED geht es darum,

„junge Menschen zu erziehen und auszubilden, die, mit solidem Wissen und Können ausgerüstet, zu schöpferischem Denken und selbständigem Handeln befähigt sind, deren marxistisch-leninistisch fundiertes Weltbild die persönli­chen Überzeugungen und Verhaltensweisen durchdringt, die als Patrioten ih­res sozialistischen Vaterlandes und proletarische Internationalisten fühlen, denken und handeln.“[5]

Fähigkeiten sollen demnach zum Wohl der sozialistischen Gesellschaft eingesetzt werden und die jungen Menschen sollten bereit sein, sich für die Idee des Kom­munismus einzusetzen und somit Freiheit, Menschenwürde, Menschenrechte, Solidarität und soziale Gerechtigkeit durchsetzen.

Nach der Akademie bezieht sich dieses Erziehungsziel auf das

Bewußtsein der Persönlichkeit, auf die Fähigkeit und Bereitschaft zu hohen Leistungen in allen gesellschaftlichen Bereichen, auf Schöpfertum und Aus­prägung wertvoller individueller Eigenarten.“[6]

II. 1. Entwicklung des Bildungswesen nach 1945

Bereits im Nachkriegsdeutschland wurden in den westlichen und in der sowjeti­schen Besatzungszone unterschiedliche Entscheidungen über politische Grundla­gen des Bildungssystems getroffen. Im Westen lebte, die bereits vor 1933 beste­hende, föderalistische Struktur wieder auf, was eine Kulturhoheit der Länder mit sich brachte. Im Osten entstand eine Deutsche Verwaltung für Volksbildung, die die Befugnis für die gesamte sowjetische Besatzungszone hatte. Dieser zentralisti­sche Charakter des Bildungswesens wurde noch durch die marxistisch-leninisti­sche Ideologie und die zentrale staatliche Wirtschaftsplanung und -lenkung ver­stärkt.[7]

Die SED stellte, als bestimmende politische Kraft in der DDR, auch den Anspruch auf eine umfassende weltanschauliche Kontrolle. Dies hatte Konsequenzen, so hatten beispielsweise Eltern kein Elternrecht, d. h. kein eigenständiges Recht auf die Erziehung ihrer Kinder; Eltern hatte nur ein Erziehungsrecht im Rahmen sozi­alistischer und kommunistischer Wertordnung.

Lehrer waren den, in der Verfassung aufgeführten, Grundregeln des staatlichen Gemeinwesens verpflichtet und mussten die ideologischen Ziele der herrschenden Partei im Unterricht vertreten. Bis auf einige kirchlich organisierte Erziehungs­stätten in der DDR, ist die Organisation vom Kindergarten bis zur Weiterbildung staatlich organisiert oder durch staatliche Massenorganisationen wie die FDJ kontrolliert.[8] Es bestand eine Einheit von Bildung und Erziehung und der Staat, die Gesellschaft und die Familie wirkten gemeinsam auf die Kinder ein, um sie zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ zu erziehen. Es sollte ein naturwissenschaftli­ches Weltbild marxistisch-leninistischer Prägung vermittelt werden.[9]

Im Westen hingegen galt das Prinzip des gesellschaftlichen und weltanschauli­chen Pluralismus. Als ein gutes Beispiel für den Pluralismus in der BRD kann das duale System gesehen werden, denn hier übernimmt der Staat die schulische Bil­dung und die Unternehmen die betriebliche Ausbildung.[10]

Durch die Verstaatlichung der Produktionsmittel ist das Bildungswesen der DDR in die Wirtschaftsplanung integriert und unter dem Grundsatz der „Einheit von Ökonomie und Bildung“ ist die Planung der Ausbildung und die Lenkung der be­ruflichen Bedürfnisse gemeint, die für die Planwirtschaft wichtig waren. Bil­dungsplanung meint, dass ein Bedarf an verschiedenen Arbeitskräften errechnet wird, während in der BRD die freie Berufswahl galt.[11]

Ursprünglich war die Bildungspolitik in der DDR ein egalitäres gesellschaftspoli­tisches Programm und Ausdruck dieser Vorstellung war die Einheitsschule gewe­sen. Besondere Förderung sollten vor allem die Kinder von Arbeitern und Bauern erfahren, was Ausdruck der Chancengleichheit sein sollte. Dies implizierte jedoch auch, dass anderen Kindern, auch aus politischen Gründen, Chancen verweigert wurden. Im Lauf der Jahre veränderten sich jedoch die Vorstellungen. Anders war dies in der BRD, zwar galt auch hier seit den 1960er Jahren das Postulat der Chancengleichheit, jedoch führte das vertikale Schulsystem dazu, dass sich sozi­ale Positionen in der Gesellschaft verfestigten.

Darum kam mit den Jahren der Ruf nach einer Gesamtschule auf, welcher Konflikte zwischen Parteien und Ländern verursachte. Jedoch wäre eine Umverteilung der Chancen, wie in der DDR nicht in Frage gekommen, da es nicht den Verfassungsnormen entsprochen hätte.[12]

Von der SED wurden versucht konkurrierende geistige Richtungen, zugunsten einer geschlossenen Weltanschauung auszuschalten. Schulen, Hochschulen, aber auch die außerschulische Erziehung, ebenso wie die Massenmedien wurden ver­sucht zu homogenisieren. Das politisch-ideologische Wissen sollte, quasi allen Bürgern als eine Art Grundausstattung zukommen. Durch planmäßige Erziehung und durch emotionale Erfahrungen sollte dies erleichtert werden. Deswegen durchliefen die Kinder und Jugendlichen, neben der Schule, die Pionierorganisa­tion „Ernst Thälmann“ und im Anschluss daran die Freie Deutsche Jugend (FDJ). Ebenso hilfreich waren die organisierte Feriengestaltung und die Wehrerziehung im sozialistischen Sinne. Es ist zu sehen, dass in der DDR eine Einheit von Bil­dungs- und Erziehungspolitik angestrebt wurde.[13]

In der BRD nimmt die staatliche Bildungspolitik nur indirekten Einfluss auf die Erziehung der Kinder und die Einflussnahme außerhalb der Schule ist nicht gege­ben. Auch in den Bildungsinstitutionen selbst gibt es keine Erziehungspro­gramme, die die Lehrpläne ergänzen und dies würde wohl auch dem Charakter einer offenen Gesellschaft widersprechen.[14]

II. 1. 1. Grundzüge der Entwicklung

Wie bereits erwähnt, hatte die pädagogische Teilung Deutschlands ihren Ursprung in der Besatzungspolitik. Zwar waren die Ausgangsbedingungen ähnlich, jedoch das Vorgehen war verschieden. Die DDR strebte mit der Einheitsschule eine radi­kale Reform an. Im Mai und Juni 1946 beschlossen die Volksbildungsverwaltun­gen der Länder in der SBZ das „Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule“, was die Errichtung einer achtjährigen Grundschule für alle Kinder be­inhaltete.[15] Hier wurde eine erste Fremdsprache erlernt und der natur­wissenschaftliche Unterricht wurde eingeführt.[16] Hierauf sollte eine schulische Weiterbildung, Oberstufe genannt, folgen: Berufsschulen, Fachschulen und die vierjährige Oberschule, die zum Abitur führt. Die Oberschule gliederte sich in einen naturwissenschaftlichen, einen neusprachlichen und einen altsprachlichen Zweig, lehnt sich somit an das Vorbild des traditionellen Gymnasiums an. Später erhielt die Oberschule den Namen Erweiterte Oberschule, setzte aber nach wie vor nach der 8. Klasse ein und auch die Zweige blieben erhalten. Im Grunde wi­dersprach die EOS aber dem Ideal der Einheitsschule, da sie nach der 8. Klasse eine Selektion vornahm. Die Oberschule sollte aber nicht der einzige Weg zum Studium bleiben, sondern die Aufnahme aus der Berufstätigkeit sollte durch gleichberechtigte Alternativen wie den Vorstudienabteilungen an den Hochschu­len, später Arbeiter- und Bauernakademien, geschehen.[17] Hierdurch sollte das Bildungsmonopol gebrochen werden und die bisher Benachteiligten und die bil­dungsfernen Schichten sollten bevorzugt behandelt werden. Ebenfalls im Jahre 1946 wurde die „antifaschistische Schulreform“ vorgenommen, die ausdrücklich durch die SBZ-Macht unterstützt wurde. Wichtige Schlüsselpositionen wurden mit deutschen Kommunisten oder Mitgliedern der SED besetzt und verhinderten den Wettbewerb auf schulpolitischer Ebene, auch weil es keinen Wettbewerb von Parteien auf gesamtpolitischer Ebene gab. Im Zuge der Entnazifizierung wurden zwei Drittel der Lehrer ausgetauscht und durch linientreue ersetzt.[18] Zunächst wurde 1947/48 für ganz Berlin ebenfalls eine Einheitsschule verab­schiedet, dieser Beschluss wurde bereits 1951 für den Westen der Stadt wieder revidiert.[19]

Mit der Verabschiedung der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, am 7. Oktober 1949, orientierte sich die DDR zusehends an dem Vorbild der Sowjetunion, was dann nach wenigen Jahren zu einem politischen und auch ideologischen „Gleichklang“ führte. Der Bruch der DDR mit konservativen deut­schen Bildungstraditionen (wie von der BRD favorisiert) wurde radikal vollzogen und die sowjetische Pädagogik, die unter Stalin entwickelt wurde, war jetzt all­gemeine Richtschnur. Ebenfalls wurde die Verwaltung in Schulen und Hoch­schulen umstrukturiert und man kann sagen, dass das Bildungswesen der DDR zusehends sowjetisiert wurde.[20]

Abb. 1: Schulsystem von 1949

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Anweiler 1990: S. 27/Schreier 1990: S. 14, 17, 24.

In Hinsicht auf die Organisation war das Schulsystem der DDR von den 1950er Jahren an einer Experimentierphase unterzogen, die erst mit dem Schulgesetz von 1959 bzw. 1965 abgeschlossen wurde. Wichtigste Neuerung war hier die Ein­führung der Zehnklassenschule (ab 1950/51), die ab 1956 Mittelschule hieß, ab 1959 dann allgemeinbildende polytechnische Oberschule. Mit ihr sollte der An­spruch auf eine einheitliche Schulbildung nochmals unterstrichen werden und die Möglichkeit darstellen, eine gemeinsame Grundbildung auf dem Niveau einer weiterführenden Schule zu sichern. Ein weiteres Ziel war die zehnjährige allge­meine Schulbildung, welche nur schrittweise verwirklicht wurde. Jedoch be­suchten 1980 92,6 % der Schüler nach der 8. Klasse die Oberschule. Ebenfalls wichtig war der polytechnische Unterricht, der für Jungen und Mädchen obligato­risch war und sich am sowjetischen Beispiel orientierte. Aber auch im Westen erregte die Idee Marx, der polytechnischen Bildung, Aufsehen. Die Berufsausbil­dung hatte auch in der DDR den Charakter der Verbindung von praktischer Aus­bildung und Berufsschulunterricht, jedoch entstanden Be­triebsberufsschulen in volkseigenen Betrieben, die zu Ausbildung dienen sollten, und bis in die achtziger Jahre waren hier auch mehr als zwei Drittel der Schüler organisiert. Somit hatten Betriebe die Hauptverantwortung bei der Ausbildung des Facharbeiternachwuch­ses, der nicht nur den eigenen Bedarf decken sollte.[21]

Abb. 2: Das Schulsystem von 1959

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Schreier 1990: S. 89 ff.

Die Hochschulen, sowohl Studenten als auch Professoren, widersetzten sich am längsten der politischen und ideologischen Gleichschaltung. Die SED wollte er­reichen, dass „bürgerliche Professoren“, die nicht konform gehen mit der Partei, nicht ausgebildet werden. Die FDJ versuchte sich als einzige Organisation unter den Studenten zu etablieren. Es gelang der SED aber nur unter Schwierigkeiten dies umzusetzen und bis Ende der 1950er Jahre verließen viele Professoren und Studenten den Osten und flohen in den Westen. Von 1951 bis 1954 wurden spezi­alisierte Hochschulen errichtet. Ebenfalls in diesem Zeitraum fanden innerhalb der Studentenorganisation Veränderungen statt: Es gab zentrale Vorgaben zu den Studienplänen und Seminargruppen, die zur Pflicht erklärt wurden und die unter der Kontrolle der FDJ standen. Ebenfalls wurde ein gesellschaftswissenschaftli­ches Grundstudium für alle Studierenden zur Pflicht. Nichts desto trotz blieben die Universitäten der SED suspekt, da sie als potentielle Zellen der geistigen Op­position betrachtet werden konnten.[22]

Seit den 1960er Jahren ist in beiden deutschen Staaten eine Modernisierung des Bildungswesens zu beobachten und in beiden Fällen

„verbarg sich hinter solchen plakativen Losungen die Vorstellung, daß es eine zentrale Aufgabe staatlicher Bildungspolitik sei, durch eine wissen­schaftlich begründete Bildungsplanung, den Ausbau und eine qualitative Verbesserung des Bildungswesens seine Leistungsfähigkeit insgesamt zu er­höhen.“[23]

Man ging davon aus, dass, synchron zum Bildungssystem, auch das Wirtschafts­system hiervon profitieren würde. Das Ziel war in beiden deutschen Staaten das gleiche, jedoch waren die Mittel, um es zu erreichen, teilweise andere. Auch die Voraussetzungen waren verschieden; in der DDR handelte es sich um den Ab­schluss des Systemfindungsprozesses. 1965 wurde das Gesetz über das einheitli­che sozialistische Bildungssystem verabschiedet, bei dem es, anders als der Titel vermuten lässt, darum ging, das Bildungswesen auf die Veränderungen der Ge­sellschaft anzupassen. Die „Meisterung der wissenschaftlich-technischen Revolu­tion“ gab hier den Bezugsrahmen. Mathematische, technische und naturwissen­schaftliche Fächer bekamen besondere Bedeutung zugesprochen, da sie für die Produktivkraft wichtig sind und somit für den ökonomischen und sozialen Fort­schritt.

[...]


[1] Vgl. Anweiler (1990: S. 11).

[2] Vgl. Anweiler (1990: S. 11).

[3] Akademie (1983: S. 14).

[4] Akademie (1983: S. 14).

[5] Akademie (1983: S. 14).

[6] Akademie (1983: S.14).

[7] Vgl. Anweiler (1990: S. 12).

[8] Vgl. Anweiler (1990: S. 12).

[9] Vgl. Friedrich-Erbert Stiftung ( 1989: S. 5).

[10] Vgl. Anweiler (1990: S. 12).

[11] Vgl. Anweiler (1990: S. 13).

[12] Vgl. Anweiler (1990: S. 13).

[13] Vgl. Anweiler (1990: S. 14).

[14] Vgl. Anweiler (1990: S. 14).

[15] Vgl. Anweiler (1990: S. 15).

[16] Vgl. Cortina u. a. (2003: S. 60).

[17] Vgl. Cortina u. a. (2003: S. 60).

[18] Vgl. Anweiler (1990: S. 15).

[19] Vgl. Anweiler (1990: S. 16).

[20] Vgl. Anweiler (1990: S. 16).

[21] Vgl. Anweiler (1990: S. 18/19).

[22] Vgl. Anweiler (1990: S. 19).

[23] Anweiler (1990: S. 20).

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten

Details

Titel
Bildungspolitik und Entwicklung des Bildungswesens der DDR seit 1945
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Soziologie)
Veranstaltung
Das Bildungssystem als gesellschaftspolitische Institution
Note
gut (2,0)
Autor
Jahr
2007
Seiten
57
Katalognummer
V71008
ISBN (eBook)
9783638627238
Dateigröße
1429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungspolitik, Entwicklung, Bildungswesens, Bildungssystem, Institution
Arbeit zitieren
Corinna Patrizia Franiek (Autor), 2007, Bildungspolitik und Entwicklung des Bildungswesens der DDR seit 1945 , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71008

Kommentare

  • Gast am 8.7.2009

    Unangemessene Note.

    Diese Abhandlung ist höchstens mit "befriedigend" einzuschätzen; mehrere Absätze sind mangelhaft.

    Oft fehlt es an konkreten Ausführungen und eigentlich anspruchsvolle Unterabschnitte werden auf gehaltslose, allgemeine Bemerkungen heruntergebrochen. Der Arbeit fehlt außerdem ein echtes Schlußkapitel; die Bedeutung des Schulsystems für das gesellschaftliche Leben wird nicht oder kaum herausgearbeitet, was der Arbeit am Ende die Puste ausgehen läßt. Sogar Fehlschlüsse kommen auf, z.B. die Verdrehung von Ursache und Wirkung nach der Auflösung der Einheitsschule 1991. Die Schulnetze mußten nicht heruntergefahren werden, weil aus heiterem Himmel die Geburtenziffer absackte, sondern das Wegbrechen des DDR-Bildungssystems, besonders der Vorschuleinrichtungen, belastete die Ostdeutschen mit überkommenen Problemen des gegliederten Schulsystems, die Kinder zur Existenzgefährdung werden ließen. Leistungen der Einheitsschule und dem gegliederten Schulsystem überlegene Strukturen werden kaum genannt und eine Systematisierung fehlt völlig. Die Ausführungen zur PISA-Studie hängen in der Luft und auch hier fehlt eine kohärente Darstellung, was gemeint ist und wie sich das in das Gesamtbild der historischen Entwicklung einordnet.
    Den Kapiteln, die sich explizit mit den Stufen der Einheitsschule befassen, fehlt es an harten Fakten. Die bereits als zu allgemein kritisierten kuren Absätze wirken daher wie willkürliche Thesen, die ohne Beleg vermittelt werden. Das hohe Ideal allseitige Allgemeinbildung und die für ein deutsches Bildungssystem bisher einmalige Wertschätzung der mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Fächer hätte mit Stundentafeln und den hohen Anforderungen der Lehrpläne eindeutig gezeigt werden können. Ausgerechnet an einer solchen Stelle fehlt dann der ansonsten ziemlich gelungene Vergleich mit dem Schulsystem der BRD, obwohl das gegliederte Schulsystem seit Jahren für seine sehr einseitige und dogmatische geisteswissenschaftliche Ausrichtung großer Kritik ausgesetzt ist.
    Eine meiner Meinung nach gewichtige Unterlassung ist die Tatsache, daß sich nach der Sowjetisierung zu Anfang der 50er Jahre die Schule unter Ulbricht wieder vom sowjetischen Vorbild wegbewegte.
    Was leider fehlt, ist ein ausführlicher Abschnitt, der das komplexe Grundprinzip des Schulsystems und die Art und Weise der Steuerung beschreibt.
    Die Einheitsschule der DDR basierte auf einem ganzheitlichen Ansatz; kein rechtlicher oder pädagogischer Eingriff in die Lehrpläne, Lehrmittel, Bildungsgänge usw. erfolgte lösgelöst von den restlichen Beteiligten im System. Es erfolgte immer eine geschlossene Systembetrachtung. Das ist der größte Gegensatz zur heutigen Bildungspolitik, die in keinem Bundesland eine langfristige Zielstellung hat und defacto nur aus diffusen Anhäufungen sich widersprechender Verwaltungseingriffe besteht.

    Die 2,0 ist ungerechtfertigt, besonders weil der Umfang der Abhandlung von zirka 60 Seiten große Spielräume eröffnete und die von mir erläuterten Schwächen nicht hätten sein müssen.

    2,0 - eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt

    3,0 - eine Leistung, die nur durchschnittlichen Anforderungen entspricht

    lt. üblicher Notendefinition an der Universität.

    Positiv ist zu sagen, daß die angeführten historischen Aussagen und Fakten fast vollständig korrekt sind - im Gegensatz zu mehreren Diplomarbeiten, die sich bei GRIN finden, und die vor Falschheiten und unzureichender Faktenrecherche nur so strotzen.

    Ein bißchen mehr Primärquellenarbeit wäre gut gewesen, d.h. die Staatsdokumente der DDR sichten und einbeziehen, statt sich blind auf die Sekundärliteratur zu verlassen.

    Für diese Abhandlung hätte eine 3,0-3,3 erteilt.

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