Interaktionsrituale - über Verhalten in direkter Kommunikation


Hausarbeit, 2004
11 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über den Autor

3. Zusammenfassung des Kapitels

4. Kritik

5. Schlussfolgerung

1. Einleitung

Ich habe das Kapitel „Entfremdung in der Interaktion“ ausgesucht, weil mich das Thema auf einer persönlichen Ebene anspricht und deswegen besonders interessiert. Viele Menschen, darunter auch ich, sind im alltäglichen Leben Entfremdungssituationen ausgesetzt. Es ist interessant zu lesen, wie Goffman als einer der Pioniere dieses Thema aus wissenschaftlicher Perspektive angeht. Da die Interaktion unter Menschen recht kompliziert sein kann, will ich mich mit den theoretischen Aspekten und Ursachen im Folgenden näher auseinandersetzen.

2. Über den Autor

Erving M. Goffman, geboren am 11. Juli in Manville, Kanada und gestorben am 20. November 1982, war ein US-amerikanischer Soziologe kanadischer Herkunft.[1] Er war Professor für Soziologie in USA (Berkeley University) und Kanada, sowie Professor für Anthropologie an der Universität von Pennsylvania, Philadelphia. 1981 wurde er Präsident der amerikanischen Gesellschaft für Soziologie.

Seine Arbeiten beschäftigten sich mit anthropologischen, sozialpsychologischen und psychiatrischen Problemen der Grundmechanismen des sozialen Verhaltens. Seine Untersuchungen über Verhaltensmuster, Interaktionsrituale, Rollendistanz sowie persönliche Selbstdarstellung im Alltag haben neuere soziologische Ansätze wesentlich beeinflusst. Er gilt als der Begründer der Interaktionsforschung, eine allgemeine Theorie gibt es jedoch nicht.

3. Zusammenfassung des Kapitels

Erving Goffman beschreibt die Interaktion als ein soziales System, das ein Eigenleben besitzt und seinen eigenen Gesetzen folgt.[2] Im Normalfall besteht die Grundvoraussetzung einer Interaktion aus der Erfüllung des gemeinsamen spontanen Engagements, oder laut Goffman, aus einem sozialisierten Trancezustand, das sog. „unio mystica“.

Die Regeln des angesprochenen sozialen Systems dienen zur Selbstdarstellung des eigenen Charakters und der persönlichen Einstellung. Die Einhaltung dieser Regeln in einer Interaktionssituation beweist Respekt gegenüber den Interagierenden. Die Interaktion kann sowohl durch ein Gespräch als auch durch Handlungen und Gesten stattfinden. Die Voraussetzung für eine gelungene Interaktion ist die Fähigkeit, sich schnell in die Rolle des anderen zu versetzen und das eigene Verhalten von der Situation anderer Teilnehmer bestimmen zu lassen. Zur erfolgreichen Interaktion soll man sich das vorgegebene Thema vergegenwärtigen und sich auf die Gefühle und Ansichten der anderen abstimmen. Dabei sollte das eigene Engagement in moderater Intensität gewählt werden. In diesem Zusammenhang zitiert Goffman den Ökonomen Adam Smith aus dem Werk „Theory of moral sentiments“, dass man die eigenen Belange, Gefühle und Interessen in einer Form vortragen müsse, die es den anderen so leicht wie irgend nur möglich macht, sich in angemessener Weise zu engagieren. Während in der Theorie das spontane Engagement als Voraussetzung für eine erfolgreiche Interaktion beschrieben wird, beobachtet und erläutert Goffman erhebliche Schwierigkeiten in der Praxis.

Die folgende Abbildung stellt die vier Situationen dar, die laut Goffman eine Interaktion beeinträchtigen können:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Arten der Entfremdung Quelle: Eigene Darstellung

[...]


[1] Vergleich im folgenden aus http://www.kfunigraz.ac.at/sozwww/agsoe/lexikon/klassiker/goffman/20bio.htm

[2] Vergleich im folgenden Goffman, E. (1986): Interaktionsrituale: Über Verhalten in direkter Kommunikation; S. 124-150; Suhrkamp Verlag.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Interaktionsrituale - über Verhalten in direkter Kommunikation
Hochschule
Zeppelin University Friedrichshafen
Veranstaltung
Kommunikationswissenschaften
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V71060
ISBN (eBook)
9783638630887
ISBN (Buch)
9783656620525
Dateigröße
381 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interaktionsrituale, Verhalten, Kommunikation, Kommunikationswissenschaften
Arbeit zitieren
Nina Buschle (Autor), 2004, Interaktionsrituale - über Verhalten in direkter Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71060

Kommentare

  • J. F. am 16.10.2010

    Inhaltlich nicht wirklich lohnend. Es handelt sich bei dieser Arbeit hauptsächlich um eine verkürzte Wiedergabe von Watzlawicks Veröffentlichung "Menschliche Komunikation", die fast durchgängig nicht einmal als solche gekennzeichnet ist.
    Einzig interessant ist der therapeutische Bezug. Sollte man sich aber durch diese Arbeit ein weiteren Zugang zu Watzlawik erhoffen, wird dieser Wunsch nicht erfüllt werden. Dann lieber weitersuchen!,-)

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Titel: Interaktionsrituale - über Verhalten in direkter Kommunikation


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