In der Schule, besonders im Deutschunterricht, kommen die Schüler mit Büchern in Berührung. Die Schüler entscheiden sich für oder gegen das Lesen, je nachdem wie der Literaturunterricht gestaltet wird und die Auswahl an Literatur ausfällt.
Ziel des Deutschunterrichts und des Umgangs mit Büchern sollte es sein, die Schüler zum Lesen zu animieren und zu motivieren und somit einen Aufbau bzw. eine Steigerung der Lesemotivation auf Seiten der Schüler zu erlangen, um sie zu „privaten“ Lesern zu erziehen. Das Lesen hat eine besondere Bedeutung, da sich die Lesefähigkeit auch auf viele andere Schul- und Lebensbereiche positiv auswirkt.
Der Aufbau beziehungsweise die Steigerung der Lesemotivation als vorrangige Zielsetzung soll in der geplanten Unterrichtseinheit von Bedeutung sein und die kommunikative und kreative Seite der Schüler ansprechen, motivieren und fördern. Durch die handlungs- und produktionsorientierten Verfahren sollen die Schüler an literarische Texte herangeführt, ihnen die Angst vor längeren Episoden genommen werden und ihnen gezeigt werden, wie spannend und abwechslungsreich Bücher sind, denn sowohl aus fachlicher wie auch aus pädagogischer Sicht sind diese Verfahren dazu geeignet, Schüler Literatur näher zu bringen und den lustvollen Umgang mit dieser zu ermöglichen.
Die Auswahl des „richtigen“ Buches für die geplante Unterrichtseinheit erfolgte unter verschiedenen Gesichtspunkten. Zum einen steht fest, dass es neben „Harry Potter“ auch andere viel versprechende Bücher gibt. Jedoch sind viele Bücher entweder zu lang, zu kurz, zu langweilig oder zu schwierig und lassen oftmals wenig Spielraum für einen fächerübergreifenden Unterricht zu. Bei der ausgewählten Lektüre „Die Sockensuchmaschine“ können viele Anknüpfungspunkte für andere Fächer und interessante Umsetzungsideen im Unterricht verwirklicht werden.
Inhaltsverzeichnis
Bedingungsfeld
1. Die Situation der Schule
2. Die Situation der Klasse
3. Die Situation der Lehramtsanwärterin
0. Vorwort
1. Sachanalyse
1.1 Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
1.2 Der Begriff der „Kinder- und Jugendliteratur“
1.3 Der Autor der Ganzschrift
1.3.1 Gestaltung, Form und Sprache der Ganzschrift
1.3.2 Inhalt der Ganzschrift
2. Didaktische Analyse
2.1 Didaktische Diskussion
2.2 Lehrplanbezug
2.3 Relevanz für die Schüler
2.4 Lernvoraussetzungen in Bezug auf die Lehraufgabe
2.5 Didaktische Reduktion
2.6 Mögliche Schwierigkeiten
3. Lehr- und Lernziele
3.1 Grobziele
3.2 Feinziele
4. Methodische Analyse
4.1 Organisatorische Rahmenbedingungen
4.2 Lernvoraussetzungen bezüglich der Methode
4.3 Differenzierungsmaßnahmen
4.4 Struktur der Unterrichtsstunde
4.5 Darstellung der Unterrichtsschritte und deren Begründung
5. Stundenverlaufsplanung
6. Literaturverzeichnis
7. Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Vorbereitung einer Lehrprobe im Fach Deutsch und verfolgt das Ziel, Schüler der Klasse 3.3 durch handlungs- und produktionsorientierte Verfahren an die Ganzschrift „Die Sockensuchmaschine“ von KNISTER heranzuführen. Im Zentrum steht dabei die Steigerung der Lesemotivation sowie die Förderung von Kreativität und Fantasie durch die aktive Auseinandersetzung mit dem literarischen Text.
- Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
- Methodik der Antizipation und Hypothesenbildung
- Leseförderung und Steigerung der Lesemotivation
- Kreatives Schreiben und kindgemäßer Zugang zu Literatur
- Binnendifferenzierung im Literaturunterricht
Auszug aus dem Buch
1.3.2 Inhalt der Ganzschrift
Jonas, ein etwa achtjähriger Junge, spielt die Hauptfigur in der Lektüre. Er ist Besitzer eines Wellensittichs namens Max. Diesem vertraut er alles an. Auf dem Schulweg hat Jonas etwas entdeckt. Ein neuer Nachbar ist eingezogen und die ganze Nachbarschaft erzählt sich seltsame Dinge und redet über den Mann: Als er das erste Mal einkaufen gegangen ist, hat er ein Glas Marmelade, einen Kopfsalat und 47 Flaschen Salatöl gekauft. Außerdem sind bei seinem Einzug fünf Möbelwagen mit hundert silbernen Kisten gekommen. Der seltsame Mensch ist Erfinder. Jonas hat das neu angebrachte Türschild, auf dem „Professor Justus Turbozahn, Erfindungen aller Art“ geschrieben ist, entdeckt. Den will Jonas unbedingt kennen lernen.
Als der Junge den Professor zum ersten Mal besucht, wird er durch einen singenden und in Reimen sprechenden Roboter empfangen und zu dem Professor gebracht. Die beiden verstehen sich auf Anhieb. Der Professor und Jonas treffen eine Abmachung, da dem Professor die Ideen für Erfindungen ausgegangen sind: Jonas beauftragt den Professor mit neuen Erfindungen und „bezahlt“ diese mit weiteren Ideen für Erfindungen. Die erste Erfindung, eine Morgenbrille mit Rollo zum langsamen Wachwerden oder Verdunkeln, die sich auch hervorragend zum Abschreiben in der Schule eignet, ist schnell erfunden und hergestellt. Die zwei weiteren Aufträge, mit denen Jonas die Morgenbrille „bezahlt“, erweisen sich als komplizierter. Jonas wünscht sich eine Sockensuch- und eine Anziehmaschine.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts und stellt den Autor sowie die Beschaffenheit der Lektüre „Die Sockensuchmaschine“ dar.
2. Didaktische Analyse: Hier wird die Begründung für die Auswahl der Lektüre sowie deren Einbettung in den Lehrplan und die Relevanz für die Schüler dargelegt, inklusive der didaktischen Reduktion und möglicher Schwierigkeiten.
3. Lehr- und Lernziele: Dieses Kapitel definiert sowohl das übergeordnete Grobziel der Unterrichtseinheit als auch die spezifischen Feinziele für die geplante Unterrichtsstunde.
4. Methodische Analyse: Dieser Abschnitt beschreibt die methodischen Entscheidungen für den Unterricht, die organisatorischen Rahmenbedingungen, Differenzierungsmöglichkeiten sowie die geplante Struktur der Stunde.
Schlüsselwörter
Handlungsorientierter Unterricht, produktionsorientierter Unterricht, Literaturunterricht, Ganzschrift, Die Sockensuchmaschine, KNISTER, Lesemotivation, Antizipation, Grundschule, Leseförderung, Kreativität, Erfindungen, Didaktik, Grundschulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt den Entwurf für eine zweite Lehrprobe im Fach Deutsch in einer dritten Klasse dar, in der die Ganzschrift „Die Sockensuchmaschine“ von KNISTER eingeführt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht, die gezielte Steigerung der Lesemotivation sowie der kindgemäße Zugang zu literarischen Texten.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Hauptziel ist die Heranführung der Schüler an die Ganzschrift durch den Einsatz motivierender Verfahren wie das Antizipieren und Fabulieren über den Inhalt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird der handlungs- und produktionsorientierte Ansatz gewählt, wobei insbesondere die Methode der Antizipation und Hypothesenbildung nach Erika Altenburg genutzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sachanalyse, didaktische sowie methodische Überlegungen zur Lektüreeinführung und die detaillierte Stundenverlaufsplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Lesemotivation, Handlungs- und Produktionsorientierung, Ganzschrift, Antizipation und Grundschulunterricht.
Wie unterscheidet sich diese Herangehensweise vom herkömmlichen Leseunterricht?
Anstatt einer rein analytischen Vorgehensweise steht das ganzheitliche, aktive Erschließen durch Schreiben und kreatives Gestalten im Vordergrund, um Literatur lustvoll erfahrbar zu machen.
Welche Rolle spielt die „Notfallbox“ in der Differenzierungsstrategie?
Die „Ideenkiste“ (Notfallbox) dient als unterstützendes Angebot für Schüler, die bei der kreativen Fortführung der Geschichte keine eigenen Ideen entwickeln können, und stellt somit eine gezielte Hilfestellung dar.
- Arbeit zitieren
- Denise Sula (Autor:in), 2007, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht. "Die Sockensuchmaschine" von Knister, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71107