Die Aufgaben, welche im Bildungsbereich beruflich Tätige übernehmen, sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf die tatsächliche Lehre. Hauptberuflich tätige nehmen vor allem auch planerische, beratende und organisierende bzw. verwaltende Aufgaben in Bildungseinrichtungen wahr oder sind in leitender Funktion tätig. Diese Aufgaben der Gestaltung von Bildungsprozessen und der Führung von Bildungsbetrieben umschreibt man heute oft unter dem Begriff Bildungsmanagement. Eine Tätigkeit in diesem Bereich erfordert eine spezifische Qualifikationsstruktur: Neben pädagogischen Fachkenntnissen wird offenbar auch Wissen über Beratung, Verwaltung und in betriebswirtschaftlichen Bereichen notwendig sein, um im Bildungsmanagement tätig zu werden. Mit der Frage, was Bildungsmanager eigentlich sind und welche Qualifikationen Bildungsmanager benötigen, beschäftigt sich die folgende Seminararbeit.
Die Arbeit beginnt mit der notwendigen Klärung einiger Begrifflichkeiten, um eine solide Ausgangsbasis weiterer Erörterungen zu schaffen. Daran anschließend wird das Bildungsmanagement im Gebiet der Erwachsenenbildung in den Blick genommen. Die Hintergrundfolie, auf der die Aufgaben des Bildungsmanagers entwickelt werden, ist dabei immer der pädagogische Prozess, der jeder Bildungsmaßnahme zu Grunde liegt, denn im Bildungsmanagement ist aus Sicht der Erwachsenenbildung die Pädagogik die maßgebliche Leitdisziplin. Die Arbeit wird mit dem dritten Abschnitt weiter geführt, der – ausgehend von den Managementaufgaben in Bildungsprozessen und Bildungseinrichtungen – die Anforderungen an die Qualifikationsstruktur derjenigen ermittelt, welche sich mit diesen Managementaufgaben befassen. Dabei wird hier auch eine etwas weiter gefasste Abgrenzung des Begriffs des Bildungsmanagers angeboten. Die Arbeit schließt mit der Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Anreißen möglicher Konsequenzen für die Erwachsenenbildung.
Inhalt:
Vorwort und Aufbau der Seminararbeit
1 Begriffsklärungen
2 Bildungsmanagement als Aufgabe der Erwachsenenbildung
3 Qualifikationen eines Bildungsmanagers
4 Zusammenfassung und Ausblick
Inhaltsverzeichnis
0 Vorwort und Aufbau der Seminararbeit
1 Begriffsklärungen
1.1 Bildung
1.2 Management
1.3 Qualifikation
1.4 Die Aufgabenstellung der Seminararbeit
2 Bildungsmanagement als Aufgabe der Erwachsenenbildung
2.1 Arbeitsbereiche und Aufgaben professioneller Erwachsenenbildner
2.2 Aufgabenspektrum des Bildungsmanagement
2.3 Weiterbildung in Betrieben – ein Arbeitsfeld für Bildungsmanager
3 Qualifikationen eines Bildungsmanagers
3.1 Abgrenzung des Begriffs ‚Bildungsmanager’
3.2 Ableiten eines Qualifikationsprofils für Bildungsmanager
4 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, ein fundiertes Qualifikationsprofil für Bildungsmanager zu entwickeln, um den Anforderungen an Führungskräfte in der betrieblichen Weiterbildung gerecht zu werden, und diskutiert dabei das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zielen und pädagogischem Anspruch.
- Begriffliche Grundlagen von Bildung, Management und Qualifikation
- Verortung des Bildungsmanagements innerhalb der Erwachsenenbildung
- Analyse der Aufgabenbereiche von Bildungsmanagern in Unternehmen
- Untersuchung von Qualifikationsanforderungen im Bereich betrieblicher Weiterbildung
- Diskussion über die Notwendigkeit pädagogischer Schlüsselqualifikationen im Management
Auszug aus dem Buch
1.2 Management
Der Begriff ‚Management’ gehört laut SCHNECK zu den „schillerndsten Erscheinungen in der wissenschaftlichen Literatur.“ Etymologisch stammt der Begriff aus dem Lateinischen und kam über die Italienische Sprache in das Englische und von dort als Fremdwort ins Deutsche. Ursprünglich bedeutet ‚manum agere’ soviel wie ‚an der Hand führen’. In der Betriebswirtschaft bezeichnet Management sowohl die Führungspersonen als auch die Tätigkeit dieser Personengruppe, also die Unternehmensführung als Arbeitsaufgabe. Von einer echten Führungsentscheidung spricht man dann, wenn die Entscheidung sich in relevantem Umfang auf die jetzige oder künftige wirtschaftliche Lage auswirkt, für den gesamten Verantwortungsbereich von Bedeutung ist und nicht an untergeordnete Stellen delegiert werden kann oder darf. Entscheidungen des Managements sind für Unternehmen auf verschiedenen Ebenen notwendig. So unterscheidet sich der Verantwortungsbereich und damit die tragweite der Führungsentscheidungen natürlich, ob es sich um die oberste Leitungsebene eines Unternehmens oder aber um die Leitung von bestimmten Teilbereichen handelt.
Zusammenfassung der Kapitel
0 Vorwort und Aufbau der Seminararbeit: Einleitung in die Themenstellung, Erläuterung der Relevanz des Bildungsmanagements und Skizzierung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
1 Begriffsklärungen: Definition der zentralen Begriffe Bildung, Management und Qualifikation sowie deren Abgrenzung zueinander.
2 Bildungsmanagement als Aufgabe der Erwachsenenbildung: Untersuchung des Bildungsmanagements in der betrieblichen Praxis und Darstellung der Aufgaben von Erwachsenenbildnern.
3 Qualifikationen eines Bildungsmanagers: Herleitung des Qualifikationsprofils durch eine begriffliche Abgrenzung und Ableitung notwendiger Kompetenzen.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse bezüglich der Qualifikationsprofile und Diskussion zukünftiger Entwicklungen in der Erwachsenenbildung.
Schlüsselwörter
Bildungsmanagement, Erwachsenenbildung, betriebliche Weiterbildung, Bildungsmanager, Qualifikationsprofil, Personalentwicklung, Managementfunktionen, Pädagogik, Didaktik, Kompetenz, Weiterbildungsmarkt, Führung, Organisationsentwicklung, berufliche Qualifizierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Bildungsmanagers und der Frage, welche fachlichen und pädagogischen Qualifikationen für diese Position in der betrieblichen Weiterbildung erforderlich sind.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Bildungsmanagement, die Analyse des betrieblichen Weiterbildungsmarktes sowie die Bestimmung der Qualifikationsanforderungen an Führungskräfte in diesem Bereich.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, ein Qualifikationsprofil für Bildungsmanager zu erarbeiten, das sowohl die notwendigen pädagogischen Kenntnisse als auch betriebswirtschaftliche Anforderungen integriert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich methodisch auf eine fundierte Literaturanalyse, da eine eigene empirische Erhebung im Praxisfeld den Rahmen der Seminararbeit überschritten hätte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Klärung theoretischer Begrifflichkeiten, die Einordnung des Bildungsmanagements in die Erwachsenenbildung und die konkrete Ableitung des Qualifikationsprofils.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungsmanagement, betriebliche Weiterbildung, Qualifikationsprofil, Personalentwicklung und Erwachsenenbildung charakterisiert.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Bildung und reiner Wissensvermittlung für den Bildungsmanager wichtig?
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da das Bildungsmanagement den pädagogischen Anspruch der Erwachsenenbildung wahren muss, statt Weiterbildung rein auf ökonomische Verwertbarkeit und "Training-on-the-job" zu reduzieren.
Welche Bedeutung haben IT-Systeme für die heutige Personalarbeit?
IT-Systeme ermöglichen eine verstärkte Orientierung an Prozessen, deren Standardisierung und Optimierung, was die Funktionen der Personalarbeit und des Bildungsmanagements in Unternehmen maßgeblich unterstützt.
- Quote paper
- Markus Hubner (Author), 2007, Bildungsmanagement: Qualifikationsprofil für Bildungsmanager, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71132