E-Business als Erfolgsfaktor für effizientes Supply Chain Management


Hausarbeit (Hauptseminar), 2002
34 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

1 Einführung

2 Einführung ins SCM
2.1 Definition SCM
2.2 Ziele des SCM
2.3 Denkweise des SCM

3 SCM und E-Business
3.1 Definition E-Business
3.2 Ziele des E-Business
3.3 Zusammenhang von E-Business und SCM
3.4 Welche Arten des EB lassen sich im SCM – Prozess einsetzen?
3.4.1 E-Procurement
3.4.2 E-Marketplace
3.4.3 E-Catalog
3.4.4 E-Commerce
3.4.5 E-Sales
3.4.6 E-Payment / E-Cash

4 E-Business als Erfolgsfaktor

5 Kritische Betrachtung

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

8 Weiterführende Literatur

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Herleitung Supply Chain Management

Abbildung 2: Begriffsvielfalt beim SCM

Abbildung 3: Durchgängiger Informationfluss

Abbildung 4: Darstellung einer Lieferkette

Abbildung 5: SCM und E-Business

Abbildung 6: Erfolgsfaktor E-Business

Abbildung 7: Erfolg von SCM und EB

1 Einführung

Wachsender globaler Wettbewerb und steigender Preisdruck zwingen Unternehmen kontinuierlich ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu reduzieren. Die Unternehmen sind gezwungen aktiv zu handeln, was zur Folge hat, dass für viele Unternehmen eine Optimierung der Wertschöpfungskette im Vordergrund stehen wird.

Innerhalb des Supply Chain Management (SCM) werden sich durch die Unterstützung von Informations- und Kommunikationstechnologien, wie dem E-Business, große Einsparpotentiale erzielen lassen. Die Unterstützung der Wertschöpfungskette mit Hilfe moderner Kommunikations- und Informationstechnologien wird in Zukunft in den Unternehmen einen hohen Stellenwert einnehmen, damit sie auch weiterhin wettbewerbsfähig sein können.

Da die Gebiete des Supply Chain Managements und des E-Business sehr umfangreich sind, kann hier leider nur ein kleiner Einblick in diese Themengebiete gewährt werden.

Die interne Sicht mit den internen Prozessen und der logistischen Prozesskette innerhalb der Unternehmen wird in dieser Arbeit nicht weiter behandelt. Die interne Sicht dieses Themas ist zwar auch sehr wichtig und elektronische Prozesse sind notwendig für den Logistikfluss innerhalb der Unternehmen, dennoch wird in dieser Arbeit auf die gängige und externe Sicht dieses Themas eingegangen. In den folgenden Ausführungen liegt somit der Schwerpunkt auf den Bereichen des E-Business, die dem SCM die größten Erfolge ermöglichen können.

Es wird im Folgenden erläutert, welche Möglichkeiten das E-Business bietet und welche Bereiche des E-Business im Zusammenhang mit dem Supply Chain Management genutzt werden sollten.

2 Einführung ins SCM

2.1 Definition SCM

Supply (engl.) – beliefern, versorgen

Chain (engl.) – Kette

à Supply Chain (SC) = Versorgungskette

Abbildung 1: Herleitung Supply Chain Management[1]

Wie die folgenden verschiedenen Definitionen zeigen, können die Begriffe „Versorgungskette“, „Logistikkette“ und „Wertschöpfungskette“ synonym verwendet werden.

Supply Chain Management ist „die prozessorientierte Gestaltung, Lenkung und Entwicklung aller Aktivitäten von der Beschaffung der Rohmaterialien bis zum Verkauf an den Endverbraucher[2] mit dem Ziel ausgewählte Kooperationspartner in einer langfristigen und partnerschaftlichen Win – win – Beziehung in das Wertschöpfungssystem des Unternehmens mit seinen unterschiedlichen Aktivitäten zu integrieren, um durch Abstimmung, Nutzung und Verbesserung der gemeinsamen Fähigkeiten die Wettbewerbssituation der gesamten Logistikkette zu steigern.“[3]

Für den Begriff Supply Chain Management gibt es sehr viele Definitionen, da dieses Gebiet von vielen wissenschaftlichen Teilbereichen behandelt wird. Aktuell gibt es jedoch zwei Begriffsauffassungen zum Thema SCM:[4]

1. SCM als allgemeines Begriffliches Dach
2. SCM als Bezeichnung für Softwaretools, die eine optimierende Planung und Steuerung von vernetzten Geschäftspartnern auf der Basis moderner Algorithmen bzw. Kommunikationsprinzipien unterstützen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Begriffsvielfalt beim SCM[5]

2.2 Ziele des SCM

Das Hauptziel des SCM ist es, die großen Potentiale der Kostensenkung zu nutzen. Weitere Überlegungen sind:[6]

- Vermeidung von Doppelarbeiten
- Erhöhung der Prozessqualität
- Verkürzung der Transportzeiten
- Verminderung der Kapitalbindungskosten
- Transparenz in der Auftragsabwicklung
- Reduktion von Liege- und Lagerzeiten
- Durchgängige Informationen und integrierte Datenbestände (keine Trennlinien und Schnittstellen)
- Bessere Kommunikation innerhalb und außerhalb des Unternehmens
- Verknüpfung von E-commerce, Warenwirtschaft und Logistik

Durch die Kooperationen zwischen den Beteiligten der Supply Chain möchte man versuchen den gesamten Material- und Informationsfluss optimal zu steuern und eine bessere Kundenorientierung zu erreichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Durchgängiger Informationfluss[7]

2.3 Denkweise des SCM

Allen Beteiligten des SCM muss klar sein, dass der Betrachtungsfokus ihrer Arbeit nicht die einzelne Unternehmung ist, sondern der Wertschöpfungsprozess in seiner Gesamtheit. Die Einsicht, dass alle beteiligten Organisationen in einer wechselseitigen Abhängigkeit stehen ist Voraussetzung, damit die Wertschöpfung als eine Art Mannschaftsspiel funktioniert. Das Streben nach dem Gesamtoptimum statt der Summe der Suboptima ist das Hauptziel des SCM. Nur so kann man die größtmöglichen Effekte erzielen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Darstellung einer Lieferkette[8]

Um die Wertschöpfungsprozesse bestmöglichst zu gestalten muss ein durchgängiger Informationsfluss herrschen. Jedes Mitglied des SCM muss jederzeit an alle benötigten Informationen gelangen können, um schnell, effektiv und flexibel arbeiten und reagieren zu können. Der durchgängige Informationsfluss ist der entscheidende Punkt in der Supply Chain (SC), der mit Hilfe des E-Business unterstützt werden kann und soll.

3 SCM und E-Business

3.1 Definition E-Business

„Unter E-Business versteht man alle Formen von elektronischen Geschäftsprozessen.“[9]

Neben anderen Medien, wie z. B. dem EDI, ist das Hauptmedium, das beim E-Business genutzt wird, ist das Internet.

Das E-Business lässt sich in 5 wesentliche Einsatzgebiete teilen. Meist unterscheidet man anhand der Geschäftspartner, die miteinander interagieren:[10]

- Innerhalb eines Unternehmens

z.B. Intranet, interne e-mails,

- Zwischen Unternehmen (Business-to-Business B2B)

z. B. die Bestellabwicklung zwischen Händler und Großhändler,

- Vom Unternehmen zum Verbraucher (Business-to-Consumer B2C)

z. B. Handel mit Endkunden, wie Homeshopping (amazon.de),

- Zwischen Verbrauchern (Consumer-to-Consumer C2C)

z.B. Privatversteigerungen im Internet, wie bei ebay.de,

- Zur öffentlichen Verwaltung (E-Administration).

Zum einen ist das Business-to-Administration- B2A - und zum anderen Consumer-to-Administration - C2A. Diese beiden Gebiete umfassen die Handelsbeziehungen mit staatlichen Stellen, z. B. Öffentliche Ausschreibung von Bauaufträgen oder die KFZ-Zulassung Online.

3.2 Ziele des E-Business

Die Ziele des E-Business sind vielschichtig und auch teilweise individuell verschieden, bzw. an die persönlichen Wünsche angepasst.

Die Hauptziele des E-Business sind:[11]

- Serviceleistungen für und bei Kunden zu verbessern
- Kosten reduzieren und Rationalisieren
- Neue Absatz- und Beschaffungskanäle zu erschließen
- Schneller Datenzugriff
- Vermeidung von Medienbrüchen
- Falsch- und Fehleingaben vermeiden
- Keine Verwendung von Papier

Zu diesen Zielen zählt im Einzelnen z. B. die Beschleunigung der Geschäftsprozesse und dadurch der Ausbau von Marktanteilen Die Unternehmensreputation kann durch den schnelleren, flexibleren und unkomplizierteren Kontakt mit den Kunden erhöht werden. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder kann durch die neue Schnelligkeit und Flexibilität in Angriff genommen werden.[12]

3.3 Zusammenhang von E-Business und SCM

E-Business und SCM sind von Natur aus Eigenständig. Möchte man jedoch einen größtmöglichen Nutzeneffekt erzielen, sollte man diese beiden Ansätze miteinander verbinden.

Das SCM „lebt“ vom durchgängigen, schnellen, lückenlosen Informationsfluss. Hier sollte das EB ansetzen, um den Informationsfluss zu verbessern und zu optimieren. Der Informationsfluss und die damit zusammenhängenden Informationstechnologien sind der „befähigende und befördernde Katalysator“[13] der Supply Chain. „Soft- und Hardware, die Verbindungen zwischen Unternehmen ermöglichen, müssen auf ein hohes Niveau der Effektivität gebracht werden.“[14]

Hier kommt E-Business ins Spiel. Auf dem Markt gibt es heute schon viele Anbieter, die das SCM mit dem EB verbinden und optimieren wollen. Da der Markt aber sehr unübersichtlich und die Produkte teilweise noch nicht ganz ausgereift sind, wird in dieser Arbeit nur auf die Bereiche des EB eingegangen, für die man keine spezielle Software kaufen muss.[15]

Einen Internetzugang hat heutzutage fast jedes Unternehmen. Mit E-Business werden komplexe Unternehmensprozesse einfacher, schneller und leistungsfähiger.

Es ist eigentlich nicht viel Software notwendig, da das Internet den Standard EDI (Electronic Data Interchange[16] ) unterstützt. Die Vorteile dieses EDI sind Vermeidung der Mehrfacherfassung bereits vorliegender Daten und damit verbundener Erfassungsfehler, automatische Weiterverarbeitung eingehender Daten, schnellere Informationsweitergabe und damit verbundener geringere Bearbeitungszeiten sowie herstellerunabhängige Datenübermittlung durch eine einheitliche normierte Schnittstelle.[17]

3.4 Welche Arten des EB lassen sich im SCM – Prozess einsetzen?

Das E-Business ist ein sehr weites Feld. Es gibt mittlerweile so viele Begriffe aus dem Bereich des EB, dass es schwierig ist, dort noch den Überblick zu behalten. Fast täglich entstehen Begriffe.

Im Bereich des EB gibt es eine Art Bauernregel: „Man nehme ein "E-" und hänge die englische Bezeichnung dran und schon hat man einen modern klingenden Begriff.“[18]

[...]


[1] Quelle: Eigene Darstellung

[2] Pirron, J.,„Werkzeuge der Zukunft“, Logistik heute 11-98, S. 60

[3] Definition nach KPMG (Quelle:edi-change 3/99)

[4] Internet, „Supply Chain Management (SCM)“, www.scene.iao.fhg.de, 08.04.02

[5] Quelle: Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart, www.scene.iao.fhg.de

[6] Vgl. Auch Internet, „Supply Chain Management“, http://www.somcon.com/serv05.htm, 15.04.02

[7] Quelle: Eigene Darstellung

[8] Quelle: Dakoda, www.dakoda.com/scm_3.htm, Hersteller von SCM - Software

[9] Internet, „E-Busines / E-Commerce“, http://www.www-kurs.de/e-business.htm, 03.04.02

[10] Internet, „Was ist E-Business?“, http://www.cybernet.de/products/e-business/e_business, 03.04.02

[11] Vgl. Hartzsch, C., „SCM und E-Business Gegenseitige Beeinflussung, Chancen und Risiken“, S. 11

[12] Vgl. Internet, cetas., “Die E-Business-Landschaft der Zukunft – Herausforderungen, Chancen und Visionen”, 04.12.2001

[13] Poirier, C., „Die optimale Wertschöpfungskette“, Seite 41

[14] Poirier, C., „Die optimale Wertschöpfungskette“, Seite 41

[15] Für Interessierte: Führende Anbieter auf dem Softwarebereich des SCM und EB sind heute I2 oder Manguistics. Aber auch Baan, Peoplesoft und Oracle sind in diesem Bereich tätig.

[16] Electronic Data Interchange (EDI), papierloser, z. T. automatisierter, auf elektronischem Weg erfolgender Datenaustausch zwischen verschiedenen Unternehmen (externer Austausch) bzw. einzelnen Unternehmensteilen (interner Austausch). Für die elektronische Übertragung sind die Daten nach einheitlichen internationalen Standards strukturiert und formatiert. (www.wissen.de, 18.04.02)

[17] Internet, http://www.wissen.de, „EDI“, 18.04.02

[18] Internet, „E-Business/E-Commerce“, http://www.www-kurs.de/e-business.htm, 03.04.02

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
E-Business als Erfolgsfaktor für effizientes Supply Chain Management
Hochschule
Hochschule Pforzheim  (FB 03 Beschaffung und Logistik)
Veranstaltung
Distributionslogistik-Seminar SS 2002
Note
2,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
34
Katalognummer
V7121
ISBN (eBook)
9783638144728
Dateigröße
2870 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Inkl. Zusammenfassung der gesamten Seminararbeit auf Deutsch und Englisch (4 Seiten). 2.435 KB
Schlagworte
E-Business, Supply Chain Management SCM, Logistik
Arbeit zitieren
Sandra Rummert (Autor), 2002, E-Business als Erfolgsfaktor für effizientes Supply Chain Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7121

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