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Zur Abschätzung makroökonomischer Effekte von sportlichen Großereignissen. Die Fußballweltmeisterschaft

Título: Zur Abschätzung makroökonomischer Effekte von sportlichen Großereignissen. Die Fußballweltmeisterschaft

Tesis , 2005 , 102 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Philip Hartmanis (Autor)

Economía - Microeconomía, en general
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„Der Motor der deutschen Wirtschaft läuft […] noch nicht rund.“ Die Überwindung einer zähen Stagnation durch die einsetzende konjunkturelle Erholung stützt sich vornehmlich auf einen beachtlich starken außenwirtschaftlichen Impuls. Der inländischen Verwendung wird hingegen höchstens ein stotternder Start attestiert. Privater Konsum und Bruttoanlageinvestitionen verharren auch in aktuellen Prognosen für 2005 nur auf Vorjahresniveau. Die im Grundsatz wettbewerbsfähige unternehmerische Basis und die Möglichkeit, aus eigener Kraft das Tal zu durchschreiten, werden überschattet durch von vielen in schwarzen Farben gemalte Zukunftsperspektiven der deutschen Volkswirtschaft.
„Endlich raus aus dem Jammertal“ soll Deutschland mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 , fordert Wolfgang Clement, der sich von der deutschen WM-Austragung Optimismus und „einen Schub für das Land“ verspricht. Angesichts derartiger Zuschreibungen fühlt man sich an 1974 erinnert: Mit „Fußball ist unser Leben“ besingen Tony Marschall, Franz Beckenbauer und die Mitstreiter der deutschen Elf damals die große Bedeutung von „König Fußball“. Abseits eines Bildes des Fußballs als „Spiegel der Gesellschaft oder soziales Paralleluniversum“ stellt sich die Frage, welchen Beitrag die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu den zentralen „Herausforderungen im Inland“ zu leisten vermag. Tatsächlich finden die von Wolfgang Clement proklamierten positiven Effekte des Turniers in der wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion breite Zustimmung. „Volkswirtschaftliches Gut von 10 Milliarden Euro“, „Jobmaschine schafft 30.000 neue Stellen bis 2010“ oder „realer Wachstumseffekt in Höhe von 0,5%“ sind nur eine exemplarische Auswahl von der WM 2006 zugeschriebenen Attributen. Die „sehr hohe Erwartungshaltung“ wird begleitet von teils ernüchternden Szenarien, die – von der Öffentlichkeit scheinbar unbemerkt – „die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft eher pessimistisch“ beschreiben, das Bild von der „Wachstumsmaschine Sport als Mythos“ darstellen, am WM-Impuls 2006 zweifeln oder einen ökonomischen „Netto-Effekt nahe null“ für Sportgroßveranstaltungen identifizieren.
Der vorliegende Text greift den Dissens in der ökonomischen Diskussion auf und beleuchtet aus einer makroökonomischen Perspektive Herangehensweisen zur Abschätzung der Effekte von sportlichen Großereignissen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Spielfeld

2.1 Sportgroßveranstaltungen

2.2 Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft

2.2.1 1930 – 2006

2.2.2 Deutschland 2006

3 Auswirkungen sportlicher Großereignisse

3.1 Klassifizierung potentieller Wirkungen

3.2 Quantitativ

3.2.1 Primäreffekte

3.2.2 Sekundäreffekte

3.3 Qualitativ

4 Abschätzung makroökonomischer Effekte

4.1 Durchsicht

4.2 Kosten-Nutzen-Analyse

4.3 Input-Output-Analyse

5 Kritische Würdigung

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf das Gastgeberland. Im Zentrum steht die kritische Analyse der Effekte am Beispiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, um den wissenschaftlichen Diskurs über den tatsächlichen makroökonomischen Nutzen solcher Mega-Events zu beleuchten.

  • Klassifizierung und theoretische Einordnung sportlicher Großveranstaltungen
  • Methodische Ansätze zur Abschätzung makroökonomischer Auswirkungen
  • Differenzierung zwischen quantitativen (Primär- und Sekundäreffekte) und qualitativen Wirkungen
  • Kritische Reflexion der ökonomischen Prognosen und deren politische Instrumentalisierung

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Sekundäreffekte

Im Zentrum der Abschätzung makroökonomischer Effekte sportlicher Großereignisse steht die Annahme, dass die dargestellten Primärimpulse weitere ökonomische Wirkungen auf zentrale Größen einer Volkswirtschaft induzieren. Die kurz-, lang- und mittelfristigen Reaktionen des Einkommens, der Produktion oder Beschäftigung auf die Impulse der direkten Effekte basieren auf den Wirkungszusammenhängen ökonomischer Aktivitäten der einzelnen Akteure einer Volkswirtschaft. Im Kern der Beziehungen lässt sich der sog. Multiplikatorprozess identifizieren, der die Auswirkungen autonomer Mittelzuflüsse theoretisch zu erklären versucht. Die Annahme einer andauernden Zirkulation der durch den anfänglichen Impuls generierten zusätzlichen Einkommen bestimmt den Prozess.

Demnach führt zusätzliche Nachfrage zu steigender Produktion und über die Veränderung der Arbeits- und Unternehmereinkommen zu neuerlichen positiven Wirkungen auf die Nachfrage, die wiederum in weiteren Prozessstufen Einkommen und Produktion beeinflussen. Primär- und Sekundäreffekt in der Summe ergeben den Gesamteffekt. Für unterschiedliche Impulse lassen sich unterschiedliche Multiplikatoren bestimmen. Zu den häufig verwendeten Multiplikatoren zählen der Transaktions-, der Investitions-, der Einkommens- und der Beschäftigungsmultiplikator. Am Beispiel der Konsumausgaben ausländischer Touristen bei Sportgroßveranstaltungen soll im Folgenden das Konzept des Multiplikators kurz erläutert werden. Mit dem Zufluss autonomer Mittel in die begünstigten Sektoren – vornehmlich sind die Unternehmen der Tourismusbranche, der Hotelbranche, des Transportgewerbes sowie Gastronomiebetriebe zu nennen – erfolgt eine gesteigerte Aktivität in Bezug auf Vorleistungseinkäufe bei anderen Unternehmen verschiedener Branchen, Personalaufwendungen sowie Steuerzahlungen. Ein Teil der zusätzlichen Einnahmen auf Seite der Unternehmen, der Beschäftigten sowie des Staates findet wiederum Verwendung in der Volkswirtschaft. Der Impuls pflanzt sich fort in neuerlichen Beschäftigungs-, Lohn- und Gewinnsteigerungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle wirtschaftliche Situation Deutschlands zum Zeitpunkt der WM 2006 ein und stellt die Forschungsfrage nach dem tatsächlichen Beitrag des Turniers zu den inländischen Herausforderungen.

2 Das Spielfeld: Dieses Kapitel klassifiziert Sportgroßveranstaltungen, definiert den Begriff des Mega-Events und analysiert das Beziehungsgeflecht der beteiligten Akteure rund um die FIFA WM.

3 Auswirkungen sportlicher Großereignisse: Hier werden die potenziellen ökonomischen Effekte in quantitative (Primär- und Sekundäreffekte) sowie qualitative (imagebildende und gesellschaftliche) Kategorien unterteilt und theoretisch erörtert.

4 Abschätzung makroökonomischer Effekte: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über methodische Ansätze wie die Kosten-Nutzen-Analyse und die Input-Output-Analyse zur Quantifizierung wirtschaftlicher Auswirkungen.

5 Kritische Würdigung: Hier werden die methodischen Fallstricke sowie die kontroverse ökonomische Diskussion um die Glaubwürdigkeit und Instrumentalisierung von Wirkungsstudien kritisch hinterfragt.

6 Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer differenzierten und vorsichtigen Interpretation von Prognosen im Kontext von Sport-Mega-Events.

Schlüsselwörter

Sportgroßveranstaltungen, Fußball-Weltmeisterschaft, FIFA, Makroökonomie, Kosten-Nutzen-Analyse, Input-Output-Analyse, Multiplikatoreffekte, Standorteffekte, Tourismus, Investitionen, Beschäftigungseffekte, Wirtschaftspolitik, Mega-Events, Stadionfinanzierung, Public-Private-Partnership.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die makroökonomischen Effekte, die durch Sportgroßveranstaltungen, insbesondere die Fußball-Weltmeisterschaft, in einem Gastland entstehen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Kategorisierung dieser Events, die ökonomischen Wirkungsmechanismen (Primär- und Sekundäreffekte) sowie die kritische Untersuchung von Bewertungsmethoden wie der Kosten-Nutzen-Analyse.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Dissens in der ökonomischen Diskussion aufzugreifen und Herangehensweisen zur Abschätzung der tatsächlichen wirtschaftlichen Effekte einer WM kritisch zu würdigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Modelle wie die Input-Output-Analyse und die Kosten-Nutzen-Analyse, um die Auswirkungen von Investitionen und Konsumausgaben auf das BIP zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorien der Effekte, die methodischen Ansätze zur Messung sowie die spezifische Rolle der Akteure (FIFA, Staat, Sponsoren) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Multiplikatoreffekte, Standortwettbewerb, ökonomische Netto-Effekte, Mega-Events und die kritische Distanz zu ex-ante Prognosen.

Warum wird zwischen "ex-ante" und "ex-post" Analysen unterschieden?

Ex-ante Analysen prognostizieren Effekte vor dem Event, während ex-post Analysen nach dem Event versuchen, den ökonomischen Einfluss zu isolieren, was aufgrund mangelnder Nachfrage nach solchen Studien jedoch selten geschieht.

Welche Rolle spielen die "Opportunitätskosten" in der Argumentation?

Die Arbeit betont, dass staatliche Subventionen für Stadien kritisch zu hinterfragen sind, da die Ressourcen an anderer Stelle (z.B. Kongresszentren oder Bildung) möglicherweise einen höheren volkswirtschaftlichen Nutzen hätten.

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Detalles

Título
Zur Abschätzung makroökonomischer Effekte von sportlichen Großereignissen. Die Fußballweltmeisterschaft
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
1,0
Autor
Philip Hartmanis (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
102
No. de catálogo
V71222
ISBN (Ebook)
9783638617758
ISBN (Libro)
9783638680783
Idioma
Alemán
Etiqueta
Abschätzung Effekte Großereignissen Darstellung Würdigung Beispiel Fußballweltmeisterschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Philip Hartmanis (Autor), 2005, Zur Abschätzung makroökonomischer Effekte von sportlichen Großereignissen. Die Fußballweltmeisterschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71222
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