„Die Verkehrsinfrastruktur ist wesentlicher Bestandteil eines starken und
dynamischen Wirtschaftstandortes Deutschland sowie zentrale
Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung.“1 In der heutigen Industrieund
Dienstleistungsgesellschaft gewinnt Arbeitsteilung zunehmend an
Bedeutung. Für eine funktionierende Logistik ist ein ausgebautes
Verkehrssystem eine wichtige Voraussetzung. Denn Unternehmen sind vor
allem auf pünktliche und zuverlässige Transporte angewiesen, um
wettbewerbsfähig zu sein. Hierfür werden leistungsfähige Verkehrsträger2
und leistungsfähige Verkehrswege benötigt.3
Ob Unternehmen sich am Standort Deutschland niederlassen, hängt also
nicht nur von Lohnkosten, Steuern und anderen Faktoren ab, sondern auch
von der Erreichbarkeit des Unternehmensstandortes. Die Einführung neuer
Logistikkonzepte und die zunehmende Globalisierung führte zu einer
Verlagerung der Wichtigkeit der Faktoren bei der Standortfrage hin zu einer
guten Verkehrsanbindung. Durch den „Integrationsprozess der Europäischen
Union, die Öffnung der Osteuropäischen Märkte und die Liberalisierung des
Welthandels“4 sehen sich die Unternehmen anderen Anforderungen
gegenübergestellt. Heute ist es den Kunden durch moderne
Kommunikationsmittel möglich, ihre Waren weltweit zu bestellen. Die Kunden
erwarten jedoch weiterhin, dass ihnen die Ware schnellstmöglich geliefert
wird. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es eines
Standortes mit guter Verkehrsinfrastrukturanbindung, um hier schnell und
flexibel reagieren zu können.
Wir gehen nun in unserer Arbeit auf die Wichtigkeit einer guten
Verkehrsinfrastruktur als Standortfaktor ein. Dabei erläutern wir die Rolle des
Staates bei der Bereitstellung und Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur.
Wir führen einen im Internationalen Vergleich durch und gehen näher auf die
Anforderungen der Unternehmen an die Verkehrsinfrastruktur ein. [...]
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- Sandra Rummert (Author), 2002, Verkehrsinfrastruktur als Standortfaktor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7123