Insbesondere seit den 80er Jahren gewann die "eigenständige Regionalentwicklung" in der politischen Diskussion an Bedeutung. Mittlerweile gilt die Aktivierung regionaler Milieus oder die Regionalentwicklung "von unten" als Allgemeinplatz in der Regionalpolitik. Die effiziente Ausschöpfung endogener Potentiale bedarf dabei allerdings meist der Nutzung exogener Instrumente. Nicht selten können sogar endogene Ressourcen ohne exogene Unterstützung gar nicht genutzt werden. Wie selbständig kann also eine regionale Standortentwicklung sein?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien und ,,New Economic Geography"
- Determinanten regionalen Wirtschaftswachstums
- Theorien der endogenen Entwicklung
- Neue (regionale) Wachstumstheorie
- Konzept der regionalen Innovations-Milieus und Netzwerke
- Konzept der lernenden Regionen
- Endogene Regionalentwicklung
- Historischer Abriss der Phasen der Regionalentwicklung
- Die Idee der eingeständigen Regionalentwicklung
- Methoden der endogenen Regionalentwicklung
- Probleme und Schwächen endogener Regionalentwicklung
- Endogene und exogene Aspekte der endogenen Regionalentwicklung
- Eigenständigkeit der endogenen Regionalentwicklung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Eigenständigkeit endogener Regionalentwicklung und untersucht, inwiefern sie tatsächlich unabhängig von externen Einflüssen funktioniert. Die Hauptaufgabe ist es, die theoretischen Grundlagen der endogenen Entwicklung darzustellen und zu beleuchten, wie diese Konzepte in der Praxis umgesetzt werden.
- Theoretische Grundlagen der endogenen Entwicklung
- Konzepte und Methoden der endogenen Regionalentwicklung
- Einflussfaktoren auf die Eigenständigkeit der endogenen Entwicklung
- Bedeutung und Herausforderungen der endogenen Regionalentwicklung
- Zusammenspiel von endogenen und exogenen Faktoren
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Relevanz der endogenen Regionalentwicklung im Kontext des zusammenwachsenden Europas und der Globalisierung dar. Sie beleuchtet die Herausforderungen, denen periphere Regionen gegenüberstehen, und die Bedeutung der regionalen Selbststeuerung.
- Regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien und ,,New Economic Geography": Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den Determinanten regionalen Wirtschaftswachstums und stellt verschiedene Theorien vor, die endogene und exogene Einflussfaktoren auf das Wachstum von Regionen untersuchen. Der Fokus liegt auf den endogenen Ansätzen, die die Rolle von regionalen Besonderheiten und Potenzialen hervorheben.
- Endogene Regionalentwicklung: Das Kapitel widmet sich dem Konzept der endogenen Regionalentwicklung. Es beleuchtet die historischen Phasen der Regionalentwicklung, die Idee der eingeständigen Entwicklung und wichtige Methoden, um diese anzustoßen. Außerdem werden Probleme und Schwächen des Konzepts sowie die Interaktion mit exogenen Faktoren erörtert.
Schlüsselwörter
Endogene Regionalentwicklung, Eigenständige Regionalentwicklung, Regionales Wirtschaftswachstum, Wachstumsdeterminanten, New Economic Geography, Innovations-Milieus, Netzwerke, Lernende Regionen, Standortentwicklung, Globalisierung, Regionalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist endogene Regionalentwicklung?
Es ist ein Ansatz der Regionalpolitik, der darauf abzielt, Wachstum aus den eigenen Potenzialen und Ressourcen einer Region heraus zu generieren ("Entwicklung von unten").
Wie eigenständig kann eine Region wirklich sein?
Die Arbeit zeigt, dass endogene Potenziale oft nur durch exogene (externe) Unterstützung, wie Fördermittel oder Wissenstransfer, voll ausgeschöpft werden können.
Was sind die Konzepte der "lernenden Regionen"?
Lernende Regionen setzen auf kontinuierlichen Wissensaustausch, Innovation und die Vernetzung lokaler Akteure, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Welche Rolle spielen regionale Innovations-Milieus?
Sie bilden das soziale und institutionelle Umfeld, das durch Vertrauen und Kooperation Innovationen begünstigt und so die endogene Entwicklung stärkt.
Was sind die Schwächen der endogenen Regionalentwicklung?
Probleme können eine zu starke Fixierung auf lokale Traditionen (Lock-in-Effekte) oder ein Mangel an kritischer Masse und externen Impulsen sein.
Warum gewann dieser Ansatz seit den 80er Jahren an Bedeutung?
Weil klassische, von oben gesteuerte Ansätze oft scheiterten und die Globalisierung Regionen dazu zwang, ihre spezifischen Standortvorteile selbst zu aktivieren.
- Quote paper
- Bettina Kühn (Author), 2005, Standortentwicklung "von unten" - Wie eigenständig ist die endogene Regionalentwicklung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71291