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Standortentwicklung "von unten" - Wie eigenständig ist die endogene Regionalentwicklung?

Título: Standortentwicklung "von unten" - Wie eigenständig ist die endogene Regionalentwicklung?

Trabajo de Seminario , 2005 , 27 Páginas

Autor:in: Bettina Kühn (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía económica
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Insbesondere seit den 80er Jahren gewann die "eigenständige Regionalentwicklung" in der politischen Diskussion an Bedeutung. Mittlerweile gilt die Aktivierung regionaler Milieus oder die Regionalentwicklung "von unten" als Allgemeinplatz in der Regionalpolitik. Die effiziente Ausschöpfung endogener Potentiale bedarf dabei allerdings meist der Nutzung exogener Instrumente. Nicht selten können sogar endogene Ressourcen ohne exogene Unterstützung gar nicht genutzt werden. Wie selbständig kann also eine regionale Standortentwicklung sein?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien und „New Economic Geography“

2.1 Determinanten regionalen Wirtschaftswachstums

2.2 Theorien der endogenen Entwicklung

2.3 Neue (regionale) Wachstumstheorie

2.4 Konzept der regionalen Innovations-Milieus und Netzwerke

2.5 Konzept der lernenden Regionen

3. Endogene Regionalentwicklung

3.1 Historischer Abriss der Phasen der Regionalentwicklung

3.2 Die Idee der eingeständigen Regionalentwicklung

3.3 Methoden der endogenen Regionalentwicklung

3.4 Probleme und Schwächen endogener Regionalentwicklung

3.6 Endogene und exogene Aspekte der endogenen Regionalentwicklung

4. Eigenständigkeit der endogenen Regionalentwicklung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der endogenen Regionalentwicklung und geht der zentralen Forschungsfrage nach, wie "eigenständig" die Entwicklung von Regionen unter Berücksichtigung sowohl interner Potentiale als auch exogener Einflussfaktoren in der Praxis tatsächlich sein kann.

  • Theoretische Grundlagen des regionalen Wachstums
  • Analyse endogener Entwicklungsansätze und Strategien
  • Bedeutung von regionalen Innovations-Milieus und Netzwerken
  • Methodische Ansätze für ein regionales Management
  • Diskussion zur tatsächlichen Eigenständigkeit peripherer Regionen

Auszug aus dem Buch

3. 3 Methoden der endogenen Regionalentwicklung

Um einen Eindruck zu vermitteln, wie endogene Entwicklungsstrategien praktisch umgesetzt werden können, erscheint es sinnvoll das Methodenspektrum vorzustellen. Abbildung 3 zeigt eine Auswahl von Methoden, die in der Praxis häufig Anwendung finden.

- Leitbilder stellen grundlegende gesellschaftliche Vereinbarungen dar und können in diesem komplexen Gefüge auch für das gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Handeln von Kommunen bestimmend sein. In der räumlichen Planungspraxis sucht man vergeblich nach einer einheitlichen Definition oder gesetzlichen Regelung. Im Handwörterbuch der Raumordnung definiert Lendi (1995) das Leitbild "als zukünftigen Zustand, der durch zweckmäßiges Handeln und Verhalten erreicht werden soll." Gegner der Leitbildentwicklung kritisieren häufig, dass Leitbilder meist nur "Selbstverständlichkeiten" (Mandelartz et al. 1997, S. 13) enthalten, für die ein zeitaufwendiger Entwicklungsprozess übertrieben sei. Entgegen spricht, dass das Dokumentieren von Zielen eine gewisse Verbindlichkeit der Gemeinde nach innen und außen darstellt und damit die Profilierung der Gemeinde fixiert wird.

- Durch Erwachsenenbildung bzw. berufliche und persönliche Qualifizierung soll der regionsspezifische Bedarf an Wissenserweiterung gedeckt werden. Erwachsenenbildung ist gerade für ländliche Räume ein wichtiges Thema, beispielsweise um den Anschluss an moderne Informations- und Kommunikationsmedien wie das Internet nicht zu verpassen. Qualifizierung bezieht sich insbesondere auf die berufliche Aus- und Weiterbildung, welche auf den Bedarf des Arbeitsmarktes der Region abgestimmt sein soll.

- Bürgerschaftliches Engagement ist ein weiterer Aspekt bei der eigenständigen Regionalentwicklung. Die aktive Mitwirkung der Bürger ist z. B. bei der Erstellung eines Leitbildes unverzichtbar. Die Begriffe "Partizipation", "Bürgerbeteiligung" oder "bürgerschaftliches Engagement" werden in der Fachliteratur nicht identisch abgegrenzt. Im Rahmen der endogenen Regionalentwicklung handelt es sich um Partizipationsformen wie etwa Bürgerinitiativen, Mediationsverfahren oder Runde Tische. Die Formen direkter Bürgerentscheidungen sollen das System der repräsentativen Demokratie ergänzen und sind damit auf regionaler Ebene per se Ausdruck endogener Mitbestimmung und Entwicklung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel Europas zum "Europa der Regionen" und führt in die Problemstellung ein, wie eigenständig Regionen angesichts globaler Zwänge agieren können.

2. Regionale Wachstums- und Entwicklungstheorien und „New Economic Geography“: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Erklärungsansätze für regionales Wachstum und beleuchtet die Rolle interner sowie externer Faktoren.

3. Endogene Regionalentwicklung: Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die zentralen Ideen und Methoden sowie die Herausforderungen des Konzepts der endogenen Regionalentwicklung.

4. Eigenständigkeit der endogenen Regionalentwicklung: Das letzte Kapitel diskutiert kritisch die Frage der Eigenständigkeit und kommt zu dem Schluss, dass meist eine Kombination aus internen und externen Ressourcen notwendig ist.

Schlüsselwörter

Endogene Regionalentwicklung, Standortentwicklung, Regionalplanung, Wirtschaftswachstum, Innovations-Milieus, Regionale Netzwerke, Lernende Regionen, Eigenständigkeit, Wirtschaftsgeographie, Strukturpolitik, Regionale Akteure, Wissensbasierter Ansatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der endogenen Regionalentwicklung, oft auch als Standortentwicklung "von unten" bezeichnet, und untersucht dessen praktische Umsetzung und theoretische Fundierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören regionale Wachstumstheorien, Innovations-Milieus, das Konzept lernender Regionen sowie die Methoden des regionalen Managements.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Frage zu klären, wie "eigenständig" endogene Regionalentwicklung in der Realität sein kann, da Regionen selten völlig ohne externe Unterstützung auskommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und Konzepte der Wirtschaftsgeographie sowie einer Analyse regionalpolitischer Strategien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den theoretischen Grundlagen, dem historischen Abriss der Regionalentwicklung sowie einer detaillierten Vorstellung von Methoden wie Leitbildentwicklung, Netzwerkmanagement und Bürgerbeteiligung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind endogene Potentiale, regionale Akteure, Eigenständigkeit, Wissensdiffusion und interregionale Netzwerke.

Warum ist die Nutzung externer Ressourcen in der endogenen Entwicklung oft notwendig?

Die Autorin argumentiert, dass die Aktivierung endogener Potentiale ohne externe Finanzierung oder Beratung in vielen Fällen chancenlos wäre, da es Regionen oft an eigenen Mitteln oder Entscheidungskompetenzen fehlt.

Welche Rolle spielt die Identität einer Region?

Regionale Identität dient als motivatorische Grundlage und Gestaltungsansatz, um die Bürger zur aktiven Mitwirkung zu motivieren, kann aber bei zu starker Ausprägung auch notwendige Veränderungen hemmen.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Standortentwicklung "von unten" - Wie eigenständig ist die endogene Regionalentwicklung?
Universidad
University of Augsburg
Curso
Hauptseminar Standortentwicklung
Autor
Bettina Kühn (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
27
No. de catálogo
V71291
ISBN (Ebook)
9783638631617
ISBN (Libro)
9783638675130
Idioma
Alemán
Etiqueta
Standortentwicklung Regionalentwicklung Hauptseminar Standortentwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bettina Kühn (Autor), 2005, Standortentwicklung "von unten" - Wie eigenständig ist die endogene Regionalentwicklung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71291
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