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Bürgerversicherung und Kopfpauschale - Alternativen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung

Title: Bürgerversicherung und Kopfpauschale - Alternativen  zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung

Bachelor Thesis , 2007 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Florian Huber (Author)

Business economics - Economic Policy
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Eines der aktuellsten politischen Themen in Deutschland ist zweifellos die Gesundheitsreform. Das jetzige System aus gesetzlichen und privaten Kassen ist auf lange Sicht hin gesehen nicht mehr finanzierbar. Zwar ist im BMG derzeit eine Reform im Gange, doch schon deren Erarbeitung durch die große Koalition in Berlin verlief alles andere als reibungslos, denn die Möglichkeiten einer Reform des Gesundheitswesens sind genauso vielfältig, wie die derzeitige Diskussion.

Nun hat die Große Koalition am 02. Februar 2007 ihr Reformvorhaben durch einen Bundestagsbeschluss auf den Weg gebracht, allerdings nur mit einer Umgestaltung des bisherigen, nicht zeitgemäßen Systems. Ob diese Reformbemühungen der Bundesregierung greifen werden, soll aber hier nicht behandelt werden. Die hier vorliegende Arbeit soll vielmehr zwei alternative Reformmöglichkeiten des Gesundheitssystems vorstellen, welche in der Lage sein könnten, die derzeitige gesetzliche Krankenversicherung zu ersetzen und so deren aktuellen Probleme zu lösen: die Bürgerversicherung und die Kopfpauschale2. Diese beiden Reformkonzepte scheinen unweigerlich auch mit den beiden großen politischen Lagern – SPD und Grüne auf der einen und Union und FDP auf der anderen Seite – verbunden zu sein. Jedoch sollen beide Möglichkeiten in dieser Arbeit parteineutral behandelt werden, um ihre möglichen Vorzüge und Nachteil als Ersatz zur GKV darzustellen. Dies ist aufgrund der genannten Parteibezogenheit schwierig, jedoch nicht unmöglich3. Eindeutig ist die politische Verteilung, nämlich dass Grüne und große Teile der SPD die Bürgerversicherung favorisieren, während sich die Union, insbesondere die CDU, für die Kopfpauschale stark macht.

Zur genauen Konkretisierung der Reformansätze sollen zunächst die großen Schwächen unseres derzeitigen Versicherungssystems dargestellt werden, um klar zu machen, in welchen Bereichen die beiden Konzepte überhaupt greifen können. Danach sollen beide Möglichkeiten in ihren Vor- und Nachteilen dargestellt werden, um ihre Ideen für die Umgestaltung hinreichend zu erläutern. Auch soll auf verschiedene Modellvorschläge innerhalb dieser Ansätze näher eingegangen werden. Ziel ist es dann durch eine genauere Gegenüberstellung aufzeigen zu können, welcher der beiden Alternativen sich durchsetzten kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gesetzliche Krankenversicherung

2.1 Überblick

2.2 Derzeitige Situation

2.3 Zwischenfazit

3. Bürgerversicherung

3.1 Der Begriff

3.2 Das Konzept

3.3 Probleme

4. Kopfpauschale

4.1 Der Begriff

4.2 Das Konzept

4.3 Probleme

5. Vergleich der Konzepte und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zwei zentralen Reformalternativen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, die Bürgerversicherung und die Kopfpauschale, um deren jeweilige Vor- und Nachteile sowie deren Eignung zur Lösung bestehender Finanzierungsprobleme parteineutral gegenüberzustellen.

  • Analyse der Schwachstellen der derzeitigen gesetzlichen Krankenversicherung
  • Detaillierte Untersuchung des Konzepts der Bürgerversicherung
  • Eingehende Betrachtung des Kopfpauschalen-Modells
  • Vergleichende Gegenüberstellung beider Reformansätze
  • Bewertung der Zukunftsfähigkeit und Problemlösungskompetenz

Auszug aus dem Buch

3.3 Probleme

Offensichtlich hat das Modell der Bürgerversicherung viele Vorteile gegenüber dem jetzigen System. Es stellt sich aber die Frage, warum es bisher nicht realisiert wurde. Die Umsetzung stößt auf vielerlei Widerstand, vor allem bei unionsregierten Bundesländern und den PKV, die lukrative Kunden verlieren würden. Aber auch unabhängig von politischen Auseinandersetzungen hat die Bürgerversicherung entscheidende Nachteile. Allein der Zugriff auf Zins- und Miteinnahmen würde durch die steigende Anzahl an Versicherten den sowieso schon erhöhten bürokratischen Aufwand, nochmals enorm steigern (Pilz, 2004). Zwar käme es durch die Erweiterung des Versichertenkreises und durch den Wegfall der BBG zu einer kurzfristigen Beitragssenkung. Diese würde aber durch die steigenden Kosten des medizinischen Fortschritts aufgezehrt. Somit wird allerdings auch eine Senkung der Lohnnebenkosten und damit eine Entlastung der Arbeitgeber verhindert. Längerfristig gesehen könnte deren Steigerung sogar nur mit einer Deckelung des Arbeitgeberanteiles gestoppt werden (Biback, 2005).

Das wohl größte Defizit ist die Tatsache, dass die Bürgerversicherung dem zu erwartenden demographischen Wandel nichts entgegenzusetzen vermag. Rücklagen, ähnlich wie sie der RSA der PKV heute darstellt, sind nicht vorgesehen. Die Bürgerversicherung würde von der Hand in den Mund leben und hätte eine Alternative, nämlich die PKV quasi liquidiert (Pilz, 2004 und Pitschas, 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitssystems ein und stellt die beiden Reformkonzepte vor, die in der Arbeit untersucht werden.

2. Die Gesetzliche Krankenversicherung: Dieses Kapitel beschreibt den aktuellen Zustand der GKV, inklusive ihrer finanziellen Herausforderungen durch den demographischen Wandel und den medizinischen Fortschritt.

3. Bürgerversicherung: Hier wird das Konzept der Bürgerversicherung erläutert, das auf einer Erweiterung des Versichertenkreises und einkommensabhängigen Beiträgen basiert, sowie kritisch analysiert.

4. Kopfpauschale: Dieses Kapitel stellt das Prämienmodell der Kopfpauschale vor, bei dem die Versicherung unabhängig vom Einkommen erhoben wird, und diskutiert dessen Ausgestaltung und Probleme.

5. Vergleich der Konzepte und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung beider Reformvorschläge zur Lösung der zentralen Strukturprobleme des Gesundheitssystems.

Schlüsselwörter

Gesundheitsreform, Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, Bürgerversicherung, Kopfpauschale, Kopfprämie, Gesundheitsprämie, demographischer Wandel, Finanzierung, Solidarprinzip, Lohnnebenkosten, Beitragsbemessungsgrenze, Versicherungspflichtgrenze, Gesundheitswesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit einer Reform des deutschen Gesundheitssystems und stellt zwei konträre Lösungsansätze gegenüber: die Bürgerversicherung und die Kopfpauschale.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die aktuelle Finanzierungslage der gesetzlichen Krankenversicherung, der demographische Wandel, die Lohnnebenkosten sowie die detaillierte Darstellung und Kritik der beiden genannten Reformmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine parteineutrale Darstellung und ein Vergleich der beiden Reformkonzepte, um ihre Vorzüge und Nachteile sowie ihre Eignung zur Überwindung der aktuellen Probleme des Gesundheitssystems zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um bestehende Reformmodelle sowie die theoretischen und ökonomischen Debatten zu diesem Thema aufzuarbeiten und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der GKV, eine detaillierte Konzeptvorstellung und Problemanalyse der Bürgerversicherung sowie eine entsprechende Analyse der Kopfpauschale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gesundheitsreform, Bürgerversicherung, Kopfpauschale, demographischer Wandel und Finanzierungsprobleme der GKV charakterisieren.

Warum wird die Bürgerversicherung kritisch bewertet?

Sie wird kritisch gesehen, da sie dem demographischen Wandel keine ausreichenden Rücklagen entgegensetzt und mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden ist.

Welcher Hauptkritikpunkt besteht gegenüber der Kopfpauschale?

Der Hauptkritikpunkt ist die soziale Belastung für Geringverdiener, da sie das paritätische Finanzierungsprinzip aufgibt und sehr konjunkturabhängig ist.

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Details

Title
Bürgerversicherung und Kopfpauschale - Alternativen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung
College
University of Stuttgart  (Institut für Wirtschaftspolitik und öffentliches Recht)
Course
Hauptseminar Wirtschaftspolitik II
Grade
2,0
Author
Florian Huber (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V71417
ISBN (eBook)
9783638631747
ISBN (Book)
9783640110476
Language
German
Tags
Bürgerversicherung Kopfpauschale Alternativen Finanzierung Krankenversicherung Hauptseminar Wirtschaftspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Huber (Author), 2007, Bürgerversicherung und Kopfpauschale - Alternativen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71417
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