Im Rahmen des eigenverantwortlichen Unterrichts erteile ich der Klasse 2 der XXX-Schule in XX das Fach Mathematik. Die Klasse besuchen derzeit zwanzig Kinder, neun Mädchen und elf Jungen. Drei Kinder sind ausländischer Herkunft: XX ist Türkin; sie beherrscht die deutsche Sprache gut, hat allerdings Probleme bei Textaufgaben. XX stammt aus Costa Rica und besucht die Klasse 2b erst seit den letzten Weihnachtsferien. Sie beherrscht nicht die deutsche, sondern nur die spanische Sprache. XX hat sich aus sozialem Gesichtspunkt gut in die Klasse integriert. Da sie allerdings aufgrund der sprachlichen Defizite sehr gehemmt ist, gestaltet sich ihre Integration in den Unterricht der Klasse noch sehr schwierig. XX kommt aus Pakistan. Er spricht und versteht die deutsche Sprache, hat allerdings Probleme Arbeitsaufträge zu erfassen und selbstständig auszuführen. XX ist ein autistisches Kind. An drei Tagen in der Woche erhält er eine Schulbetreuung durch eine Heilpädagogin. (Frau XX ist auch mittwochs anwesend.) Es finden regelmäßig Hilfeplangespräche mit dem Jugendamt und dem autistischen Zentrum statt. Einmal im Monat treffen sich die Heilpädagogin, die Klassenlehrerin und XXs Eltern zu einem Gespräch in der Schule. Die Eltern leben getrennt, was für ihn eine Belastung darstellt. In den letzten 2-3 Wochen ist XX sehr unruhig. Die Klasse 2 ist eine sehr aufgeschlossene und fröhliche Klasse. Die Kinder nehmen neue Mitschüler sehr herzlich auf. Genauso ist dies mit neuen Lerninhalten, welche die Schüler freudig in Angriff nehmen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Situationsanalyse
1.1 Allgemeine Angaben zur Lerngruppe
1.2 Lernvoraussetzungen in Bezug auf das Stundenthema
2. Die Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit
3. Sachanalyse
4. Didaktisch-methodische Überlegungen
5. Lernziele der Unterrichtsstunde
8. Unterrichtsverlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtsvorbereitung ist es, den Schülern der zweiten Klasse das Konzept der 24-Stunden-Einteilung der Uhr sowie deren praktische Anwendung im Alltag zu vermitteln und sie zum sicheren Ablesen und Einstellen der analogen Uhr zu befähigen.
- Verständnis der Einteilung des Tages in 24 Stunden
- Differenzierung zwischen erster und zweiter Tageshälfte
- Praktischer Umgang mit analogen Lernuhren
- Transfer der Uhrzeiten auf den persönlichen Tagesablauf
- Förderung der Selbstkontrolle durch Arbeitsblätter und Anschauungsmaterial
Auszug aus dem Buch
4. Didaktisch-methodische Überlegungen
Das Thema der Uhrzeit entstammt dem unmittelbaren Alltag der Schüler. Sie sind schon von klein auf an feste Uhrzeiten gebunden. Manche Schüler besitzen ihre eigene Armbanduhr und auch der Klassensaal ist mit einer Wanduhr bestückt. Fragen wie „Wann ist Pause?“ können dann von der Lehrkraft nicht mehr nur mit „Wenn der große Zeiger unten ist.“, sondern mit Angabe der Uhrzeit beantwortet werden.
Das Thema spricht Kinder in der Regel sehr an, da sie ihr Wissen sofort im Alltag anwenden können und Spaß daran finden. Aber auch in ihrer Zukunft werden sie zunehmend an feste Zeiten gebunden sein.
Der Hessische Rahmenplan für die Grundschule widmet dem Thema „Zeit“ im Mathematikunterricht eine ganze DIN A4-Seite. Ihm zufolge sollen die Schüler des 1. und 2. Schuljahres „in der Lage sein, die Uhrzeiten abzulesen, einzustellen und zu notieren“ (S.161). Hierzu ist es Voraussetzung, die Einteilung der Uhr in 24 Stunden zu kennen.
Das sehr umfangreiche Thema der Zeit, welches in der Klasse 2b fächerübergreifend in Mathematik, Sachunterricht, Deutsch, Musik und Sport behandelt wird, wird in dieser Stunde auf diesen Aspekt reduziert. Um selbstständig im Umgang mit der Uhr und Uhrzeiten in ihrer Umwelt zu werden, ist es wichtig, dass die Schüler alle 24 Stunden der analogen Uhr zuordnen können. Daher wird dieser Aspekt intensiv und handlungsorientiert den Schülern vermittelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Situationsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die Zusammensetzung der Lerngruppe, inklusive individueller sprachlicher und sozialer Besonderheiten, sowie den aktuellen Wissensstand der Kinder bezüglich Zeitmessung.
2. Die Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit: Hier wird der tabellarische Ablauf der gesamten Einheit "Die Uhrzeit" dargestellt, um den Lernfortschritt der Schüler über mehrere Tage hinweg aufzuzeigen.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe zur Zeitmessung, den Aufbau der analogen Uhr und die entwicklungspsychologischen Aspekte von Zeitverständnis bei Grundschulkindern.
4. Didaktisch-methodische Überlegungen: Hier werden die pädagogische Begründung für das Stundenthema sowie die methodischen Entscheidungen bezüglich des Einstiegs und der Erarbeitungsphase dargelegt.
5. Lernziele der Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel fasst die angestrebten Kompetenzen zusammen, die die Schüler am Ende der Stunde in Bezug auf das Einstellen und Benennen von Uhrzeiten erreicht haben sollen.
8. Unterrichtsverlaufsplanung: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte tabellarische Übersicht über den zeitlichen Ablauf, die eingesetzten Methoden und die verwendeten Medien der Unterrichtsstunde.
Schlüsselwörter
Mathematikunterricht, Grundschule, Uhrzeit, Analoguhr, 24-Stunden-Einteilung, Lernuhr, Zeitverständnis, Zeitspannen, Tageshälfte, Unterrichtsplanung, Sachanalyse, Didaktik, Handlungsorientierung, Selbstkontrolle, Zeitmessung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsvorbereitung im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten Planung einer Mathematikstunde für eine zweite Grundschulklasse, in der die Schüler den Umgang mit der 24-Stunden-Einteilung auf der analogen Uhr lernen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Zentrum stehen das Verständnis von Uhrzeiten, die Unterscheidung zwischen der ersten und zweiten Tageshälfte sowie die praktische Handhabung von Lernuhren zur Festigung des Wissens.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Kinder sollen befähigt werden, volle Stunden auf der analogen Uhr einzustellen, abzulesen und die umgangssprachlichen Bezeichnungen korrekt zuzuordnen.
Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?
Die Lehrkraft setzt auf einen handlungsorientierten Unterricht mit einem motivierenden Bildimpuls, begleitet von einer lehrerzentrierten Phase und der aktiven Nutzung von Lernuhren durch die Schüler.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Vorbereitung?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situations- und Sachanalyse, didaktisch-methodische Reflexionen sowie eine exakte Verlaufsplanung der 45-minütigen Unterrichtsstunde.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zeitbewusstsein, Analoguhr, 24-Stunden-Rhythmus, Differenzierung und handlungsorientiertes Lernen bestimmt.
Wie wird die Integration von Schülern mit sprachlichen Defiziten unterstützt?
Die Lehrkraft berücksichtigt individuelle Lernvoraussetzungen durch die Bereitstellung von anschaulichen Lernuhren und die engmaschige Betreuung während der Arbeitsphase.
Warum wird im Abschlussspiel der Sitzkreis genutzt?
Der Sitzkreis dient dazu, den Schülern eine direkte Selbstkontrolle zu ermöglichen und der Lehrkraft einen sofortigen Überblick über den individuellen Lernstand zu geben.
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- Myriam Dörr (Author), 2006, Unterrichtseinheit: Die Uhr hat 24 Stunden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71424