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Die Rolle der Non-Governmental Organizations in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit

Möglichkeiten und Vorteile sowie Grenzen und Gefahren für entwicklungspolitische NGOs

Title: Die Rolle der Non-Governmental Organizations in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit

Seminar Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Regina Bianchi (Author)

Politics - Topic: Development Politics
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Der sogenannte Nord-Süd-Konflikt bezeichnet in seiner Gesamtheit die Interessensgegensätze zwischen der ersten und dritten Welt, zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Auch heute noch stehen den wenigen, hochentwickelten und reichen Industriestaaten noch eine sehr große Anzahl an armen Ländern gegenüber und die Kluft wird zusehends größer. Während die Industriestaaten immer reicher werden, werden die Staaten der Dritten Welt zusehends ärmer. Die Anzahl der Akteure im Nord-Süd-Konflikt hat sich im Verlauf der vier Entwicklungsdekaden vervielfacht. Heute treten neben den Regierungen auch zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NRO) aus dem Norden sowie aus dem Süden als Interessenvertreter bestimmter gesellschaftlicher Gruppen auf, die sich vor allem aus Kirchen und der Zivilgesellschaft gebildet haben.
NGOs, zu deutsch „Nichtregierungsorganisationen“ (NRO) spielen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) eine sehr bedeutende Rolle, sie haben beträchtliche Vorteile gegenüber der staatlichen EZA auf die ich in meiner Arbeit auch eingehen werde.
Ich habe mich aber dafür entschieden, hier auch die Grenzen und Gefahren, auf welche die NGOs in der EZA stoßen aufzuzeigen, allerdings habe ich versucht, nur die aktuellsten Probleme dafür auszuwählen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Begriff Non-Governmental Organization

2.1. Definition

2.2. Struktur

2.3. Differenzierung der entwicklungspolitischen NGOs

2.3.1. Die Nord-NGOs

2.3.2. Süd-NGOs und GONGOS

2.3.3. Zusammenschlüsse von NGOs

3. Möglichkeiten und Vorteile

3.1. Spezifische Vorteile in der Entwicklungszusammenarbeit

3.2. Politische Macht und Einflussnahme

4. Grenzen und Gefahren für entwicklungspolitische NGOs

4.1. Bürokratie und Professionalität

4.2. Staatliche Abhängigkeit und Finanzierung

4.3. Rückgang der öffentlichen Debatte über die EZA

5. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, wobei sie deren spezifische Vorteile gegenüber staatlichen Akteuren sowie bestehende Herausforderungen und Abhängigkeiten kritisch beleuchtet.

  • Begriffliche Definition und Differenzierung verschiedener NGO-Typen
  • Analyse der Vorteile wie Basisnähe und Partizipation
  • Untersuchung von Risiken durch Bürokratisierung und staatliche Finanzierung
  • Die politische Rolle und Legitimation von NGOs im internationalen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1. Spezifische Vorteile in der Entwicklungszusammenarbeit

NGOs gelten in erster Linie als basisnäher und partizipativer und sie arbeiten effizienter und kostengünstiger, als die staatlichen Entwicklungsbürokratien.

NGOs sind weniger in außenwirtschaftlichen und außenpolitische Beziehungen eingebunden, sie haben allerdings eigene Interessen, vor allem jenes der Existenzsicherung, der Profilierung und Vergrößerung, dies wiederum sorgt für Konkurrenz auf dem Spendenmarkt. Sie sind in der Lage, die anvisierten Zielgruppen eher zu erreichen, als staatliche Bürokratien und es ist für sie wesentlich leichter, Partner zu finden, die mit der Lage im betreffenden Land vertraut sind, und auf die sie sich verlassen können. Die Organisation CARE erreicht Jahr für Jahr Millionen Menschen. Experten aus vielen Nationen arbeiten eng mit den Projektteilnehmern zusammen, aber auch mit einheimischen Partnerorganisationen, Regierungen und lokalen Behörden. Diese Projekte sind deshalb erfolgreich, weil sie die Begünstigten nicht entmündigen, sondern ihr Wissen nutzen, ihre Fähigkeiten einbeziehen und ihre Unabhängigkeit stärken.

Auch die Organisation der Selbsthilfe fällt ihnen leichter, da Selbsthilfe eine Art von befreiender Rebellion darstellt, an der sich Agenturen eines fremden Staates nicht beteiligen dürfen. Auch dies lässt sich mit einem Beispiel der weltweiten Hilfsorganisation CARE belegen:

„In den ärmsten Ländern der Welt setzt sich CARE für einen verbesserten Zugang zu Schul- und Berufsausbildung ein, fördert soziale Einrichtungen und Einkommensmöglichkeiten im Kleingewerbe. Diese Form der "Hilfe zur Selbsthilfe" befähigt Familien und Dorfgemeinschaften, ihre Existenz langfristig aus eigener Kraft zu sichern.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit im Rahmen des Nord-Süd-Konflikts ein und steckt den thematischen Rahmen ab.

2. Zum Begriff Non-Governmental Organization: In diesem Kapitel werden NGOs definiert, strukturell verortet und verschiedene Typen wie Nord-NGOs, Süd-NGOs und GONGOS voneinander abgegrenzt.

3. Möglichkeiten und Vorteile: Das Kapitel beleuchtet die Stärken von NGOs, insbesondere ihre Effizienz, ihre Basisnähe und ihr Potenzial zur politischen Einflussnahme.

4. Grenzen und Gefahren für entwicklungspolitische NGOs: Hier werden die problematischen Seiten der NGO-Arbeit, wie etwa zunehmende Bürokratisierung, staatliche Finanzierungsabhängigkeiten und der schwindende öffentliche Rückhalt, diskutiert.

5. Resümee und Ausblick: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten von NGOs im Spannungsfeld zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Schlüsselwörter

Nichtregierungsorganisationen, NGOs, Entwicklungszusammenarbeit, EZA, Nord-Süd-Konflikt, Hilfe zur Selbsthilfe, Zivilgesellschaft, staatliche Abhängigkeit, Professionalität, politische Einflussnahme, humanitäre Katastrophen, GONGOS, Entwicklungspolitik, Freiwilligkeit, Spendenmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle von NGOs in der internationalen Entwicklungspolitik, wobei die Autorin die Vor- und Nachteile dieser Organisationen gegenüber staatlichen Einrichtungen untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Definition und Differenzierung von NGO-Typen, ihre spezifischen Stärken in der Projektarbeit sowie die Risiken durch Bürokratie und Abhängigkeit von öffentlichen Geldern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Beitrag von NGOs zur Entwicklungszusammenarbeit kritisch zu bewerten und die Herausforderungen aufzuzeigen, vor denen diese Organisationen heute stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Untersuchung genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse von Fachbüchern, Zeitschriften sowie Primärquellen von NGO-Webseiten, um eine aktuelle Bestandsaufnahme der Thematik zu erstellen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Potenziale und Vorteile (wie Basisnähe) sowie in eine kritische Untersuchung der Grenzen und Gefahren für entwicklungspolitische NGOs.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Entwicklungszusammenarbeit, NGO, Hilfe zur Selbsthilfe, Zivilgesellschaft und staatliche Finanzierungsabhängigkeit.

Was unterscheidet sogenannte GONGOS von klassischen NGOs?

GONGOS (Government Organised Non-governmental Organizations) werden von Regierungen kontrolliert, um Gelder zu steuern, während NGOs als privat und unabhängig definiert sind.

Warum ist die „Hilfe zur Selbsthilfe“ für NGOs so essenziell?

Sie gilt als befreiende Form der Unterstützung, die die Unabhängigkeit der betroffenen Zielgruppen fördert und staatliche bürokratische Hürden umgeht.

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Details

Title
Die Rolle der Non-Governmental Organizations in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit
Subtitle
Möglichkeiten und Vorteile sowie Grenzen und Gefahren für entwicklungspolitische NGOs
College
University of Salzburg  (Politikwissenschaft und Soziologie)
Course
Proseminar
Grade
1
Author
Regina Bianchi (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V71481
ISBN (eBook)
9783638635448
ISBN (Book)
9783640584451
Language
German
Tags
Rolle Non-Governmental Organizations Entwicklungszusammenarbeit Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Regina Bianchi (Author), 2003, Die Rolle der Non-Governmental Organizations in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71481
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