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Städtenetze

Title: Städtenetze

Term Paper , 2007 , 40 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Hörstmann-Jungemann (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Die Kooperation in Form von so genannten Städtenetzen ist ein relativ junger Ansatz. Da sich die räumliche Planung im Allgemeinen und die regionale Planung im Speziellen verstärkt mit Umsetzungs- und Akzeptanzproblemen konfrontiert sahen, setzten sich in Deutschland seither neue Strategien durch. Diese sind durch interkommunale und regionale Kooperationsprozesse, einer gleichermaßen aktiven wie aktivierenden Rolle der räumlichen Planung sowie durch flexible Regionszuschnitte und ein konzentriertes, zügiges und demonstratives Handeln in Form von Projekten gekennzeichnet. Gegenwärtig bestehen in Deutschland auf Bundes- und Länderebene eine Reihe von Initiativen, die über Regionalkonferenzen, regionale Entwicklungskonzepte und Landschaftsausstellungen eine prozess- und projektorientierte regionale Planung anstreben. Eines der frühen Beispiele sind die Städtenetze. Hinter dem Begriff „Städtenetze“ steht ein punktförmiges Bild. Die Netze aus Städten und Gemeinden werden mit dem Ziel gebildet, zwischen den einzelnen Kommunen infrastrukturelle und ökonomische Synergieeffekte nutzbar zu machen und natürliche Ressourcen zu schonen. Auslöser der Diskussion war der Raumordnungspolitische Orientierungsrahmen, den das Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau Ende 1992 unter Mitwirkung der Länder vorgelegt hat. Im Jahr 1994 wurde schließlich das Forschungsfeld „Städtenetze“ im Experimentellen Wohnungs- und Städtebau des BMBau eingerichtet. Die Leitidee der Modellprojekte Städtenetze bestand darin, durch praxisnahe Erprobung neue Wege aufzuzeigen, wie durch interkommunale Zusammenarbeit die Planungen und Maßnahmen besser aufeinander abgestimmt und gemeindeübergreifende Projekte entwickelt werden können. Die Regionalisierung gewinnt ebenfalls dadurch an Bedeutung, dass für viele Aktivitäten die regionalen Einheiten zu klein geworden sind. Dies äußert sich dadurch, dass Entscheidungen in Kommunen häufig externe Effekte erzeugen, die durch interkommunale Kooperation oder zentrale Regulierung bewältigt werden müssen. Die Kommunen müssen ihre Kräfte bündeln, um den Herausforderungen der Globalisierung zu begegnen. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Entstehung der Städtenetze als Beispiel regionaler Raumplanung darzustellen und aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen diese stattgefunden und sich bis heute entwickelt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Regionalisierung

3 Städtenetze

3.1 Was steht hinter dem Begriff „Städtenetze“?

3.2 Voraussetzungen für die Bildung von Städtenetzen

3.2.1 Zentrale Kriterien

3.2.2 Voraussetzungen bei der Bildung von Städtenetzen

3.3 Entwicklung des Modellvorhabens „Städtenetze“

4 Fallbeispiel: Bergisches Städtedreieck

4.1 Historische Entwicklung des Bergischen Städtedreiecks

4.2 Die Region

4.3 Bündelung wirtschaftlicher Kompetenzen

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Entstehung der Städtenetze als ein Instrument regionaler Raumplanung darzustellen, die Voraussetzungen für deren Bildung zu analysieren und die historische sowie aktuelle Entwicklung dieses Konzepts am Beispiel des Bergischen Städtedreiecks aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Definition des Begriffs Städtenetze
  • Voraussetzungen und Kriterien für die Vernetzung von Städten
  • Historische Entwicklung und Einordnung des Modellvorhabens Städtenetze
  • Fallstudie zur wirtschaftlichen Kompetenzbündelung im Bergischen Städtedreieck
  • Analyse des Strukturwandels und der strategischen Neuausrichtung von Städten

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Zentrale Kriterien

Es musste zunächst eine offene Antwort auf die Frage „Was sind Städtenetze?“ (vgl. Kapitel 3.1) riskiert werden, um eine Antwort auf die wesentlichere Frage „Welche Städtenetze erfüllen die Erwartungen der Raumordnung?“ zu bekommen. Die Städtenetze sollten einerseits die Organisationsform und die Aufgabenbereiche frei bestimmen und entwickeln, andererseits wurde auch Anzahl und Größe der beteiligten Städte sowie Größe und Zuschnitt der betroffenen Region nicht vorgegeben. Das Forschungsfeld erwartete, dass die durch Städtenetze abgebildete Regionen häufig nicht mit den Grenzen vorhandener Verwaltungs- und Planungsstrukturen übereinstimmen, sondern zum Teil gerade die Überwindung dieser zum Inhalt haben. Im Nachhinein konnte diese Erwartung bestätigt werden. Die weitgehende Freiheit für die Struktur der Netze wird am Beispiel der 12 Netze des Modellvorhabens „Städtenetze“ (vgl. Kapitel 3.3) in Abbildung 1 verdeutlicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept der Städtenetze als relativ jungen Ansatz der interkommunalen Kooperation ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.

2 Regionalisierung: Dieses Kapitel betrachtet die Bedeutung der Region als sozialwissenschaftliches Konstrukt und analysiert die Hintergründe der zunehmenden Regionalisierung in Abgrenzung zur Globalisierung.

3 Städtenetze: Hier werden der Begriff, die zentralen Kriterien für die Bildung von Städtenetzen, die notwendigen Voraussetzungen sowie die Entwicklung des offiziellen Modellvorhabens im Detail behandelt.

4 Fallbeispiel: Bergisches Städtedreieck: Dieser Teil beleuchtet die historische Entwicklung, die regionale Struktur und die spezifische wirtschaftliche Kompetenzbündelung der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid.

5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel resümiert die Etablierung des Städtenetz-Konzepts in der Raumplanung, bewertet die Chancen und Risiken der Kooperation und ordnet den Nutzen für die beteiligten Akteure ein.

Schlüsselwörter

Städtenetze, Raumplanung, interkommunale Kooperation, Regionalisierung, Bergisches Städtedreieck, Strukturwandel, Wirtschaftsregion, Kompetenzfelder, Standortentwicklung, Modellvorhaben, Vernetzung, Standortkonkurrenz, Synergieeffekte, Raumentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem raumordnerischen Konzept der Städtenetze, die als Form der interkommunalen Zusammenarbeit zur Stärkung regionaler Potenziale und zur Bewältigung struktureller Herausforderungen dienen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Definition und Kriterien von Städtenetzen, den historischen Kontext ihrer Entstehung durch das BMBau-Forschungsfeld sowie die praktische Umsetzung regionaler Kooperation am Beispiel eines konkreten Städtedreiecks.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Darstellung der Entstehung und Entwicklung von Städtenetzen sowie die Untersuchung der Bedingungen, unter denen diese Kooperationen stattfinden und zum Erfolg führen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Fachliteratur und raumordnerischen Konzepten sowie eine fallstudienbasierte Untersuchung des Bergischen Städtedreiecks als konkretes Praxisbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Regionalisierung und Städtenetzen sowie eine detaillierte Fallstudie zur wirtschaftlichen Historie und den heutigen Kompetenzfeldern des Bergischen Städtedreiecks.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Städtenetze, interkommunale Kooperation, Raumordnung, Regionalisierung, Kompetenzbündelung und Strukturwandel charakterisiert.

Welche Kriterien sind laut Arbeit für die Bildung von Städtenetzen entscheidend?

Zentrale Kriterien sind unter anderem die Freiwilligkeit, die Gleichberechtigung der Partner, ein gemeinsames Geschäftsziel, Interessenidentität und die Vermeidung neuer, bürokratischer Zuständigkeitsebenen.

Wie wird der wirtschaftliche Erfolg des Bergischen Städtedreiecks erklärt?

Der Erfolg resultiert aus der Konzentration auf spezifische Kompetenzfelder wie Metallverarbeitung, Automotive, Event & Kommunikation, Health & Personal Care sowie Produktdesign in Verbindung mit einer engen intraregionalen Vernetzung.

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Details

Title
Städtenetze
College
University of Wuppertal
Course
Städtenetze
Grade
1,3
Author
Melanie Hörstmann-Jungemann (Author)
Publication Year
2007
Pages
40
Catalog Number
V71485
ISBN (eBook)
9783638635172
ISBN (Book)
9783638769389
Language
German
Tags
Städtenetze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Hörstmann-Jungemann (Author), 2007, Städtenetze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71485
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