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Friedhofskultur am Niederrhein - konkretisiert am Beispiel der Stadt Krefeld

Titel: Friedhofskultur am Niederrhein - konkretisiert am Beispiel der Stadt Krefeld

Diplomarbeit , 2006 , 292 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom Ingenieur Melanie Baehr (Autor:in)

Landschaftsarchitektur, Landespflege, Gartenbau
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird einerseits die geschichtliche Entwicklung des Bestattungswesens am Niederrhein aufgezeigt mit besonderem Bezug auf die heute noch existierenden Friedhöfe Krefelds, die kurz dokumentiert werden, andererseits werden aktuelle Tendenzen und Trends in der Bestattungskultur dargestellt. Ziel ist es, für den Friedhof Fischeln mit Bezug auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Lösungsansätze aufzuzeigen, wie ein zeitgemäßer Friedhof den verschiedenen unterschiedlichen Bedürfnissen einer modernen, multikulturellen Gesellschaft Rechnung tragen kann. Dabei wird die übergeordnete Frage stets lauten: Wie sollte eine würdevolle Bestattung heutzutage aussehen, und welche letzte Ruhestätte hilft den Hinterbliebenen am besten bei der Bewältigung ihrer Trauer?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Leben, Tod und Trauer

Einleitung

Friedhofskultur am Niederrhein

Entwicklung der Friedhofskultur am Niederrhein und in der Stadt Krefeld

Der Kirchhof und das Kirchengrab im Mittelalter

Das Beerdigungsbrauchtum der Katholiken vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert

Der protestantische Kirchhof zu Beginn der Neuzeit

Ästhetisch gestaltete Friedhöfe ab 1730 - Der Herrnhuter Gottesacker

Wandlungen in der Sepulkralkultur zwischen 1750 und 1900

Verschiedene Friedhofsformen ab dem 19. Jahrhundert

Friedhofskultur heute & in Zukunft

Derzeitige und zukünftige Entwicklungen der Friedhofskultur

Tod und Trauer in der modernen Gesellschaft

Heutige Möglichkeiten der Bestattung - Vom Wahlgrab zum Weltraum

Der multikulturelle Friedhof - Trauerkultur in anderen Religionen

Die Trauerkultur der Zukunft - Aktuelle Trends in Deutschland

Bestattungen in anderen Ländern - Tendenzen in Europa

Visionen für zukünftige Friedhöfe

Krefelds Friedhöfe

Dokumentation der Friedhöfe Krefelds

Die einstigen Friedhöfe Krefelds

Der Krefelder Hauptfriedhof

Die Friedhöfe der Krefelder Vororte

Jüdische Friedhöfe in Krefeld

Exkurs: Grabmäler am Niederrhein

Die Analyse

Analyse des Friedhofs Fischeln

Allgemeine Fakten über Krefeld

Der Friedhof Krefeld Fischeln

Das Konzept

Begründung des Gesamtkonzepts

Konzept - Erweiterungsfläche

Konzept - langfristig

Der Entwurf

Erläuterung des Gesamtentwurfs und der relevanten Teilbereiche

Entwurf

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die geschichtliche Entwicklung und aktuelle Trends der Friedhofskultur am Beispiel der Stadt Krefeld. Ziel ist es, für den Friedhof Fischeln Lösungsansätze zu entwickeln, die den vielfältigen, multikulturellen Bedürfnissen einer modernen Gesellschaft gerecht werden, um dem Friedhof seine Bedeutung als Ort der Trauerbewältigung und des Gedenkens zu sichern.

  • Historische Entwicklung der Friedhofskultur am Niederrhein
  • Aktuelle Bestattungstrends und ihre gesellschaftlichen Ursachen
  • Integration multikultureller Bedürfnisse in die Friedhofsplanung
  • Methodische Analyse und Entwurf für den Friedhof Krefeld Fischeln

Auszug aus dem Buch

Einleitung

In unserer heutigen multikulturellen, anonymen Gesellschaft sind kulturelle Trauerformen größtenteils verloren gegangen. Im Leben eines modernen Menschen findet die Auseinandersetzung mit dem Tod erst dann statt, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist. Ein bewusster Umgang mit dem Tod wird heute kaum noch praktiziert. Für die meisten Menschen ist der Umgang mit dem Tod und dem Sterben an sich ein unangenehmes Thema, das aus dem Leben ausgeblendet und verdrängt wird. Nur wenige setzen sich mit der Endlichkeit des Lebens auseinander. In den Großstädten des 21. Jahrhunderts sterben ca. 90 % der Menschen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, d.h. den Angehörigen fehlt größtenteils der direkte Kontakt zu den Sterbenden. Gerade alte Menschen sterben häufig einsam und isoliert. Wo früher die Aussicht auf das Jenseits dem Sterbenden und den Hinterbliebenen Trost spendete, ist heute der Blick auf das Diesseits gerichtet.

Im Gegensatz zu heute starben die Menschen früher im Kreise der Familie im eigenen Hause. Der Tod war ein selbstverständlicher Teil des Lebens, ein natürlicher Endpunkt des Lebens. Der Verstorbene wurde von Familienangehörigen, Freunden oder Nachbarn gewaschen, angezogen und im Haus aufgebahrt. Man bekam die Möglichkeit, den Toten ein letztes Mal zu besuchen und sich zu verabschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Beschreibt den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Tod und Trauer sowie die daraus resultierende Notwendigkeit, Friedhöfe neu zu denken.

Entwicklung der Friedhofskultur am Niederrhein und in der Stadt Krefeld: Analysiert historisch die Entwicklung von Kirchhöfen über das Mittelalter bis hin zu modernen Friedhofsformen und deren Bedeutung für die Sepulkralkultur.

Derzeitige und zukünftige Entwicklungen der Friedhofskultur: Untersucht heutige Trends wie die Zunahme anonymer Bestattungen, die Rolle des Internets und die wachsende Bedeutung multikultureller Friedhöfe.

Dokumentation der Friedhöfe Krefelds: Bietet einen Überblick über die historischen und bestehenden Friedhofsanlagen im Stadtgebiet Krefeld.

Analyse des Friedhofs Fischeln: Untersucht die räumliche Lage, Erschließung und den ökologischen Wert des speziellen Fallbeispiels Friedhof Fischeln.

Begründung des Gesamtkonzepts: Leitet aus der Analyse Lösungsansätze für die Erweiterung und zukunftsfähige Gestaltung der Friedhofsfläche ab.

Erläuterung des Gesamtentwurfs und der relevanten Teilbereiche: Präsentiert konkrete gestalterische Entwürfe und Pflanzkonzepte, die eine Brücke zwischen traditioneller Bestattung und neuen Bedürfnissen schlagen.

Schlüsselwörter

Friedhofskultur, Bestattungskultur, Krefeld, Fischeln, Trauerbewältigung, Multikulturalität, Friedhofsplanung, Sepulkralkultur, Friedhofsentwicklung, Bestattungsformen, Denkmalpflege, Landschaftsarchitektur, Friedhofssatzung, Gedenkstätten, Bestattungstrends.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Friedhofskultur am Niederrhein, insbesondere in Krefeld, und entwickelt Gestaltungskonzepte für moderne Friedhöfe, um dem Wandel der Bestattungskultur gerecht zu werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung des Bestattungswesens, moderne gesellschaftliche Trends in der Trauerkultur, die Bedeutung von multikulturellen Friedhöfen sowie ökologische und gestalterische Anforderungen an Friedhofsplanungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines zukunftsfähigen Entwurfs für den Friedhof Krefeld-Fischeln, der traditionelle Bestattungsformen mit neuen Bedürfnissen der Gesellschaft verbindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zur Geschichte der Friedhofskultur, einer Analyse der bestehenden Friedhofsstrukturen in Krefeld und einem daraus abgeleiteten landschaftsarchitektonischen Entwurfskonzept.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung, eine Bestandsaufnahme aktueller Trends (z.B. Bestattungsformen, multikulturelle Aspekte) und eine vertiefende Analyse sowie ein konkretes Konzept für den Friedhof Fischeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Friedhofskultur, Trauerbewältigung, Multikulturalität, Friedhofsplanung, Sepulkralkultur und moderne Bestattungsformen.

Warum ist der Friedhof Fischeln als Fallbeispiel gewählt?

Der Friedhof Fischeln dient als praktisches Beispiel, um Lösungsansätze zu demonstrieren, die den Herausforderungen einer wachsenden, multikulturellen Stadtgemeinschaft begegnen und den Ort als multifunktionalen Raum neu definieren.

Welche Rolle spielt der "Parkcharakter" in den neuen Entwurfskonzepten?

Der Parkcharakter dient der Aufenthaltsqualität und Erholung, soll jedoch laut Autorin nicht dazu führen, dass der Tod als zentrales Thema und "Ort des Gedenkens" vollständig verdrängt wird.

Ende der Leseprobe aus 292 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Friedhofskultur am Niederrhein - konkretisiert am Beispiel der Stadt Krefeld
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,3
Autor
Diplom Ingenieur Melanie Baehr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
292
Katalognummer
V71533
ISBN (eBook)
9783638620956
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Friedhofskultur Niederrhein Beispiel Stadt Krefeld
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom Ingenieur Melanie Baehr (Autor:in), 2006, Friedhofskultur am Niederrhein - konkretisiert am Beispiel der Stadt Krefeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71533
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Leseprobe aus  292  Seiten
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