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Geschlechtsunterschiede und Umwelt: Geschlechtsbeeinflußte Umwelten

Title: Geschlechtsunterschiede und Umwelt: Geschlechtsbeeinflußte Umwelten

Seminar Paper , 1999 , 26 Pages , Grade: 1-

Autor:in: M.A. Marion Näser (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Diese Untersuchung befaßt sich mit den Zusammenhängen zwischen der Fähigkeit zur mimischen Kommunikation von Emotionen und individuellen Unterschieden wie Persönlichkeitseigenschaften und Geschlechterunterschieden.
Die Methodik des Experimentes richtete sich nach dem Versuchsdesign von Buck (1972).
Emotionales Bildmaterial aus 7 Kategorien (z. B. Trauer, Ekel, Freude) wurde 32 jugendlichen Vpn (16 Männer, M, 16 Frauen, F) dargeboten. Die Vpn gaben auf einer Ratingskala Gefallen und Intensität der Empfindung beim Betrachten des jeweiligen Dias an. Per Videokamera wurde die Mimik der Vpn in einen anderen Raum übertragen, wo andere Vpn Gefallen und Empfindung des Senders sowie die Zugehörigkeit des jeweiligen Dias zu einer bestimmten Kategorie ebenfalls anhand einer Ratingskala beurteilen sollten.
Jede Vp fungierte im Rahmen des Versuches einmal als Sender und einmal als Empfänger. Es ergaben sich bei den zufällig zugeordneten Sender-Empfänger-Paaren vier Geschlechtskombinationen: FF, FM, MF und MM.
Die Vpn füllten im Rahmen des Versuches Persönlichkeitsfragebögen zu Empathie, Emotionaler Intensität, Extraversion, Neurotizismus und sozialer Erwünschtheit aus.
Signifikante Geschlechterunterschiede in der mimischen Kommunikation von Emotionen konnten nicht nachgewiesen werden, ebenso keine signifikanten Korrelationen zwischen den erhobenen Persönlichkeitseigenschaften und der Empfängergenauigkeit.
Hinsichtlich der betreffenden Persönlichkeitseigenschaften und der Sendergenauigkeit korrelierte das Übereinstimmungsmaß „Gefallen“ signifikant positiv mit emotionaler Intelligenz und das Übereinstimmungsmaß „Empfinden“ signifikant positiv mit emotionaler Intelligenz und negativ mit sozialer Erwünschtheit (SDS-CM).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Das Elternhaus

1.1 Allgemeines

1.2 Indirektes Lernen von den Eltern

1.2.1 Geschlechtsstereotypen der Eltern

1.2.2 Interaktion der Eltern mit den Kindern

1.2.2.1 Spiel mit den Kindern

1.2.2.2 Gewalt gegen Kinder

1.2.2.3 Eltern von geschlechtsatypischen Kindern

1.3 Direktes Lernen von den Eltern: Rollenverteilung der Eltern

1.3.1 Hoher Anteil des Vaters an der Erziehung

1.3.2 Abwesenheit des Vaters

1.3.3 Berufstätigkeit der Mutter

1.4 Studie zum Einfluß des Elternhauses auf die Geschlechtsrollenorientierung

2. Interaktion mit Spielkameraden

2.1 Geschlechtertrennung – Warum Jungen und Mädchen nicht gerne miteinander spielen

2.2 Verstärkung geschlechtsspezifischen Verhaltens bei Spielkameraden

3. Die Arbeitswelt

3.1 Reaktion von Jungen und Mädchen auf Wettkampfsituationen

3.2 Aufgabenpräferenzen

3.3 Selbsteinschätzung, Leistungsvergleiche und Leistungsmotivation

3.4 Unterschiede in Beruf und Einkommen

4. Hintergründe und Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Umweltbedingungen auf die Entstehung und Ausprägung von Geschlechtsunterschieden in Verhalten und Einstellungen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie gesellschaftliche und familiäre Rahmenbedingungen die Entwicklung von Geschlechtsidentität und geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen formen.

  • Einfluss des Elternhauses und der Erziehungsmethoden
  • Die Rolle von Geschlechtertrennung in der Interaktion mit Spielkameraden
  • Reaktionen auf Wettbewerb und Arbeitswelt
  • Vergleich von kognitiven und lerntheoretischen Erklärungsansätzen
  • Soziobiologische Faktoren und Sozialisationseffekte

Auszug aus dem Buch

1.2.2.1 Spiel mit den Kindern

Eltern tendierten dazu, lebhafter mit Jungen zu spielen (Maccoby & Jacklin, 1974). Brooks-Gunn (1986) fand eine Beziehung zwischen den Annahmen von Müttern über Geschlechtsunterschiede und dem Verhalten der Mütter gegenüber ihren Töchtern: Je mehr sie von Stereotypendenken geprägt waren, desto weniger spielten sie aktiv mit ihren Töchtern, und desto weniger suchten die Töchter mütterliche Betreuung in einer experimentellen Beobachtungssituation – und desto niedriger der IQ der Töchter!! Unterschiede bei verbaler Interaktion: Man könnte sagen, daß Jungen mehr Stimulation bekommen, die die kognitive Entwicklung erleichtert. Weitzman, Birns & Friend (1985) beobachteten die Kommunikation von Müttern mit ihren 2 ½ -3 ½ Jahre alten Kindern: Jungen erfuhren signifikant mehr kognitiv stimulierende Kommunikation (Fragen, verbales Unterrichten,...). Mit Jungen werden mehr körperliche Spiele gemacht, besonders durch die Väter.

Im allgemeinen wird geschlechtsangemessenes Spiel verstärkt, unangemessenes ignoriert oder sogar bestraft. Eine große Bedeutung kommt hierbei dem unterschiedlichen Spielzeug zu: Eltern typisieren oft die Spielarten und Spielzeuge ihrer Kinder. Ein Vater lehnte es z.B. ab, mit einem Truck mit seiner Tochter zu spielen. Die versch. Spieltypen hängen aber wiederum eher von der Wahl des Spielzeugs als von dem Geschlecht des Elternteils ab: Beim Spiel mit „maskulinem“ Spielzeug werden aktivere Spiele bevorzugt, beim Spielen mit „femininem“ gibt es mehr physischen Kontakt und mehr verbale Aktion. Kinder beiderlei Geschlechts schienen die aktivere Art des Spiels zu bevorzugen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Thematik der geschlechtsbeeinflussten Umwelten und die Zielsetzung des Referats basierend auf einem amerikanischen Lehrbuch.

1. Das Elternhaus: Analyse der direkten und indirekten Einflüsse elterlicher Erziehung sowie spezifischer Familiensituationen auf die Geschlechtsrollenorientierung.

2. Interaktion mit Spielkameraden: Untersuchung der Gründe für die Geschlechtertrennung im Spiel und der Verstärkung von geschlechtstypischem Verhalten durch Gleichaltrige.

3. Die Arbeitswelt: Beleuchtung der unterschiedlichen Reaktionen von Männern und Frauen auf Wettbewerb, Aufgabenpräferenzen und Faktoren für berufliche Unterschiede.

4. Hintergründe und Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit lerntheoretischen und kognitiven Ansätzen sowie Einbeziehung soziobiologischer Faktoren bei der Entstehung von Geschlechtsunterschieden.

Schlüsselwörter

Geschlechtsunterschiede, Elternhaus, Geschlechtsrollenorientierung, Sozialisation, Spielverhalten, Wettkampf, Leistungsvergleich, Erziehung, Geschlechtsidentität, Imitationstheorie, Arbeitswelt, Androgynie, Geschlechtsstereotype, Geschlechtstypisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit geschlechtsbeeinflusste Umwelten wie das Elternhaus, soziale Interaktionen unter Gleichaltrigen und die Arbeitswelt zur Entwicklung von Geschlechtsunterschieden in Verhalten und Einstellung beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der elterlichen Erziehung, den verschiedenen Spielstilen und sozialen Gruppendynamiken bei Kindern sowie den geschlechtsspezifischen Herausforderungen in der Berufs- und Wettbewerbswelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Umwelteinflüssen und der Ausprägung geschlechtsspezifischer Verhaltensweisen aufzuzeigen und zu prüfen, ob kognitive oder lerntheoretische Ansätze diese Unterschiede vollständig erklären können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Forschungsstudien, darunter Beobachtungsstudien, psychologische Tests zur Geschlechtsrollenorientierung und Untersuchungen zu Wettbewerbsverhalten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Bereiche: die Erziehung in der Familie, das Spielverhalten mit Gleichaltrigen und den Einfluss von Wettbewerbssituationen in der Arbeitswelt auf Leistung und Selbstvertrauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Geschlechtsstereotype, Sozialisation, Androgynie, Wettbewerbsverhalten, Leistungsmotivation und der Einfluss elterlicher Erziehungspraktiken.

Welche Rolle spielt die geschlechtsspezifische Wahl von Spielzeug?

Spielzeug fungiert als Katalysator für unterschiedliche Aktivitäten: „Maskulines“ Spielzeug fördert tendenziell aktivere, räumliche Spiele, während „feminines“ Spielzeug eher soziale Interaktionen und Nachahmungsverhalten unterstützt.

Warum schneiden Frauen laut der Untersuchung in Wettbewerbssituationen oft schlechter ab?

Frauen empfinden Wettbewerb häufiger als Stress und werden durch negatives Feedback stärker verunsichert, was in wettbewerbsorientierten Arbeitsumfeldern zu einer Minderung der Produktivität und einer höheren Abbrechquote führen kann.

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Details

Title
Geschlechtsunterschiede und Umwelt: Geschlechtsbeeinflußte Umwelten
College
University of Marburg  (Institut für Psychologie)
Course
SE Geschlechtsunterschiede
Grade
1-
Author
M.A. Marion Näser (Author)
Publication Year
1999
Pages
26
Catalog Number
V7156
ISBN (eBook)
9783638145008
ISBN (Book)
9783638639811
Language
German
Tags
Geschlechtsunterschiede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Marion Näser (Author), 1999, Geschlechtsunterschiede und Umwelt: Geschlechtsbeeinflußte Umwelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7156
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