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Spracherwerb bei Kindern: Vom ersten Laut zum ersten Satz

Title: Spracherwerb bei Kindern: Vom ersten Laut zum ersten Satz

Seminar Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Isabel Börner (Author), Annika Felkel (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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n dieser Hausarbeit soll der kindliche Spracherwerb beschrieben werden. Einleitend wird zunächst eine allgemeine Definition von Sprache gegeben und geklärt, was die Besonderheiten der menschlichen Sprache sind, die sie von der Verständigung von Tieren abgrenzt und einzigartig macht.
Danach wird anhand der Entwicklung eines Kindes vom Säuglings- bis zum Grundschulalter gezeigt, wie Sprache entsteht und erlernt wird. Es wird beschrieben, wie Kinder zuerst einzelne Laute, Silben und dann auch Wörter hervorbringen. Es wird der genetisch bedingte Spracherwerbsmechanismus von Kindern erklärt, der es ihnen ermöglicht aus der gesprochenen Sprache der Eltern selbstständig Grundlaute, Rhythmus und teilweise auch Grammatik der Sprache zu erkennen.
Danach werden diverse Faktoren erläutert, die Einfluss auf die Fertigkeiten von Kindern bezogen auf ihre gesprochene Sprache haben, wie zum Beispiel ihre jeweilige Zugehörigkeit einer sozialen Klasse, Anzahl der Geschwister oder auch eine körperliche Behinderung. Außerdem soll der enge Zusammenhang von Sprache und Denken aufgezeigt werden, indem zuerst eine allgemeine Definition von Denken gegeben und dann die Notwendigkeit der Sprache erläutert wird. Es soll darauf hingewiesen werden, das Denken auf höherer Ebene erst durch Sprache möglich wird. Dies wird abermals durch den Bezug auf die kindliche Entwicklung erklärt. Anhand von Fallbeispielen wird beschrieben, wie sich das Denken nach und nach von bildlicher zu sprachlicher Symbolik wandelt.
Abschließend werden die Möglichkeiten der Eltern genannt, um das Kind bestmöglich bei dessen Spracherwerb zu fördern. Hierbei wird auch auf die genetischen Grundlagen des Kindes zum Spracherwerb eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Eine Definition von Sprache

2.2 Spracherwerb

2.3 Sprache und Denken

2.4 Genetische Voraussetzungen

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Prozess des kindlichen Spracherwerbs vom ersten Laut bis hin zur Beherrschung komplexer Satzstrukturen. Dabei wird analysiert, inwieweit genetische Anlagen, die kognitive Entwicklung sowie äußere soziale und umweltbedingte Faktoren das Erlernen der Muttersprache und die spätere Lese- und Schreibfähigkeit beeinflussen.

  • Grundlagen der Sprachentwicklung vom Säuglingsalter bis zum Schulbeginn
  • Wechselwirkung zwischen Spracherwerb und kognitiver Denkentwicklung
  • Einflussfaktoren wie soziale Klasse, Geschlecht und Mehrsprachigkeit
  • Die Rolle genetischer Voraussetzungen, insbesondere des FOXP2-Gens
  • Phasen der Leseentwicklung und der Einfluss elterlicher Förderung

Auszug aus dem Buch

2.1 Eine Definition von Sprache

Wenn man sich mit dem kindlichen Spracherwerb auseinandersetzt ist es notwendig sich erstmal mit Sprache selbst zu beschäftigen. Grundlage für eine funktionierende Kommunikation ist es, dass Sender und Empfänger über die gleichen Symbole mit der jeweiligen Bedeutung verfügen. Hierbei könnte man auf die Idee kommen, dass auch Tiere über Sprache verfügen. Immerhin haben sie verschiedene Laute für Paarungsrituale und einige Tierarten haben sogar mehrere Warnsignale, je nachdem welche Gefahr droht.

Doch der Unterschied zur menschlichen Sprache liegt darin, dass sowohl die Laute, als auch die darauf folgenden Reaktionen der Tiere eine instinktive Handlung sind. Außerhalb dieser in den jeweiligen Gruppen „akzeptierten Laute“, sind Tiere nicht dazu fähig einem Laut eine bestimmte Bedeutung zuordnen. Diese Fähigkeit des Menschen eine Übereinkunft von Laut und jeweiliger Bedeutung zu treffen, wird in Sapirs Definition von Sprache aufgegriffen. „ Sprache ist eine ausschließlich dem Menschen eigene, nicht im Instinkt wurzelnde Methode zur Übermittlung von Gedanken, Gefühlen und Wünschen mittels eines Systems von frei geschaffenen Symbolen.“

Wichtig ist dabei die bewusste und nicht instinktive Verwendung von Sprache, die nicht allein auf die Lautäußerung beschränkt ist, sondern ebenfalls andere Verständigungssysteme einschließt, wie zum Beispiel die Gebärdensprache. Durch dieses Prinzip wird klar, warum sich nicht eine globale, sondern viele verschiedene Sprachen entwickelt haben. Dabei können mehrere Sprachen von demselben Ursprung abstammen, diese werden in so genannten Sprachfamilien zusammengefasst. Diese, die keinen gemeinsamen Ursprung haben, können in ihren Lauten, Sprachrhythmen und Klangfarben völlig verschieden sein. Das erklärt, warum es für einen Menschen, der das Deutsche als Muttersprache hat, das zur indoeuropäischen Sprachfamilie gehört, sehr schwer fällt beispielsweise Hebräisch zu erlernen, das wiederum zur semitischen Gruppe gehört. Die meisten haben die Erfahrung selbst gemacht, wie schwer es einem fällt andere Sprachen zu erlernen. Da fragt man sich, warum der Spracherwerb bei Kindern so spielend leicht erscheint?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Hausarbeit, den kindlichen Spracherwerb unter Berücksichtigung genetischer, sozialer und kognitiver Einflussfaktoren zu beschreiben.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Definitionen von Sprache, den Prozess des Spracherwerbs vom ersten Laut bis zum Schulalter, den Zusammenhang von Sprache und Denken sowie genetische Grundlagen wie das FOXP2-Gen.

2.1 Eine Definition von Sprache: Dieses Kapitel definiert Sprache als menschspezifische, nicht instinktive Methode zur Kommunikation durch willkürliche Symbole.

2.2 Spracherwerb: Dieser Abschnitt beschreibt die Entwicklung von der vorgeburtlichen Wahrnehmung über das Lallen bis hin zum aktiven Wortschatzaufbau und der Rolle der Eltern als Sprachvorbilder.

2.3 Sprache und Denken: Das Kapitel untersucht, wie Denken und Sprache interagieren, wobei das Denken dem Sprechen vorangeht, aber für komplexe Abstraktionen auf Sprache angewiesen ist.

2.4 Genetische Voraussetzungen: Hier wird der Einfluss genetischer Faktoren, speziell die Rolle des FOXP2-Gens für die Artikulationsfähigkeit und Sprachstörungen, diskutiert.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Spracherwerb ein hochkomplexer Vorgang ist, der ein harmonisches Zusammenspiel von biologischer Anlage, psychischer Reifung und emotionaler Förderung erfordert.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Kindliche Entwicklung, Kommunikation, Sprache und Denken, FOXP2, Phoneme, Erstspracherwerb, Sprachfamilien, Kognition, Grammatik, Leseentwicklung, Soziale Faktoren, Mutter-Kind-Interaktion, Syntaxerwerb, Sprachförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt den Spracherwerb bei Kindern, von den ersten Lauten als Säugling bis zur Entwicklung von Lese- und Schreibfertigkeiten im Schulalter.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit thematisiert die Definition von Sprache, die physiologische und kognitive Entwicklung des Kindes, den Einfluss von Umweltfaktoren sowie die Rolle der Genetik beim Spracherwerb.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Spracherwerb als einen komplexen Prozess darzustellen, der sowohl durch angeborene Mechanismen als auch durch soziale und kognitive Lernprozesse bestimmt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf Basis bestehender Literatur (wie z.B. von Butzkamm, Wilkinson und Piaget) Erkenntnisse zum Spracherwerb zusammenfasst und analysiert.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Definition von Sprache, die Phasen des Spracherwerbs, die enge Verknüpfung von Sprache mit dem Denken sowie genetische Einflüsse wie das FOXP2-Gen.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Publikation?

Zentrale Begriffe sind Spracherwerb, Kindliche Entwicklung, Kognition, FOXP2, Leseentwicklung, Grammatik und Sprachförderung.

Wie unterscheidet sich laut dem Text die menschliche Sprache von tierischer Kommunikation?

Der Text betont, dass menschliche Sprache auf frei geschaffenen Symbolen basiert und bewusst verwendet wird, während Kommunikation bei Tieren primär auf instinktiven Reaktionen beruht.

Welche Bedeutung kommt dem FOXP2-Gen für die Sprachentwicklung zu?

Das FOXP2-Gen spielt eine zentrale Rolle für die physische Grundlage der Sprache, insbesondere bei der Kontrolle der Mund- und Gesichtsmuskulatur, wobei Defekte dieses Gens zu Sprachstörungen führen können.

Inwiefern beeinflusst das soziale Umfeld die Sprachentwicklung eines Kindes?

Einflussfaktoren sind unter anderem die soziale Schicht der Familie, die Anzahl der Geschwister, das politische System des Heimatlandes sowie der Grad der elterlichen Förderung und die Qualität der Sprache der Bezugspersonen.

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Details

Title
Spracherwerb bei Kindern: Vom ersten Laut zum ersten Satz
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Seminar: Kindheit als Entwicklungsangabe
Grade
1,0
Authors
Isabel Börner (Author), Annika Felkel (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V71586
ISBN (eBook)
9783638809139
Language
German
Tags
Spracherwerb Kindern Laut Satz Seminar Kindheit Entwicklungsangabe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabel Börner (Author), Annika Felkel (Author), 2006, Spracherwerb bei Kindern: Vom ersten Laut zum ersten Satz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71586
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