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Kritische Vergleiche von Symbolen in christlich und islamisch fundierten Kontexten und ihre Bedeutung für die interkulturelle pädagogische Arbeit

Title: Kritische Vergleiche von Symbolen in christlich und islamisch fundierten Kontexten und ihre Bedeutung für die interkulturelle pädagogische Arbeit

Examination Thesis , 2004 , 165 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ingo Stechmann (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Summary Excerpt Details

In der Arbeit werden die beiden monotheistischen Religionen Christentum und Islam anhand verschiedener Symbole verglichen. Neben Licht-, Engels-, Höllensymbolik usw. stehen vor allem Symbole der Gewalt in Anbetracht der Ereignisse des 11. Septembers 2001 im Mittelpunkt. Eine fundierte Analyse der Symbolbedeutungen und des historischen sowie aktuellen Vorkommens geht der Entwicklung eines symboldidaktischen, interkulturellen Konzepts für den Ethik- und oder Religionsunterricht voraus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitungsteil: Leben und Umgang mit Symbolen in der Gegenwart

1.1 Der Symbolbegriff

1.2 Symbole und Religion

1.2.1 Symbole unter uns – Religiöse Symbolik im Alltag unserer Gesellschaft

1.2.2 Symbole in internationalen Auseinandersetzungen der Gegenwart

1.5 Überblick über die folgenden Arbeitsschritte

1.5.1 Zur Quellenlage

2. Wissenschaftlicher Hauptteil: Vergleich ausgewählter Symbole aus christlich und islamisch fundierten Kontexten

2.1 Sind Religionen Symbole der Gewalt ?

2.1.1 Der Islam – Ein Abriss zur historischen Entwicklung und gegenwärtigen Lage in Hinblick auf Gewalt und Gewaltlosigkeit

2.1.2 Das Christentum – Ein Abriss zur historischen Entwicklung und gegenwärtigen Lage in Hinblick auf Gewalt und Gewaltlosigkeit

2.1.3 Die Religionsstifter im Symbolzyklus von Gewalt und Gewaltverzicht

2.1.3.1 Mohammed

2.1.3.2 Jesus Christus

2.1.4 Ausgewählte Symbole für Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen

2.1.4.1 Das Märtyrertum

2.1.4.2 Die Schwertersymbolik

2.1.4.3 Das Opfer als symbolische Handlung (Ritus)

2.1.5 Die andere Sichtweise: Religionen als Zeichen für Gewaltlosigkeit

2.2 Weitere Symbole im interreligiösen Vergleich

2.2.1 Die Engelsvorstellungen

2.2.1 Der Paradies- und Höllenglaube

2.2.3 Die Lichtsymbolik

3. Didaktischer Hauptteil: Bedeutung von Symbolen für die interkulturelle pädagogische Arbeit

3.1 Die Symboldidaktik unter Berücksichtigung der vorausgegangenen Ergebnisse

3.2 Christliche uns islamische Symbole in Bildungsplänen und Schulbüchern für den Religions- und Ethikunterricht an Grund-, Haupt- und Realschulen in Baden-Württemberg

3.3 Vergleichende Symbolkunde als Weg zum gegenseitigen Verständnis

3.4 Religiös geprägte Symbole an unseren Schulen

4. Schlussteil: Religiosität in der Gegenwart und deren Auswirkungen auf die Symbolwelt

4.1 Verdrängt der säkularisierte Staat Religion?

4.1.1 Verschwindet mit den Symbolen auch die Religion?

4.2 Die türkischstämmige Mehrheit von Muslimen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Symbolwelt

4.3 Die Entwicklung sekundärer Symbolwelten aus religiösen Kontexten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Symbolen in christlich und islamisch geprägten Kontexten mit dem Ziel, deren Bedeutung für die interkulturelle pädagogische Arbeit zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit Religionen als Symbole für Gewalt oder Gewaltverzicht fungieren können und wie ein kritischer Symbolvergleich zur interkulturellen Verständigung in Schulen beitragen kann.

  • Vergleichende Analyse von Symbolen in Christentum und Islam
  • Untersuchung der Symbolik von Gewalt und Gewaltlosigkeit in den monotheistischen Religionen
  • Reflektion der Bedeutung religiöser Symbole für die moderne interkulturelle Pädagogik
  • Kritische Betrachtung von Bildungsinhalten und Schulbüchern hinsichtlich interreligiöser Symbolvermittlung
  • Analyse der Transformation religiöser Symbole in säkularen oder politischen Kontexten

Auszug aus dem Buch

2.1 Sind Religionen Symbole der Gewalt ?

In den abrahamitischen Religionen sind seit jeher immer wieder Ströme von Blut geflossen. Besonders in Auseinandersetzungen, die, zumindest scheinbar, zwischen den „Bruderreligionen“ geführt wurden. Im Streit um den richtigen Ring, wie es Lessing in seiner Ringparabel beschrieb, stellen sich alle drei Religionen in die gleiche Tradition, in die Tradition der Schrift. Während das Verständnis zwischen Juden und Christen in der Vergangenheit jedoch leichter zu fallen schien, besteht bis in die Gegenwart hinein eine problematische Stellung gegenüber dem Islam.

Ob Opfertötung oder die sogenannte „heldenhafte Tat“ in ihren altertümlichen und modernen Erscheinungsformen, Gewalt ist scheinbar in den monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam fundamentaler Bestandteil. Daraus entstehen allzu leicht Pauschalurteile gegenüber den betreffenden Religionen. Sie seien „Geburtsstätten“ der Gewalt, hört man, ohne genau über die Ursprünge der Gewaltanwendung informiert zu werden. Oft entspringt Gewalt nämlich einfach aus gesellschafts- und politisch bedingten Krisen, welche unter Zuhilfenahme der Religion als Deckmantel ausgefochten werden sollen.

Doch worin liegt diese Gemeinsamkeit der abrahamitischen Religionen begründet, etwa in den Schriften? Die frühen Schriften vermeiden strikt etwas Heldenhaftes an Gewalt zu zeigen, wie dies am Beispiel Abrahams eindrücklich festzustellen ist. Nirgends lässt sich an seiner Person etwas Kämpferisches oder gar Heldenhaftes erkennen. Im Gegenteil, er ist sogar bereit beim Streit um Weideplätze zwischen seinen Hirten und denen Lots dem Frieden willen nachzugeben und sein Eigentum einzuschränken (Gen 13,9). Nur beiläufig wird im 14. Kapitel des Genesis- Buches ein Kriegszug Abrahams genannt, über den jedoch nichts weiter verkündet wird. Wo getötet wird, berichten die frühen Schriften des AT grundsätzlich unpathetisch. Der große Feind wird nicht im Schwertkampf getötet, sondern er stirbt unehrenhaft, zum Beispiel indem er seiner Frau zum Opfer fällt, die ihm den Kopf abhackt (Jdt 13,15).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitungsteil: Leben und Umgang mit Symbolen in der Gegenwart: Klärung grundlegender Symbolbegriffe und Untersuchung der besonderen Verbindung von Symbolik und den Weltreligionen Christentum und Islam.

2. Wissenschaftlicher Hauptteil: Vergleich ausgewählter Symbole aus christlich und islamisch fundierten Kontexten: Analyse der Symbolik von Gewalt und Gewaltlosigkeit sowie weiterer ausgewählter Symbole wie Engel und Paradies/Hölle im interreligiösen Vergleich.

3. Didaktischer Hauptteil: Bedeutung von Symbolen für die interkulturelle pädagogische Arbeit: Übertragung der wissenschaftlichen Ergebnisse auf die schulische Praxis und Untersuchung der Darstellung von Symbolen in Bildungsplänen und Schulbüchern.

4. Schlussteil: Religiosität in der Gegenwart und deren Auswirkungen auf die Symbolwelt: Reflexion über Säkularisierungsprozesse, die Bedeutung von Symbolen im öffentlichen Raum und die Entstehung sekundärer Symbolwelten.

Schlüsselwörter

Symbol, Religion, Gewalt, Christentum, Islam, interkulturelle Pädagogik, Gewaltlosigkeit, Symboldidaktik, Säkularisierung, Symbolkunde, Paradies, Höllenglaube, Schwert, Opfer, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle von Symbolen innerhalb des Christentums und des Islams, insbesondere im Kontext von Gewaltphänomenen und der Frage, wie diese in der interkulturellen pädagogischen Arbeit behandelt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Analyse von Gewalt- und Gewaltsymbolen in den Religionen, die Rolle der Religionsstifter, der interreligiöse Vergleich sowie die Bedeutung dieser Symbolik für Schule und Unterricht in Baden-Württemberg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das religiöse Andere zu schaffen, um durch eine kritische Symbolkunde einen Dialog zwischen den Religionen zu ermöglichen und Vorurteilen in der pädagogischen Arbeit entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative symboltheoretische und religionswissenschaftliche Analyse, die historisches Wissen mit aktuellen pädagogischen Diskursen verbindet, um Symbolwelten auf ihre heutige Tragfähigkeit hin zu prüfen.

Was steht im wissenschaftlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den Vergleich der Religionsstifter Mohammed und Jesus Christus sowie auf spezifische Symbole wie Märtyrertum, Schwert und Opfer, um deren Ambivalenz zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit aufzuzeigen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Symboldidaktik, Gewaltverzicht, interreligiöser Dialog, Säkularisierung, Sekundäre Symbolwelten und das Spannungsfeld zwischen religiöser Tradition und Moderne.

Welchen Stellenwert nimmt das Kopftuch in der Untersuchung ein?

Das Kopftuch wird als ein gegenwärtiges und hochgradig kontroverses Symbol diskutiert, das exemplarisch für Identitätskonflikte von Muslimen in Deutschland und die Schwierigkeiten des Staates im Umgang mit religiös geprägten Symbolen im öffentlichen Dienst steht.

Inwiefern beeinflussen aktuelle politische Ereignisse die Untersuchung?

Die Arbeit bezieht aktuelle Konflikte und Ereignisse der Weltgeschichte, wie etwa die Debatte nach dem 11. September 2001 oder den Irak-Krieg, aktiv ein, um die Instrumentalisierung religiöser Symbole in der heutigen Zeit kritisch zu beleuchten.

Excerpt out of 165 pages  - scroll top

Details

Title
Kritische Vergleiche von Symbolen in christlich und islamisch fundierten Kontexten und ihre Bedeutung für die interkulturelle pädagogische Arbeit
College
University of Education Heidelberg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Ingo Stechmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
165
Catalog Number
V71601
ISBN (eBook)
9783638621083
ISBN (Book)
9783638724692
Language
German
Tags
Kritische Vergleiche Symbolen Kontexten Bedeutung Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ingo Stechmann (Author), 2004, Kritische Vergleiche von Symbolen in christlich und islamisch fundierten Kontexten und ihre Bedeutung für die interkulturelle pädagogische Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71601
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