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Was ist ein Geschmacksmuster?

Title: Was ist ein Geschmacksmuster?

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Jäger (Author)

Law - Media, Multimedia Law, Copyright
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Im Zeitalter einer ständig fortschreitenden Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Produkte gegen Nachahmung durch Wettbewerber und gegen Produktpiraterie zu schützen. Oftmals steckt das Unternehmen selbst noch im Entwicklungsstadium, wenn vor allem asiatische Wettbewerber dreist kopieren und dann simultan mit dem Entwickler das Produkt veröffentlichen. Die deutschen Gesetze sehen hier verschiedene gewerbliche Schutzrechte vor. In dieser Arbeit soll das Geschmacksmuster als eines der deutschen Schutzrechte auf Entstehung, Schutzwirkung und Folgen der Rechtsverletzung untersucht werden. Des Weiteren sollen europäische und internationale Pendants beschrieben und bewertet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Gewerblicher Rechtschutz im Allgemeinen

2. Das deutsche Geschmacksmuster

2.1 Gegenstand des Schutzes

2.2 Materielle Voraussetzungen

2.2.1 Neuheit

2.2.2 Eigenart

2.3 Berechtigter

2.4 Entstehung des Geschmacksmusters

2.4.1 Anmeldung

2.4.2 Registrierung

2.5 Schutzwirkung des Geschmacksmusters

2.6 Folgen der Rechtsverletzung

2.7 Verfahren in Geschmacksmusterstreitsachen

2.8 Das Geschmacksmuster als Vermögensgegenstand

3. Das Gemeinschaftsgeschmacksmuster der EU

3.1 Nicht eingetragenes Gemeinschaftsgeschmacksmuster

3.2 Eingetragenes Gemeinschaftsgeschmacksmuster

4. Das internationale Geschmacksmuster

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Geschmacksmuster als Instrument des gewerblichen Rechtsschutzes, um zu klären, unter welchen Voraussetzungen Schutz gewährt wird, welche Rechte dem Inhaber daraus erwachsen und welche rechtlichen Konsequenzen bei Verletzungen drohen.

  • Materielle Voraussetzungen für Geschmacksmusterschutz (Neuheit und Eigenart)
  • Formale Prozesse der Anmeldung und Registrierung beim DPMA
  • Durchsetzung von Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen
  • Systematik und Vorteile des europäischen Gemeinschaftsgeschmacksmusters
  • Optionen für internationalen Designschutz via Haager Musterabkommen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Neuheit

Erste Voraussetzung ist die Neuheit des Musters. Gemäß § 2 Abs. 2 gilt diese als gegeben, wenn vor dem Anmeldetag kein identisches Muster offenbart worden ist. Zwei Muster gelten laut Gesetz als identisch, wenn sich ihre Merkmale nur in unwesentlichen Einzelheiten unterscheiden.

Jegliche Regelungen zur Offenbarung werden in § 5 getroffen. Ein Muster gilt als offenbart, wenn es bekannt gemacht, ausgestellt, im Verkehr verwendet oder auf sonstige Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Eine Ausnahme zeigt hier der zweite Halbsatz auf: Konnte dies den in der Gemeinschaft tätigen Fachkreisen des betreffenden Sektors im normalen Geschäftsverlauf vor dem Anmeldetag des Musters nicht bekannt sein, gilt das Muster auch nicht als offenbart. Zu den Fachkreisen sind nicht nur Designer, sondern auch Hersteller und Händler zu zählen.

Ebenfalls nicht als Offenbarung gewertet wird die Bekanntmachung an einen Dritten unter der ausdrücklichen oder stillschweigenden Bedingung der Vertraulichkeit. Plaudert jedoch dieser Dritte diese vertrauliche Bekanntmachung in der Gestalt aus, dass es in den oben beschriebenen Fachkreisen bekannt wird, kann das Muster nicht mehr als neu gelten. In solchen Fällen kann sich der Entwerfer auf die 12-monatige Neuheitsschonfrist des § 6 berufen. Diese bewirkt, dass eine neuheits- oder eigenartschädliche Bekanntgabe des Musters durch den Entwerfer, seinen Rechtsnachfolger oder einen Dritten, der als Folge von Informationen des Entwerfers oder seines Rechtsnachfolgers handelt, bei der Überprüfung der materiellen Voraussetzungen unberücksichtigt bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Produktschutzes im Kontext der Globalisierung und gibt einen Überblick über das deutsche gewerbliche Schutzrecht.

2. Das deutsche Geschmacksmuster: Dieses Kapitel erläutert detailliert die rechtlichen Rahmenbedingungen für das deutsche Geschmacksmuster, von den Schutzvoraussetzungen bis hin zur Rechtsdurchsetzung und Verwertung.

3. Das Gemeinschaftsgeschmacksmuster der EU: Hier werden die Besonderheiten und das zweigliedrige System des europäischen Designschutzes im Vergleich zum deutschen Recht dargestellt.

4. Das internationale Geschmacksmuster: Der Abschnitt behandelt das Haager Musterabkommen als Instrument, um Designs in mehreren Ländern mit vereinfachtem Verfahren zu schützen.

5. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit resümiert die Effektivität des Geschmacksmusters als benutzerfreundliches und wichtiges Instrument für Unternehmen im Kampf gegen Produktpiraterie.

Schlüsselwörter

Geschmacksmuster, gewerblicher Rechtsschutz, Neuheit, Eigenart, DPMA, Gemeinschaftsgeschmacksmuster, Haager Musterabkommen, Markenrecht, Patentgesetz, Produktpiraterie, Schutzdauer, Lizenzanalogie, Rechtsverletzung, Designschutz, geistiges Eigentum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse des Geschmacksmusters als gewerbliches Schutzrecht für die Formgestaltung von Erzeugnissen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Voraussetzungen für die Schutzfähigkeit, dem Registrierungsverfahren, der Durchsetzung bei Rechtsverletzungen und den europäischen sowie internationalen Schutzmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Lesern zu verdeutlichen, wie Unternehmen ihre geistigen Schöpfungen effektiv gegen Nachahmung und Produktpiraterie absichern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die juristische Methodenlehre, indem sie gesetzliche Grundlagen (insb. GeschMG, EG-Verordnung) und deren Kommentierung in der Fachliteratur systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die materiellen Hürden der Neuheit und Eigenart, formale Anmeldeanforderungen, den Umgang mit Rechtsverletzungen sowie die Rolle des Geschmacksmusters als Vermögenswert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Geschmacksmuster, Neuheit, Eigenart, Registrierung, Schutzwirkung und Rechtsdurchsetzung.

Warum spielt die "Neuheitsschonfrist" eine so wichtige Rolle für Unternehmen?

Die Schonfrist ermöglicht es Herstellern, neue Produkte zunächst auf Messen zu testen, ohne dass dieser Kontakt zur Öffentlichkeit die spätere Eintragung des Geschmacksmusters rechtlich gefährdet.

Wie unterscheidet sich das nicht eingetragene Gemeinschaftsgeschmacksmuster (NGGM) von der registrierten Form?

Das NGGM schützt ab der ersten Offenbarung ohne Registrierungsaufwand, bietet jedoch eine deutlich kürzere Schutzdauer von nur drei Jahren und ist vorrangig gegen Nachahmung gerichtet.

Was ist die Bedeutung des "Gesamteindrucks" bei der Prüfung der Eigenart?

Die Eigenart bemisst sich daran, ob sich der Gesamteindruck eines Musters bei einem informierten Benutzer von bereits bekannten Mustern unterscheidet, wobei die Gestaltungsfreiheit des Designers ein wichtiger Korrekturfaktor ist.

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Details

Title
Was ist ein Geschmacksmuster?
College
Nürtingen University
Grade
1,0
Author
Stefanie Jäger (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V71632
ISBN (eBook)
9783638682244
ISBN (Book)
9783638684774
Language
German
Tags
Geschmacksmuster
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Jäger (Author), 2006, Was ist ein Geschmacksmuster?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71632
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