In dieser Hausarbeit wird zuallererst einer der bedeutendsten Dichter des französischen 12. Jahrhunderts vorgestellt und im Folgenden explizit eines seiner wichtigsten Werke, Erec et Enide. Eine knappe Inhaltsangabe und das Vorstellen der wichtigsten Charaktere dieses Romans bilden die Grundlage dieser Hausarbeit. Sprache und Textanalyse werden ebenfalls bearbeitet, um in die Schaffensweise Chrétien de Troyes’ einen Einblick zu erhalten.
Das Vorstellen einzelner Episoden und ihre Einordnung in das Werk runden das erste große Kapitel des Hauptteils ab. Im 2. Abschnitt des Hauptteils befasst sich diese Arbeit mit feenhaften Elementen und deren Verarbeitung in der Lektüre. Als Leitfaden dient die Frage, ob in Erec et Enide Feen dargestellt werden oder ob den weiblichen Akteuren lediglich feenhafte Elemente zugewiesen werden.
Da nur sehr wenig Sekundärliteratur für dieses Thema zur Verfügung steht, wird häufig versucht, mittels angestellter Vergleiche zu einem Ergebnis zu kommen. Der Inhalt des Proseminars wird an manchen Stellen verwendet.
In der Schlussbetrachtung wird die Feenthematik noch einmal aufgegriffen, um letztendlich ein Ergebnis zu präsentieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Chrétiens Leben und Werke
2. Hauptteil
2.1. Erec et Enide
2.1.1. Inhalt
2.1.2. Aufbau
2.1.3. Sprache
2.2. La joie de la cort
2.3. Vergleich der beiden Paare
2.4. Vergleich von Enide und ihrer Cousine
2.5. Feenhaftes in Erec et Enide
2.5.1. Autre Monde
2.5.2. Enide
2.5.3. Enides Cousine
2.6. Feendarstellung in Marie de Frances Lai Lanval
2.6.1. Vergleich der Feendarstellung in Lanval und Erec et Enide
3. Schluß
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion von feenhaften Elementen in Chrétien de Troyes’ Artusroman Erec et Enide. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob es sich bei den weiblichen Akteuren tatsächlich um Feenwesen handelt oder ob ihnen lediglich feenhafte Attribute zugewiesen werden, um ihre außergewöhnliche Stellung zu unterstreichen.
- Analyse der Feenthematik bei Chrétien de Troyes
- Charakterisierung von Enide und ihrer Cousine
- Strukturanalyse des Romans Erec et Enide
- Vergleichende Literaturwissenschaft (Kontrastierung mit Marie de Frances Lai Lanval)
- Untersuchung von Motiv- und Episodenwiederholungen
Auszug aus dem Buch
2.5.1. Autre Monde
Bevor sich diese Hausarbeit möglichen Feengestalten zuwendet, sollte zuerst etwas über die Welt der Feen, zumindest so, wie es in der damaligen Literatur beschrieben wurde, erzählt werden.
Die Autre Monde, das Feenreich, ist in den keltischen Sagen oft nicht leicht als solche zu erkennen, ohne die Anzeichen zu deuten, die einen Wechsel von der einen in die andere Welt ankündigen.
Die Kluft zwischen dem Diesseits und dem Jenseits wird oft symbolisiert durch einen reißenden Fluß, ein tiefes Gewässer, durch einen dichten Wald, der durchquert werden muß, um schließlich auf die andere Seite zu gelangen, oder Vergleichbares. Oft gibt es auch einen Wächter.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Feendarstellungen in mittelalterlichen Werken und Vorstellung der Zielsetzung bezüglich Erec et Enide.
1.1. Chrétiens Leben und Werke: Biografische Eckdaten des Dichters, soweit sie aus den Vorworten und Inhalten seiner Dichtungen erschließbar sind.
2. Hauptteil: Analyse des Romans Erec et Enide hinsichtlich Inhalt, Aufbau und sprachlicher Besonderheiten.
2.1. Erec et Enide: Untersuchung des Inhalts, der Romanstruktur und der sprachlichen Eigenheiten bei Chrétien de Troyes.
2.1.1. Inhalt: Zusammenfassung der Handlungsstränge um Erec und Enide sowie deren Entwicklung.
2.1.2. Aufbau: Diskussion der Gliederung des Romans in zwei oder drei Teile.
2.1.3. Sprache: Kurze Betrachtung von Reimstil und typischen sprachlichen Merkmalen.
2.2. La joie de la cort: Detaillierte Analyse der Episode im Zaubergarten und ihrer Bedeutung für den Roman.
2.3. Vergleich der beiden Paare: Gegenüberstellung von Erec/Enide und Maboagrain/Enides Cousine.
2.4. Vergleich von Enide und ihrer Cousine: Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Frauenfiguren.
2.5. Feenhaftes in Erec et Enide: Untersuchung der übernatürlichen bzw. feenhaften Elemente im Roman.
2.5.1. Autre Monde: Theoretische Einordnung der Anderswelt in keltischen Sagen und deren literarische Adaption.
2.5.2. Enide: Betrachtung der feenhaften Attribute und der Symbolik der Farbe Weiß bei der Protagonistin.
2.5.3. Enides Cousine: Analyse der Rolle von Enides Cousine im Kontext des Zaubergartens.
2.6. Feendarstellung in Marie de Frances Lai Lanval: Untersuchung einer echten Feendarstellung in der Literatur des 12. Jahrhunderts.
2.6.1. Vergleich der Feendarstellung in Lanval und Erec et Enide: Zusammenfassende Gegenüberstellung der literarischen Feenkonzepte.
3. Schluß: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Differenzierung zwischen feenhaften Attributen und echten Feenwesen.
Schlüsselwörter
Chrétien de Troyes, Erec et Enide, Mittelalterliche Literatur, Feendarstellungen, Autre Monde, Artusroman, Enide, Marie de France, Lanval, Höfische Dichtung, Symbolik, Minne, Literaturanalyse, Zaubergarten, Artushof.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Darstellung von Feen und feenhaften Elementen in dem Artusroman Erec et Enide von Chrétien de Troyes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Romanfiguren Erec und Enide, der Struktur des Romans sowie dem Vergleich mit anderen zeitgenössischen Werken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob die Frauenfiguren in Erec et Enide echte Feenwesen sind oder lediglich mit feenhaften Eigenschaften ausgestattet wurden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, ergänzt durch Vergleiche mit Sekundärliteratur und anderen mittelalterlichen Werken wie dem Lai Lanval.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der inhaltlichen Zusammenfassung, der architektonischen Struktur des Romans, sprachlichen Aspekten sowie detaillierten Vergleichen von Figuren und Motiven.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Chrétien de Troyes, Erec et Enide, Feendarstellung, höfische Minne, Symbolik und literarische Motivanalyse.
Wie unterscheidet sich die Cousine von Enide in ihrer Funktion im Roman?
Während Enide gesellschaftliche Verantwortung zeigt und Erec unterstützt, ist die Cousine in einer selbstgewählten, eigennützigen Isolation im Zaubergarten gefangen.
Warum wird der Lai Lanval von Marie de France zum Vergleich herangezogen?
Lanval dient als Kontrastbeispiel, da hier im Gegensatz zu Erec et Enide eine echte Fee mit übernatürlichen Fähigkeiten im Zentrum der Erzählung steht.
- Quote paper
- M. A. Christoph Hollergschwandner (Author), 2001, Chrétien de Troyes: Erec et Enide - Feendarstellungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71657