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Die Institutionalisierung von Umweltpolitik im Ländervergleich ausgewählter europäischer Industrienationen

Titel: Die Institutionalisierung von Umweltpolitik im Ländervergleich ausgewählter europäischer Industrienationen

Seminararbeit , 2002 , 21 Seiten , Note: 2

Autor:in: Marc Zivojinovic (Autor:in)

Politik - Klima- und Umweltpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit soll die Entwicklung der Umweltpolitik in ausgewählten westlichen Industrieländern dargestellt werden. Zunächst werden hierzu die verschiedenen Institutionen
vorgestellt, derer sich die Umweltpolitik von staatlicher Seite aus bedient. Im weiteren wird gezeigt, wie es zu ihrer Institutionalisierung kam und welche Entwicklungsstufen durchlaufen wurden.
Als methodischer Ansatz dient dabei die ländervergleichende Analyse. Sie soll die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Konzeptionen nationaler Umweltpolitik und die Diffusion ihrer Elemente, ausgehend von Ländern, die in diesem Politikbereich eine Vorreiterrolle innehatten, aufzeigen. Für den Ländervergleich wurden jeweils drei nord- und südeuropäische Länder ausgewählt.
Dadurch wird deutlich, wie unterschiedlich Staaten innerhalb Europas zu verschiedenen Zeitpunkten die Umweltschutzproblematik bewerteten.
Zu den hier untersuchten Ländern gehören auf der einen Seite Schweden, als europäischer
Vorreiter im Umweltschutz, ferner die Niederlande, welche einen besonderen Ansatz in der
Umweltpolitik entwickelt haben und die BRD als weiteres Beispiel für die Integration
umweltpolitischer Belange in das System einer entwickelten Industriegesellschaft.
Ihnen gegenübergestellt werden als Vertreter der südlichen europäischen Saaten: Griechenland
und Spanien, als junge Mitglieder der EU, sowie Italien. Länder also, die zwar auch zu den
Industriestaaten gezählt werden, aber aufgrund ihrer Entwicklung allesamt größere strukturelle Probleme aufweisen.
Die Betrachtung dieser Staaten mündet in die Frage, ob sich ein Nord- Süd Gefälle, analog zur weltpolitischen Entwicklung (dort Industrie- versus Entwicklungsländer), innerhalb der heutigen EU in Bezug auf die Institutionalisierung von Umweltschutz, nachweisen lässt und was für mögliche Ursachen hierfür bestehen.
Ein Blick auf die Prinzipien und Entwicklung des Umweltschutzes auf der EU-Ebene rundet die Untersuchung ab, da im Zuge des europäischen Einigungsprozesses von dort wichtige Impulse ausgehen können. Die Politikwissenschaft beschäftigt sich seit den späten 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit der Umweltpolitik. Analog zu der wachsenden Bedeutung der Umweltschutzthematik erfuhr dieser Forschungszweig immer mehr Bedeutung. Bei der Beschäftigung mit dem Thema der Institutionalisierung wird davon ausgegangen, dass diese eine notwendige Bedingung für Umweltpolitik ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2. Umweltpolitische Institutionen

2.1. Umweltministerien

2.2. Nationale Umweltämter

2.3. Umweltexpertengremien

2.4. Umweltbericht

2.5. Umweltrahmengesetze

2.6. Umweltpolitische Verfassungsbestimmungen

3. Diffusion umweltpolitischer Institutionen

3.1. Die Entwicklung der Institutionalisierung im Ländervergleich

3.1.1. Initialisierung und Etablierung 1967 - 1974

3.1.2. Defensive Phase und Konsolidierung 1974 – 1979

3.1.3. Ausbau und Nachholphase ab 1980

4. Das Nord-Süd Gefälle in der Umweltpolitik

4.1. Ökonomische Ursachen des Gefälles

4.2. Politische und Historische Ursachen des Gefälles

5. Umweltschutz In der EU

5.1. Das Prinzip der Subsidiarität

5.2. Entwicklung der europäischen Umweltpolitik

6. Fazit und Perspektiven

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Institutionalisierung der Umweltpolitik in ausgewählten europäischen Industrienationen und analysiert, ob sich innerhalb der EU ein Nord-Süd-Gefälle in Bezug auf den Ausbau umweltpolitischer Institutionen nachweisen lässt.

  • Methodische ländervergleichende Analyse der Umweltpolitik.
  • Untersuchung der Diffusion umweltpolitischer Institutionen (Ministerien, Ämter, Expertengremien).
  • Analyse ökonomischer, politischer und historischer Ursachen für regionale Disparitäten.
  • Betrachtung der europäischen Umweltpolitik und des Subsidiaritätsprinzips.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Initialisierung und Etablierung 1967 - 1974

Als ein Beschleunigungsfaktor für die Etablierung des Politikfeldes Umweltschutz kann die erste Umweltkonferenz der Vereinten Nationen in Stockholm im Jahre 1972 gewertet werden, aus der das erste internationale Programm zur Erhaltung der Umwelt (UN Environmental Programme) hervorging. Waren bis dato umweltpolitische Institutionen nur in wenigen Pionierländern vorhanden, kam es im Vorfeld der Konferenz und in den Folgejahren zu einem regelrechten Boom.

Europäischer Vorreiter in diesem, auch Initialphase genannten, Zeitraum war Schweden, das von 1967 bis 1970 vier der sechs o.g. Schlüsselinstitutionen einrichtete. Den Beginn machte im Jahre 1967 die Schaffung des ersten nationalen Umweltamtes auf dem europäischen Kontinent, gefolgt von der Berufung eines Umweltexpertengremiums im folgenden Jahr. Ergänzt wurden diese beiden Schritte durch die Vorlage eines Umweltrahmengesetzes, das 1969 verabschiedet wurde, und der Aufnahme des Umweltschutzes in die Verfassung, die 1974 erfolgte.

In den Niederlande führte eine intensive Landwirtschaft zu hohen Schadstoffbelastungen, weitreichende Bodenflächen waren durch industrielle Nutzung verseucht und die großen Flüsse führten zusätzlich Giftstoffe mit, die sich auf dem Meeresboden vor der niederländischen Küste ablagerten. Durch das Bekanntwerden dieser Probleme stand der Umweltschutz zu Beginn der 70er Jahre hoch auf der politischen Agenda.

So zogen die Niederlande zeitversetzt nach und starteten ihren Institutionalisierungsprozeß im Jahre 1971 mit der Errichtung eines Umweltministeriums. 1973 wurde dort einer der ersten europäischen Umweltberichte präsentiert und ein Jahr später auch ein Umweltexpertengremium ins Leben gerufen, womit in der Etablierungsphase bereits drei Institutionen auszu-machen waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Einführung in die Thematik der Institutionalisierung von Umweltpolitik und Vorstellung des ländervergleichenden Analyseansatzes.

2. Umweltpolitische Institutionen: Definition und Erläuterung der verschiedenen staatlichen Instrumente und Gremien, die zur Umsetzung von Umweltpolitik genutzt werden.

3. Diffusion umweltpolitischer Institutionen: Analyse der zeitlichen Entwicklung und Verbreitung dieser Institutionen in drei spezifischen Phasen.

4. Das Nord-Süd Gefälle in der Umweltpolitik: Untersuchung der ökonomischen, politischen und historischen Faktoren, die zu unterschiedlichen Ausprägungen des Umweltschutzes führen.

5. Umweltschutz In der EU: Erörterung der europäischen Ebene, des Subsidiaritätsprinzips und der Entwicklung gemeinsamer Umweltpolitik.

6. Fazit und Perspektiven: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Umweltpolitik, Institutionalisierung, Ländervergleich, Nord-Süd-Gefälle, Industrienationen, Europäische Union, Umweltministerium, Umweltamt, Umweltexpertengremium, Umweltbericht, Umweltrahmengesetz, Subsidiaritätsprinzip, Politikdiffusion, ökologisches Bewusstsein, Umweltschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und den Aufbau staatlicher Institutionen für den Umweltschutz in verschiedenen europäischen Industrienationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Institutionalisierung von Umweltpolitik, der Diffusion dieser Strukturen über die Zeit sowie den Ursachen für regionale Unterschiede.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Nord-Süd-Gefälle bei der Institutionalisierung von Umweltschutz innerhalb der EU nachzuweisen und dessen Ursachen zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine ländervergleichende Analyse, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Konzeption und Umsetzung von Umweltpolitik aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die spezifischen Institutionstypen, die historische Entwicklung in drei Phasen sowie die ökonomischen und politischen Hintergründe des Nord-Süd-Gefälles.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Umweltpolitik, Institutionalisierung, Nord-Süd-Gefälle, Europäische Union und Politikdiffusion.

Warum spielt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eine Rolle für den Umweltschutz?

Die Studie zeigt eine Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Stärke eines Landes und seinem Erfolg bei der Etablierung umweltpolitischer Kapazitäten.

Welchen Einfluss hatten politische Systeme auf die Umweltpolitik in Südeuropa?

Besonders diktatorische Strukturen in Spanien und Griechenland verzögerten laut der Untersuchung den Aufbau effektiver umweltpolitischer Institutionen im Vergleich zu den nordeuropäischen Demokratien.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Institutionalisierung von Umweltpolitik im Ländervergleich ausgewählter europäischer Industrienationen
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Veranstaltung
Proseminar Internationale Umweltpolitik
Note
2
Autor
Marc Zivojinovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
21
Katalognummer
V7173
ISBN (eBook)
9783638145114
ISBN (Buch)
9783656899709
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Institutionalisierung Umweltpolitik Ländervergleich Industrienationen Proseminar Internationale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Zivojinovic (Autor:in), 2002, Die Institutionalisierung von Umweltpolitik im Ländervergleich ausgewählter europäischer Industrienationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7173
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Leseprobe aus  21  Seiten
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