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Risikoadjustierte Bepreisung von Krediten

Gemäß der Solvabilitätsverordnung (SolvV) und der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)

Title: Risikoadjustierte Bepreisung von Krediten

Diploma Thesis , 2007 , 106 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Brigadski (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Das der Einleitung anschließende zweite Kapitel stellt zunächst den Weg zu den neuen Baseler Eigenkapitalanforderungen dar. In diesem Kapitel wird auf die historische Entwicklung der Bankaufsicht (Abschnitt 2.1) eingegangen. Darüber hinaus wird in diesem Kapitel die Grundkonzeption von Basel I vorgestellt (Abschnitt 2.2) und die Schwachpunkte der alten Regelungen beschrieben (Abschnitt 2.3). Anschließend erfolgt die Darstellung der Ziele von Basel II (Abschnitt 2.4) und ein Überblick über den Zeitplan des neuen Akkords (Abschnitt 2.5).
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Regelwerk der neuen Eigenkapitalanforderungen. Im Rahmen dessen wird der Eigenkapitalbegriff erläutert (Abschnitt 3.1) sowie das 3-Säulen-Konzept von Basel II beschrieben (Abschnitt 3.2). Darauf aufbauend erfolgt die Darstellung der Umsetzung der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen in deutsches Recht (Abschnitt 3.3). Den Abschluss des dritten Kapitels bilden schließlich die Ansätze zur Ermittlung der Min-destkapitalanforderungen für Kreditrisiken unter Berücksichtigung der für die Bundesrepublik Deutschland geltenden Regelungen der SolvV und MaRisk (Abschnitt 3.4). Dabei beinhaltet dieser Abschnitt neben der Erläuterung des Kreditrisiko-Standardansatzes (Abschnitt 3.4.1) und der auf internen Ratings basierenden Ansätze (Abschnitt 3.4.2) auch eine Übersicht über die aufsichtsrechtlich zugelassenen Kreditrisikominderungstechniken (Abschnitt 3.4.3).
Im vierten Kapitel erfolgt die Darstellung eines finanztheoretischen Ansatzes zur Kalkulation von risikoadjustierten Kreditkonditionen. Das Kapitel gibt zunächst einen Überblick über die Bestandteile des Kreditzinses (Abschnitt 4.1). Es folgt die Erläuterung der einzelnen Deter-minanten des Kreditzinses sowie die Darstellung möglicher Ansätze, die Werte der einzelnen Komponenten mit Hilfe öffentlich zugänglicher Informationen selbst abzuschätzen (Abschnitt 4.2 bis 4.6). Anschließend werden die geschätzten Kreditzinsen mit Kreditkonditionen aus der Praxis verglichen (Abschnitt 4.7). Der letzte Abschnitt beschäftigt sich mit den Auswirkungen der neuen Eigenkapitalregelungen auf die Kreditzinsen. Hierbei werden die Unterschiede in der Eigenkapitalunterlegung zwischen der alten und der neuen Eigenkapitalregelung herausgestellt. Das letzte Kapitel besteht aus einer abschließenden Zusammenfassung und einem kurzen Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Die Bedeutung des riskoadäquaten Pricings von Krediten gemäß den neuen Eigenkapitalregelungen

2 Der Weg zu Basel II

2.1 Entwicklungsgeschichte der Bankaufsicht

2.2 Grundkonzeption von Basel I

2.3 Schwachpunkte des Eigenkapitalakkords nach Basel I

2.4 Zielsetzung des neuen Eigenkapitalakkords

2.5 Verabschiedung und Zeitplan des neuen Eigenkapitalakkords

3 Basel II - Der neue Baseler Eigenkapitalakkord

3.1 Begriffsdefinitionen des Eigenkapitals

3.2 3-Säulen-Konzept von Basel II

3.2.1 Säule 1: Mindesteigenkapitalanforderungen

3.2.2 Säule 2: Überprüfung durch die Aufsicht

3.2.3 Säule 3: Marktdisziplin

3.3 SolvV und MaRisk: Nationale Umsetzung des neuen Akkords

3.4 Ermittlung der Mindestkapitalanforderungen für Kreditrisiken gemäß der SolvV

3.4.1 Kreditrisiko-Standardansatz

3.4.2 Die IRB-Ansätze

3.4.3 Kreditrisikominderungstechniken

4 Finanztheoretischer Ansatz zur Kalkulation risikogerechter Kreditkonditionen

4.1 Determinanten des Kreditzinses

4.2 Risikoloser Fremdkapitalmarktzins

4.2.1 Realer Fremdkapitalkostensatz

4.2.2 Inflationsrisikoprämie

4.2.3 Laufzeitprämie

4.3 Liquiditätsrisikoprämie

4.4 Kreditausfallrisikoprämie

4.4.1 Standardrisikokosten

4.4.2 Eigenkapitalkosten

4.5 Kosten der Kreditbearbeitung und Gewinnmarge

4.6 Zusammenfassung und Vergleich der Resultate mit Konditionen aus der Praxis

4.7 Auswirkungen der SolvV auf die Kreditkosten für Unternehmen

5 Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick

6 Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalregelungen (Basel II/SolvV) auf die Kreditzinsen für deutsche Unternehmen unterschiedlicher Größe und Bonität zu quantifizieren. Dabei wird untersucht, wie Banken das risikoadäquate Pricing von Krediten umsetzen und welche Rolle verschiedene Zinskomponenten wie Risikoprämien und Eigenkapitalkosten dabei spielen.

  • Regelwerk und Zielsetzung von Basel II
  • Umsetzung der Solvabilitätsverordnung (SolvV) in deutsches Recht
  • Finanztheoretische Kalkulation risikogerechter Kreditkonditionen
  • Quantifizierung der Auswirkungen auf Unternehmen (KMU vs. Großunternehmen)
  • Vergleich von Modellresultaten mit Kreditkonditionen aus der Bankpraxis

Auszug aus dem Buch

2.3 Schwachpunkte des Eigenkapitalakkords nach Basel I

Der Anfang 2007 von Basel II abgelöste Eigenkapitalakkord enthält trotz der allgemein anerkannten Verdienste große Schwachpunkte. Die Hauptproblematik bei den Eigenkapitalvereinbarungen von 1988 ist die fehlende Berücksichtigung der Bonität des Schuldners bei der Festlegung der Eigenkapitalunterlegungspflicht. Die starre und undifferenzierte Einteilung der Kreditnehmer in die einzelnen Risikokategorien hat zur Folge, dass sich die Bonität des einzelnen Schuldners nicht ausreichend in dessen Kreditkonditionen widerspiegelt.

So müssen Banken für solide wirtschaftende Unternehmen mit hervorragenden Zukunftsaussichten den gleichen Eigenmittelbetrag vorhalten wie für Unternehmen, die ein sehr hohes Risikopotenzial besitzen. Bezieht man die regulatorische Eigenmittelanforderung an einen Kredit als Kostenbestandteil in die Kreditpreiskalkulation mit ein, verursacht die alte aufsichtliche Behandlung des Kreditrisikos eine Fehlbepreisung von Krediten.

Der daraus resultierende undifferenzierte Kreditzinssatz hat zur Konsequenz, „dass eine Subventionierung bonitätsschwacher Kunden erfolgt und Wettbewerbsverzerrungen begünstigt werden“. Das bedeutet, dass Kreditkunden mit guter Bonität über die Kreditkonditionen mit zu hohen Kapitalkosten belastet werden.

Dagegen beinhaltet der Kreditzins von Kreditkunden mit schlechter Bonität eine zu niedrige Risikoprämie, die zur Deckung ihrer Ausfallrisiken für die Bank nicht ausreicht. Die folgende Abbildung macht den Effekt undifferenzierter Risikoprämien deutlich. Bei der undifferenzierten Kalkulation der Risikoprämie zahlen bonitätsmäßig gute Kreditnehmer, also beispielsweise AAA-geratete Unternehmen, einen höheren Bonitätsspread als sie gemäß ihrem geringeren Ausfallrisiko zahlen müssten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Bedeutung des riskoadäquaten Pricings von Krediten gemäß den neuen Eigenkapitalregelungen: Diese Einleitung erläutert den Übergang von Basel I zu Basel II und formuliert das Ziel der Arbeit, die Zinsauswirkungen auf deutsche Unternehmen zu quantifizieren.

2 Der Weg zu Basel II: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung der Bankaufsicht sowie die Mängel des alten Baseler Akkords.

3 Basel II - Der neue Baseler Eigenkapitalakkord: Hier wird das Regelwerk von Basel II, das 3-Säulen-Konzept sowie die nationale Umsetzung durch SolvV und MaRisk detailliert dargelegt.

4 Finanztheoretischer Ansatz zur Kalkulation risikogerechter Kreditkonditionen: Dieses zentrale Kapitel analysiert die mathematische Zusammensetzung des Kreditzinses und berechnet die Auswirkungen der neuen Regelungen auf Basis verschiedener Bonitäts- und Unternehmensgrößen.

5 Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der Eigenkapitalregulierungen auf kleine und große Unternehmen.

6 Anhang: Enthält ergänzende Tabellen zur Zinsstruktur, zu historischen Ausfallraten und zu den Berechnungsformeln.

Schlüsselwörter

Basel II, Solvabilitätsverordnung, SolvV, Kreditrisiko, Eigenkapital, Kreditzins, Risikoadäquates Pricing, Standardansatz, IRB-Ansatz, MaRisk, Ausfallwahrscheinlichkeit, PD, LGD, Mittelstandskomponente, Bankenaufsicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Einführung von Basel II und der Solvabilitätsverordnung auf die Kreditkonditionen für deutsche Unternehmen und wie Banken das Kreditrisiko nun bepreisen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Geschichte der Bankenaufsicht, die Struktur von Basel II, finanztheoretische Grundlagen der Kreditzinskalkulation sowie empirische Daten zur Ausfallwahrscheinlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Quantifizierung der Zinsänderungen für Unternehmen unterschiedlicher Bonität und Größe unter den neuen risikosensitiven Eigenkapitalanforderungen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt finanztheoretische Modelle zur Kalkulation von Zinskomponenten sowie empirische Daten, um Modellrechnungen für Beispielunternehmen in verschiedenen Bonitätsklassen durchzuführen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung des neuen Baseler Regelwerks und eine anschließende Berechnung des Kreditzinses unter Berücksichtigung von Risikokomponenten wie PD, LGD und Eigenkapitalkosten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Zu den Kernbegriffen zählen Basel II, SolvV, Kreditrisiko, Eigenkapital, Kreditzins, IRB-Ansatz und Risikoadäquates Pricing.

Wie wirkt sich die neue "Mittelstandskomponente" auf die Kredite aus?

Die Mittelstandskomponente führt dazu, dass Kredite an KMU im IRB-Ansatz begünstigt werden können, was die befürchteten drastischen Zinssteigerungen für kleine Unternehmen relativiert.

Warum spielt die Eigenkapitalunterlegung eine so große Rolle beim Kreditzins?

Da Banken für risikoreichere Kredite mehr Eigenkapital vorhalten müssen, steigen die Kapitalkosten für die Bank, was über den Kreditzins direkt an den Kreditnehmer weitergegeben wird.

Welche Bedeutung hat das 3-Säulen-Konzept?

Es dient dazu, die Stabilität des Finanzsystems nicht nur durch quantitative Eigenkapitalregeln (Säule 1), sondern auch durch die Aufsicht (Säule 2) und Marktdisziplin durch Offenlegung (Säule 3) zu sichern.

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Details

Title
Risikoadjustierte Bepreisung von Krediten
Subtitle
Gemäß der Solvabilitätsverordnung (SolvV) und der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)
College
University of Dortmund
Grade
1,3
Author
Christian Brigadski (Author)
Publication Year
2007
Pages
106
Catalog Number
V71871
ISBN (eBook)
9783638624053
ISBN (Book)
9783638701723
Language
German
Tags
Risikoadjustierte Bepreisung Krediten Berücksichtigung Regelungen Solvabilitätsverordnung Mindestanforderungen Risikomanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Brigadski (Author), 2007, Risikoadjustierte Bepreisung von Krediten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71871
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