Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Augstinus' Auseinandersetzung mit dem Platonismus in seinem Werk De civitate dei

Title: Augstinus' Auseinandersetzung mit dem Platonismus in seinem Werk De civitate dei

Seminar Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Thilo Morschel (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der große lateinische Kirchenvater und einflussreiche Philosoph der christlichen Spätantike Aurelius Augustinus (354- 430 n. Chr.) setzt sich in seinem Werk De civitate dei unter anderem mit der platonischen Philosophie auseinander und knüpft so an eine bestehende christliche Tradition an, die platonische und christliche Vorstellungen zu vereinbaren suchte. In der Philosophiegeschichte ist Augustinus deshalb so bedeutsam, weil er für das europäische Mittelalter als der zentrale Vermittler und Interpret antiker Philosophie angesehen wird. Diese Arbeit stellt nach einführenden biographischen Angaben zu Augustinus die platonische Philosophie so dar, wie sie der Kirchenvater aufgenommen hat. Der zweite Teil der Ausführungen liefert eine Analyse des ambivalenten Verhältnisses des Kirchenvaters zum Platonismus, wobei hier eindeutig der Primat des christlichen Glaubens als der einzige Weg zur Wahrheit aufgezeigt werden soll. Neben seiner Wertschätzung des Platonismus als der dem Christentum am nächsten stehenden Philosophie wird analysiert, inwieweit die Begegnung mit der platonischen Philosophie in Mailand für seinen persönlichen Lebensweg entscheidend war. Primäre Textgrundlage sind die Kapitel 1- 10 aus dem Buch VIII des apologetischen Werkes De civitate dei von Augustinus, daneben werden seine Autobiographie Confessiones und verschiedene Sekundärliteratur miteinbezogen.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorüberlegungen zu Augustinus und dem Platonismus

2.1 Biographische Anmerkungen

2.2 Erste Begegnung mit dem Platonismus in Mailand

2.3 Platos Dreiteilung der Philosophie

3 Augustinus’ Auseinandersetzung mit dem Platonismus

3.1 Würdigung des Platonismus

3.2 Überwindung des Manichäismus und der Skepsis

3.3 Kritik des Kirchenvaters

3.4 Bekehrung zum Christentum

4 Zusammenfassung der Ergebnisse

5 Bibliographie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Augustinus’ ambivalentes Verhältnis zum Platonismus in seinem Werk De civitate dei. Dabei wird analysiert, wie Augustinus die platonische Philosophie einerseits wertschätzt, sie jedoch andererseits aus christlicher Perspektive kritisiert und schließlich als unzureichend für den wahren Weg zur Erlösung einstuft.

  • Biographische Entwicklung Augustinus’ und sein Weg zum Christentum
  • Die Rezeption der platonischen Philosophie in Mailand
  • Positive Würdigung des Platonismus als Annäherung an christliche Gottesvorstellungen
  • Die kritische Abgrenzung: Platonismus versus christliche Heilslehre
  • Die Bedeutung von Jesus Christus als alleinigem Mittler und Weg zur Glückseligkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Positive Würdigung des Platonismus

Bevor Augustinus die platonische Lehre in seinem Werk De civitate dei thematisiert, würdigt er Platon und seine Philosophie, weil diese in seinen Augen über jeder anderen Philosophie steht. Daher bezeichnet er die Platoniker als die „vornehmsten Philosophen“ und erklärt, dass „[K]eine sonstige heidnische Theologie und Philosophie“ an die platonische Lehre heranreicht. Als Grund für diese Behauptung gibt er an, dass die platonische Lehre im Gegensatz zur fabulierenden und staatlichen Theologie den ganzen Kosmos umfasst, dass die Platoniker die beatitudo nicht wie die Gegner der Bücher 2- 5 im Diesseits, sondern im Jenseits ansetzen und im Gegensatz zu den anderen Philosophen das Wesen Gottes richtig erkannt haben. Sie sehen Gott unkörperlich und unwandelbar und erfassen so sein Wesen ontologisch völlig richtig. Insofern können sie als „wahre“ Philosophen bezeichnet werden, weil sie als Liebhaber Gottes nicht durch sinnliche Wahrnehmung sondern durch geistigen Aufstieg Gott erkennen und ihn als Schöpfer und Lenker der Welt und der Weltseele ansehen. Mit dieser Einsicht kommen sie der christlichen Lehre sehr nahe, erfassen sie allerdings nicht - wie später offensichtlicht wird. Augustinus erkennt in ihrer Philosophie die dem Christentum am nächsten stehende Lehre. Gott ist für sie Licht und Wahrheit, die über der Menschenseele steht, sie erleuchtet und so zur beatitudo führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in Augustinus als Vermittler antiker Philosophie ein und umreißt die Untersuchung des ambivalenten Verhältnisses zum Platonismus in De civitate dei.

2 Vorüberlegungen zu Augustinus und dem Platonismus: Dieses Kapitel liefert biographische Hintergründe, beschreibt die Begegnung mit der neuplatonischen Philosophie in Mailand und stellt Platons Dreiteilung der Philosophie dar.

3 Augustinus’ Auseinandersetzung mit dem Platonismus: Der Hauptteil analysiert die Wertschätzung und Kritik des Kirchenvaters am Platonismus sowie die Rolle dieser Philosophie bei seiner Überwindung des Manichäismus und seiner Bekehrung.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel resümiert, dass Augustinus den Platonismus zwar bewundert, ihn aber aufgrund des fehlenden Glaubens an Christus als unzureichende Heilslehre ablehnt.

5 Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Augustinus, Platonismus, De civitate dei, Christentum, Neoplatonismus, Manichäismus, Gottesvorstellung, Beatitudo, Mittlerfunktion Christi, Erkenntnislehre, Mailand, Spätantike, Religionsphilosophie, Heilsgeschichte, Glauben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Kirchenvater Augustinus in seinem Werk De civitate dei den Platonismus rezipiert, welche Elemente er daraus übernimmt und aus welchen Gründen er sich letztlich kritisch davon abgrenzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die biographische Prägung Augustinus’, die platonische Ontologie und Erkenntnislehre sowie deren Verhältnis zur christlichen Dogmatik und Heilsgeschichte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Augustinus den Platonismus zwar als die heidnische Philosophie ansieht, die dem Christentum am nächsten steht, aber dennoch die Notwendigkeit des christlichen Glaubens an Christus betont, um zum wahren Ziel (beatitudo) zu gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, die Augustinus’ Ausführungen in De civitate dei (Buch VIII) mit seiner Autobiographie (Confessiones) sowie einschlägiger Sekundärliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Würdigung der platonischen Lehre, die Darstellung der Überwindung konkurrierender Weltanschauungen wie des Manichäismus und die kritische Auseinandersetzung mit den Defiziten des Platonismus aus christlicher Sicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Augustinus, Platonismus, De civitate dei, Christentum, Neoplatonismus und Gottesvorstellung.

Warum lobt Augustinus die Platoniker, obwohl er sie kritisiert?

Augustinus lobt sie als „vornehmste Philosophen“, weil sie Gott ontologisch richtig als immateriell und unwandelbar erkannt haben. Dies nutzt er argumentativ, um seine philosophisch gebildeten Adressaten zu erreichen.

Worin sieht Augustinus das größte Defizit des Platonismus?

Das größte Defizit ist für Augustinus, dass die Platoniker keinen Weg zu Gott gefunden haben, da sie Jesus Christus nicht als wahren Mittler anerkennen und an polytheistischen Verehrungen festhalten.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Augstinus' Auseinandersetzung mit dem Platonismus in seinem Werk De civitate dei
College
University of Bonn  (Philosphische Fakultät/ Philosophisches Seminar)
Course
Proseminar: Augustinus, De civitate dei/ Vom Gottesstaat
Grade
1,7
Author
Thilo Morschel (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V71875
ISBN (eBook)
9783638685832
ISBN (Book)
9783638759847
Language
German
Tags
Augstinus Auseinandersetzung Platonismus Werk Proseminar Augustinus Gottesstaat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thilo Morschel (Author), 2006, Augstinus' Auseinandersetzung mit dem Platonismus in seinem Werk De civitate dei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71875
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint