Theorie und Praxis des kooperativen Lernens


Hausarbeit, 2006
15 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterschied zwischen Theorie und Praxis der Gruppenarbeit

3. Gruppenunterricht
3.1 Definition Gruppenunterricht
3.2 Funktion und Ziele des Gruppenunterrichts

4. Die Gruppenrallye als Beispiel für den Gruppenunterricht
4.1 Definition Gruppenrallye
4.2 Merkmale
4.3 Planung und Durchführung
4.4 Wirkungen

5. Schlussbemerkungen

6. Literaturverzeichnis

Erklärung

1 Einleitung

Ich möchte mich in dieser Arbeit mit dem Thema „Wie gestalten sich Theorie und Praxis kooperativen Lernens am Beispiel der Gruppenarbeit in der Grundschule?” auseinander setzten.

In meiner Hausarbeit werde ich auf theoretische Positionen und praktische Probleme bei der Durchführung von Gruppenarbeiten aus der Sicht von Lehrern eingehen. Zu diesem Thema hätte ich mir eigentlich noch mehr Informationen gewünscht, welche aber leider nicht niedergeschrieben sind, deshalb konnte ich nur auf allgemeine Angaben von Untersuchungen in den Schulen zurückgreifen (Wellenreuther, 2005, S. 396-399).

Im nächsten Abschnitt werde ich dann auf den Gruppenunterricht eingehen und dort die wichtigsten Merkmale auflisten. Außerdem gehe ich auf die Gruppenrallye ein, um an diesem Beispiel zu zeigen, welche Überlegungen dabei in der Planung zu bedenken sind. In meinen Schlussbemerkungen nehme ich einen eigenen Standpunkt zu dieser Thematik ein.

2 Unterschied zwischen Theorie und Praxis der Gruppenarbeit

Um näher auf die Theorie kooperativen Lernens einzugehen, werde ich mich im Folgnden auf Martin Wellenreuther, 2004 beziehen.

Da der Autor verschiedene Erklärungsansätze zu diesem Thema bereit stellt, werde ich mich zuerst auf die Motivationstheorien beschränken. Diese betonen vor allem die Ziel – und Belohnungsstrukturen kooperativen Lernens. Alle Schüler müssen einen Test erfolgreich bestehen, damit die Gruppe ihre Belohnung erhält. Die Gruppenmitglieder müssen sich gegenseitig anspornen und helfen. Durch kooperatives Verhalten können die Leistungen verbessert werden (Wellenreuther, 2004, S. 389-390).

Bei der kognitiv orientierten Entwicklungstheorie sollen die Anforderungen der Aufgabenstellungen an die kognitiven Möglichkeiten der Schüler orientieren. Die Zusammenarbeit wird auch hier als entwicklungsförderlich angesehen. In der kognitiven Elaborationstheorie sollen die Schüler, die lernenden Inhalte mit denen im Gedächtnis vorhandenen verknüpfen, tiefer verarbeiten und neu strukturieren (Wellenreuther, 2004, S. 389-390).

Der Verfasser stellt ebenso die Faktoren, welche für den Erfolg kooperativen Lernens entscheidend sind, vor. Dazu sollte die Gruppe ein Ziel und individuelle Zurechenbarkeit besitzen. Wenn Schüler eine Belohnung beim Erreichen eines Kriteriums erhalten und bei der Erarbeitung von neuen Inhalten eine bestimmte Form der Strukturierung einhalten, ist diese Gruppe besonders erfolgreich (Wellenreuther, 2004, S. 391).

Der Autor geht aber auch auf Probleme dieser Methoden ein.

Der erste Aspekt liegt in der Motivation der Gruppe durch eine Belohnung. Meistens liegt die Belohnung darin, dass das Ergebnis der Gruppe vorgestellt wird und sie dadurch ihre soziale Anerkennung in der Klasse bekommen. Um dieses Ergebnis zu erreichen, werden starke Schüler motiviert, schwächeren zu helfen, denn jeder aus der Gruppe muss in der Lage sein, den Inhalt reproduzieren zu können. Man geht davon aus, dass schwache Schüler durch die positiven Erfahrungen eine höhere Motivation entwickeln. Unter anderem wird auch ein Kritikpunkt angesprochen, in dem schwache durch starke Schüler unter Druck gesetzt werden, gut abzuschneiden. Abschließend geht der Autor davon aus, wenn die Schüler selbst intrinsisch motiviert sind, kann man auf Belohnung verzichten (Wellenreuther, 2004, S. 392-393).

Das zweite Problem besteht in der Auswahl der Gruppenaufgaben. Die Gruppenarbeit ist zum Beispiel eine gute Methode für offene, unstrukturierte oder problemlösende Aufgaben. Für schlecht strukturierte Probleme bietet sich das Routinelernen an. Bei diesem Lernen geht es um das tiefere Verständnis, was der Lehrer und das Buch vermitteln wollen. Bei dem verständnisorientiertem Lernen sollen die Schüler untereinander Ideen und Hypothesen austauschen. Die Schüler müssen auch auf das kooperative Verhalten vorbereitet werden und sich metakognitive Techniken sowie die Strategien aneignen (Wellenreuther, 2004, S. 393-394).

Ein weiterer Faktor ist die Notwendigkeit eines Trainings für die Gruppenarbeit. Schüler sind von sich aus nicht in der Lage, miteinander zu kooperieren, weil sie meist einseitig darauf fixiert sind, das Ergebnis zu finden. Die Gruppe muss später in der Lage sein, schwächeren Schülern das Problem in einer verständlichen Form zu erklären (Wellenreuther, 2004, S. 394-395).

Im letzten Problem wird die Gruppenarbeit und die Gewissheitsorientierung angesprochen. Dieser Punkt beschäftigt sich mit den individuellen Faktoren, zum Beispiel, das der Schüler mit verschiedenen Sichtweisen für ein Problem konfrontiert wird. Die Gruppenarbeit kann Unsicherheit oder Ängste hervorrufen. Die Schüler werden dazu gezwungen, sich mit unterschiedliechen Alternativen auseinander zu setzten. Die gewissheitsorientierten Personen werden in ihrem Lernen eher behindert, sie fühlen sich unwohl und haben schlechtere Leistungen. Bei den unsicherheitsorientierten Personen ist es genau umgekehrt (Wellenreuther, 2004, S. 395-396).

Bei der Bedeutung von Gruppenarbeit im Unterricht nennt der Autor Gründe, warum die Gruppenarbeit in der Schule wenig zum Einsatz kommt. Obwohl die Gruppenarbeit einen hohen Stellenwert in der Pädagogik hat, wird sie nur selten in der Schule eingestzt. Dies liegt daran, dass man eine entsprechende Planung kooperativer Methoden durchführen muss. Es gibt sehr viele Methoden der Gruppenarbeit, wie zum Beispiel die Gruppenrallye, welche vorwiegend für die Nachbereitung von Informationen aus dem Unterricht eingesetzt wird oder das Gruppenpuzzle, welches oft bei unstrukturierten offenen Problemen und zur Erledigung kleiner Sachaufgaben genutzt wird. Ein weiterer Faktor für das nicht einsetzten im Unterricht ist, dass es mit den Schülern gelernt und eingeübt werden muss, damit allen Schülern ein Lernzuwachs ermöglicht werden kann. Außerdem muss der Lehrer darauf achten, dass die Aufgabe im Rahmen der Zone der nächsten Entwicklung liegt. Also das die Problemstellung dem Wissen der Schüler angepasst ist. Der Lehrer ist verantwortlich für den Lernerfolg kooperativer Methoden. Er ist dafür zuständig, dass das Gelernte gesichert und wiederholt wird.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Theorie und Praxis des kooperativen Lernens
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V71909
ISBN (eBook)
9783638689496
ISBN (Buch)
9783656899181
Dateigröße
390 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kooperatives, Lernen
Arbeit zitieren
Manja Schiller (Autor), 2006, Theorie und Praxis des kooperativen Lernens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71909

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