Die Economic Value Added (EVA) Methode ist ein von der amerikanischen Beratungsfirma Stern Stewart & Co. im Jahre 1989 entwickeltes integriertes Führungs- und Steuerungskonzept. Es dient zur Messung von Leistung und Effizienz, beinhaltet wertbasierte Planung sowie Mitarbeitermotivation über Anreizsysteme und berücksichtigt zugleich den Shareholder-Value-Ansatz. Stewart selbst sieht in EVA den Residualgewinn, der einer Unternehmung verbleibt, nachdem aus dem operativen Gewinn die Kapitalkosten „full and fair“ beglichen wurden. Die EVA-Methode zielt auf die Maximierung des Marktwertes des Eigenkapitals durch Unternehmenswertsteigerung und unterstützt damit die WertorientierungDie Economic Value Added (EVA) Methode ist ein von der amerikanischen Beratungsfirma Stern Stewart & Co. im Jahre 1989 entwickeltes integriertes Führungs- und Steuerungskonzept. Es dient zur Messung von Leistung und Effizienz, beinhaltet wertbasierte Planung sowie Mitarbeitermotivation über Anreizsysteme und berücksichtigt zugleich den Shareholder-Value-Ansatz. Stewart selbst sieht in EVA den Residualgewinn, der einer Unternehmung verbleibt, nachdem aus dem operativen Gewinn die Kapitalkosten „full and fair“ beglichen wurden. Die EVA-Methode zielt auf die Maximierung des Marktwertes des Eigenkapitals durch Unternehmenswertsteigerung und unterstützt damit die Wertorientierung (value based management) eines Unternehmens. Somit setzt EVA - wie das Shareholder Value Konzept- die Interessen der Anteilseigner von Unternehmen in den Mittelpunkt der unternehmerischen Zielsetzung. (value based management) eines Unternehmens. Somit setzt EVA - wie das Shareholder Value Konzept- die Interessen der Anteilseigner von Unternehmen in den Mittelpunkt der unternehmerischen Zielsetzung.
Inhaltsverzeichnis
I. Economic Value Added (EVA) - Definition
1. EVA
2. MVA
3. Weitere wertorientierte Kennzahlenkonzepte
II. Economic Value Added (EVA) - Strategie
III. Economic Value Added (EVA) - Berechnung
1. Capital Charge – Methode
a) NOPAT
b) WACC
c) NOA
2. Value spread – Methode
IV. Economic Value Added (EVA) - Konversion
1. Operating Conversion
2. Funding Conversion
3. Tax Conversion
4. Shareholder Conversion
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept des Economic Value Added (EVA) als wertorientiertes Steuerungsinstrument im internen Rechnungswesen umfassend zu erläutern und dessen Funktionsweise sowie methodische Herleitung darzustellen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie durch die Einbeziehung der Kapitalkosten eine realitätsnähere Erfolgsgröße ermittelt werden kann, um den tatsächlichen Unternehmenswert zu maximieren und Fehlanreize herkömmlicher Rechnungslegungsgrößen zu vermeiden.
- Grundlagen des EVA-Ansatzes und dessen Abgrenzung zum Shareholder-Value-Konzept.
- Strategische Implikationen der EVA-Methode für die Unternehmenssteuerung.
- Detaillierte Analyse der Berechnungsweisen (Capital Charge vs. Value spread).
- Notwendigkeit und Kategorisierung von Konversionsanpassungen zur Datenbereinigung.
- Überblick über alternative wertorientierte Kennzahlen wie MVA, CFROI und CVA.
Auszug aus dem Buch
I. Economic Value Added (EVA) - Definition
Die Economic Value Added (EVA) Methode ist ein von der amerikanischen Beratungsfirma Stern Stewart & Co. im Jahre 1989 entwickeltes integriertes Führungs und Steuerungskonzept. Es dient zur Messung von Leistung und Effizienz, beinhaltet wertbasierte Planung sowie Mitarbeitermotivation über Anreizsysteme und berücksichtigt zugleich den Shareholder-Value-Ansatz. Stewart selbst sieht in EVA den Residualgewinn, der einer Unternehmung verbleibt, nachdem aus dem operativen Gewinn die Kapitalkosten „full and fair“ beglichen wurden. Die EVA-Methode zielt auf die Maximierung des Marktwertes des Eigenkapitals durch Unternehmenswertsteigerung und unterstützt damit die Wertorientierung (value based management) eines Unternehmens. Somit setzt EVA - wie das Shareholder Value Konzept- die Interessen der Anteilseigner von Unternehmen in den Mittelpunkt der unternehmerischen Zielsetzung. EVA und der Shareholder Value Ansatz basieren mithin auf demselben Kerngedanken: das Management soll sich auf die Maximierung des Unternehmenswerts fokussieren. Im Rahmen der EVA Methode bedeutet dies, dass sich das Management auf die Maximierung der „economic value added“ Kennzahl konzentrieren soll.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Economic Value Added (EVA) - Definition: Einführung in das Konzept des EVA als wertorientiertes Steuerungssystem, das auf der Idee des Residualgewinns nach Abzug aller Kapitalkosten basiert.
II. Economic Value Added (EVA) - Strategie: Darstellung der unternehmerischen Handlungsoptionen zur Steigerung des EVA, wie beispielsweise die Steigerung des operativen Ergebnisses oder die Optimierung des Kapitaleinsatzes.
III. Economic Value Added (EVA) - Berechnung: Erläuterung der zwei methodischen Ansätze zur EVA-Bestimmung, nämlich der Capital-Charge-Methode und der Value-spread-Methode.
IV. Economic Value Added (EVA) - Konversion: Beschreibung der notwendigen Anpassungen (Konversionen) der Buchhaltungsdaten, um diese in aussagekräftige Kennzahlen für die wertorientierte Steuerung zu transformieren.
Schlüsselwörter
Economic Value Added, EVA, MVA, Residualgewinn, Kapitalkosten, NOPAT, WACC, NOA, Wertorientierte Unternehmenssteuerung, Shareholder Value, Konversion, Unternehmenswert, Kapitaleinsatz, Investitionsrendite, Performancekennzahl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Definition, Berechnung und strategischen Bedeutung des Economic Value Added (EVA) als Methode zur Messung des betrieblichen Übergewinns.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Wertorientierung, die konkrete mathematische Ermittlung des EVA sowie die notwendigen Datenanpassungen zur Vergleichbarkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Verständnisses dafür, wie Unternehmen durch den EVA-Ansatz ihre Leistungseffizienz messen und Anreize für eine konsequente Wertsteigerung setzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung und strukturierte Literaturanalyse, um das von Stern Stewart & Co. entwickelte Konzept systematischer Konzepte und deren Berechnungsmodelle darzulegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Capital-Charge- sowie der Value-spread-Methode und detailliert die vier Stufen der Datenkonversion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie EVA, Kapitalkosten, Residualgewinn, NOPAT, WACC und Wertorientierte Unternehmenssteuerung charakterisiert.
Warum sind Konversionen für die EVA-Berechnung notwendig?
Konversionen sind erforderlich, um Verzerrungen aus der externen Rechnungslegung zu bereinigen und so eine unternehmensübergreifende Vergleichbarkeit der Daten zu ermöglichen.
Wie unterscheidet sich die Value-spread-Methode von der Capital-Charge-Methode?
Während die Capital-Charge-Methode den EVA als absolute Differenzgröße ermittelt, stellt die Value-spread-Methode den EVA als Produkt aus der Überrendite (r - WACC) und dem investierten Kapital (NOA) dar.
Was bedeutet die "Shareholder Conversion" im Kontext der Konversionen?
Sie gilt als wichtigste Stufe, da hierbei investitionsähnliche Aufwendungen (z.B. Forschung & Entwicklung) aktiviert werden, anstatt sie sofort gewinnmindernd auszubuchen.
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- Dr. Mark von Kopp-Krimpenfort (Author), 2007, Economic Value Added: Das Führungs- und Steuerungskonzept EVA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71915