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Struktur und Arbeitspraxis im Profifußball - Eine empirische Untersuchung

Title: Struktur und Arbeitspraxis im Profifußball - Eine empirische Untersuchung

Diploma Thesis , 2007 , 127 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kai Eickhof (Author)

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Die ökonomische Bedeutung des deutschen Profifußballs hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Lizenzfußball (Bundesliga und 2. Bundesliga) ist eine sportliche Wettbewerbsform von hohem öffentlichen Interesse und großer Akzeptanz.1 Das zentrale Untersuchungsobjekt dieser Arbeit, der Profifußball, stellt sich so als ein fester Bestandteil unseres soziokulturellen Systems dar und zeichnet sich durch flexible Beschäftigungsverhältnisse, komplexe Strukturen und zahlreiche Interdependenzen aus. Die Art und Weise der gegenwärtigen Nutzung und des Einsatzes von menschlicher Arbeitskraft in organisationalen Kontexten verändert sich mit der zunehmenden Verbreitung von Teilzeitarbeit, Zeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung stetig. Arbeitsverhältnisse von Profifußballspielern zeichnen sich in aller Regel durch zeitlich begrenzte Arbeitsverträge aus, Fußballspieler besitzen eine starke Eigenverantwortung für ihre zukünftige Beschäftigungsfähigkeit, eine hohe Identifikation mit dem Beruf, eine hohe Mobilität und sie machen in aller Regel überorganisationale Karrieren. Mit der Arbeitswelt Fußball ist damit eine Branche Inhalt dieser Arbeit, in der seit Jahrzehnten flexible Arbeitsverhältnisse dominieren und die Tätigkeit der Spieler viele Merkmale aufweisen, die für zukünftige Arbeitswelten insgesamt für bedeutend gehalten werden. In dieser Arbeit wird mit Hilfe der Theory of Employment Systems von David Marsden ein Analyserahmen entwickelt, der es erlaubt, die Arbeitswelt Fußball als ein Beschäftigungssystem zu beschreiben und ausführlich auf die institutionellen Rahmenbedingungen und Strukturen von Beschäftigungsverhältnissen im System des Profifußballs einzugehen. Aufgrund der begrenzten Arbeitnehmerzahl und den relativ geschlossenen Arbeitsmarktstrukturen bietet sich die Branche Fußball, speziell der Profifußball, als zu beschreibendes und zu analysierendes System für diese Arbeit an.

==
1 Die Euphorie während der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, die Verkaufserfolge von Biografien deutscher Spieler (u.a. „Nummer eins“ von Oliver Kahn) und weitere Populärliteratur zur Arbeitspraxis im Profifußball (u.a. „Der Traumhüter“ von Ronald Reng oder „Beruf Fußball-Profi“ von Jürgen Rollmann) verdeutlichen das öffentliche Interesse am Fußball und speziell dem Beruf Profifußballspieler.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoriedarstellung

2.1 Neue Beschäftigungsverhältnisse

2.2 David Marsden’s Theory of Employment Systems

3 Das Beschäftigungssystem Profifußball

3.1 Clubs, Trainer und Spieler

3.2 Wirtschaftsfaktor Profifußball

3.3 Nationale Strukturen

3.3.1 Deutscher Fußball-Bund e.V.

3.3.2 Die Liga - Fußballverband e.V.

3.3.3 Deutsche Fußball Liga GmbH

3.3.4 Spielerberater

3.3.5 Vereinigung der Vertragsfußballspieler e.V.

3.4 Internationale Strukturen

3.4.1 Union des Associations Européennes de Football

3.4.2 Fédération Internationale de Football Association

4 Theorie und Methodik der empirischen Untersuchung

4.1 Vorbereitung

4.3 Durchführung

4.4 Auswertung

5 Wahrnehmung der Strukturen und der Arbeitspraxis

5.1 Verbandsstrukturen und DFL

5.2 Clubinterne Arbeitspraxis

5.2.1 Club- und Führungsstrukturen

5.2.2 Sportmanager

5.2.3 Trainer

5.2.4 Profifußballspieler

5.3 Bildungsstrukturen

5.4 Personalarbeit

5.4.1 Personalauswahl

5.4.2 Vertragsgestaltung

5.4.3 Personalentwicklung

5.5 Spielerberaterbranche

5.6 Medienberichterstattung

6 Personalwirtschaftliche Zusammenfassung

6.1 Ausgewählte Merkmale des Beschäftigungssystems

6.2 Analyse der flexiblen Beschäftigungsverhältnisse

6.3 Einordnung der Theorie von David Marsden

6.3.1 Employment rules

6.3.2 Einfluss der inter-firm institutions

6.3.3 Probleme der Theorie Marsdens

7 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Profifußball als ein Beschäftigungssystem mit individualisierten, stark marktbezogenen Arbeitsverhältnissen zu analysieren und zu untersuchen, wie Strukturen und Institutionen die Stabilität dieses flexiblen Systems beeinflussen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Zusammenspiel von institutionellen Rahmenbedingungen und der praktischen Arbeitspraxis.

  • Analyse des Profifußballs als flexibles Beschäftigungssystem nach David Marsden
  • Untersuchung nationaler und internationaler Verbandsstrukturen
  • Detaillierte Analyse der clubinternen Arbeitspraxis und Personalarbeit
  • Erforschung der Rolle von Spielern, Trainern, Sportmanagern und Spielerberatern
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Experteninterviews

Auszug aus dem Buch

3.1 Clubs, Trainer und Spieler

Die höchste deutsche Spielklasse, die Fußballbundesliga, wurde am 24. August 1963 als Profiliga vom Deutschen Fußball-Bund e.V. (DFB) eingeführt.60 Ignoriert man kleine Änderungen, Anpassungen und Modifikationen und betrachtet nur die institutionelle Struktur der Liga, so stellt man fest, dass sich an den sportlichen Gegebenheiten in der Bundesliga seit ihrem Beginn im Jahr 1963 nicht viel geändert hat.61 Es tragen 18 Mannschaften an 34 Spieltagen 306 Spiele aus, d.h. jede Mannschaft spielt gegen jede Mannschaft zweimal, einmal zu Hause und einmal auswärts. Die drei schlechtesten Clubs verlassen die Bundesliga in die 2. Bundesliga, aus der wiederum die drei Erstplatzierten in die Bundesliga aufsteigen. Seit dem 24.10.1998 ist es für die Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga möglich ihren Spielbetrieb in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft (AG, KGaA, GmbH) fortzuführen (vgl. Abb. 4).62

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die ökonomische Bedeutung des Profifußballs und Hinführung zur theoretischen Fragestellung bezüglich flexibler Beschäftigungsverhältnisse.

2 Theoriedarstellung: Erläuterung der "Theory of Employment Systems" von David Marsden und Charakterisierung flexibler Beschäftigungsformen.

3 Das Beschäftigungssystem Profifußball: Theoretische Skizzierung des deutschen Fußballmarktes, der Akteure sowie nationaler und internationaler Strukturen.

4 Theorie und Methodik der empirischen Untersuchung: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, der Datenerhebung durch Experteninterviews und der Auswertungsmethodik.

5 Wahrnehmung der Strukturen und der Arbeitspraxis: Analyse der empirischen Ergebnisse bezüglich Verbandsstrukturen, clubinterner Praxis, Bildungsstrukturen und der Spielerberaterbranche.

6 Personalwirtschaftliche Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, Anwendung der Marsden-Theorie auf den Profifußball und methodische Reflexion.

7 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Identifikation zukünftiger Forschungsfelder.

Schlüsselwörter

Profifußball, Beschäftigungssystem, David Marsden, Arbeitsverhältnisse, Personalarbeit, Sportmanager, Trainer, Spielerberater, Verbandsstrukturen, Bundesliga, Arbeitsmarkt, Qualitative Forschung, Institutionenökonomik, Personalentwicklung, Beschäftigungsregeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den deutschen Profifußball aus einer personalwirtschaftlichen Perspektive als ein Beschäftigungssystem, das durch flexible Arbeitsverhältnisse geprägt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Strukturen der verschiedenen Verbandsorganisationen, die clubinterne Arbeitspraxis, die Rolle von Akteuren wie Spielerberatern und das System der Personalbeschaffung und -entwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu erkennen, wie ein Beschäftigungssystem mit marktbezogenen Arbeitsverhältnissen mit Flexibilität in der Praxis umgeht und welchen Einfluss Strukturen und Institutionen auf die Stabilität dieses Systems haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein qualitativer empirischer Forschungsansatz gewählt, der auf 40 teilstrukturierten Experteninterviews mit Geschäftsführern, Sportmanagern, Spielern, Spielerberatern und Verbandsvertretern basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Beschreibung des Fußball-Beschäftigungssystems nach David Marsden und eine empirische Analyse der Wahrnehmung dieser Strukturen durch die beteiligten Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Profifußball, Beschäftigungssystem, Arbeitsverhältnisse, Personalarbeit, Verbandsstrukturen und die Theorie von David Marsden.

Inwiefern spielt das "Bosman-Urteil" für die Arbeit eine Rolle?

Das Urteil wird als Auslöser für die Liberalisierung des Arbeitsmarktes genannt, die maßgeblich zur Entstehung und zum Einfluss der heutigen Spielerberaterbranche beigetragen hat.

Wie bewerten die Sportmanager das Verhältnis zu den Verbänden?

Die Arbeit zeigt, dass Sportmanager zwar die Notwendigkeit von Regeln anerkennen, aber den administrativen Aufwand und die Distanz der Verbände zur Basis kritisch hinterfragen.

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Details

Title
Struktur und Arbeitspraxis im Profifußball - Eine empirische Untersuchung
College
University of Hamburg  (Arbeitsbereich Personalwirtschaftslehre)
Grade
1,0
Author
Kai Eickhof (Author)
Publication Year
2007
Pages
127
Catalog Number
V71916
ISBN (eBook)
9783638624091
Language
German
Tags
Struktur Arbeitspraxis Profifußball Eine Untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai Eickhof (Author), 2007, Struktur und Arbeitspraxis im Profifußball - Eine empirische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71916
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