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Analyse des Beitrags von Verrechnungspreisen zum Gemeinkostenmanagement

Title: Analyse des Beitrags von Verrechnungspreisen zum Gemeinkostenmanagement

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Czirr (Author)

Business economics - Controlling
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Anfang September 2006 veröffentlichte der Axel Springer-Konzern Pläne, jeden vierten Arbeitsplatz in zentralen Einheiten wie Personal, Recht, Finanzen und Einkauf abzubauen.1 Aktuelle „Optimierungsprogramme“ der Commerzbank AG resultieren in merklichen personellen Freisetzungen in der Kreditbearbeitung, Geschäftsabwicklung und Informationstechnologie.2 Abstrahierend lassen sich beide Beispiele aus der gegenwärtigen Unternehmenspraxis als massive Redimensionierung des indirekten bzw. sekundären Leistungsbereichs beschreiben und auf diese Weise mit einer viel diskutierten Problemstellung in Verbindung bringen: der Frage nach Effizienz und Effektivität im Gemeinkostenbereich sowie Lösungsansätzen zu deren Sicherstellung. Fundamentale Bedeutung erlangt diese Thematik vor dem Hintergrund der quantitativen Expansion des Gemeinkostenbereichs in den vergangenen Jahrzehnten3 und dem Versagen traditioneller Kostenrechnungssysteme zur permanenten Planung, Steuerung und Kontrolle der Gemeinkosten, die mit einer Fokussierung auf Bezugsgrößen und variabler Kostenstruktur den Anforderungen eines adäquaten Systems zuwiderlaufen4. Da heute verwandte Verfahren des Gemeinkostenmanagements wie u.a. das Zero-Base- Budgeting sich durch ihre projektbezogene und aperiodische Anwendung auszeichnen, klafft auf der Ebene kontinuierlicher Konzepte scheinbar eine Lücke, deren zumindest partielle Schließung die Autoren Wegmann [1982] und Scherz [1998] der Einführung von Verrechnungspreisen zutrauen. Philosophie dieses aus der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung stammenden Ansatzes ist es, unternehmensinterne Dienstleistungen durch Beimessung eines Preises zu einem knappen Gut zu transformieren und über die zielgerichtete Beeinflussung der Leistungsempfänger zur Dimensionierung und Strukturierung des Gemeinkostenbereichs beizutragen.5

==
1 Vgl. Financial Times Online [05.09.2006].
2 Vgl. Süddeutsche Zeitung [04.11.2006], S.28.
3 Vgl. u.a. Meyer-Piening [1980], S.691; Lamla [1995], S.42; Roolfs [1996], S.1. Hier wird der Anteil der Gemeinkosten an den Gesamtkosten mit steigender Tendenz auf 50% und mehr geschätzt.
4 Vgl. Roolfs [1996], S44f.; Gaitanides [1980], S.680f.
5 Vgl. Wegmann [1982], S.9f.; Scherz [1998], S.5.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlegende Aspekte des Gemeinkostenmanagements

2.1 Problematik des Gemeinkostenbereichs

2.1.1 Abgrenzung und Merkmale des Gemeinkostenbereichs

2.1.2 Besonderheiten der Dienstleistungserstellung

2.2 Zielsystem des Gemeinkostenmanagements

2.3 Methoden des Gemeinkostenmanagements

3 Verrechnungspreise als Ansatz im Gemeinkostenmanagement

3.1 Konzeptioneller Rahmen von Verrechnungspreisen

3.1.1 Abgrenzung von Verrechnungspreisen

3.1.2 Funktionen von Verrechnungspreisen

3.1.3 Arten von Verrechnungspreisen

3.2 Gemeinkostenmanagement auf Basis von Verrechnungspreisen

3.2.1 Verrechnungspreise als nachfrageorientiertes Steuerungsinstrument

3.2.2 Anwendungsvoraussetzungen im Gemeinkostenbereich

3.2.3 Kritische Würdigung des Ansatzes im Gemeinkostenbereich

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, inwiefern Verrechnungspreissysteme als Steuerungsinstrument im Gemeinkostenmanagement dienen können. Dabei wird insbesondere analysiert, wie durch die Transformation interner Dienstleistungen in ein "knappes Gut" mittels Preisen die Effizienz und das Kostenbewusstsein innerhalb dezentraler Organisationseinheiten gesteigert werden können.

  • Problematik des indirekten Leistungsbereichs
  • Konzeptionelle Grundlagen von Verrechnungspreisen
  • Funktionen der Lenkung, Erfolgsermittlung und Motivation
  • Methodische Ansätze der Verrechnungspreisbestimmung
  • Anwendungsvoraussetzungen und Implementierungsbarrieren

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Abgrenzung von Verrechnungspreisen

Verrechnungspreise lassen sich als Wertansätze für Sach- und Dienstleistungen innerhalb einer Organisation mit rechnungstechnisch abgegrenzten Einheiten verstehen. Ihre Hauptanwendungsgebiete sind in der Unterstützung der Kostenrechnung, der handels- und steuerrechtlichen Bilanzierung sowie der Entscheidungskoordination betrieblicher Teilbereiche mittelbar über deren Gewinnbestimmung oder unmittelbar über einen Preismechanismus zu sehen. Die Beherrschung der Gemeinkostenproblematik wird hingegen selten oder lediglich als untergeordnete Zielsetzung mit Verrechnungspreisen in Verbindung gebracht. Das zugrundeliegende Szenario von Verrechnungspreisen beschreibt eine Unternehmung mit dezentraler Struktur, dessen autonome Einheiten innerbetriebliche Lieferbeziehungen unterhalten und Interdependenzen in dem Sinn erzeugen, als dass eine Leistung im Rahmen der Ausbringung in einem Bereich Kosten verursacht, in einer anderen Einheit aber im Rahmen der Verwertung zur Generierung von Erlösen beiträgt. Dabei kann das Entscheidungsverhalten beider Einheiten unmittelbar über die Höhe des Verrechnungspreises gesteuert werden, wenn sich beide an der Gewinnmaximierung bzw. Verlustminimierung orientieren, da der Verrechnungspreis als Kosten für den empfangenden und Erlös für den liefernden Bereich eine den Erfolg determinierende Komponente ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung durch die zunehmende Bedeutung des Gemeinkostenmanagements angesichts der quantitativen Expansion indirekter Leistungsbereiche.

2 Grundlegende Aspekte des Gemeinkostenmanagements: Dieses Kapitel definiert den Gemeinkostenbereich und erläutert dessen spezifische Problematik hinsichtlich der Dienstleistungserstellung, Zielsysteme und Methoden.

3 Verrechnungspreise als Ansatz im Gemeinkostenmanagement: Hier wird der theoretische Rahmen von Verrechnungspreisen dargelegt und deren Anwendungsmöglichkeiten sowie Grenzen im Gemeinkostenmanagement kritisch bewertet.

4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Verrechnungspreise kein fehlerfreies Lösungskonzept darstellen, jedoch das Kostenbewusstsein im Gemeinkostenbereich maßgeblich unterstützen können.

Schlüsselwörter

Gemeinkostenmanagement, Verrechnungspreise, Dienstleistungserstellung, Leistungsverrechnung, Profit Center, Service Center, Ressourcenallokation, Lenkungsfunktion, Erfolgsermittlungsfunktion, Motivationsfunktion, Kostenbewusstsein, Gemeinkostenexpansion, Standardisierbarkeit, interne Dienstleistungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Beitrag von Verrechnungspreisen zur Steuerung und zum Management von Gemeinkosten in dezentral organisierten Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung von Gemeinkosten, die theoretischen Funktionen von Verrechnungspreisen und die praktische Umsetzbarkeit dieser Systeme in administrativen oder unterstützenden Bereichen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen eines Verrechnungspreissystems für die Steuerung interner Dienstleistungsbereiche herauszuarbeiten und die Eignung sowie die Grenzen dieses Instruments zu illustrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Diskussion betriebswirtschaftlicher Konzepte, unterfüttert durch eine Auswertung einschlägiger Literatur zum Controlling und Kostenmanagement.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Gemeinkostenmanagements sowie die Konzeption, Funktionen und Arten von Verrechnungspreisen erläutert, bevor deren Anwendungsvoraussetzungen und eine kritische Würdigung im Gemeinkostenbereich erfolgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Gemeinkostenmanagement, Verrechnungspreise, Profit Center, Ressourcenallokation und interne Leistungsverrechnung.

Warum ist das "Null-Tarif-Denken" im Gemeinkostenbereich problematisch?

Es führt zu einer unkontrollierten Nachfrage nach internen Dienstleistungen, da für die Leistungsempfänger keine direkten Kosten entstehen, was eine effiziente Dimensionierung der unterstützenden Bereiche erschwert.

Eignen sich alle Dienstleistungen gleichermaßen für eine Einzelverrechnung?

Nein, die Arbeit stellt fest, dass insbesondere schlecht-standardisierbare Leistungen aufgrund fehlender Abgrenz- und Messbarkeit nur eingeschränkt für eine präzise Einzelverrechnung geeignet sind.

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Details

Title
Analyse des Beitrags von Verrechnungspreisen zum Gemeinkostenmanagement
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Lehrstuhl für Controlling)
Grade
1,0
Author
Michael Czirr (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V71933
ISBN (eBook)
9783638689694
Language
German
Tags
Analyse Beitrags Verrechnungspreisen Gemeinkostenmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Czirr (Author), 2006, Analyse des Beitrags von Verrechnungspreisen zum Gemeinkostenmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71933
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