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Zu: Der Hexenhammer - Malleus Maleficarum

Title: Zu: Der Hexenhammer - Malleus Maleficarum

Seminar Paper , 2005 , 10 Pages , Grade: 15 Punkte

Autor:in: Björn Müller (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Die Hexenverfolgung forderte europaweit tausende Opfer. Über Jahrhunderte wur-den Menschen verfolgt und hingerichtet aufgrund von Aberglauben und Hexenwahn. Maßgeblich verantwortlich gemacht für die Hexenverfolgungen wird immer wieder das Buch „Der Hexenhammer“.
In diesem Werk wurden Argumente aus älterer Literatur zusammengetragen um die Menschenjagd zu legitimieren.
Für Befürworter der Hexenverfolgung stellte er eine grundlegende Autorität dar. Der englische Herausgeber Montague Summers bezeichnete das Buch noch vor wenigen Jahrzehnten als „eines der wichtigsten, weisesten und bedeutsamsten Bücher der Welt“.1 Aber genauso wie es schon immer Bewunderer dieses Werkes gab, löste es auch schon immer Abscheu aus. „das verrückteste und dennoch das unheilvollste Buch der Weltliteratur“, „unglaubliches Monstrum voll geistiger Sumpfluft“ oder „ein kaltblütiger und geschwätziger Cynismus, ein erbärmlicher und nichtswürdiger Hang zur Menschenquälerei, der beim Leser immer wieder den Grimm und die äu-ßerste Erbitterung über die Väter dieser ekeln Ausgeburt religiösen Wahns wachruft“ waren andere Einschätzungen des Werkes.
Schnell wird klar, dass es den so berühmten Mittelweg hier nicht gibt. Im folgenden möchte ich eine kurze Darstellung des Werkes und seines Autors geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Der Autor

2.1. Das Verfasserproblem

2.2. Heinrich Kramer (Institoris)

3. Das Werk

3.1. Die äußere Form des Werkes

3.2. Inhalt

4. Schlussbemerkung

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem „Hexenhammer“ (Malleus Maleficarum) auseinander. Das primäre Ziel ist es, sowohl die umstrittene Autorenschaft zu beleuchten als auch den Inhalt und die historische Wirkungsweise dieses einflussreichen, jedoch hochgradig kontroversen Werkes der Frühen Neuzeit wissenschaftlich einzuordnen.

  • Die Autorendebatte zwischen Heinrich Kramer und Jacob Sprenger.
  • Die Entstehungsumstände und der zeitgeschichtliche Kontext des Werkes.
  • Struktur, inhaltliche Schwerpunkte und theologische Grundlagen des Hexenhammers.
  • Die Rolle der päpstlichen Bulle und gutachterlicher Empfehlungen zur Legitimierung.
  • Die tatsächliche historische Bedeutung des Werkes für die europäische Hexenverfolgung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Inhalt

Im Mittelpunkt des gesamten Werkes steht das Maleficium – der Schadenszauber. Nach der Argumentation des Hexenhammers impliziert jeder Schadenszauber, im weiteren Sinne überhaupt jede Form der Magie, den Abfall von Gott. Zuständig sind für dieses Delikt nicht nur die kirchlichen, sondern insbesondere die weltlichen Gerichte.

Im ersten und zweiten Teil des Hexenhammers geht es darum, die Existenz des Hexenverbrechens als solches nachzuweisen. Ziel ist nicht nur Zweifler zu überzeugen, sondern auch Zweifel an der Existenz der Hexerei selbst als eine Art Ketzerei darzustellen, da damit auch die Autoritäten der Kirchenväter und letztlich der Kirche in Frage gestellt würden.

Der erste Teil des Hexenhammers befasst sich in der Hauptsache mit der Definition des Hexenverbrechens. Es gilt hier nachzuweisen, dass die Verbrechen der Hexen real sind. Nach dem Vorbild von Augustinus und Thomas von Aquin sind für Kramer die Zulassung Gottes, die Mitwirkung des Teufels und den Willen des Menschen die Voraussetzungen um mit Hexerei Schaden anzurichten. Von zentraler Bedeutung ist für ihn der Teufelspakt, da dieser die Grundlage zwischen der Hexe und dem Teufel bilde. Verursacht werden die Schäden allerdings nicht durch die Hexe selbst, sondern durch den Teufel, der die magischen Operationen dieser als Zeichen sieht, selbst tätig zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung thematisiert die Hexenverfolgung als historisches Phänomen und identifiziert den Hexenhammer als ein maßgebliches, wenngleich hochumstrittenes Werk, das die Menschenjagd legitimieren sollte.

2. Der Autor: Dieses Kapitel untersucht das Verfasserproblem sowie die Biografie von Heinrich Kramer, wobei insbesondere seine Rolle als Inquisitor und der Anlass für die Abfassung des Buches im Vordergrund stehen.

3. Das Werk: Hier werden die äußere Form, inklusive der vorangestellten kirchlichen und akademischen Dokumente, sowie die inhaltliche Struktur des Hexenhammers, unterteilt in seine drei Teile, detailliert analysiert.

4. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die zeitgeschichtliche Einordnung des Werkes und bewertet kritisch, inwieweit der Hexenhammer tatsächlich für die Hexenprozesse verantwortlich gemacht werden kann.

5. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die für die Ausarbeitung verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen auf.

Schlüsselwörter

Hexenhammer, Malleus Maleficarum, Hexenverfolgung, Heinrich Kramer, Inquisition, Schadenszauber, Maleficium, Teufelspakt, Hexenwahn, Frühe Neuzeit, Dämonologie, Dominikaner, Inquisitor, Hexenprozesse, Zeichentheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über das Werk „Hexenhammer“, analysiert dessen Entstehungsgeschichte, den Inhalt und den historischen Einfluss auf die europäische Hexenverfolgung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit befasst sich mit der Autorendebatte, der theologischen und rechtlichen Argumentation des Buches sowie den sozio-ökonomischen Hintergründen der Zeit, die den Hexenwahn begünstigten.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?

Ziel ist es, den Hexenhammer historisch-kritisch zu würdigen und die Frage zu klären, welche Bedeutung dem Werk in der tatsächlichen Praxis der Hexenverfolgung zukam.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der historische Dokumente und einschlägige Forschungsliteratur zur Hexenforschung herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Person Heinrich Kramers, die Analyse der Struktur und Inhalte des Hexenhammers sowie die Darstellung der rechtlichen Anleitung zur Durchführung von Hexenprozessen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Hexenhammer, Inquisition, Schadenszauber, Teufelspakt, Heinrich Kramer und Dämonologie.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Jacob Sprenger in Bezug auf das Werk?

Der Autor führt aus, dass die Forschung heute stark von einer alleinigen Autorenschaft Heinrich Kramers ausgeht, da Kramer sich wiederholt dazu bekannte, während dies bei Sprenger nicht der Fall ist.

Warum spielt das Werk laut der Schlussbetrachtung eine geringere Rolle als früher oft angenommen?

Der Autor stellt fest, dass in vielen Regionen, wie etwa in Italien oder Spanien, der Hexenhammer keineswegs als unumstrittene Autorität galt und die Anzahl der Hinrichtungen dort insgesamt geringer ausfiel als vermutet.

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Details

Title
Zu: Der Hexenhammer - Malleus Maleficarum
College
Saarland University  (Institut für Katholische Theologie )
Course
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Grade
15 Punkte
Author
Björn Müller (Author)
Publication Year
2005
Pages
10
Catalog Number
V71944
ISBN (eBook)
9783638633284
Language
German
Tags
Hexenhammer Malleus Maleficarum Einführung Arbeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Müller (Author), 2005, Zu: Der Hexenhammer - Malleus Maleficarum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71944
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