A Political reading of Thomas Moores Lalla Rookh


Seminararbeit, 2006

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

1 Einführung: Die politische Metaebene von Lalla Rookh

2 Politische Situation in Irland und Moore’s Position
2.1 Die lange Geschichte von Unterdrückung und Widerstand
2.2 Moore als passiver und schreibender Patriot
2.3 Politik in seiner Dichtung

3 Lalla Rookh als politisches Statement
3.1 Paradise and the Peri
3.2 The Fire-Worshippers

4 Lalla Rookh im Kontext der Orientalismus-Forschung

5 Abschlussbemerkung

6 Bibliografie

1 Einführung: Die politische Metaebene von Lalla Rookh

Thomas Moores Werk Lalla Rookh erschien im Jahre 1817 und war ein weltweiter Erfolg. Bis dahin war der Ire Thomas Moore hauptsächlich bekannt als Verfasser von irischen Nationalliedern und –gedichten (Irish Melodies) sowie politischer Satire, doch die Sammlung von vier erzählenden Gedichten, eingerahmt von einer romantischen Liebesgeschichte in Prosa katapultierte den Dichter auf einmal zum Liebling des literarischen Publikums. Die orientalische Liebesgeschichte erschien in zahlreichen Auflagen und wurde in beinahe jede literarische Sprache übersetzt.

Lalla Rookh (Tulpenwange), die wunderschöne Tochter des Moguls Emperor Aurunzebe von Indien befindet sich mit ihrem Gefolge auf einer Reise von Delhi nach Kaschmir, wo sie mit Akiris, dem jungen König von Bucharia, vermählt werden soll, den sie zuvor noch nie gesehen hat. Anführer ihres Gefolges ist Fadladeen, der pedantische und kritische Großkämmerer. Während der Reise wird der junge Dichter Feramorz vom Hofe des Königs geschickt, um die Prinzessin mit seinen Geschichten zu unterhalten. Die beiden verlieben sich. Lalla Rookh versucht vergeblich ihre Gefühle zu unterdrücken und erwartet traurig den Tag ihrer Hochzeit. In Kaschmir angelangt stellt sie jedoch zu ihrer Überraschung fest, dass der junge Dichter der König Akiris in Verkleidung war und einer glücklichen Vermählung mit ihm so nichts mehr im Wege steht. Eingebettet in diesen etwas simpel erscheinenden Rahmen sind die vier Geschichten des jungen Dichters The Veiled Prophet of Khorassan, Paradise and the Peri, The Fire-Worshippers und The Light of the Haram, alle in Indien oder Persien spielend. Untersucht werden sollen in der Hausarbeit vor allem die Geschichte über die Feueranbeter sowie Paradise and the Peri, da sich hier eine politische Deutung am ehesten offenbart, wie später gezeigt werden soll.

Mir stellt sich hauptsächlich die Frage, ob der Erfolg sich rein an dem Inhalt, auf der Geschichtsebene, von Lalla Rookh messen lässt – immerhin waren Geschichten aus dem Orient gerade stark in Mode[1] – oder ob das Publikum zur Kenntnis nahm, dass sich unter der Oberfläche ein politisches Statement verbarg. Mich interessiert, ob Moore tatsächlich nur daran interessiert war Geld und Ruhm zu erlangen, wie Kritiker ihm häufig vorwerfen – „In a word, Lalla Rookh was written to make money and win reputation“ (DeFord/1967/47) - oder ob er in der Beschäftigung und literarischen Auseinandersetzung mit dem Orient einen Weg gefunden hatte, die politische Situation seines Landes darzustellen und seine Position klarzumachen.

Dafür werde ich zuerst die Geschichte Irlands kurz darstellen und Moores Position im Unabhängigkeitskampf der Iren gegen England. Danach gilt es die beiden Geschichten Paradise and the Peri und The Fire-Worshippers diesbezüglich zu untersuchen und Moores Position herauszuarbeiten. Schließlich interessiert mich auch, inwieweit Lalla Rookh sich mit der heutigen Orientalismus-Forschung interpretieren lässt. Dafür werde ich Edward Saids These aus seinem Buch Orientalism und seine darin formulierten Vorwürfe an die Generation der romantischen Dichter versuchen auf Thomas Moores Werk anzuwenden.

[...]


[1] “He was following the fashion of his day, the passion for the Oriental, which after Napoleon’s campaign in Egypt and British incursions into India had seized the imagination of the English. The motto of the popular poetry was ,Stick to the East’. Byron’s The Bride of Abydos and The Giaour had appeared in 1813 and The Corsair (which he had offered to withdraw when he learned that Moore also was mining the Oriental vein) in 1814. The Orient, in a word, was all the rage, and Moore took the theme as a deliberate assignment.” (DeFord/1967/43).

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
A Political reading of Thomas Moores Lalla Rookh
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar Romantic Orientalism and Beyond
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V71964
ISBN (eBook)
9783638635523
ISBN (Buch)
9783638759120
Dateigröße
453 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Political, Thomas, Moores, Lalla, Rookh, Proseminar, Romantic, Orientalism, Beyond
Arbeit zitieren
Claudia Ballhause (Autor), 2006, A Political reading of Thomas Moores Lalla Rookh, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71964

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