J.K. Rowling „Harry Potter” – wirkungsästhetische Analyse und literaturdidaktische Überlegungen


Examensarbeit, 2002

122 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biographie der Autorin Joanne Kathleen Rowling

3 Analyse von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ unter wirkungsästhetischen Gesichtspunkten
3.1 Kurze Inhaltsangabe
3.2 Äußere Form
3.3 Erzählform
3.4 Personen und Charaktere, ihre Beziehungen und die davon ausgehende Wirkung
3.4.1 Harry Potter
3.4.2 Ron Weasley
3.4.3 Hermine Granger
3.4.4 Rubeus Hagrid
3.4.5 Albus Dumbledore
3.4.6 Draco Malfoy, Vincent Crabbe und Gregory Goyle
3.4.7 Severus Snape
3.4.8 Familie Dursley
3.4.9 Lehrer, Schüler, Hausmeister und Geister von Hogwarts
3.4.10 Zusammenspiel der Charaktere
3.4.11 Die Wirkung der Charaktere für den kindlichen Leser
3.5 Inhaltliche Aspekte
3.5.1 Phasen der Handlung
3.5.2 Das Geheimnis der Spannung
3.6 Sprachliche Aspekte
3.6.1 Der authentisch lebendige Sprachstil
3.6.2 Der Humor
3.6.3 Die Namen

4 Genres, Themen und Motive in „Harry Potter und der Stein der Weisen“
4.1 Harry Potter in der Tradition fantastischer Literatur
4.2 „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ein abenteuerlicher Krimi für Kinder?
4.3 Andere Genre, Themen und Motive in „Harry Potter“
4.4 Zusammenfassende Betrachtung der Genrevielfalt und die davon ausgehende Wirkung für den Leser

5 Fazit: Zusammenfassung, Kritik und daraus hervorgehende Überlegungen für die Grundschule

6 Nachwort

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Harry Potter“, wer kennt diesen Namen nicht? Die Geschichten um den Zauberlehrling sind zweifelsohne zu einem Phänomen geworden, welches sich wohl niemand so richtig erklären kann. „Harry Potter“ wurde in über vierzig Sprachen übersetzt, erreichte Auflagen in absoluten Rekordhöhen und nacheinander besetzten alle vier Bände die Bestsellerlisten. Damit zählt die „Harry Potter“ –Reihe nicht nur zu den erfolgreichsten Kinder- und Jugendbüchern, nein, sie zählt zu den erfolgreichsten Büchern überhaupt. Noch nie hat ein Buch, und schon gar nicht ein Kinder- und Jugendbuch, soviel Aufsehen erregt. Noch verwunderlicher erscheint der Erfolg in einer Zeit, in der bereits das Ende der Lesekultur gesehen wurde. Kinder lesen gar nicht oder zu wenig, wird oft geklagt, und Schulbücher werden nur mit großem Murren gelesen. Und nun greifen Millionen von Kindern zu Büchern, welche jeweils beachtliche Seitenzahlen haben, und lesen sie nicht nur, sondern animieren ihre Eltern, ihre Freunde oder andere Verwandte dazu, es auch lesen? Bei einer Erhebung im Stadtgebiet Erfurt wurden insgesamt 1188 Schüler der zweiten, dritten und vierten Klasse, unter anderem zu ihren Lesegewohnheiten, befragt. Auf die Frage nach ihrer Lieblingslektüre gaben 174 Probanden, von denen 26 Schüler der zweiten Klasse waren, das Buch „Harry Potter“ an.[1] Dies ist nur ein exemplarisches Beispiel für die große Beliebtheit und die allgemeine Bekanntheit des Buches „Harry Potter“, welches, trotz hunderter Seiten, auch unter sehr jungen Kindern hoch geschätzt ist. Doch wie ist das zu erklären? Der Markt boomt, das Merchandising ist kaum zu übersehen, es gibt vom „Harry-Potter“ – Radiergummi bis zum T-Shirt alles zu kaufen, der erste Teil ist verfilmt, die Hörbücher haben ebenfalls in die Kinderzimmer gefunden. Harry ist also in aller Munde und scheint überall präsent zu sein. Doch ein ausgefeiltes Merchandisingprogramm kann diesen Erfolg nicht erklären. Viele fühlen sich sogar dadurch abgestoßen und wollen das Buch nicht lesen. Also, wie ist dieser enorme Erfolg zu erklären? Welche Wirkung geht von den Büchern aus, dass sie so viele Kinder, aber auch Erwachsene, in ihren Bahn schlagen. Was haben die Bücher an sich, dass unzählige Leser jedem weiteren Band entgegenfiebern, sich Fanclubs anschließen, „Harry Potter“ – Homepages gestalten, sich wie ihr Idol kleiden, an Paraden teilnehmen oder Listen mit sämtlichen Zaubersprüchen und Namen erstellen, um ihrer wahren Bedeutung auf die Spur zu kommen? Ist es einfach nur der Wunsch in einer technischen, hochmodernen Welt, in eine irreale Welt voller Zauber zu flüchten? Möglicherweise, aber Hexen- und Zauberergeschichten gab es auch schon vor „Harry Potter“. Wenn dies also der Grund ist, muss man sich fragen, was J.K. Rowling anders macht, als die Autoren anderer fantastischer Literatur.

Ich gebe zu, ich war eine der ungläubigen Erwachsenen, welche dem Buch zunächst sehr kritisch gegenüberstand und sich nicht vorstellen konnte, dass ein Kinderbuch so eine faszinierende Wirkung haben soll. Nachdem ich alle vier Teile gelesen hatte, sah ich das ein wenig anders und lächelte jedes mal, wenn jemand aus meinem Bekanntenkreis, das Buch mit den Worten: „Was soll da schon Besonderes dran sein!“, zur Hand nahm. Denn wie sich zeigte, geriet so gut wie jeder in das „Harry Potter – Fieber“, und jedes mal fragte ich mich: „Warum?“. Als angehende Grundschullehrerin, interessierte mich aber mehr die Wirkung auf Kinder, als auf meinen erwachsenen, leseerfahrenen Bekanntenkreis. Im Rahmen meines Fachpraktikums gestaltete ich darum in einer vierten Klasse eine Deutschstunde zum Thema „Harry Potter“. Die positive Resonanz war enorm. Nur aufgrund einiger Textpassagen war das Interesse der Kinder geweckt, sie blätterten in der Pause in dem Buch und bombardierten jene Kinder, welche das Buch gelesen hatten, mit unzähligen Fragen. Ich stellte fest, dass man sich die Wirkung des Buches sehr gut zur allgemeinen Leseförderung zu nutze machen kann. Die Neugier vieler Kinder, welche freiwillig nie zu einem Buch greifen würden, führt möglicherweise dazu, „Harry Potter“ zu lesen und so einen Zugang zu anderen Lektüren zu finden. Um eine ansprechende Unterrichtsstunde, gerade in der Grundschule, zu gestalten, welche das Interesse der Kinder anregt, sollte man sich aber im Klaren sein, worin die Wirkung des Buches für Kinder liegt, um spezielle Inhalte darauf abzustimmen. In meiner Examensarbeit möchte ich mich damit beschäftigen, indem ich eine Analyse des Buches „Harry Potter und der Stein der Weisen“ unter wirkungsästhetischen Gesichtspunkten vornehme, um einen Überblick über die Besonderheiten des Buches, welche vermutlich den enormen Erfolg ausmachen, zu geben. Ich werde also der Frage nachgehen, worin Ursachen für den Erfolg begründet liegen, und welche Wirkung sie erzielen. Zur Erforschung der Lesewirkung sagt, der Autor, Michael Sahr folgendes:

„Die Wirkung eines Textes lässt sich [...] niemals nur auf seinen Inhalt und seine Aussage reduzieren, sondern ist immer durch soziale, situative und personelle Randbedingungen vor- und mitgeprägt.“[2].

Die Wirkung eines Buches ist also durch viele Faktoren bestimmt, welche sich dem Wirkungsforscher nicht immer offenbaren. Barbara Sichtermann verdeutlicht dies sehr bildhaft:

„Dem Wirkungsforscher geht es wie dem Schützen auf dem Jahrmarkt, der visieren, schießen und treffen soll, obgleich sich vor seinen Augen das Ziel ziemlich rasch hin und her bewegt, ihm dabei auch noch jemand von hinten unter den Armen kitzelt und obendrein das Gewehr klemmt.“[3].

Bei meinen Überlegungen werde ich mich nicht auf eine umfangreiche Befragung von Kindern zu diesem Buch stützen, sondern Besonderheiten, welche mir ins Auge fallen, näher betrachten und sie auf mögliche Wirkungen untersuchen. Dabei werden größtenteils meine eigenen Erkenntnisse, welche ich auf meinen Erfahrungen mit dem Umgang von Kindern und Literatur aufbaue, im Vordergrund stehen. Da ich mich auf einzelne Punkte des Inhalts und des Aufbaus beziehen werde, und diese zunächst separat betrachte, kann es zu inhaltlichen Wiederholungen oder Überschneidungen kommen. Diese einzelnen Aspekte sollen abschließend aber zusammengedacht werden, um ihre Gesamtwirkung darzustellen und auch mögliche Kritikpunkte daran anzuknüpfen. Die literaturdidaktischen Überlegungen sollen sich nur kurz auf eben jenen zusammenfassenden Punkt beziehen, dabei werde ich meine Meinung über den Einsatz in der Grundschule darstellen und begründen.

Genaue allgemeingültige Erkenntnisse zu der Lesewirkung des Buches „Harry Potter“, können sicher nicht gefunden werden, diesen Anspruch sollen die folgenden Überlegungen auch nicht erheben. Sie sollen aber als Versuch verstanden werden, sich dem Phänomen „Harry Potter“ auf literaturwissenschaftlichem Weg ein wenig zu nähern, um den Erfolg des Buches auf einige Gründe hin genauer zu beleuchten.

2 Biographie der Autorin Joanne Kathleen Rowling

Über die Biographie von J.K. Rowling wird seit dem Erfolg von Harry Potter viel geschrieben und spekuliert. Oft werden hier Parallelen zu ihrem Buch gesehen und ausführlich diskutiert. Sicher stimmen einige Details aus den Büchern mit dem Leben der J.K. Rowling überein und sind von der Autorin durchaus bewusst gewählt. Die folgende kurze Darstellung der biographischen Daten der Schriftstellerin soll allerdings völlig wertfrei, und ohne Bezug zum Buch, auskommen.

Joanne Kathleen Rowling wurde, als erstes von zwei Kindern, am 31.07.1965 in Chipping Sodburry bei Bristol, geboren. In den ersten Jahren lebt J.K. Rowling mit ihren Eltern, John und Anne Rowling, und ihrer jüngeren Schwester Diana in Winterbourne bei Bristol. Schon in jungen Jahren entdeckt die Autorin ihre Begeisterung für die Schriftstellerei, so schrieb sie mit cirka 6 Jahren ihre erste, kleine Erzählung über einen Hasen namens Rabbit. 1974 zieht die Familie nach Tutshill in Wales, wo Rowling 1976 in die Wyedean Comprehensive School (Gesamtschule) eingeschult wird. J.K. Rowling galt als gute Schülerin, und wurde in ihrem letzten Schuljahr (1982) „Head Girl“ (Schulsprecherin) der Wyedean Comprehensive School. 1983 geht sie an die Universität von Exeter, studiert Französisch und klassische Philologie. Sie schließt 1986 ab, arbeitet kurzfristig als Recherche-Assistentin für Amnesty International, und nimmt 1988 einen Job als Sekretärin an. In den folgenden Jahren schreibt sie an verschieden Geschichten und Erzählungen, die allerdings nicht veröffentlicht werden. 1990 entwickelt sie erste Ideen zu der Romanfigur Harry Potter, in diesem Jahr verstirbt auch die Mutter der Autorin an Sklerose. Ein Jahr später (1991) geht J.K. Rowling nach Portugal und unterrichtet dort Englisch als Fremdsprache. Sie heiratet 1992 den portugiesischen Fernsehjournalisten Jorge Arantes und bringt ein Jahr später ihre Tochter Jessica zur Welt. Während der Zeit in Portugal, arbeitet die Autorin bereits an den ersten Kapiteln von „Harry Potter and the Philosopher´s Stone“. Die Ehe scheitert und Rowling kehrt 1993 nach Großbritannien zurück. Sie lebt nun in Edinburgh (Schottland), wo sie zunächst keine Anstellung bekommt. 1995 beendet sie „Harry Potter and the Philosopher´s Stone“ und schickt es an mehrere Verlage. 1996 nimmt sie eine Stelle als Französischlehrerin an, während sie noch auf Antwort der Verlage wartet.[4] Im selben Jahr findet ihr Agent Christopher Little, den Bloomsburry Verlag in London, der das Erstlingswerk der Autorin zunächst mit einer Auflage von 500 Exemplaren 1997 veröffentlicht[5]. Von Anfang an hat die Autorin eine Septologie von Harry Potter geplant. Durch ein Stipendium vom „Scottish Arts Concil“ in Höhe von £ 8000 kann J.K. Rowling mit der Arbeit an „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ beginnen[6], welches 1998 in Großbritannien erscheint.[7] „Harry Potter and the Philosophers Stone” wird mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und stürmt die britischen Bestsellerlisten.[8] Nach der Veröffentlichung des zweiten Teils, erscheint 1999 der dritte Teil „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“[9] und 2000 der zuletzt erschienene, vierte Teil „Harry Potter and the Goblet of Fire“.[10] Im November 1998 wird das Buch unter dem Titel „Harry Potter und der Stein der Weisen“ vom Carlson Verlag in Deutschland veröffentlicht.[11] 2000 bekommt J.K. Rowling die Ehrendoktorwürde von der Universität von Exeter verliehen.[12]

3 Analyse von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ unter wirkungsästhetischen Gesichtspunkten

3.1 Kurze Inhaltsangabe

Harry Potter ist augenscheinlich ein ganz normaler Zehnjähriger, der als Vollwaise, sein Leben unter fast unmenschlichen Bedingungen bei seinen Verwandten, den Dursleys, fristet. Er lebt in einem Schrank, muss die Gemeinheiten seines Cousins Dudley ertragen und die ganze Familie bedienen. Dies alles ändert sich an seinem elften Geburtstag. An diesem Tag erfährt Harry, dass er magische Kräfte besitzt und an der Hogwarts-Schule für Zauberei und Hexerei aufgenommen ist. Der Überbringer der guten, wenn auch ungewöhnlichen, Nachricht ist ein riesenhafter Mensch, namens Rubeus Hagrid. Er klärt Harry nicht nur über seine „zauberhafte Berufung“ auf, sondern offenbart ihm auch seine traurige Vergangenheit. Die Eltern Harry Potters, beides berühmte Zauberer, starben nicht bei einem Autounfall, wie ihm die Dursleys immer Glauben machen wollten, nein, sie wurden von einem schwarzen Zauberer, namens Voldemort grausam ermordet. Als dieser nun auch den kleinen Harry töten wollte, fiel, auf unerklärliche Weise, alle Macht von ihm ab, und seine Schreckensherrschaft war beendet. Seit diesem Tag wird der kleine Harry Potter, der von alle dem nichts ahnt, in der Zauberwelt als Held verehrt. Von der Berührung mit dem Bösen, behält Harry eine blitzförmige Narbe auf der Stirn zurück, die ihn seit seinem ersten Lebensjahr kennzeichnet und unverwechselbar macht. Trotz des ersten Widerstandes, seitens der Familie Dursley, schafft es der junge Harry nach Hogwarts, einer Schule, die durch Zauber für normale Menschen nicht sichtbar ist, und in der junge Zauberer und Hexen in Magie unterrichtet werden. Gryffindor, eines der vier Schulhäuser, wird sein neues Zuhause. Hier findet Harry Freunde, muss aber auch feststellen, dass ihm nicht jeder in Hogwarts wohl gesonnen ist. Im Unterricht entdeckt Harry sein Talent für das Fliegen und wird der Star der Quidditch-Mannschaft von Gryffindor. Ron Weasley und Hermine Granger, seine neuen Freunde, stehen ihm in jeder Situation zur Seite. Schon zu Beginn des Schuljahres wird Harry, mit einem dunklen Geheimnis konfrontiert. Durch Zufall und detektivischen Spürsinn kommen die Freunde diesem langsam auf die Spur. Sie entdecken, dass sich in der Schule „der Stein der Weisen“ befindet, der unermesslich reich und unsterblich macht. Eine dunkle Macht, die auch Harry nach dem Leben trachtet, versucht den Stein an sich zu bringen, was die Freunde durch Mut, Tapferkeit, Zusammenhalt und List zu verhindern suchen. Im letzten Schlusskampf um „den Stein der Weisen“, muss Harry feststellen gegen wen er angetreten ist. Sein Widersacher ist nicht, wie vermutet, der ungeliebte, fiese Zaubertranklehrer Severus Snape, sondern kein anderer als Voldemort, der grausame Zauberer, der seine Eltern tötete und auch ihn ermorden wollte. Das Voldemort den Stein begehrt, um wieder an die Macht zu gelangen, hatten die Freunde schon herausgefunden, sie glaubten, dass Snape sein Gehilfe sei und den Stein für ihn beschaffen soll. Harry muss feststellen, dass Quirrell, ein unauffälliger Lehrer, der mit dem dunklen Lord seinen Körper teilt, ihm nun im Kampf um den Stein, „zweigesichtig“ gegenübertritt. Harry überlebt den Kampf, geschützt durch die Liebe seiner Mutter, die ihr Leben opferte, um ihr Kind zu retten und ihn somit unantastbar für das Böse machte. Die Geschichte endet mit dem Beginn der Sommerferien, in denen Harry vorerst zu seinen verhassten Verwandten zurückkehrt.

3.2 Äußere Form

Joanne K. Rowlings Erstlingswerk „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist der erste Teil einer geplanten Septologie und bis jetzt nur als Hardcoverversion erhältlich.

Das Buch umfasst 335 Seiten und ist in 17 Kapitel unterteilt. Diese sind mit kurzen Überschriften versehen, welche eine Vorschau auf den folgenden Inhalt liefern. Die Kapitel stehen in einem kausalen Zusammenhang und bauen aufeinander auf. Ihre Länge variiert zwischen 13 und 28 Seiten.

„Harry Potter und der Stein der Weisen“ fällt unter die Kategorie Kinder- und Jugendliteratur, was das Buch als Adoleszenzroman jedoch nicht ausschließt. Dafür spricht, dass es neben der Ausgabe, mit einem speziell für den kindlichen Leser geeigneten Einband, noch eine weitaus unauffälligere Version des Buches erhältlich ist.

Die Schrift des Buches ist auf den Inhalt hin, optisch entsprechend gestaltet. Die Autorin kennzeichnet Wörter oder Textpassagen, die speziell betont werden sollen, mit Kursivschrift. Hier ein paar Beispiele: „Hör auf zu fragen - das war die erste Regel, wenn man bei den Dursleys ein ruhiges Leben fristen wollte.“[13]Gebrauche in klug, hatte es auf dem Zettel geheißen“[14], „Also hatten wir Recht, es ist der Stein der Weisen“[15]. Weiterhin, sind Buchtitel, Zeitungsnamen, Ladenschilder, und Zaubersprüche in Kursivschrift hervorgehoben, „Quidditch im Wandel der Zeiten[16],“ „Tagespropheten[17]Ollivander- Zauberstäbe seit 382 v.Chr.[18], „Petrificus Totalus[19]. Großbuchstaben verstärken die Wirkung von geschrieenen Worten und lauten Geräuschen, „BUMM, BUMM. Wieder klopfte es“[20], „’BIST DU VERRÜCKT GEWORDEN?’ brüllte Ron. ‚BIST DU NUN EINE HEXE ODER NICHT?’“[21]. Der Text wird aufgelockert und wirkt so lebendig und abwechselungsreich. Im Buch enthaltende Schriftstücke, wie zum Beispiel Einladungen[22], Zeitungsartikel[23] oder Briefe[24], werden direkt abgedruckt.

Schon in diesen formalen, äußeren Aspekten steckt vermutlich eine Wirkung des Buches. Die Distanz zum Text schwindet, er wird lebendig und abwechslungsreich. Der Leser erlebt jedes Gespräch, durch den vielfachen Einsatz von direkter Rede mit, als sei er selbst dabei. Er hat das Gefühl, jeden Zeitungsartikel oder Brief in den Händen zu halten oder kleine im Text abgebildete Lieder mit anzuhören.

3.3 Erzählform

Das Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen“ gehört zu den epischen Texten. Erzählen ist der Grundvorgang aller Epik. Es soll nun versucht werden, die Art und Weise des Erzählens darzustellen und sie mit exemplarischen Beispielen zu unterlegen. In den weiteren Gliederungspunkten soll dies jedoch immer wieder aufgegriffen und in Zusammenhang mit dem jeweiligen Aspekt gebracht werden. Dabei wird die Erzählform allerdings nur implizit in die Analyse einfließen.

Im Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen“ handelt es sich nicht um einen Ich-, sondern um einen Er- Erzähler. Er gehört also nicht zu den handelnden Figuren und erzählt nur von anderen Personen. Jürgen Peters dazu:

„Personalitätslosigkeit meint nicht nur Objektivität und Neutralität oder gar Farblosigkeit, sondern die Tatsache, dass das erzählende Medium nicht als Person in das Bewusstsein des Lesers tritt, keine Charaktereigenschaften gewinnt, nicht als Figur vor das innere Auge kommt.“[25].

Der Er-Erzähler agiert, in „Harry Potter und der Stein der Weisen“ nicht auf einer eigenen übergeordneten Handlungsebene, dass heißt er wird für den Leser nicht greifbar, da er nicht von sich selbst erzählt oder „ich“ verwendet.[26] Der Leser wird vom Erzähler nie direkt angesprochen. Es gibt keine Einleitung und keine Schlussbemerkung in die sich der Erzähler einbringt. Die Geschichte beginnt mit einem plötzlichen Einstieg:

„Mr. und Mrs. Dursley im Ligusterweg Nummer 4 waren stolz darauf, ganz und gar normal zu sein, sehr stolz sogar.“[27],

und endet mit einem direkten Ausstieg aus der Handlung:

„ ‚...Ich werde diese Sommer viel Spaß haben mit Dudley...’ „[28].

Der Erzähler berichtet ausschließlich die Geschichte und spricht von den handelnden Figuren in der dritten Person:

„Langsam kletterte Harry aus seinem Bett und begann nach Socken zu suchen. Unter seinem Bett fand er ein Paar, zupfte eine Spinne davon weg und zog sie an. Harry war an Spinnen gewöhnt, weil es im Schrank unter der Treppe von Spinnen wimmelte.“[29].

Mit der Erzählform ist der Erzählstandort oder auch Blickpunkt eng verbunden. Der Erzähler befindet sich, mit Ausnahme des ersten Kapitels, räumlichen gesehen, immer nah bei der Hauptfigur „Harry Potter“. Er bewegt sich immer dort, wo diese Person sich aufhält und sieht die Welt aus seinen Augen. Dafür finden sich genügend Nachweise, beispielsweise verliert der Protagonist an einer Stelle das Bewusstsein, der Erzähler bricht hier ebenfalls ab, und setzt die Geschichte erst fort als „Harry Potter“ wieder erwacht:

„Er spürte, wie Quirrells Arm seinem Griff entwunden wurde, dass nun alles verloren war, und fiel ins Dunkel, tief...tief...tief...

Vor seinen Augen glitzerte etwas Goldenes. Der Schnatz! Er versuchte nach ihm zu greifen, doch seine Arme waren zu schwer.“[30].

Der Erzählstandort beschreibt allerdings nur, wo der Erzähler steht und was er sieht. Der Erzähler kann allerdings auch in die Figur „Harry Potter“ hineinsehen, seine Gefühle, Gedanken und Meinungen wiederspiegeln. Man nennt dies die „Erzählperspektive der Innensicht (im Gegensatz zur Außensicht)“[31]. Mit der Erzählperspektive verhält es sich ähnlich, wie mit dem Erzählstandort, im ersten Kapitel gilt die personale Struktur, hinsichtlich der Hauptperson, nicht. In den restlichen Kapiteln finden sich aber zahlreiche Beispiele, für diese Erzählperspektive:

„Als sie eine Stunde später die Kerkerstufen emporstiegen, rasten wilde Gedanken durch Harrys Kopf und er fühlte sich miserabel. In der ersten Woche schon hatte Gryffindor seinetwegen zwei Punkte verloren. Warum hasste Snape ihn so sehr?“[32],

„Er spürte ein mächtiges Stechen in seinem Körper, halb Freude, halb furchtbare Traurigkeit.“[33].

Die Gespräche der handelnden Personen gibt der Erzähler zum größten Teil in direkte Rede wieder, nur selten verwendet er indirekte Rede, um das Gesagte zu beschreiben:

„Er stand auf und sagte, er werde Snape fragen, ob er es zurückhaben könne.“[34].

Der Erzähler beschreibt das Aussehen und die Handlung jeder Person aus seiner Sicht. Es stellt sich die Frage, ob er hier eine direkte, eine indirekte oder gar keine Wertung vornimmt. Durch die Erzählperspektive des Buches, ist es dem Erzähler zunächst möglich, durch seine Bezugsperson „Harry Potter“, Wertungen vorzunehmen. Seine Gedanken, Meinungen und Gefühle geben Aufschluss über andere Personen und Situationen:

„Er sah die anderen Jungen an. Beide waren stämmig und wirkten ziemlich fies. Wie sie da zur Rechten und zur Linken des blassen Jungen standen, sahen sie aus wie seine Leibwächter.“[35].

Diese Art und Weise der Wertung erscheint vorerst indirekt, da es sich um das Gedankengut des Protagonisten und nicht um das, des Erzählers handelt. Weiterhin wird in den Dialogen, die in direkter Rede dargestellt sind, durch den Erzähler nur indirekt gewertet, es wird nur das wiedergegeben, was jemand anderes denkt und laut ausspricht. Da der Erzähler die Figuren, ihre Handlungen, ihre Reaktionen aber auch ihren Sprechton nicht nur rein sachlich beschreibt, könnte man aber durchaus von einer direkten Wertung, durch ihn, sprechen:

„ ‚Hat jemand eine Kröte gesehen? Neville hat seine verloren’, sagte sie mit gebieterischer Stimme.“[36],

„Seine Augen waren so schwarz wie die Hagrids, doch sie hatten nichts von deren Wärme. Sie waren kalt und leer und erinnerten an dunkle Tunnel.“[37],

„Snapes Lippen kräuselten sich zu einem hämischen Lächeln“[38],

„Madam Pomfrey war eine nette Dame, aber sehr streng.“[39].

Kalte leere Augen, eine gebieterische Stimme, ein hämisches Grinsen, all dies impliziert bestimmte Charaktereigenschaften. Der Erzähler lässt hier seine eigene subjektive Meinung über eine Person einfließen.

Wie schon oben erwähnt, stellt das erste Kapitel, „Ein Junge überlebt“, eine Ausnahme zu den folgenden 16 Kapiteln dar. Daher soll dieses Kapitel etwas näher betrachtet werden. Es ist ebenfalls aus der Sicht eines Er-Erzählers geschrieben. Der Erzählstandort und die Erzählperspektive sind allerdings von dem Rest des Buches zu unterscheiden, sie variieren selbst in diesem einen Kapitel. Zu Beginn des Buches, fühlt sich der Erzähler, in Lage der Familie Dursley ein, wie schon in den ersten Sätzen deutlich wird:

„Die Dursleys besaßen alles, was sie wollten, doch sie hatten auch ein Geheimnis, und dass es jemand aufdecken könnte, war ihre größte Sorge. Einfach unerträglich wäre es, wenn die Sache mit den Potters herauskommen würde.“[40].

Der Erzählstandort und die Erzählperspektive konzentrieren sich dann auf den Vater der Familie, Vernon Dursley. Der Erzähler begleitet ihn zur Arbeit, sieht die Welt mit seinen, Augen und weiß was er denkt. Diese Gedanken formuliert er zum Teil genauso, wie sie Mr. Dursley gerade durch den Kopf gehen:

„Mr. Dursley konnte Leute nicht ausstehen, die sich komisch anzogen – wie sich die jungen Leute herausputzen! Das muss wohl irgendeine dumme Mode sein.“[41].

Die hier vorhandene personale Erzählperspektive ändert sich schlagartig mit dem Zubettgehen der Familie Dursley. Der Erzähler lässt anklingen, dass er mehr weiß als diese Personen:

„Er konnte sich nicht denken, wie er und Petunia in irgendwas hineingeraten sollten, was da draußen vor sich ging [...], damit würden er und seine Frau jedenfalls nichts zu tun haben...

Wie sehr er sich täuschte“[42].

Damit gibt er einen Ausblick auf die folgende Handlung und erscheint an dieser Stelle allwissend. Hier ändert sich nun auch der Erzählstandort. Der Erzähler löst sich von der Person Vernon Dursley, und wird zu einem unabhängigen Beobachter, der die folgenden Geschehnisse im Ligusterweg beschreibt. In diesem Abschnitt ist der Dialog zwischen Albus Dumbledore und Minerva McGonagall, den der Erzähler in direkter Rede wiedergibt, vorherrschend. Der Erzähler beschreibt hier weder die Innenansicht des Mannes, noch die der Frau, sondern kommentiert ausschließlich die Reaktionen und den Ton der Unterhaltung. Zum Ende des Kapitels zeigt sich der Erzähler noch einmal allwissend, indem er die Ereignisse, die nun folgen werden kurz zusammenfasst und sogar über die Situation, die gerade im ganzen Land herrscht, Bescheid weiß:

„Seine kleinen Finger klammerten sich an den Brief neben ihm, und er schlief weiter, nicht wissend, dass er berühmt war, nicht wissend, das ihn in ein paar Stunden, wenn Mrs. Dursley die Haustür öffnen, um die Milchflaschen hinauszustellen, ein Schrei ihn wecken würde, und auch nicht wissend, das ihn sein Vetter Dudley in den nächsten Wochen peinigen und piesacken würde... Er konnte nicht wissen, das eben in diesem Moment überall im Land Versammlungen stattfanden, Gläser erhoben wurden und gedämpfte Stimmen sagten: ‚Auf Harry Potter – den Jungen, der lebt!’ „[43].

Der Erzähler bereitet den Leser damit darauf vor, dass das folgende Kapitel mit einem Zeitsprung von zehn Jahren beginnt. Der Protagonist und seine Bedeutung für die Zaubererwelt wurde von ihm vorgestellt.

In der Erzählform liegt möglicherweise schon eine Wirkung des Buches begründet. Das erste Kapitel verschafft dem Leser die Basisinformationen und macht ihn neugierig. Er will wissen, wie es mit dem kleinen Jungen, der auf so tragische Weise seine Eltern verliert, weitergeht. Diesem Wunsch entspricht der Erzähler, indem er sich für den Rest des Buches an die Seite der Hauptfigur begibt und seine Gefühle offenbart. Der Leser hat das Gefühl sich selber auf die Suche nach dem Stein der Weisen zu machen, kann miträtseln, mitfühlen und mitfiebern, da der Erzähler nun nicht mehr allwissend ist, und nur das berichtet wird, was Harry Potter erlebt.

3.4 Personen und Charaktere, ihre Beziehungen und die davon ausgehende Wirkung

J.K. Rowling schafft in ihrem Buch eine Fülle an Charaktere, die in Beziehung zueinander stehen und miteinander agieren. Der Erzähler beschreibt jede Figur so, dass allein das Aussehen schon eindeutige Schlüsse auf sein Wesen zulässt. Die Autorin greift hier bewusst auf Klischees zurück, die einen Menschen oft sympathisch, aber auch abstoßend und unsympathisch erscheinen lassen, oder ihm eine bestimmte Charaktereigenschaft zusprechen. Im weiteren Verlauf werden nun die Hauptpersonen, auf eben jenen Punkt hin, vorgestellt. Welche Wesenszüge sind der Figur eigen und welche äußeren Merkmale sprechen dafür? Im Anschluss daran soll die Rollenverteilung der Personen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen, beleuchtet werden.

3.4.1 Harry Potter

Wie der Titel „Harry Potter und der Stein der Weisen“ schon vermuten lässt, ist Harry Potter der Protagonist der Geschichte. Sein Äußeres beschreibt der Erzähler folgendermaßen:

„Vielleicht hatte es damit zu tun, dass er in einem dunklen Schrank lebte, jedenfalls war Harry für sein Alter immer recht klein und dürr gewesen. Er sah sogar noch kleiner und dürrer aus, als er in Wirklichkeit war, denn alles was er zum Anziehen hatte, waren die abgelegten Klamotten Dudleys, und der war ja viermal so dick wie Harry. Harry hatte ein schmales Gesicht, knubbelige Knie, schwarzes Haar und hellgrüne Augen. Er trug eine Brille mit runden Gläsern, die, weil Dudley ihn auf die Nase geschlagen hatte, mit viel Klebeband zusammengehalten wurde. Das Einzige, das Harry an seinem Aussehen mochte, war eine sehr feine Narbe auf seiner Stirn, die an einen Blitz erinnerte.“[44],

„Sein Haar wucherte einfach vor sich hin- wie ein wilder Garten“[45].

Wie schon in dieser Beschreibung anklingt, wird Harry von seinen Verwandten schikaniert. Doch nur zu Beginn des Buches muss er dies ertragen. An seinem elften Geburtstag erfährt er, dass er ein Zauberer ist und geht nach Hogwarts, eine Schule für Zauberei. Er entdeckt sein Talent für das Fliegen, was ihn zum Star der Quidditch- Mannschaft seines Schulhauses macht.

Das Aussehen des Protagonisten, besonders die geklebte Brille und die wuschligen Haare, lässt auf einen kleinen, pfiffigen Jungen schließen, der nicht durch Körperkraft, sondern durch Ideenreichtum und Kreativität besticht. Seine Narbe kennzeichnet ihn als Berühmtheit in der Zaubererwelt. Der Trubel um seine Person ist ihm jedoch unangenehm, fremd und peinlich:

„’Harry Potter’ riefen die Zwillinge im Chor. ‚Oh, der’ sagte Harry. ‚Ja allerdings, der bin ich.’ Die beiden Jungen starrten ihn mit offenen Mündern an, und Harry spürte, wie er rot wurde.“[46],

„Ein Flüstern verfolgte Harry von dem Moment an, da er am nächsten Morgen den Schlafsaal verließ. Draußen vor den Klassenzimmern stellten sie sich auf die Zehenspitzen um einen Blick auf ihn zu erhaschen. Andere machten auf dem Weg durch den Korridor kehrt und liefen mit neugierigen Blicken an ihm vorbei. Harry mochte das nicht, denn er war viel zu sehr damit beschäftigt, den Weg ins Klassenzimmer zu finden.“

Der bescheidene Junge versteht nicht, weshalb er für etwas verehrt wird, an das er sich nicht einmal erinnern kann. Immerhin war er gerade mal ein Jahr alt, als er, aus unerfindlichen Gründen, dem schrecklichen Zauberer Lord Voldemort all seine Macht raubte. Harry befürchtet im Gegenteil, dass er die Erwartungen, die in ihn gesetzt werden, nicht erfüllen kann. Er kennt sich in der Zauberwelt nicht aus, und weiß nicht, wie seine magischen Fähigkeiten beschaffen sind. Bei der Aufnahme in Hogwarts ist er zunächst sehr ängstlich und wird von schweren Zweifeln geplagt.

„Harrys Herz fing fürchterlich an zu pochen. Eine Prüfung vor der ganzen Schule? Aber er konnte doch noch gar nicht zaubern - was um Himmels willen würde er tun müssen?“[47],

„Plötzlich überfiel Harry ein schrecklicher Gedanke, [...] Was, wenn er gar nicht gewählt würde?“[48].

Das eigentliche Aufnahmeritual ist jedoch harmlos, verrät aber viel über die Gesinnung Harrys. Ein alter Hut teilt die Schüler in die vier Schulhäuser ein. Jedem Schulhaus werden bestimmte Eigenschaften zugesprochen. Der junge Potter kommt ins Haus Gryffindor, das für Tapferkeit und Mut steht[49], und wie es einem Helden gebührt, entwickelt sich Harry im Verlauf des Buches zum Beschützer der Schwachen.[50] Um eine Herausforderung anzunehmen, einen Freund zu retten oder seinem detektivischen Spürsinn nachzugehen, bricht er Schulregeln und begibt sich in Gefahr. Harry Potter entwickelt sich, trotz seiner Berühmtheit, nicht zum Genie. Er hasst Hausaufgaben, hat Angst vor den Prüfungen und ist wohl eher ein mittelmäßiger Schüler.

Wie man an den exemplarischen Beispielen erkennen kann, sind es durchweg positive Eigenschaften, die Harry Potter auszeichnen. Er ist bescheiden, mutig, tapfer, pfiffig, talentiert, beschützt die Schwachen und riskiert sein eigenes Leben, um Andere zu schützen. Angst, Zweifel, und die Tatsache, dass Harry kein Streber, sondern ein eher mittelmäßiger Schüler ist, machen ihn menschlich. Er ist nicht der unnahbare Superheld, was die Figur noch sympathischer erscheinen lässt. Trotz seiner Begabungen ist er, in den Augen des Betrachters, eben doch nur ein kleiner, schutzbedürftiger Junge, der mit Einfallsreichtum, einer gehörigen Portion Glück und der Unterstützung guter Freunde den Kampf gegen das Böse aufnimmt. Erst gegen Ende des Buches zeigt sich Harrys wahre Charakterstärke, in einem von ihm geführten, ergreifenden Monolog, erlangt er zu echter, heldenhafter Würde.[51]

3.4.2 Ron Weasley

Ron Weasley ist Harrys bester Freund und ständiger Begleiter. Er ist der sechste Junge, einer kinderreichen Familie, in der allesamt feuerrotes Haar haben. Ron selbst erinnert, vom Aussehen her, an den typischen Lausbuben:

„Er war hochgewachsen, dünn und schlaksig, hatte Sommersprossen, große Hände und Füße und eine kräftige Nase.“[52].

Er weiß seit seiner Geburt über seine magischen Kräfte Bescheid, und lebt in der Zauberwelt, die ein wenig anders tickt als die Menschenwelt. Rons Brüder Bill, Charlie, Percy, George und Fred sind oder waren allesamt in Hogwarts. Durch die sehr erfolgreichen Brüder, lastet ein gewisser Leistungsdruck auf Ron. Dazu kommt, dass man auch in der Zaubererwelt Geld braucht, und eben von diesem besitzen die Weasleys nicht allzu viel. So muss nun der jüngste Sohn die Kleidung der älteren Brüder auftragen und sogar einen gebrauchten Zauberstab benutzen.[53] Er ist ein talentierter Zauberschachspieler und wie Harry ein eher mittelmäßiger Schüler. Ron ist ebenfalls in Gryffindor, so zählen Tapferkeit und Mut zu seinen positiven Eigenschaften. Er steht für seine Freunde ein und begleitet besonders Harry auf allen Wegen.

3.4.3 Hermine Granger

Hermine Granger ist ebenfalls Schülerin in Hogwarts, und macht das Trio komplett. Sie ist die weibliche Hauptfigur des Buches und wird von

dem Erzähler folgendermaßen beschrieben:

„Sie hatte einen üppigen braunen Harrschopf und recht lange Vorderzähne.“[54].

Hermine ist die erste Hexe in ihrer Familie, die folglich aus normalen Menschen ohne magische Kräfte besteht. Genau wie Harry Potter, hat sie erst durch die Einladung von Hogwarts erfahren, was sie wirklich ist, eine Hexe. Hermine ist ehrgeizig und sehr strebsam, sie will zeigen, was sie trotz menschlicher Eltern kann:

„’Ich habe selbst ein paar einfache Sprüche probiert, nur zum üben, und bei mir hat´s immer geklappt. Keiner in meiner Familie ist magisch, es war ja so eine Überraschung, als ich meinen Brief bekommen hab, aber ich habe mich unglaublich darüber gefreut, es ist nun einmal die beste Schule für Zauberei, die es gibt, wie ich gehört hab – ich hab natürlich alle unsere Schulbücher auswendig gelernt, ich hoffe nur das reicht. Übrigens ich bin Hermine Granger, und wer seid ihr?’“[55].

Durch diese Einstellung und ihre ständige Besserwisserei ist sie zunächst bei ihren Mitschülern sehr unbeliebt, und nimmt eine Außenseiterposition ein. Auch Ron und Harry meiden Hermine. Erst als die drei, die Begegnung mit einem Bergtroll gemeinsam überstehen, schließen sie Freundschaft:

„Von diesem Augenblick an war Hermine Granger ihre Freundin. Es gibt Dinge, die man nicht gemeinsam erleben kann, ohne das man Freundschaft schließt, und einen fast vier Meter großen Bergtroll zu erlegen gehört gewiss dazu.“.[56]

Hermine bleibt aber weiterhin eine ehrgeizige, fleißige und gute Schülerin, was sie zum intellektuellen Kopf des Trios macht.[57] Schulregeln bricht sie ungern und nur, wenn es sein muss. Sie versucht ihren Freunden weiterzuhelfen, indem sie die beiden dazu antreibt mehr zu lernen. Trotz ihrer großen schulischen Begabung ist Hermine bescheiden, sie sieht die wirkliche Bedeutung für das Leben in Mut und Freundschaft, nicht in ihrem Wissen aus Büchern.[58] Das macht das strebsame Mädchen zu einer durchaus sympathischen Figur.

3.4.4 Rubeus Hagrid

Rubeus Hagrid ist der Hüter der Schlüssel und Ländereien von Hogwarts. Er besitzt ebenfalls magische Kräfte, die er aber nicht einsetzen darf, da er von der Schule verwiesen wurde. Hagrid hat ein sehr auffälliges Aussehen:

„Er war fast zweimal so groß wie ein gewöhnlicher Mann und mindestens fünfmal so breit. Er sah einfach verboten dick aus, uns so wild – Haar und Bart verdecken mit langen Strähnen fast sein ganzes Gesicht, er hatte Hände, so groß wie Mülleimerdeckel, in den Lederstiefeln steckten Füße wie Delphinbabys.“[59].

Doch das wilde Äußere des Halbriesen täuscht, in Wahrheit hat er ein großes, weiches Herz, das besonders für Harry und seine Freunde schlägt. Sein etwas tollpatschiges Wesen erinnert oft an den berühmten Elefanten im Porzellanladen. Geheimnisse sind nicht allzu sicher bei ihm, obwohl er sie nie mutwillig verrät. Seine umgangssprachliche Aussprache unterstreicht sein tollpatschiges Auftreten und verleiht ihm die Ausstrahlung eines viel zu groß geratenden Kindes:

„’Beweg dich Klops’“[60],

„’Ach halt den Mund, Dursley, du Oberpflaume’“[61],

„’Kannst drunter pennen’“[62],

„’Jaow. Musst also ganz schön bescheuert sein, wenn du versuchst, sie auszurauben. [...]’“[63].

Die Kombination aus harter Schale und butterweichem Kern, gepaart mit einem kindlich naiven Charakter, macht Hagrid besonders liebenswert. Er ist der typische „Kumpeltyp“, dem man nichts übel nehmen kann.

3.4.5 Albus Dumbledore

Albus Dumbledore ist der Schulleiter von Hogwarts und wird in der Zauberwelt als größter Zauberer seiner Zeit angesehen. Er besitzt mehrere Auszeichnungen, und allein sein Äußeres ist schon respekteinflößend:

„Er war groß, dünn und sehr alt, jedenfalls der silbernen Farbe seines Haares und Bartes nach zu schließen, die beide so lang waren, dass sie in seinem Gürtel steckten. Er trug eine lange Robe, einen purpurnen Umhang, der den Boden streifte, und Schnallenstiefel mit hohen Hacken. Seine blauen Augen leuchteten funkelnd hinter den halbmondförmigen Brillengläsern hervor, und seine Nase war lang und krumm, als ob sie mindestens zweimal gebrochen wäre. Der Name dieses Mannes war Albus Dumbledore“[64].

Albus Dumbledore besitzt fast alle typische, äußeren Merkmale eines alten, weisen Zauberers, silbernes wallendes Haar, eine halbmondförmige Brille, kluge Augen und eine krumme Nase. Professor Dumbledore sieht allerdings nicht nur so aus, er ist der Mächtigste seiner Zunft und somit eine Respektsperson für jeden anderen Zauberer. Obwohl ihn seine Schüler, aber auch die Lehrer von Hogwarts, für ein Genie halten, wissen sie doch, dass der alte Herr manchmal merkwürdig, wenn nicht sogar, etwas verrückt ist. Er geht gern Bowlen, ist mit Vorliebe Brausebonbons, wünscht sich statt Büchern einmal ein paar schöne Socken zu Weihnachten, trägt im Winter Ohrenschützer oder bunte Pudelmützen, statt seines Zauberhutes und verwirrt sein Umfeld mit scheinbar unpassenden, ironischen Bemerkungen:

„’Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Bevor wir mit unserem Bankett beginnen, möchte ich ein paar Worte sagen. Und hier sind sie: Schwachkopf! Schwabbelspeck! Krimskrams! Quick!

Danke sehr!’“[65].

Diese kleinen Verrücktheiten lockern das Bild von dem weisen, alten Gelehrten auf und machen Albus Dumbledore menschlich und durchaus sympathisch. „Dumbledores Entscheidungen als Direktor von Hogwarts sind von einer salomonischen Weisheit und von einem erstaunlichen Einfühlungsvermögen geprägt.“[66] Er scheint in jeder Situation das Richtige zu wissen, und nimmt sich selber nicht zu ernst, was seine Willkommensrede noch einmal verdeutlicht (siehe oben). Seine Weisheit zeigt sich vor allem in den Gesprächen mit Harry Potter:

„’Schließlich ist der Tod für den gut vorbereiteten Geist nur das nächste große Abenteuer’“[67],

„’Nenn ihn Voldemort, Harry. Nenn die Dinge immer beim richtigen Namen. Die Angst vor einem Namen steigert nur die Angst vor der Sache selbst.’“[68].

Aber nicht nur Humor und Weisheit, auch ein hohes Maß an Güte, gehören zu seinen wichtigsten Charakterzügen. Albus Dumbledore ist ein Mann, der jedem eine zweite Chance einräumt. So hat er zum Beispiel Hagrid nach seiner Entlassung aus Hogwarts, eine Anstellung gegeben.[69] Albus Dumbledore agiert in dem Buch, verglichen mit den anderen oben stehenden Hauptpersonen, nicht sehr oft, doch seine Macht und sein Schutz scheinen allgegenwärtig.

3.4.6 Draco Malfoy, Vincent Crabbe und Gregory Goyle

Malfoy, Crabbe und Goyle sind Zauberer und ebenfalls Erstklässler in Hogwarts. Draco Malfoy entstammt aus einem alten, sehr reichem Zauberergeschlecht, auf das er sich sehr viel einbildet. Das Aussehen des Jungen wird von dem Erzähler nur kurz erwähnt, und lässt keine großen Schlüsse zu:

„Hinten im Laden stand auf einem Schemel ein Junge mit blassem, spitzen Gesicht, [...]“[70].

Arme Familien oder Zauberer aus nicht magischen Familien sind unter Draco Malfoys Würde. Crabbe und Goyle, beide groß, stämmig und scheinbar auch ziemlich dumm, sind Malfoys ständigen Begleiter. Draco Malfoy ist der Kopf der Bande, obwohl er seinen Freunden körperlich unterlegen ist. Die beiden Jungen sind für ihn seine Beschützer, ohne die er nicht allzu mutig erscheint. Alle drei gehören zum Schulhaus Slytherin, das sich durch die Eigenschaften, List und Tücke, auszeichnet. Dies entspricht auch dem Wesen von Malfoy und seinen Begleitern, welche oft die Anstifter von Intrigen, die Harry Potter in Schwierigkeiten bringen, sind.

Diesen drei Personen, werden so gut wie keine positiven Eigenschaften zugesprochen, was sie zu Antipathiefiguren des Buches macht.

3.4.7 Severus Snape

Severus Snape gehört zum Lehrerkollegium von Hogwarts. Er unterrichtet Zaubertränke, und ist darüber hinaus der Hauslehrer von Slytherin, was ihm ebenfalls die Eigenschaften List und Tücke zuschreibt. Sein Äußeres ist wenig vertrauenseinflößend und wirkt eher abstoßend:

„Professor Quirrell mit seinem komischen Turban unterhielt sich mit einem Lehrer mit fettigem schwarzem Haar, Hakennase und fahler Haut.“[71].

Schüler, die nicht aus seinem Schulhaus kommen, scheint der Lehrer wenig zu mögen, er schikaniert sie und verteilt ungerechtfertigte Strafpunkte, weswegen er bei den meisten Schülern unbeliebt, ja sogar verhasst ist. Er erinnert an den typischen Lehrer, den wohl so gut wie jeder aus seiner eigenen Schulzeit kennt, der seine Lieblingsschüler bevorzugt und die Anderen bloßstellt, wo immer er kann. Alles an ihm wirkt unsympathisch, seine Erscheinung, sein Auftreten, seine gemeine Art mit den Schülern umzugehen und nicht zuletzt, dass er durch sein merkwürdiges Benehmen zum Hauptverdächtigen des Buches wird.

[...]


[1] Vgl. K. Richter in: Grundschule 7/8. Braunschweig 2002, im Erscheinen

[2] M. Sahr: Ein ABC der Kinderliteratur. Hohengehren 2001, S. 170

[3] B. Sichtermann in: M. Sahr: Ein ABC der Kinderliteratur. Hohengehren 2001, S. 167

[4] vgl. Anonymus: www.carlson-harrypotter.de/basic2/author-rowling/authorin.biographie/content.html

[5] vgl. Bürvenich: Der Zauber von Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S.15

[6] vgl. Bürvenich: Der Zauber von Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S 15

[7] vgl. Bürvenich: Der Zauber von Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S 17

[8] vgl. Bürvenich: Der Zauber von Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S 16

[9] vgl. Bürvenich: Der Zauber von Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S 18

[10] vgl. Bürvenich: Der Zauber von Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S 20

[11] vgl. Bürvenich, Der Zauber von Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S 18

[12] vgl. Anonymus:www.carlson-harrypotter.de/basic/author-rowling/authorin.biographie/content.html

[13] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1989, S.26

[14] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.223

[15] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.248

[16] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.159

[17] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.119

[18] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.92

[19] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.296

[20] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.54

[21] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.302

[22] vgl. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.59

[23] vgl. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.156

[24] vgl. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.150 oder. 220

[25] Petersen in: Schutte, „Einführung in die Literaturinterpretation“. Stuttgart 1993, S. 134

[26] Schutte, „Einführung in die Literaturinterpretation“. Stuttgart 1993, S. 134

[27] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 5

[28] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 335

[29] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 25

[30] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.320-321

[31] Schutte, „Einführung in die Literaturinterpretation“. Stuttgart 1993, S. 135

[32] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 154

[33] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 228

[34] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 200

[35] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 120

[36] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 117

[37] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 151

[38] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 152

[39] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 326

[40] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 5

[41] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 7

[42] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.12

[43] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 22-23

[44] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.26

[45] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.26

[46] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.106

[47] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.127

[48] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 133

[49] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 130

[50] vgl. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 163,

[51] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 293-294

[52] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 104

[53] vgl. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.111

[54] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.117

[55] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 117

[56] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 197

[57] Bürvenich: Der Zauber des Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S. 77

[58] vgl. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 311

[59] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.20

[60] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 55

[61] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 55

[62] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 69

[63] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 72

[64] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S.13

[65] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 135-136

[66] Bürvenich: Der Zauber des Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S. 88

[67] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 323

[68] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 323

[69] vgl. Bürvenich: Der Zauber des Harry Potter. Frankfurt am Main 2001, S. 88

[70] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 86

[71] Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg 1998, S. 139

Ende der Leseprobe aus 122 Seiten

Details

Titel
J.K. Rowling „Harry Potter” – wirkungsästhetische Analyse und literaturdidaktische Überlegungen
Hochschule
Universität Erfurt
Note
2,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
122
Katalognummer
V71994
ISBN (eBook)
9783638625258
Dateigröße
855 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
1.Staatsexamensarbeit für das Lehramt an Grundschulen im Fach Deutsch.
Schlagworte
Rowling, Potter”, Analyse
Arbeit zitieren
Katharina Strunck (Autor), 2002, J.K. Rowling „Harry Potter” – wirkungsästhetische Analyse und literaturdidaktische Überlegungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71994

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