Inhaltsverzeichnis:1.Einführung 2.Die Entwicklung der modernen Identitätstheorie. 2.1.Das Leib-Seele-Problem 2.2.Semantischer Physikalismus und Identitätstheorie 2.3.Wie hat sich die Identitätstheorie entwickelt ? 2.4.Was ist "Identität" ? 2.5.Vier unterschiedliche Varianten der Identitätstheorie. 2.5.1.Typenidentitätstheorie 2.5.2.Tokenidentitätstheorie 2.5.3.Anomaler Monismus 2.5.4.Aspektdualismus 2.6.Die Identitätstheorie und das Erklärungslückenproblem 3.Multiple Realisierung-Argumente 3.1.Reduktionismus und die klassische Theorienreduktion nach Nagel 3.2.Putnams Argumente gegen die Typenidentitätstheorie 3.3.Fodors Erbe - die Multiple Realisierung 3.4.Was ist Multiple Realisierung ? 4.Anhang: Funktionalismus ist keine bessere Alternative 5.Literaturliste
1.Enführung:
Die moderne Wissenschaftsphilosophie (19. und 20. Jahrhundert) ist so vielfältig, dass man sich zunächst einen Überblick über verschiedene Formen und Theorien in der Philosophie des Geistes verschaffen sollte, um die Geschichte der Identitätstheorie darzustellen.
In der vorliegender Hausarbeit mach ich es mir zur Aufgabe, einen Überblick zu den möglichen philosophieschen Theorien der Philosophie des Geistes in der neuzeitlichen Philosophie zu geben und eine Übersicht zu den verschiedenen Varianten der Identitätstheorie zu ermöglichen. In diesem Fall ist deutlich zu erklären, was semantischer Physikalismus ist, da er bei der Entwicklung der Identitätstheorie eine bedeutende Rolle spielt. Hinzu kommt die problematische Auffassung über die Identität von Eigenschaften, die von Carnap vertreten wurde. Ich werde mich zum größten Teil mit der Analyse von Fodors Arbeit in der " Identitätstheorie " beschäftigen, wobei die kritischen Meinungen der anderen Philosophen seiner Zeit herangezogen werden. Von Belang sind hier auch die Argumente, die Fodor gegen die Identitätstheorie formuliert. Außerdem ist es wichtig, seine Lösungsvorschläge für die Probleme der Identitätstheorie zu betrachten, wobei er als Vertreter des physikalischen Funktionalismus zu Worte kommt. Sein Aufsatz: " Spezial Sciences " ist in dieser Hinsicht von größerer Bedeutung, da er allgemein als ein wichtiger Einwand gegen die Identitätstheorie gilt. Ich werde in meiner Arbeit ebenfalls die Argumente von Putnam einbeziehen, welche als Grundidee für die Multiple Realisierung gelten. Zum Schluß werde ich über seine Arbeit diskutieren und meine eigene Einstellung, Meinung und Kritik dazu äußern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2.Die Entwicklung der moderner Identitätstheorie
2.1 Das Leib-Seele-Problem
2.2. Semantischer Physikalismus und Identitätstheorie
2.3.Was ist „Identität“ ?
2.4. Vier unterschiedliche Varianten der Identitätstheorie
2.4.1. Typenidentitätstheorie
2.4.2. Tokenidentitätstheorie
2.4.3. Anomaler Monismus
2.4.4. Aspektdualismus
2.5 Die Identitätstheorie und das Erklärungslückenproblem ( ELP )
3.Multiple Realisierung-Argumente
3.1. Reduktionismus und die klassische Theorienreduktion nach Nagel
3.2. Putnams Argumente gegen dieTypenidentitätstheorie
3.3. Fodors Erbe - die Multiple Realisierung
3.4 Was ist Multiple Realisierung?
4. Schlußwort:
Funktionalismus ist keine bessere
Alternative zur Identitätstheorie
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die philosophische Identitätstheorie im Kontext der Philosophie des Geistes, mit besonderem Schwerpunkt auf den Arbeiten von Jerry Fodor. Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Varianten der Identitätstheorie darzustellen, das Problem der Multiplen Realisierung zu untersuchen und kritisch zu bewerten, ob diese Theorie oder der Funktionalismus eine adäquate Erklärung für das Leib-Seele-Problem liefern können.
- Grundlagen des Leib-Seele-Problems und des semantischen Physikalismus.
- Klassifizierung der Identitätstheorie in vier verschiedene Varianten.
- Analyse der Argumente für die Multiple Realisierung nach Putnam und Fodor.
- Kritische Diskussion der Reduktionismus-Debatte in den Einzelwissenschaften.
- Bewertung der Identitätstheorie unter Berücksichtigung empirischer Erkenntnisse aus der Neurophysiologie.
Auszug aus dem Buch
3.4 Was ist Multiple Realisierung?
In der Philosophie des Geistes, zeigt die Multiple Realisierung, dass eine einzelne Geistesart ( Eigenschaft, Zustand, Fall ) durch viele physische Vorkommnisse verwirklicht werden kann. Ein allgemeines Beispiel ist Schmerz. Viele Philosophen haben erklärt, dass eine breite Vielzahl der physikalischen Eigenschaften, Zustände oder Fälle, keine Eigenschaften auf diesem Niveau der Beschreibung miteinander teilen, dass alle den gleichen Schmerz verwirklichen können. Genauer gesagt: ein mentaler Zustand kann nicht mit einem Gehirnzustand identisch sein, denn einzelne, konkrete mentale Zustände (die Token) können in verschiedenen Wesen durch ganz verschiedene Gehirnzustände realisiert sein. Man denke etwa an die Schmerzen eines Hundes und eines Menschen. Es ist einfach unwahrscheinlich, dass in ihnen die gleichen Gehirnprozesse ablaufen, wenn sie Schmerzen spüren. Dennoch können Hunde und Menschen Schmerzen haben. Sie haben also die gleichen mentalen Zustände, aber verschiedene Gehirnzustände. Also können mentale Zustände (M-Typen) nicht mit Gehirnzuständen (G-Typen) identisch sein.
Diese These, die von Hilary Putnam (1967) entwickelt und von Jerry Fodor generalisiert wurde, diente als Voraussetzung für ein bedeutsames Argument gegen die früheren Theorien, die Geisteszustände mit Gehirnzuständen gekennzeichneten ( psychoneurale Identitätstheorien). Sie diente auch den frühen Argumenten für einen Funktionalismus. Nicht-reduktionistische Physikalisten nahmen sie später (normalerweise ohne Änderung) an, um die Vielzahl des psychophysischen Reduktionismus herauszufordern. Das Argument ist sogar eingesetzt worden, um den Funktionalismus herauszufordern, den es anfangs begründete.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Vielfalt der modernen Wissenschaftsphilosophie dar und definiert den Fokus der Arbeit auf die Analyse von Fodors Arbeiten im Rahmen der Identitätstheorie.
2.Die Entwicklung der moderner Identitätstheorie: Das Kapitel erläutert das Leib-Seele-Problem, den semantischen Physikalismus und klassifiziert vier Identitätstheorien sowie das Erklärungslückenproblem.
3.Multiple Realisierung-Argumente: Hier werden der Reduktionismus, Putnams Argumente gegen die Typenidentitätstheorie und Fodors Generalisierung der Multiplen Realisierung detailliert erörtert.
4. Schlußwort: Die Autorin zieht Bilanz über die Haltbarkeit der Identitätstheorie und stellt kritisch fest, warum der Funktionalismus aus ihrer Sicht keine bessere Alternative bietet.
Schlüsselwörter
Identitätstheorie, Philosophie des Geistes, Multiple Realisierung, Leib-Seele-Problem, Reduktionismus, Jerry Fodor, Hilmry Putnam, Typenidentitätstheorie, Tokenidentitätstheorie, Anomaler Monismus, Aspektdualismus, Semantischer Physikalismus, Neurophysiologie, Funktionalismus, Qualia.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von mentalen zu physikalischen Zuständen anhand der Identitätstheorie und analysiert, inwiefern diese physikalisch begründbar ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Identitätstheorie, den Reduktionismus in der Wissenschaftstheorie, die Multiple Realisierung mentaler Zustände und den Funktionalismus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist eine kritische Analyse von Fodors Arbeit zur Identitätstheorie, um zu bewerten, ob mentale Zustände auf physikalische Zustände reduzierbar sind oder ob Multiple Realisierung dies verhindert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine philosophische Analyse, die auf der Untersuchung und kritischen Diskussion klassischer Texte und Argumente der modernen Philosophie des Geistes basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Spielarten der Identitätstheorie, den klassischen Reduktionismus nach Nagel und die Argumente von Putnam und Fodor zur Multiplen Realisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Identitätstheorie, Multiple Realisierung, Leib-Seele-Problem, Funktionalismus und Reduktionismus.
Wie bewertet die Autorin das Argument der Multiplen Realisierung?
Die Autorin betrachtet die Multiple Realisierung zwar als ein bedeutendes Argument gegen die Typenidentitätstheorie, zweifelt jedoch an deren absoluter Gültigkeit und sieht sie teilweise nur als Behauptung an.
Was ist der Kernpunkt der Kritik am Funktionalismus?
Die Autorin argumentiert, dass der Funktionalismus keine überlegene Alternative zur Identitätstheorie darstellt, da die materielle Beschaffenheit des Gehirns für das psychische Innenleben von entscheidender Bedeutung zu sein scheint.
- Quote paper
- Galina Schlundt (Author), 2007, Analyse von Fodors Arbeit in der Identitätstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72000