Im Rahmen des Seminars „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ an der Universität Bremen im Sommersemester 2006 habe ich diese Hausarbeit zum „Demokratischen Handeln in der Grundschule in Bezug auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ verfasst.
Das erste Kapitel stellt kurz die Entstehung der Nachhaltigen Entwicklung und die Dimensionen Nachhaltiger Entwicklung dar. Ebenso wird auf die Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ verwiesen.
Im zweiten Kapitel kommt dann das Konzept der Nachhaltigen Bildung zum Tragen. Das Konzept der Nachhaltigen Bildung steht derzeit besonders im Focus, da die Vereinten Nationen für die Jahre 2005 bis 2015 die „Dekade der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen haben. Es wird versucht die Unterschiede zwischen traditioneller Umweltbildung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung deutlich zu machen. Dieses Kapitel beinhaltet ebenso die Syndrome des Globalen Wandels, wie eine Erklärung zum Transfer-21 Programm der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Bildungsforschung (BLK).
Die Möglichkeit der praktischen Umsetzung ist Inhalt des dritten Kapitels. Hier wird die Einführung des demokratischen Handelns in der Grundschule näher erläutert und die unterschiedliche Deutung von Demokratie in der Sachanalyse geklärt.
Im Verlauf dieser Hausarbeit habe „Nachhaltig“ nachhaltig groß geschrieben, da „Nachhaltige Bildung“ und „Nachhaltige Entwicklung“ mittlerweile feststehende Begriffe sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Nachhaltige Entwicklung
1.1 Historische Entwicklung
1.2 Dimensionen Nachhaltiger Entwicklung
1.3 Zukunftsfähiges Deutschland
2. Bildung für Nachhaltige Entwicklung
2.1 Von der Umweltbildung zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung
2.1.1 Probleme der Umwelterziehung
2.1.2 Das Bildungskonzept für eine Nachhaltige Entwicklung
2.2 Die Syndrome des Globalen Wandels
2.3 BLK Programme „21“ und „Transfer-21“
3. Demokratisches Handeln in der Grundschule
3.1 Analyse der Sachstruktur
3.1.1 Demokratie
3.1.2 Kinderrechte
3.2 Auswahlfaktoren des Inhalts
3.2.1 Bedeutung des Themas für die Schüler
3.2.2 Bezug zum Rahmenplan/ Perspektivrahmen
3.3 Geplante Lernziele
3.4 Methodische Gestaltung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen demokratischem Handeln in der Grundschule und dem Konzept der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), um aufzuzeigen, wie bereits im Primarbereich Grundlagen für eine zukunftsfähige Lebensweise geschaffen werden können.
- Historische und inhaltliche Entwicklung des Konzepts der Nachhaltigen Entwicklung.
- Differenzierung zwischen klassischer Umwelterziehung und zeitgemäßer Bildung für Nachhaltige Entwicklung.
- Theoretische Analyse demokratischer Ansätze (empirisch, klassisch, partizipatorisch) im schulischen Kontext.
- Praktische Implementierung von demokratischem Handeln durch Kinderrechte und Partizipation.
- Verknüpfung der Thematik mit dem Bremer Rahmenplan für Sachunterricht und dem Perspektivrahmen der GDSU.
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Probleme der Umwelterziehung
1. Motivierung zum „richtigen“ Handeln
Umwelterziehung soll Schüler dazu bringen Schäden an ihrer Umwelt zu vermeiden. Empirische Studien haben zwar belegt, dass das Umweltbewusstsein in Folge von Umwelterziehung steigt, die Schüler jedoch nicht im entsprechenden Maße auch so Handeln.
„Das Konzept des handlungsorientierten Unterrichts wurde zum Gesetz und scheiterte an seiner Einfachheit.“ (ROST 1999, S.2)
2. Umgang mit Komplexität
Eine Zielkategorie der Umwelterziehung ist das Denken in komplexen Systemen. Nur innerhalb eines dynamischen Systems kann man erkennen, warum es z.B. zum Aralsee-Syndrom kommt. Umweltkunde konnte nicht das Problem lösen, wie man Komplexität lernt und lehrt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung und die ökologischen, ökonomischen sowie sozialen Dimensionen des Leitbilds der Nachhaltigkeit.
2. Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Es wird die Transformation von der klassischen Umwelterziehung hin zur komplexen Bildung für Nachhaltige Entwicklung analysiert und das Transfer-21 Programm vorgestellt.
3. Demokratisches Handeln in der Grundschule: Der Hauptteil verknüpft Demokratietheorien mit schulischer Praxis, um Partizipationsmöglichkeiten und Kinderrechte als Basis nachhaltigen Handelns zu etablieren.
Schlüsselwörter
Nachhaltige Entwicklung, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Demokratie, Partizipation, Kinderrechte, Sachunterricht, Gestaltungskompetenz, Globales Lernen, Umwelterziehung, BLK-Programm, Transfer-21, Handlungsfähigkeit, Systemdenken, Grundschule, Werteerziehung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?
Die Arbeit untersucht, wie demokratische Bildung in der Grundschule als notwendige Voraussetzung und Grundlage für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung fungieren kann.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Nachhaltigkeit, die pädagogische Neuausrichtung von der Umweltbildung hin zur BNE, Demokratietheorien und deren praktische Umsetzung im Schulalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass demokratische Partizipation in der Schule die Basis dafür bildet, dass Kinder die Dimensionen nachhaltiger Entwicklung verstehen und aktiv mitgestalten können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Fachliteratur und bildungspolitischer Rahmenpläne, ergänzt durch einen Entwurf zur methodischen Gestaltung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Nachhaltigkeit, die Kritik an traditioneller Umwelterziehung und die detaillierte Darstellung demokratischer Ansätze für die Grundschule.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Gestaltungskompetenz, Partizipation, systemisches Denken und die Verbindung von Kinderrechten mit dem zivilgesellschaftlichen Handeln.
Warum wird Demokratie als Voraussetzung für Nachhaltigkeit gesehen?
Der Autor argumentiert, dass ohne das Verständnis eigener Rechte und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit in der Lebenswelt, die komplexen Anforderungen nachhaltiger Entwicklung nicht umsetzbar sind.
Welche Rolle spielt das Programm Transfer-21?
Transfer-21 wird als konkrete bildungspolitische Initiative angeführt, die Schulen dabei unterstützen soll, das Konzept der Nachhaltigkeit durch interdisziplinäres und partizipatives Lernen fest zu verankern.
Wie wird das Thema Demokratie für Grundschüler konkretisiert?
Dies geschieht durch Themen wie die Wahl von Klassensprechern, das Erarbeiten von Klassenordnungen und die Beschäftigung mit Kinderrechten, um reale Mitbestimmung erlebbar zu machen.
- Quote paper
- Maik Kolze (Author), 2006, Demokratisches Handeln in der Grundschule in Bezug auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72035